Einleitende Worte
Riyad as-Salihin ist das bedeutendste Werk des Hadith-Gelehrten Imam Muhyiddin Yahya an-Nawawi (Allah erbarme sich seiner) aus dem siebten Jahrhundert der Hidschra. Aus den sahih Hadithen wählte er etwa zweitausend Hadithe aus und verfasste diese unschätzbare Sammlung. Für diejenigen, die sich aufrichtig darum bemühen, geistige und charakterliche Nahrung für ihre Selbstbildung zu sammeln, kann dieses Buch eine herausragende Rolle bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse spielen.
Es war unser Wunsch, unseren bengalischsprachigen Brüdern und Schwestern die Übersetzung dieser Sammlung an die Hand zu geben. Schließlich konnten wir sie mit der Unterstützung einiger angesehener Gelehrter übersetzen.
Durch die unermessliche Gnade Allahs, des Herrn der Welten, veröffentlichten wir den ersten Band im Ramadan des Jahres 1405 der Hidschra, den zweiten Band im Ramadan des Jahres 1406, den dritten Band im Rabi al-awwal des Jahres 1407 und den vierten, zugleich letzten Band im Safar des Jahres 1408.
In der vorliegenden Ausgabe dieses Buches haben wir die Übersetzung erneut mit dem ursprünglichen Hadith abgeglichen und sie somit redigiert, um die Fehler und Mängel der vergangenen Ausgabe zu beseitigen.
Möge Allah, der Herr der Welten, die Dienste des Verfassers annehmen und ihn dafür belohnen. Möge Er allen, die ihre Zeit und Mühe in die Übersetzung, Bearbeitung und Veröffentlichung dieses Buches investiert haben, in dieser Welt und im Jenseits reichlich Gutes schenken.
Der Herausgeber
Wer hat welchen Teil übersetzt:
Maulana Abdul Mannan Talib – Hadith Nr. 1465 bis 1510
Maulana Muhammad Musa – Hadith Nr. 1511 bis 1896
بسم الله الرحمن الرحيم
Kapitel 16 – Kitab ad-Daʿawat (Bittgebete)
Abschnitt: 1 – Die Aufforderung zum Bittgebet und seine Vorzüge sowie eine kurze Darstellung der Bittgebete, die der Gesandte (s.a.w.) zu sprechen pflegte.
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَقَالَ رَبُّكُمُ ادْعُونِي أَسْتَجِبْ لَكُمْ
Der erhabene Allah sagt:
„Und euer Herr sagt: Ruft Mich an, Ich werde auf euren Ruf antworten.“ (Sure al-Mu’min: 60)
وقَالَ تَعَالَى : أَدْعُوا رَبَّكُمْ تَضَرُّعًا وَخُفْيَةً إِنَّهُ لَا يُحِبُّ الْمُعْتَدِينَ.
„Ruft euren Herrn demütig und ergeben sowie im Verborgenen an. Wahrlich, Er liebt die nicht, die das Maß überschreiten.“ (Sure al-A’raf: 55)
وقال تعالى : وإذا سألك عبادي عَنِّى فَإِنِّي قريب أجيب دعوة الداع إذا دَعَانِ.
„Und wenn Meine Diener dich nach Mir fragen, so bin Ich nahe. Ich erhöre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich anruft.“ (Sure al-Baqara: 186)
وَقَالَ تَعَالَى : أَمَّنْ يُجِيبُ الْمُضْطَرَّ إِذَا دَعَاهُ وَيَكْشِفُ السُّوء.
„Wer erhört den Ruf des Bedrängten und des von Unruhe erfüllten Herzens und beseitigt seine Not?“ (Sure an-Naml: 62)
١٤٦٥ – ووَعَنِ النُّعْمَانِ بْنِ بَشِيرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الدُّعَاءُ هُوَ العِبَادَةُ – رواه أبو داود والترمذى وَقَالَ حَدِيث حسن صحيح.
1465. Überliefert von Nuʿmān ibn Baschīr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Das Bittgebet ist Gottesdienst.“
Imam Abū Dāwūd und Imam at-Tirmidhī überlieferten diesen Hadith, und Imam at-Tirmidhī stufte ihn als hasan und sahih ein.
١٤٦٦ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ كَانَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَسْتَحِبُّ الْجَوَامِعَ مِنَ الدُّعَاءِ وَبَدَعُ مَا سِوَى ذَلِكَ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ باشناد جيد.
1466. Überliefert von ʿĀʾischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, bevorzugte unter den Bittgebeten solche mit umfassender Bedeutung und vermied alles andere.
Imam Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith mit einer guten Überlieferungskette.
4 ١٤٦٧ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ أَكْثَرُ دُعَاءِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اللهم آتِنَا فِي الدُّنْيَا حَسَنَةً وَفِي الآخِرَةِ حَسَنَةً وَقِنَا عَذَابَ النَّارِ مُتَّفَقٌ علَيْهِ. زَادَ مُسْلِمٌ فِي رِوَايَتِهِ قَالَ وَكَانَ أنس إِذَا أَرَادَ أَن يُدْعُو بِدَعْوَةٍ دَعَا بِهَا وإذا أرادَ أَنْ يَدْعُوَ بِدُعَاء دَعَا بِهَا فِيهِ.
1467. Überliefert von Anas (r.a.). Er sagte: Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, pflegte meistens folgendes Bittgebet zu sprechen: „Allahumma atina fid-dunya hasanatan wa fil-akhirati hasanatan wa qina adhaban-nar“ (O Allah, gewähre mir Gutes im Diesseits und Gutes im Jenseits und bewahre mich vor der Strafe der Hölle).
Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. In der Überlieferung von Imam Muslim heißt es außerdem: Wenn Hadhrat Anas (r.a.) ein Bittgebet sprechen wollte, sprach er stets dieses Bittgebet; und wenn er ein anderes Bittgebet sprechen wollte, nahm er auch dieses Bittgebet darin auf.
١٤٦٨ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ يَقُولُ اللَّهُمَّ إِنِّي أَسْأَلُكَ الْهُدَى وَالتَّقَى وَالْعَفَافِ وَالْغَنِي رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1468. Überliefert von Abdullah ibn Masud (r.a.). Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, pflegte zu sagen: „Allahumma inni as’alukal-huda wat-tuqa wal-‘afafa wal-ghina“
(O Allah, ich bitte Dich um Rechtleitung, Gottesfurcht, Keuschheit und Genügsamkeit beziehungsweise Selbstständigkeit).
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٤٦٩ – وَعَنْ طَارِقِ بْنِ أَشْيَمَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ الرَّجُلُ إِذَا أَسْلَمَ عَلَمَهُ النبي صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الصَّلاةَ ثُمَّ أَمَرَهُ أَنْ يَدْعُوَ بِهُؤُلَاءِ الْكَلِمَاتِ اللَّهُم الغفر لي وَارْحَمْنِي وَاهْدِنِي وَعَافِنِي وَارْزُقْنِي رَوَاهُ مُسْلِمٌ. وَفِي رِوَايَةٍ لَهُ عَنْ طارق أنَّهُ سَمِعَ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَآتَاهُ رَجُلٌ فَقَالَ يَا رَسُولَ اللَّهِ كَيْفَ أَقُولُ حِينَ أَسْأَلُ رَبِّي قَالَ قُلْ اللَّهُمَّ اغْفِرْ لِي وَارْحَمْنِي وَعَافِنِي وَارْزُقْنِي فان هؤلاً ، تَجْمَعُ لك دنياك وآخرتك.
1469. Überliefert von Tariq ibn Aschjam (r.a.). Er sagte: Wenn jemand den Islam annahm, lehrte ihn der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, das Gebet und wies ihn anschließend an, mit den folgenden Worten zu bitten: „Allahummaghfir li warhamni wahdini wa ‘afini warzuqni“ (O Allah, vergib mir, erbarme Dich meiner, leite mich auf den rechten Weg, schenke mir Sicherheit und gewähre mir meinen Lebensunterhalt).
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert. In einer anderen Überlieferung von Hadhrat Tariq (r.a.) heißt es, dass er den Propheten, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagen hörte: Ein Mann kam zu ihm und sagte: „O Gesandter Allahs, was soll ich sagen, wenn ich meinen Herrn bitte?“ Der Gesandte Allahs (s.a.w.) antwortete: „Du sollst sagen: Allahummaghfir li warhamni wa ‘afini warzuqni.“ Denn diese Worte vereinen für dich die Gaben des Diesseits und des Jenseits.
١٤٧٠ – وَعَنْ عَبْدِ الله بْنِ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اللهُم مُصَرِفَ الْقُلُوبِ صَرِفَ قُلُوبَنَا عَلَى طَاعَتِكَ رواه مسلم.
1470. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿAmr ibn al-ʿĀs (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sprach folgendes Bittgebet: „Allāhumma musarrifal-qulūb, sarrif qulūbanā ʿalā ṭāʿatik“ (O Allah, der Du die Herzen wendest, wende unsere Herzen Deinem Gehorsam zu).
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٤٧١ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ تعودُوا بِاللَّهِ مِنْ جَهْدِ الْبَلَاءِ وَدَرَكَ السَّقَاءِ وَسُوءِ الْقَضَاءِ وَشَمَائَةِ الْأَعْدَاءِ متفق عليه.
1471. Überliefert von Abū Huraira (r.a.). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Sucht bei Allah Zuflucht vor schweren Prüfungen, äußerstem Unglück, einer schlechten Vorherbestimmung und der Schadenfreude der Feinde. Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٤٧٢ – وَعَنْهُ قَالَ كَانَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ اللَّهُمَّ أَصْلِحْ لِي ديني الذي هُوَ عِصْمَةُ أَمْرِي وَأَصْلِحْ لِى دُنْيَايَ الَّتِي فِيهَا مَعَاشِي وَأَصْلِحْ لِي أخرتي التي فِيهَا مَعَادِي وَاجْعَلِ الْحَيَاةَ زِيادَةً لِي فِي كُلِّ خَيْرٍ وَاجْعَلِ الْمَوْتَ رَاحَةً لِي مِنْ كُلِّ شَرٍ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1472. Überliefert von Abū Huraira (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte folgendes Bittgebet zu sprechen: „Allāhumma asliḥ lī dīnī alladhī huwa ʿiṣmatu amrī, wa aṣliḥ lī dunyāya allatī fīhā maʿāshī, wa aṣliḥ lī ākhiratī allatī fīhā maʿādī, wajʿalil-ḥayāta ziyādatan lī fī kulli khayr, wajʿalil-mawta rāḥatan lī min kulli sharr“ (O Allah, bessere meine Religion für mich, die der Schutz meiner Angelegenheit ist; bessere meine diesseitige Welt für mich, in der mein Lebensunterhalt liegt; bessere mein Jenseits für mich, zu dem meine Rückkehr sein wird. Lass mein Leben in jedem Guten eine Zunahme für mich sein und mache den Tod für mich zu einer Erleichterung von jedem Übel).
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٤٧٣ – وَعَنْ عَلَى رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ لِي رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قُلْ اللَّهُمَّ اهْدِنِي وَسَلَّدْنِي وَفِي رِوَايَةِ اللَّهُمَّ إِنِّي أَسْأَلُكَ الْهُدَى وَالسَّدَادَ رواه مسلم
1473. Überliefert von Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, zu ihm sagte: „Sprich: Allahumma-hdini wa saddidi“ (O Allah, schenke mir Rechtleitung und richte mich auf dem geraden Weg aus). In einer anderen Überlieferung heißt es: „Allahumma inni as’alukal-huda was-sadad“ (O Allah, ich bitte Dich um Rechtleitung und den geraden Weg). Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٤٧٤ – وَعَنْ أَنَسِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ اللَّهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنَ الْعَجْزِ وَالْكَسَلِ وَالْجُبْنِ وَالْهَرَمِ وَالْبُخْلِ وَأَعُوذُ بِكَ مِنْ عَذَابِ الْقَبْرِ وَأَعُوذُ بِكَ مِنْ فِتْنَةِ الْمَحْيَا وَالْمَمَاتِ وَفِي رِوَايَةٍ وَضَلَعِ الدِّينِ وَغَلَبَةِ الرِّجَالِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1474. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, dieses Bittgebet zu sprechen pflegte: „Allahumma inni a‘udhu bika minal-‘ajzi wal-kasali wal-jubni wal-harami wal-bukhli, wa a‘udhu bika min ‘adhabil-qabri, wa a‘udhu bika min fitnatil-mahya wal-mamat“ (O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor Unfähigkeit und Faulheit, vor Feigheit, Altersschwäche und Geiz. Ich suche Zuflucht bei Dir vor der Strafe im Grab und vor der Prüfung des Lebens und des Todes). In einer anderen Überlieferung heißt es: „wa dala‘id-dayni wa ghalabatir-rijal“ (vor der erschreckenden Last der Schulden und davor, von den Menschen überwältigt zu werden).
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٤٧٥ وَعَنْ أَبِي بَكْرِ الصِّدِّيقِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّهُ قَالَ لِرَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَلِمْنِي دُعَاءُ ادْعُو بِهِ فِي صَلَاتِي قَالَ قُلْ اللَّهُمَّ إِنِّي ظَلَمْتُ نَفْسِي ظلما كثيراً ولا يَغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلَّا أَنْتَ فَاغْفِرْ لِي مَغْفِرَةٌ مِنْ عِنْدِكَ وَارْحَمْنِي إِنَّكَ انتَ الْغَفُورُ الرَّحِيمُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. وَفِي رِوَايَةٍ وَفِي بَيْتِي وَرُوِيَ ظُلْمًا كَثِيرًا وروى كبيراً بالثاء المثلثة وبالباء الموحدة فَيَنْبَغِي أَنْ يُجْمَعَ بَيْنَهُمَا فَيُقَالُ كثيراً كبيرا.
1475. Überliefert von Abu Bakr as-Siddiq (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm: „Lehre mich ein Bittgebet, das ich in meinem Gebet sprechen kann.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Sprich: Allahumma inni zalamtu nafsi zulman kathiran, wa la yaghfirudh-dhunuba illa anta, faghfir li maghfiratan min ‘indika warhamni, innaka antal-ghafurur-rahim“ (O Allah, ich habe mir selbst großes Unrecht zugefügt. Niemand außer Dir vergibt die Sünden. So vergib mir mit einer Vergebung von Dir und erbarme Dich meiner. Wahrlich, Du bist der Allvergebende, der Barmherzige).
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung heißt es: „fi bayti“, das heißt: in meinem Haus (während des Gebets). In einigen Überlieferungen steht „zulman kathiran“ (viel Unrecht), in einer anderen Überlieferung das Wort „kabiran“ (großes Unrecht). Es ist jedoch angemessen, beide Wörter gemeinsam zu verwenden: „kathiran“ (viel) und „kabiran“ (groß).
١٤٧٦ – وَعَنْ أَبِي مُوسَى رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنَّهُ كَانَ يَدْعُوا بِهذا الدُّعَاءِ اللَّهُمَّ اغْفِرْ لِي خَطِيئَتِي وَجَهْلِي وَإِسْرَافِي فِي أَمْرِي وَمَا انت أعْلَمُ بِهِ مِنِّي اللَّهُمَّ اغْفِرْ لِي جَدِى وَهَزْلِي وَخَطَئِي وَعَمْدِي وَكُلُّ ذَلِكَ عِنْدِي اللهُمَّ اغْفِرْ لِي مَا قَدَّمْتُ وَمَا أُخْرَتُ وَمَا أَسْرَرْتُ وَمَا أَعْلَنْتُ وَمَا أَنْتَ أَعْلَمُ بِهِ مني انتَ الْمُقَدِّمُ وَأَنْتَ الْمُؤَخِّرُ وَانتَ عَلَى كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1476. Überliefert von Abu Musa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) pflegte mit den folgenden Worten zu bitten: „Allahummaghfir lī khatī’atī wa jahlī wa isrāfī fī amrī wa mā anta a‘lamu bihi minnī, Allahummaghfir lī jiddī wa hazlī wa khaṭa’ī wa ‘amdī wa kullu dhālika ‘indī. Allahummaghfir lī mā qaddamtu wa mā akhkhartu wa mā asrartu wa mā a‘lantu wa mā anta a‘lamu bihi minnī. Antal-muqaddimu wa antal-mu’akhkhiru wa anta ‘alā kulli shay’in qadīr“ (O Allah, vergib mir meine Sünden und meine Unwissenheit, vergib mir meine Übertreibungen in meinen Angelegenheiten und auch jene Sünden von mir, über die Du mehr weißt als ich. O Allah, vergib mir, was ich ernsthaft und was ich scherzhaft getan habe, was ich absichtlich und was ich unabsichtlich getan habe – all das liegt bei mir. O Allah, vergib mir meine vergangenen und meine späteren Sünden, was ich geheim gehalten und was ich offenbart habe, sowie das, worüber Du mehr weißt als ich. Du bist es, der voranschreiten lässt, und Du bist es, der zurückstellt, und Du hast Macht über alle Dinge.) Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٤٧٧ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَيَقُولُ فِي دُعَائِهِ اللَّهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنْ شَرِّ مَا عَمِلْتُ وَمِنْ شَرِّ مَا لَمْ أَعْمَلُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ1477. Überliefert von Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) pflegte in seinem Bittgebet zu sagen: „Allahumma innī a‘ūdhu bika min sharri mā ‘amiltu wa min sharri mā lam a‘mal“ (O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor dem Übel dessen, was ich getan habe, und vor dem Übel dessen, was ich nicht getan habe).
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٤٧٨ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ كَانَ مِنْ دُعَاءِ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اللهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنْ زَوَالِ نِعْمَتِكَ وَتَحَولَ عَافِيَتِكَ وَفُجَاءَة نقْمَتِكَ وَجَمِيعِ سَخَطِكَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1478. Überliefert von Abdullah ibn Umar (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Zu den Bittgebeten des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) gehörte: „Allahumma innī a‘ūdhu bika min zawāli ni‘matika wa taḥawwuli ‘āfiyatika wa fuǧā’ati niqmatika wa ǧamī‘i sakhaṭika“ (O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir davor, dass Deine Gnaden enden, dass sich Deine Sicherheit und Unversehrtheit verändern, vor Deiner plötzlich eintreffenden Strafe und vor all Deinem Missfallen).
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٤٧٩ – وَعَنْ زَيْدِ بْنِ أَرْقَمَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ اللَّهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنَ الْعَجْزِ وَالْكَسَلِ وَالْبُخْلِ وَالْهَرَمِ وَعَذَابِ الْقَبْرِ اللهم أن نفسِي تَقْوَاهَا وَزَكِهَا أَنْتَ خَيْرُ مَنْ زَكَاهَا أَنْتَ وَلِيُّهَا وَمَوْلَاهَا اللهُم إني أعوذُ بِكَ مِنْ عِلم لا يَنْفَعُ وَمِنْ قَلب لا يَخْشَعُ وَمِنْ نَفْسٍ لَا تَشْبَعُ وَمِنْ دعوة لا يُسْتَجَابُ لَهَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1479. Überliefert von Zaid ibn Arqam (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) pflegte mit folgenden Worten zu bitten: „Allahumma innī a‘ūdhu bika minal-‘aǧzi wal-kasali wal-bukhli wal-harami wa ‘adhābil-qabri. Allahumma āti nafsī taqwāhā wa zakkihā anta khayru man zakkāhā anta waliyyuhā wa mawlāhā. Allahumma innī a‘ūdhu bika min ‘ilmin lā yanfa‘u wa min qalbin lā yakhsha‘u wa min nafsin lā tashba‘u wa min da‘watin lā yustajābu lahā“ (O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor Unfähigkeit und Trägheit, vor Geiz und Altersschwäche sowie vor der Strafe des Grabes. O Allah, schenke meiner Seele Gottesfurcht und läutere sie; Du bist der Beste, der sie läutert, Du bist ihr Beschützer und ihr Herr. O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor nutzlosem Wissen, vor einem Herzen ohne Gottesfurcht, vor einer unersättlichen Seele und vor einem Bittgebet, das nicht erhört wird. Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٤٨٠ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ يَقُولُ اللَّهُمَّ لكَ أَسْلَمْتُ وَبِكَ أمَنْتُ وَعَلَيْكَ تَوَكَّلْتُ وَإِلَيْكَ أَتَيْتُ وَبِكَ خاصمتُ وَإِلَيْكَ حَاكَمَتُ فَاغْفِرْ لِي مَا قَدَّمْتُ وَمَا أَخْرْتُ وَمَا أَسْرَرْتُ وَمَا أَعْلَنْتُ أنتَ الْمُقَدِّمُ وَأَنتَ الْمُؤَخِّرُ لا اله الا انتَ. زَادَ بَعْضُ الرُّواةِ وَلَا حَوْلَ وَلا قُوَّةَ الا بالله – متفقٌ عَلَيْهِ.
1480. Überliefert von Abdallah ibn al-Abbas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte zu sagen: „Allahumma laka aslamtu wa bika amantu wa alaika tawakkaltu wa ilaika anabtu wa bika khasamtu wa ilaika hakamtu. Faghfir li ma qaddamtu wa ma akhkhartu wa ma asrartu wa ma a‘lantu. Antal-muqaddimu wa antal-mu’akhkhiru. La ilaha illa Allah.“ (O Allah! Dir habe ich mich ergeben, an Dich habe ich geglaubt, auf Dich habe ich vertraut, zu Dir bin ich zurückgekehrt, mit Deiner Hilfe habe ich mit den Gegnern gestritten, und Dir habe ich die Entscheidung überlassen. So vergib mir alle meine früheren und späteren, meine verborgenen und meine offenbaren Sünden. Du bist es, der voranbringt, und Du bist es, der zurückstellt. Es gibt keinen Gott außer Dir.) In einigen Überlieferungen heißt es außerdem: „La hawla wa la quwwata illa billah“ (Niemand besitzt die Kraft, sich von Sünden fernzuhalten und gute Taten zu verrichten, außer durch die von Allah verliehene Kraft).
Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٤٨١ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا أَنَّ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ يَدْعُو بهولا – الْكَلِمَاتِ اللَّهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنْ فِتْنَةِ النَّارِ وَعَذَابِ النَّارِ وَمِنْ شَرِّ الغنى وَالْفَقْرِ – رواه أبو داود والترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ وَهُذَا لفظ ابن داود.
1481. Überliefert von Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte mit folgenden Worten zu beten: „Allahumma inni a‘udhu bika min fitnat-in-nar wa adhab-in-nar, wa min sharri al-ghina wa al-faqr.“ (O Allah! Ich suche Zuflucht bei Dir vor der Heimsuchung und der Strafe des Höllenfeuers sowie vor dem Übel des Reichtums und der Armut.)
Imam Abu Dawud und Imam at-Tirmidhi haben diesen Hadith überliefert, und Imam at-Tirmidhi bezeichnete ihn als guten und authentischen Hadith. Hier ist der Wortlaut des Hadiths nach Abu Dawud wiedergegeben.
١٤٨٢ – وَعَنْ زِيَادِ بْنِ عَلاقَةً عَنْ عَمِهِ وَهُوَ قُطْبَةُ بْنُ مَالِكٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ اللَّهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنْ مُنكرات الأخلاق والأعمال والأهوا – رواه الترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1482. Überliefert von Ziyad ibn Ilaqa über dessen Onkel Qutba ibn Malik (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte mit folgenden Worten zu beten: „Allahumma inni a‘udhu bika min munkarat-il-akhlaq wal-a‘mal wal-ahwa.“ (O Allah! Ich suche Zuflucht bei Dir vor schlechtem Charakter, schlechten Taten und schlechten Neigungen.)
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und bezeichnete ihn als Hasan-Hadith.
١٤٨٣ – وَعَنْ شَكْلِ بْنِ حُمَيْدٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ عَلِمْنِي دعاء قَالَ قُلْ اللهم إني أعوذ بك من شر سمعِي وَمِنْ شَرِّ بَصَرِي وَمِنْ شَرِّ لساني ومن شَرِّ قَلبي وَمِن شَرِّ مَنى – رواه أبو داود والترمذي وقال حديث حَسَنٌ.
1483. Von Schakal ibn Humayd (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) wird überliefert. Er sagte: Ich sagte: „O Gesandter Allahs, lehre mich ein Bittgebet.“ Er sagte: „Sprich: ‚Allahumma inni a’udhu bika min sharri sam’i wa min sharri basari wa min sharri lisani wa min sharri qalbi wa min sharri maniyyi‘“ (O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor dem Übel meines Gehörs, vor dem Übel meines Sehens, vor dem Übel meiner Zunge, vor dem Übel meines Herzens und vor dem Übel meiner Schamteile).
Imam Abu Dawud und Imam at-Tirmidhi überlieferten diesen Hadith, und Imam at-Tirmidhi bezeichnete ihn als Hasan-Hadith.
١٤٨٤ – وَعَنْ أَنَسِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ يَقُولُ اللهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنَ الْبَرْضِ وَالْجُنُونِ وَالْجُدَامِ وَسَيْ الْأَسْقَامِ رَوَاهُ أَبُو دارد باشتاد صحيح
1484. Von Anas (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) wird überliefert. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) pflegte zu sagen: „Allahumma inni a’udhu bika minal-barasi wal-jununi wal-judhami wa sayyi’il-asqam“ (O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor Weißfleckenkrankheit, Wahnsinn, Lepra und allen schlimmen Krankheiten).
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette.
١٤٨٥ – وعن أبي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ اللَّهُمَّ إِنِّي أَعُوذُ بِكَ مِنَ الْجُوعِ فَإِنَّهُ بِئْسَ الصَّحِيعُ وَأَعُوذُ بِكَ مِنَ الْخِيَانَةِ فَإِنَّهَا بِئْسَتِ الْبِطَانَةُ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِإِسناد صحيح
1485. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) pflegte zu sagen: „Allahumma inni a’udhu bika minal ju’i fa’innahu bi’sad-daji’u wa a’udhu bika minal khiyanati fa’innaha bi’satil bitanatu“ (O Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor Hunger und Entbehrung, denn sie sind der schlechteste Bettgenosse. Und ich suche Zuflucht bei Dir vor Verrat und Veruntreuung, denn sie sind die schlechteste innere Angewohnheit).
Imam Abu Dawud hat den Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette überliefert.
١٤٨٦ – وَعَنْ عَلِيَّ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ مُكَانَبًا جَاءَهُ إِنِّي عَجِزَتُ عَنْ كِتَابِي فَاعَنِّي قَالَ أَلا أُعَلِّمُكَ كَلِمَاتٍ عَلَمَنِيْهِنَّ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَوْ كَانَ عَلَيْكَ مِثْلُ جَبَلٍ دَيْنَا أَداهُ اللهُ عَنْكَ قُلْ اللَّهُمَّ اكْفِنِي بِحَلَالِكَ عَنْ حَرَامِكَ وَاغْنِنِي بِفَضْلِكَ عَمَّنْ سِواكَ رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1486. Überliefert von Ali (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Ein Mukatab-Sklave kam zu ihm und sagte: Ich bin nicht mehr in der Lage, den vertraglich vereinbarten Betrag für meine Freilassung zu bezahlen. Deshalb
hilf mir. Er sagte: Soll ich dich nicht die Worte lehren, die mir der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) gelehrt hat? Wenn du Schulden in der Höhe eines Berges hättest, würde Er ihre Begleichung ermöglichen. Sag: „Allahumma affini bihalalika ‘an haramika wa aghnini bifadlika ‘amman siwaka“ (O Allah, lass Dein Erlaubtes mir anstelle Deines Verbotenen genügen und mache mich durch Deine Gunst unabhängig von allen außer Dir). [Anmerkung: Ein Mukatab ist ein Sklave, der mit seinem Besitzer einen schriftlichen Vertrag geschlossen hat, wonach er freigelassen wird, wenn er einen bestimmten Geldbetrag bezahlt.]
Imam at-Tirmidhi hat den Hadith überliefert und ihn als Hadith hasan bezeichnet.
١٤٨٧ – وَعَنْ عِمْرَانَ بْنِ الْحُصَيْنِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَلَّمَ آبَاهُ حُصَيْنًا كَلِمَتَيْنِ يَدْعُو بهما اللهُمُ الْهِمْنِي رُشْدِى وَاعِدُنِي مِنْ شَرِّ نفسي رواه الترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1487. Überliefert von Imran ibn al-Husain (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) lehrte dessen Vater Husain (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) zwei Worte, mit denen er Bittgebete zu sprechen pflegte: „Allahumma ahimni rushdi wa a’idni min sharri nafsi“ (O Allah, lass meine Rechtleitung mein Herz erreichen und bewahre mich vor dem Übel meiner Seele).
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und stufte ihn als Hasan-Hadith ein.
١٤٨٨ – وَعَن أبي الفضل العباس بن عبد المطلب رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قُلْتُ يا رَسُولَ الله عَلمنى شَيْئًا أَسْأَلُهُ الله تَعَالَى قَالَ سَلُوا اللهَ الْعَافِيَة فَمَكَنتُ أَيَّامًا ثُمَّ جِئْتُ فَقُلْتُ يَا رَسُولَ اللهِ عَلِمْنِي شَيْئًا أَسْأَلُهُ اللَّهَ تَعَالَ قَالَ لِي يَا عَبَّاس يَا عَمِّ رَسُولِ الله سلوا الله العافية في الدُّنْيَا وَالْآخِرَةِ – رَوَاهُ الترمذي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ.
1488. Überliefert von Abul-Fadl al-Abbas ibn Abd al-Muttalib (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich sagte: „O Gesandter Allahs, lehre mich einige Dinge, um die ich den Erhabenen Allah bitten kann.“ Er sagte: „Bitte Allah um Sicherheit und Schutz.“ Einige Tage später kam ich wieder und sagte: „O Gesandter Allahs, lehre mich einige Dinge, um die ich Allah, den Erhabenen, bitten kann.“ Er sagte zu mir: „O Abbas, o Onkel des Gesandten Allahs, bitte Allah um Sicherheit und Schutz im Diesseits und im Jenseits.“
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und stufte ihn als sahih Hadith ein.
١٤٨٩ – وَعَنْ شَهْرِ بْنِ حَوْشَبٍ قَالَ قُلْتُ لِأَمِّ سَلَمَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا يَا أَمْ الْمُؤْمِنِينَ مَا كَانَ أَكْثَرُ دُعَاءِ رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِذَا كَانَ عِنْدَكَ قَالَتْ كَانَ أَكْثَرُ دُعَائِهِ يَا مُقَلِبَ الْقُلُوبِ ثَبِّتْ قَلْبِي عَلَى دِينِكَ رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1489. Überliefert von Schahr ibn Hauschab (möge Allah ihm barmherzig sein). Er sagte: Ich fragte Umm Salama (möge Allah mit ihr zufrieden sein): „O Mutter der Gläubigen, welches Bittgebet sprach der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, meistens, wenn er sich bei dir aufhielt?“ Sie sagte: „Meistens sprach er dieses Bittgebet: ‚Ya Muqallibal-qulub, sabbit qalbi ala dinik‘ (O Wender der Herzen, festige mein Herz in Deiner Religion).“ Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und stufte ihn als Hasan-Hadith ein.
١٤٩٠ – وَعَنْ أَبِي الدَّرْدَاء رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ مِنْ دُعَاء دَاوُدَ عَلَيْهِ السلامُ اللهُم إِنِّي أَسْأَلُكَ حُبِّكَ وَحَبِّ مَنْ يُحِبُّكَ والْعَمَلَ الَّذِي يُبْلِغْنِي حُبِّكَ اللهُمَّ اجْعَلَ حُبِّكَ أَحَبُّ إِلَى مِنْ نَفْسِي وَأَهْلِي وَمِنَ الماء البارد – رواه الترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1490. Überliefert von Abu ad-Darda (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: „Dawud, Allahs Friede sei auf ihm, sprach folgendes Bittgebet: ‚Allahumma inni as’aluka hubbaka wa hubba man yuhibbuka wal-amal alladhi yuballighuni hubbaka. Allahummaj‘al hubbaka ahabba ilayya min nafsi wa ahli wa min al-ma’il-barid‘ (O Allah, ich bitte Dich um Deine Liebe, um die Liebe dessen, der Dich liebt, und um Taten, die mich zu Deiner Liebe gelangen lassen. O Allah, lass Deine Liebe mir lieber sein als mein eigenes Leben, meine Familie und kaltes Wasser).“
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und bezeichnete ihn als einen guten Hadith.
١٤٩١ – بن عامِرِ الصَّحَابِي قَالَ الْحَاكِمُ حَدِيثٌ صَحِيحُ الْإِسْنَادِ – القُوا بِكَسْرِ اللأم وتشديد الظاء المُعْجَمَة مَعْنَاهُ الزموا هذه الدعوة واكثروا منها .
1491. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Ya Dhal-Dschalali wal-Ikram“ – sprich dieses Bittgebet sehr häufig.
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith. Imam an-Nasa’i überlieferte ihn ferner von Rabi’a ibn Amir, dem Gefährten. Imam al-Hakim sagte, dass die Überlieferungskette dieses Hadiths authentisch sei. Das Wort „alizzu“ bedeutet: „Halte daran fest“ und sprich es sehr häufig.
١٤٩٢ – وَعَنْ أَبِي أَمَامَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ دَعَا رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بِدُعَاء كَثِيرٍ لَمْ نَحْفَظُ مِنْهُ شَيْئًا قُلْنَا يَا رَسُولَ اللَّهِ دَعَوْتَ بِدُعَاء كَثِيرٍ لَمْ تحفظ مِنْهُ شَيْئًا فَقَالَ إِلا أَدُلُّكُمْ عَلَى مَا يَجْمَعُ ذَلِكَ كُلُّهُ تَقُولُ اللَّهُمَّ إِنِّي أسألك مِنْ خَيْرِ مَا سَأَلَكَ مِنْهُ نَبِيِّكَ مُحَمَّدٌ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَأَعُوذُ بِكَ مِنْ شَرِّ مَا اسْتَعَادَكَ مِنْهُ نَبِيُّكَ مُحَمَّدٌ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَأَنْتَ الْمُسْتَعَانُ وَعَلَيْكَ الْبَلاغُ ولا حول ولا قوة الا بالله – رَوَاهُ التَّرْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1492. Überliefert von Abu Umama (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sprach zahlreiche Bittgebete, von denen wir uns keines merken konnten. Wir sagten: „O Gesandter Allahs! Du hast zahlreiche Bittgebete gesprochen, aber wir konnten uns keines davon merken.“ Er sagte: „Soll ich euch nicht ein Bittgebet lehren, das all diese Bittgebete umfasst?“ Sprecht: „Allahumma innī as’aluka min khayri mā sa’alaka minhu nabiyyuka Muhammadun, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, wa a‘ūdhu bika min sharri ma ista‘ādhaka minhu nabiyyuka Muhammadun, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, wa antal-musta‘ānu wa ‘alaykal-balāgh, wa lā hawla wa lā quwwata illā billāh.“ (O Allah! Ich bitte Dich um all das Gute, um das Dein Prophet Muhammad, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, Dich gebeten hat, und ich suche Zuflucht bei Dir vor all dem Übel, vor dem Dein Prophet Muhammad, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, bei Dir Zuflucht gesucht hat. Du allein bist der Helfer. Dir obliegt die Erfüllung aller Dinge, und niemand besitzt die Kraft, sich ohne Deine Hilfe von Sünde fernzuhalten und Gutes zu tun.)
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und bezeichnete ihn als einen guten Hadith.
بن عامِرِ الصَّحَابِي قَالَ الْحَاكِمُ حَدِيث صَحِيحُ الْإِسْنَادِ – الظوا بكسر اللام وتشديد الظاء المعجمة مَعْنَاهُ الزموا هذه الدعوة واكثروا منها .
1491. Überliefert von Anas (r. a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sagte: „Lest dieses Bittgebet ‚Ya Dhal-Dschalali wal-Ikram‘ sehr häufig.“ Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith. Imam an-Nasa’i überlieferte ihn außerdem von Rabi’a ibn Amir as-Sahabi. Imam al-Hakim sagte, dass die Überlieferungskette dieses Hadiths authentisch sei. Das Wort „alizzū“ bedeutet: „Betrachtet es als verpflichtend“ und lest es sehr häufig.
١٤٩٢ – وَعَنْ أَبِي أَمَامَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ دَعَا رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بِدعا ، كَثِيرٍ لَمْ نَحْفَظَ مِنْهُ شَيْئًا قُلْنَا يَا رَسُولَ اللَّهِ دَعَوْتَ بِدُعَاء كَثِيرٍ لَمْ تحفظ مِنْهُ شَيْئًا فَقَالَ إلا ادلُكُمْ عَلَى مَا يَجْمَعُ ذَلِكَ كُلَّهُ تَقُولُ اللَّهُمَّ إِنِّي اسْأَلُكَ مِنْ خَيْرِ مَا سَأَلَكَ مِنْهُ نَبِيكَ مُحَمَّدٌ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَأَعُوذُ بِكَ مِنْ شَرِّ مَا اسْتَعَادَكَ مِنْهُ نَبِيِّكَ مُحَمَّدٌ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَأَنْتَ الْمُسْتَعَانُ ولا حول ولا قوة الا بالله – رَوَاهُ الترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ. وَعَلَيْكَ الْبَلاغُ ولا .
1492. Überliefert von Abu Umama (r. a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sprach zahlreiche Bittgebete, von denen wir uns keines merken konnten. Wir sagten: „O Gesandter Allahs, du hast zahlreiche Bittgebete gesprochen, doch wir konnten uns keines davon merken.“ Er sagte: „Soll ich euch nicht ein Bittgebet lehren, das alle Bittgebete umfasst? Sagt: ‚Allahumma inni as’aluka min khayri ma sa’alaka minhu nabiyyuka Muhammadun sallallahu alaihi wa sallam, wa a’udhu bika min sharri masta’adha minhu nabiyyuka Muhammadun sallallahu alaihi wa sallam, wa antal-musta’anu wa alaikal-balagh, wa la hawla wa la quwwata illa billah‘“ (O Allah, ich bitte Dich um all das Gute, um das Dein Prophet Muhammad, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, Dich gebeten hat, und ich suche bei Dir Zuflucht vor all dem Übel, vor dem Dein Prophet Muhammad, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, bei Dir Zuflucht gesucht hat. Du allein bist der Helfer. Bei Dir kommt alles an, und niemand besitzt die Kraft, sich ohne Deine Hilfe von Sünden fernzuhalten und Gutes zu tun.)
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und bezeichnete ihn als Hasan-Hadith.
١٤٩٣ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ مِنْ دُعَاءِ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اللَّهُمَّ إِنِّي أَسْأَلُكَ مُوْجِبَاتِ رَحْمَتِكَ وَعَزَائِمَ مَغْفِرَتِكَ وَالسَّلَامَةَ من كل اثم وَالْغَنِيمَةَ مِنْ كُلِّ بِرِّ وَالْفَوزَ بِالْجَنَّةِ وَالنَّجَاةَ مِنَ النَّارِ رَوَاهُ الْحَاكِمُ أَبُو عَبْدِ اللهِ وَقَالَ حَدِيثُ صَحِيحٌ عَلَى شَرْطِ مُسْلِم.
1493. Überliefert von Abdullah ibn Mas’ud (r. a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, pflegte folgendes Bittgebet zu sprechen: „Allahumma inni as’aluka mudschibati rahmatika, wa aza’ima maghfiratika, was-salamata min kulli ithmin wal-ghanima min kulli birrin, wal-fawza bil-dschannati wan-nadschata minan-nar“ (O Allah, ich bitte Dich um die Dinge, die Deine Barmherzigkeit erforderlich machen, um die Ursachen Deiner Vergebung, um die Ursachen der Sicherheit vor jeder Sünde, um den Gewinn jeder guten Tat sowie um Erfolg im Paradies und Rettung vor dem Feuer der Hölle.)
Imam al-Hakim Abu Abdullah überlieferte diesen Hadith und bezeichnete ihn nach den Kriterien von Imam Muslim als authentisch.
Kapitel: 2 – Der Vorzug, für jemanden in seiner Abwesenheit ein Bittgebet zu sprechen
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَالَّذِينَ جَاءُوا مِنْ بَعْدِهِمْ يَقُولُونَ رَبَّنَا اغْفِرْ لَنَا وَلَا خُوَانِنَا الَّذِينَ سَبَقُونَا بالايمان.
Allah, der Erhabene, sagt:
„Und diejenigen, die nach ihnen gekommen sind, sprechen für sie: ‚O unser Herr, vergib uns und auch unseren Brüdern, die vor uns den Glauben angenommen haben.‘“ (Sure al-Haschr: 10)
وقَالَ تَعالى : واستغفر لذنبك وللمؤمنين والمؤمنات.
„Und bitte um Vergebung für eure Sünden sowie für die gläubigen Männer und gläubigen Frauen.“ (Sure Muhammad: 19)
وقال تعالى اخباراً عَنْ إِبْرَاهِيمَ : رَبَّنَا اغْفِرْ لِي وَلِوَالِدَى وَلِلْمُؤْمِنِينَ يَوْمَ يَقُومُ الْحِسَابُ.
Allah, der Erhabene, führt die Worte Ibrahims, Friede sei mit ihm, an und sagt: „O unser Herr, vergib mir, meinen Eltern und allen Gläubigen an dem Tag, an dem die Abrechnung stattfindet.“ (Sure Ibrahim: 41)
١٤٩٤ – وَعَنْ أبي الدرداء رضى اللهُ عَنْهُ أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَا مِنْ عَبْدٍ مُسْلِم يَدْعُوا لِأَخِيهِ بِظَهْرِ الْغَيْبِ إِلَّا قَالَ الْمَلَكُ ولك بمثل – رواه مسلم.
1494. Von Abu d-Darda, Allah möge mit ihm zufrieden sein, wird überliefert: Er hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Wenn ein muslimischer Diener für seinen Bruder in dessen Abwesenheit ein Bittgebet spricht, sagt der Engel: „Und für dich ebenso.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٤٩٥ – وَعَنْهُ أَنْ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ يَقُولُ دَعْوَةُ الْمَرْءِ الْمُسْلِمِ لِأَخِيهِ بِظَهْرِ الْغَيْبِ مُسْتَجَابَةٌ عِنْدَ رَأْسِهِ مَلَكَ مُوَكِّلٌ كُلَّمَا دَعَا لِأَخِيهِ بِخَيْرٍ قَالَ الْمَلَكُ الْمُؤكِّلُ بِهِ أَمِينَ وَلَكَ بِمِثْلِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1495. Überliefert von Abū ad-Dardā (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte zu sagen: Das Bittgebet eines Muslims für seinen Bruder in dessen Abwesenheit wird für ihn erhört. An seinem Kopf ist ein verantwortlicher Engel eingesetzt. Sobald dieser Mann für das Wohl seines Bruders bittet, sagt der eingesetzte verantwortliche Engel: „Āmīn, und für dich ebenfalls dasselbe.“ Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 3 – Wissenswertes über das Bittgebet
١٤٩٦ – عَنْ أَسَامَةَ بْنِ زَيْدٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ صُنِعَ إِلَيْهِ مَعْرُوفٌ فَقَالَ لِفَاعِلِهِ جَزَاكَ اللَّهُ خَيْرًا فَقَدْ أَبْلَغَ فِي الثنَاءِ – رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيْثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ
1496. Überliefert von Usāma ibn Zaid (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn jemandem ein Gefallen erwiesen wird und er daraufhin zu demjenigen, der ihm den Gefallen erwiesen hat, sagt: „Jazākallāhu khairan“ (Möge Allah dich mit Gutem belohnen), dann hat er ihm seine Dankbarkeit vollständig ausgesprochen und ihn gebührend vergolten.
Imam at-Tirmidhī überlieferte diesen Hadith und bezeichnete ihn als hasan und sahīh.
١٤٩٧ – وَعَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا تَدْعُوا عَلَى أَنفُسِكُمْ وَلا تَدْعُوا على أولادكُمْ وَلَا تَدْعُوا عَلَى أَمْوَالِكُمْ لا تُوَافَقُوا مِنَ اللَّهِ سَاعَةً يُسْأَلُ فِيهَا عَطَاءٌ فَيَسْتَجِيْبَ لَكُمْ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1497. Überliefert von Dschābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Sprecht keine Verwünschungen gegen euch selbst aus, sprecht keine Verwünschungen gegen eure Kinder aus und sprecht keine Verwünschungen gegen euer Vermögen aus. Denn es könnte gerade zu einer Zeit geschehen, in der ein Bittgebet an Allah um etwas erhört wird. So könnte auch dieses Bittgebet gegen euch erhört werden.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٤٩٨ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ أَقْرَبُ مَا يَكُونُ الْعَبْدُ مِنْ رَبِّهِ وَهُوَ سَاجِدٌ فَاكْثَرُوا الدُّعَاءَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1498. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn der Diener sich in der Niederwerfung befindet, ist er seinem Herrn am nächsten. Deshalb verrichtet in der Niederwerfung viele Bittgebete.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٤٩٩ – وَعَنْهُ أَنْ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ يُسْتَجَابُ لِأَحَدِكُمْ مَا لمْ يَعْجَل يَقُولُ قَدْ دَعَوْتُ رَبِّي فَلَمْ يُسْتَجَبْ لِي مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. وفي رواية المسلم لا يَزَالُ يُسْتَجَابُ لِلْعَبْدِ ما لم يدع بالم أو قطيعة رحم ما لم يَسْتَعْجِلُ قَبْلَ يَا رَسُولَ الله ما الاستعجالُ قَالَ يَقُولُ قَدْ دَعَوْتُ وَقَدْ دَعَوْتُ فَلَمْ أَرَ يستجيب لي فيستَحْسِرُ عند ذلك ويَدَعُ الدُّعاء
1499. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Das Bittgebet eines von euch wird erhört, solange er sich nicht übereilt. Er sagt: „Ich habe meinen Herrn angerufen, aber Er hat mein Bittgebet nicht erhört.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. In einer Überlieferung von Muslim heißt es jedoch: Das Bittgebet des Dieners wird weiterhin erhört, solange er nicht um eine Sünde oder um den Abbruch der Verwandtschaftsbande bittet und solange er sich nicht übereilt. Es wurde gefragt: „O Gesandter Allahs, was bedeutet Übereilung?“ Er sagte: „Der Bittende sagt immer wieder: Ich habe vielfach Bittgebete gesprochen – ich spreche immer wieder Bittgebete –, aber ich habe nicht gesehen, dass mein Bittgebet erhört wurde.“ Daraufhin wird er verzweifelt, bedauert es und unterlässt das Bittgebet.
١٥٠٠ – وَعَنْ أَبِي أَمَامَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَبْلَ لِرَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أي الدعاء أسْمَعُ قَالَ جَوف الليل الآخر ودبر الصلوات المكتوبات. رواه الترمذي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1500. Überliefert von Abu Umama (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, wurde gefragt: „Welches Bittgebet wird am ehesten erhört?“ Er antwortete: „Das Bittgebet in der Mitte der letzten Nachthälfte und das Bittgebet nach den Pflichtgebeten.“
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und bezeichnete ihn als hasan.
١٥٠١ – وَعَنْ عُبَادَةَ بْنِ الصَّامِتِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَا عَلَى الْأَرْضِ مُسْلِمٌ يَدْعُو اللَّهُ تَعَالَى بِدَعْوَةٍ إِلَّا آتَاهُ اللَّهُ إِيَّاهَا أَوْ صَرَفَ عَنْهُ مِنَ السُّوءِ مِثْلِهَا مَا لَمْ يَدْعُ بِإِثْمِ أَوْ قَطِيعَةِ رَحِمٍ فَقَالَ رَجُلٌ مِنَ الْقَوْمِ إِذَنْ نُكْثَرُ قَالَ اللهُ أَكْثَرُ. رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ ورواهُ الْحَاكِمُ مِنْ رِوَايَةِ أَبي سَعِيدٍ وَزَادَ فِيهِ أَوْ يَدْخِرَ لَهُ مِنَ الْأَجْرِ مِثْلِهَا .
1501. Überliefert von Ubada ibn as-Samit (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wenn irgendein Muslim auf der Erde Allah, den Erhabenen, um etwas bittet, gibt Er es ihm oder wendet von ihm ein entsprechendes Übel ab, solange er nicht um eine Sünde oder um das Abbrechen der Verwandtschaftsbande bittet.“ Da sagte ein Mann aus der anwesenden Gruppe: „Dann werden wir von nun an noch mehr Bittgebete sprechen.“
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Allah wird dann auch noch mehr erhören.“
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und bezeichnete ihn als hasan und sahih. Imam al-Hakim überlieferte ihn ebenfalls über Abu Sa’id (möge Allah mit ihm zufrieden sein), wobei es dort zusätzlich heißt: „Oder Er bewahrt für ihn eine der Belohnung seines Bittgebets entsprechende Belohnung auf.“
١٥٠٢ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ يَقُولُ عِنْدَ الْكَرْب لا اله الا اللهُ الْعَظِيمُ الْحَلِيمُ لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ رَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمُ لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ رَبُّ السَّمَاوَاتِ وَرَبُّ الْأَرْضِ وَرَبُّ الْعَرْشِ الْكَرِيمِ متفق عليه.
1502. Überliefert von ʿAbdullāh ibn al-ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte in Zeiten der Bedrängnis zu sagen: „Lā ilāha illallāhul-ʿaẓīmul-ḥalīm, lā ilāha illallāhu rabbul-ʿarshil-ʿaẓīm, lā ilāha illallāhu rabbus-samāwāti wa rabbul-arḍi wa rabbul-ʿarshil-karīm (Es gibt keinen Gott außer Allah, dem Erhabenen und Nachsichtigen. Es gibt keinen Gott außer Allah, dem Herrn des gewaltigen Thrones. Es gibt keinen Gott außer Allah, dem Herrn der Himmel, der Erde und des erhabenen Thrones).“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
Abschnitt: 4 – Die Wundertaten der ehrwürdigen Gottesfreunde und ihre Vorzüge.
قَالَ اللهُ تَعَالَى : أَلا إِنْ أَوْلِيَاءَ الله لا خَوْفٌ عَلَيْهِمْ وَلَا هُمْ يَحْزَنُونَ الَّذِينَ
1. Für das Bittgebet ist eine gewisse körperliche und geistige Vorbereitung erforderlich. Mit anderen Worten: Die Schaffung einer bestimmten körperlichen und geistigen Verfassung ist eine Voraussetzung für das Bittgebet. Dies wird als Anstandsregeln des Bittgebets bezeichnet. In verschiedenen Hadith-Werken finden sich verstreute Darstellungen dieser Anstandsregeln des Bittgebets. Fügt man diese Darstellungen zusammen, ergibt sich Folgendes: Bei Kleidung, Nahrung und Getränken sowie beim Erwerb das Verbotene meiden und nur Allah um etwas bitten; sich durch die Gebetswaschung und, falls erforderlich, durch die Ganzkörperwaschung rein und sauber machen und sich der Qibla zuwenden; am Anfang und am Ende des Bittgebets Allah lobpreisen und den Segen über den Gesandten sprechen; beide Hände bis auf Höhe der Ohren heben, nach vorn öffnen und ausstrecken; und Allah demütig, mit innerer Sammlung und vollkommener Hingabe, seine Bitte vortragen. Vermehrt jene Bittgebete sprechen, die der Edle Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) unter Anrufung der verschiedenen Namen und Eigenschaften Allahs gesprochen hat. Jedes Bittgebet mindestens dreimal sprechen. Dabei die Bedingungen beachten, die in den oben erwähnten Hadithen genannt wurden. Wenn man unter Berücksichtigung all dieser Dinge Allah aus tiefstem Herzen und mit ganzer Seele um etwas bittet, erhört Allah dieses Bittgebet gewiss.
أمَنُوا وَكَانُوا يَتَّقُونَ لَهُمُ الْبُشْرَى فِي الْحَيَاةِ الدُّنْيَا وَفِي الْآخِرَةِ لَا تَبْدِيلَ لكلماتِ اللَّهِ ذَلِكَ هُوَ الْفَوْزُ الْعَظِيمُ.
Der Erhabene Allah sagt:
„Wisset: Für Allahs Freunde gibt es weder Furcht noch werden sie traurig sein. Sie haben geglaubt und sich vor Sünden gehütet. Für sie gibt es frohe Botschaft im diesseitigen Leben und im Jenseits. Allahs Worte können nicht abgeändert werden. Diese verkündete Botschaft ist wahrlich ein gewaltiger Erfolg.“ (Sure Yūnus: 62)
وقال تعالى : وَهُوَى إِلَيْكِ بِجِذْعِ النَّخْلَةِ تُسَاقِطْ عَلَيْكَ رُطَبًا جَنِيًّا. فَكُلِي وَأَشْرَبَى وَقَرَى عَيْنًا.
„Und schüttle den Stamm der Dattelpalme in deine Richtung; sie wird frische Datteln für dich herabfallen lassen. So iss und trink und sei frohen Mutes.“ (Sure Maryam: 25)
وقال تعالى : كُلَّمَا دَخَلَ عَلَيْهَا زَكَرِيَّا الْمِحْرَابِ وَجَدَ عِنْدَهَا رِزْقًا قَالَ يَا مَرْيَمُ أَنَّى لَكِ هُذَا قَالَتْ هُوَ مِنْ عِنْدِ اللَّهِ إِنَّ اللَّهَ يَرْزُقُ مَنْ يُشَاءُ بِغَيْرِ حِسَابٍ.
„Wann immer Zakariya zu ihr in den Gebetsraum kam, fand er bei ihr Speise. Er fragte: ‚O Maryam, woher ist dir dies zugekommen?‘ Sie sagte: ‚Es kommt von Allah. Wahrlich, Allah versorgt, wen Er will, ohne Maß.“ (Sure Āl ʿImrān: 38)
وقال تعالى : وإِذِ اعْتَزَلْتُمُوهُمْ وَمَا يَعْبُدُونَ إِلا اللَّهَ فَأَوْا إِلَى الْكَهْفِ يَنْشُرُ لَكُمْ رَبُّكُم مِنْ رَّحْمَتِه ويُهيى لَكُمْ مِنْ أَمْرِكُم مرفقًا. وَتَرَى الشمس اذا طلعت تَزَاوَرُ عَنْ كَهْفِهِمْ ذَات اليمين واذا غَرَبَتْ تَقْرِضُهُمْ ذَاتَ الشِّمَال.
„Und wenn ihr euch von ihnen und von dem, was sie außer Allah verehren, abgesondert habt, dann nehmt in der (genannten) Höhle Zuflucht. Euer Herr wird Seine Barmherzigkeit über euch ausbreiten und euch in eurer Angelegenheit zum Erfolg verhelfen. Und hättest du sie in der Höhle gesehen, so hättest du gesehen, wie die Sonne beim Aufgehen ihre Höhle rechts liegen lässt und nach oben steigt und wie sie beim Untergehen von ihnen fernbleibt und nach links hinabsinkt.“ (Sure al-Kahf: 16)
١٥٠٣ – وَعَنْ أَبِي مُحَمَّدٍ عَبْدِ الرَّحْمَنِ بْنِ أَبِي بَكْرِ الصِّدِّيقِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أن أَصْحَابَ الصَّفَةِ كَانُوا أَنَاسًا فُقَرَاءَ وَأنَّ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَرَّةٌ مَنْ كَانَ عِندَهُ طَعَامُ اثْنَيْنِ فَلْيَذْهَبُ بِثَالِثٍ وَمَنْ كَانَ عِنْدَهُ طَعَامُ أَرْبَعَةٍ فَلْيَذْهَبْ بخامس بسادس أَوْ كَمَا قَالَ وَأَن أَبا بكر رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ جَاءَ بِثَلَاثَةٍ وَانْطَلَقَ النبي صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بِعَشْرَةٍ وَأَنْ أَبَا بَكْرٍ تَعَشَى عِنْدَ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ثُمَّ لَبِثَ حَتَّى صَلَّى الْعِشَاءَ ثُمَّ رَجَعَ فَجَاءَ بَعْدَ مَا مَضَى مِنَ اللَّيْلِ ما شَاءَ اللهُ قَالَتْ لَهُ امْرَأَتُهُ مَا حَبَسَكَ عَنْ أَضْيَافَكَ قَالَ أَوْ مَا عَشِيْتِهِمْ قَالَتْ أَبَوْا حَتَّى تَجِي، وَقَدْ عَرَضُوا عَلَيْهِمْ قَالَ فَذَهَبْتُ أَنَا فَاخْتَبَأْتُ فَقَالَ يَا غُنْقَرُ فَجَدْعَ وَسَب وَقَالَ كُلُوا هَنِيئًا والله لا أَطْعَمُهُ أَبْدًا قَالَ وَايْمُ اللَّهِ مَا كُنَّا نَأْخُذُ مِنْ لقمة إلا ربا مِنْ أَسْفَلِهَا أَكْثَرَ مِنْهَا حَتَّى شَبِعُوا وَصَارَتْ أَكْثَرَ مِمَّا كَانَتْ قَبْلَ ذلك فنظرَ إِلَيْهَا أَبُو بَكْرٍ فَقَالَ لِإِمْرَأَتِهِ يَا أُخْتَ بَنِي فِرَاسٍ مَا هَذَا ؟ قَالَتْ لَا وقرة عَيْنِي لهي الآنَ أَكْثَرُ مِنْهَا قَبْلَ ذلكَ بِثَلَاثِ مَرَّاتٍ فَأَكَلَ مِنْهَا أَبُو بَكْرٍ وَقَالَ إِنَّمَا كَانَ ذلكَ مِنَ الشَّيْطَانِ يَعْنِي يَمِينَهُ ثُمَّ أَكَلَ مِنْهَا لُقْمَةً ثُمَّ حَمَلَهَا إِلَى النبي صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَأَصْبَحَتْ عِنْدَهُ وَكَانَ بَيْنَنَا وَبَيْنَ قَوْمٍ عَهْدٌ فَمَضَى الأجَلُ فَتَفَرَّقْنَا اثْنَى عَشَرَ رَجُلاً مَعَ كُلِّ رَجُلٍ مِّنْهُمْ أَنَاسُ اللَّهُ أَعْلَمُ كَمْ مَعَ كُلِّ رَجُلٍ فَأَكَلُوا مِنْهَا أَجْمَعُونَ.
وَفِي رِوَايَةٍ فَخَلَفَ أَبُو بَكْرٍ لا يَطْعَمُهُ فَخَلَفَتِ الْمَرْأَةُ لَا تَطْعَمُهُ فَخَلَفَ الضُّيْفُ أَوِ الْأَضْيَافُ أَنْ لَا يَطْعَمَهُ أَوْ يَطْعَمُوهُ حَتَّى يَطْعَمَهُ فَقَالَ أَبُو بَكْرٍ هَذِهِ مِنَ الشَّيْطَانِ فَدَعَا بِالطَّعَامِ فَأَكَلَ وَأَكلُوا فَجَعَلُوا لَا يَرْفَعُونَ لُقْمَهُ إِلَّا رَبَتْ مِنْ أَسْفَلِهَا أَكْثَرَ مِنْهَا فَقَالَ يَا أُخْتَ بَنِي فِرَاسٍ مَا هُذَا ؟ فَقَالَتْ وَقُرَّةٍ عَيْنِي إِنَّهَا الْآنَ لَأَكْثَرُ مِنْهَا قَبْلَ أَنْ يَأْكُلَ فَاكَلُوا وَبَعَثَ بِهَا إِلى النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَذَكَرَ أنه أكل منها .
وفي رواية إِنْ أَبَا بَكْرٍ قَالَ لِعَبْدِ الرَّحْمَنِ دُونَكَ أَضْيَافَكَ فَإِنِّي مُنطَلِقُ إِلَى النَّبِيِّ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَاخْرُغْ مِنْ قَرَاهُمْ قَبْلَ أَنْ أَجِي، فَانْطَلَقَ عَبْدُ الرَّحْمَنِ فَآتَاهُمْ بِمَا عِنْدَهُ فَقَالَ اطْعَمُوا فَقَالُوا ابْنَ رَبُّ مَنْزِلِنَا قَالَ اطْعَمُوا قَالُوا مَا نَحْنُ باكلين حَتَّى يَجِيَّ رَبُّ منزلنَا قَالَ اقْبَلُوا عَنَّا قِرَاكُمْ فَإِنَّهُ إِنْ جَاءَ وَلَمْ تَطْعَمُوا لتَلْقَينُ مِنْهُ فَأَبَوْا فَعَرَفْتُ أَنَّهُ يَجِدُ عَلَى فَلَمَّا جَاءَ تَنَحيْتُ عَنْهُ فَقَالَ مَا صَنَعْتُمْ فَأَخْبَرُوهُ فَقَالَ يَا عَبْدَ الرَّحْمَنِ فَسَكَتْ ثُمَّ قَالَ يَا عَبْدَ الرَّحْمَنِ فَسَكَتْ فَقَالَ يَا غنر اقسمْتُ عَلَيْكَ إِن كُنتَ تَسْمَعُ صَوْتِي لَمَا جِئْتَ فَخَرَجْتُ فَقُلْتُ سَلْ أضيَافَكَ فَقَالُوا صَدَقَ آتَانَا بِهِ فَقَالَ إِنَّمَا انْتَظَرتُمُونِي وَالله لَا أَطْعَمُهُ اللَّيْلَة فَقَالَ الْآخَرُونَ وَالله لا نَطْعَمُهُ حَتَّى تَطْعَمَهُ فَقَالَ وَيْلَكُم مَا لَكُمْ لَا تَقْبَلُوْنَ عَنَّا قراكم هات طَعَامَكَ فَجَاءَ بِهِ فَوَضَعَ يَدَهُ فَقَالَ بِسم الله الأولى مِنَ الشَّيْطَانِ فاكل واكلوا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. قَوْلُهُ غَنْشَرَ وَهُوَ الْغَبِيُّ الْجَاهِلُ وَقَوْلُهُ فَجَدْعَ أَي شتَمَهُ وَالْجَدْعُ الْقَطْعُ وَقَوْلُهُ يَجِدُ عَلَى بَغْضَبُ.
1503. Überliefert von Abu Muhammad Abdurrahman, dem Sohn Abu Bakrs as-Siddiq (Allah sei mit ihm zufrieden). Die Leute von as-Suffa waren völlig arm und bedürftig. Eines Tages sagte der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm): „Wer Nahrung für zwei Personen hat, soll eine dritte Person mitnehmen und mit ihr essen; und wer Nahrung für vier Personen hat, soll eine fünfte und sechste Person mitnehmen“ – oder er sagte etwas Ähnliches. Da nahm Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden) drei Personen mit sich. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) nahm zehn Personen mit sich. Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden) aß mit dem Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) zu Abend, blieb anschließend bei ihm und verrichtete mit ihm das Nachtgebet. Danach kehrte er von dort nach Hause zurück. Zu diesem Zeitpunkt war bereits ein Teil der Nacht vergangen, so viel Allah wollte. Seine Frau sagte: „Wo bist du gewesen, nachdem du die Gäste zurückgelassen hattest?“ Er fragte: „Hast du die Gäste nicht bewirtet?“ Sie antwortete: „Sie weigerten sich zu essen, bis du kommst, obwohl sie wiederholt dazu aufgefordert worden waren.“ Abdurrahman sagte: „Ich hatte mich aus Angst versteckt.“ Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden) sagte: „Du Dummkopf!“ Dann machte er ihm heftig Vorwürfe. Danach sagte er zu den Gästen: „Esst euch satt. Bei Allah, ich werde nicht essen.“ Abdurrahman sagte: „Bei Allah, wann immer wir einen Bissen nahmen, kam darunter noch mehr hervor und häufte sich darüber an.“ Schließlich aßen alle, bis sie satt waren, und die Nahrung war inzwischen noch reichlicher als zuvor geworden. Als Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden) dies sah, sagte er zu seiner Frau: „O Schwester der Banu Firās, was ist das?“ Sie antwortete: „Nein, nein, bei der Freude meiner Augen! Ich sehe, dass es jetzt dreimal so viel ist wie zuvor.“ Da aß Abu Bakr davon und sagte anschließend: „Dieser Schwur kam vom Satan.“ Danach aß er noch einen Bissen davon, nahm den Rest mit und brachte ihn zum Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm). Diese Speisen blieben bei ihm. Wir hatten mit einem Stamm einen Friedensvertrag geschlossen, dessen Frist abgelaufen war. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) setzte zwölf von uns als Kundschafter ein; jeder von ihnen hatte mehrere Männer bei sich. Allah weiß, wie viele Männer jeder von ihnen bei sich hatte. Sie alle aßen von dieser Nahrung, bis sie satt waren.
In einer anderen Überlieferung heißt es: Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden) schwor damals, dass er nichts essen werde. Auch seine Frau schwor, dass sie nichts essen werde. Die Gäste schworen ebenfalls, dass sie nichts essen würden, bis Abu Bakr gegessen habe. Darauf sagte Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden): „Dieser Schwur kam vom Satan.“ Dann brachte er die Nahrung. Er selbst aß, und auch die Gäste aßen. Kaum hatten sie einen Bissen genommen, kam darunter noch mehr hervor und wurde mehr als zuvor. Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden) sagte zu seiner Frau: „O Schwester der Banu Firās, was ist das?“ Sie sagte: „Bei der Freude meiner Augen! Ich sehe, dass unsere Nahrung jetzt viel reichlicher ist als zuvor.“ Da aßen alle, und die übrig gebliebene Nahrung wurde zum Dienst des Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) geschickt. Der Überlieferer sagte, dass der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) davon aß.
In einer anderen Überlieferung heißt es: Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden) sagte zu Abdurrahman: „Kümmere dich um diese deine Gäste. Ich gehe kurz zum Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm). Bewirte sie vollständig, bevor ich zurückkomme.“ Darauf ging Abdurrahman ins Haus und brachte den Gästen alles, was sich bei ihm befand, und setzte es ihnen vor. Er sagte zu ihnen: „Esst.“ Die Gäste fragten: „Wo ist unser Hausherr?“ Abdurrahman sagte: „Esst.“ Sie erwiderten: „Wir werden nicht essen, bevor unser Hausherr kommt.“ Abdurrahman sagte: „Nehmt unsere Bewirtung an. Denn wenn Abu Bakr kommt und ihr bis dahin noch nichts gegessen habt, werden wir seinetwegen Schwierigkeiten bekommen.“ Dennoch weigerten sie sich zu essen. Ich erkannte, dass er an diesem Tag zornig auf mich sein würde. Als Abu Bakr dann kam, zog ich mich zurück. Er fragte: „Was habt ihr mit den Gästen gemacht?“ Die Leute im Haus teilten ihm mit, dass die Gäste nichts gegessen hatten. Er rief: „O Abdurrahman!“ Ich antwortete nicht. Dann rief er erneut: „O Abdurrahman!“ Auch diesmal antwortete ich nicht. Nun rief er: „Du Dummkopf! Ich beschwöre dich bei Allah: Wenn du meine Worte hörst, komm heraus!“ Ich kam heraus und sagte: „Fragt eure Gäste.“ Sie sagten: „Ja, er hat uns Nahrung gebracht.“ Er sagte: „Ihr habt auf mich gewartet.“ Bei Allah, ich werde heute Nacht nichts essen.“ Darauf sagten sie alle: „Bei Allah, wenn du nicht isst, werden auch wir nicht essen.“ Da sagte er: „Ach, was ist nur mit euch geschehen? Warum nehmt ihr unsere Bewirtung nicht an? Bringt die Nahrung!“ Danach wurde die Nahrung gebracht. Abu Bakr (Allah sei mit ihm zufrieden) legte seine Hand auf die Nahrung und sagte: „Im Namen Allahs. Der vorherige Schwur kam vom Satan.“ Danach aß er, und alle anderen aßen ebenfalls.
Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. Das in diesem Hadith erwähnte Wort „Gunsār“ bedeutet „völliger Dummkopf“. „Jaddāʿa“ bedeutet, dass er ihn mit beliebigen Worten beschimpfte oder zurechtwies. „Jadʿast“ bedeutet hingegen „beißen“. „Yazīdu ʿalayya“ bedeutet: „Er wird auf mich zornig werden.“ [Anmerkung: Dieser Satz zeugt von der außerordentlichen Gottesfurcht des Hadith-Überlieferers. Er enthält bei der Wiedergabe ihrer Worte keinerlei Zweifel oder Unsicherheit; vielmehr sagte er genau das, was er gehört hatte. Dadurch wird die Genauigkeit seiner Überlieferung zusätzlich bestätigt.]
١٥٠٤ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَقَدْ كَانَ فِيمَا قَبْلَكُمْ مِنَ الْأُمَمِ نَاسٌ مُحَدِّثُونَ فَإِنْ يُكَ فِي أُمَّتِي أَحَدٌ فَإِنَّهُ عُمَرُ – رَوَاهُ الْبُخَارِي وَرَوَاهُ مُسْلِمٌ مِنْ رِوَايَةِ عَائِشَةَ وَفِي رِوَايَتِهِمَا قَالَ ابْنُ وَهْبٍ مُحَدِّثُونَ أَي مُلْهَمُونَ.
1504. Überliefert von Abu Huraira (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Unter den Völkern vor euch gab es viele Muhaddathūn. Wenn es in meiner Gemeinschaft einen Muhaddath gibt, dann ist es Umar.“
Imam al-Buchari hat diesen Hadith überliefert. Imam Muslim überlieferte ihn über Aischa (Allah sei mit ihr zufrieden). In der von ihnen beiden (al-Buchari und Muslim) überlieferten Fassung sagte Ibn Wahb: „Muhaddathūn werden diejenigen genannt, denen von Allah Eingebung zuteilwird.“
١٥٠٥ – وَعَنْ جَابِرِ بْنِ سَمُرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ شَكَا أَهْلُ الْكُوفَةِ سَعْدًا يَعْنِي ابْنَ أَبِي وَقَاصِ إِلَى عُمَرَ بْنِ الْخَطَابِ فَعَرْلُهُ وَاسْتَعْمَلَ عَلَيْهِمْ عَمَّارًا فَشَكَوْا حَتَّى ذَكَرُوا أَنَّهُ لَا يُحْسِنُ يُصَلِّى فَأَرْسَلَ إِلَيْهِ فَقَالَ يَا أَبَا إِسْحَاقَ إِنَّ هؤلاء يَزْعُمُونَ أَنَّكَ لَا تُحْسِنُ تُصَلَّى فَقَالَ أَمَا أَنَا وَاللَّهِ فَإِنِّي كُنْتُ أَصَلِّي بِهِمْ صلاةَ رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا أُخْرِمُ عَنْهَا أَصَلِّي صَلاةَ الْعِشَاءِ فَارْكَدُ فِي الأوليين وأخف في الأخريين قال ذلك الظَّنِّ بِكَ يَا أَبَا إِسْحَاقَ وارسل مَعَهُ رَجُلاً أَو رِجَالاً إلى الْكُوفَةِ يَسْأَلُ عَنْهُ أَهْلَ الْكُوفَةِ فَلَمْ يَدَعُ مَسْجِدًا إِلا سَأَلَ عَنْهُ وَيَشْنُونَ مَعْرُوفًا حَتَّى دَخَلَ مَسْجِدًا لِبَنِي عَبْسٍ فَقَامَ رَجُلٌ مِنْهُمْ يُقَالُ لَهُ أسَامَةُ بْنُ قَتَادَة يُكنى أبا سعدة فَقَالَ أما اذ نشدتنَا فَإِنْ سَعْدًا كَانَ لَا يَسِيرُ بالسرية ولا يُقسم بالسوية ولا يَعْدِلُ في القَضِيَّةِ قَالَ سَعْدٌ أَمَا وَاللَّهِ لَأَدْعُونَ بثلاث اللَّهُمَّ إِنْ كَانَ عَبْدُكَ هُذَا كَاذِبًا قَامَ رِيَاءٌ وَسُمْعَةٌ فَأَطِلٌ عُمْرَهُ وَأَطِلُ فَقْرَهُ وَعَرَضُهُ الْفِتَنِ ووَكَانَ بَعْدَ ذلك اذا سُئِلَ يَقُولُ شَيْخٌ كَبِيرٌ مَفْتُونَ أَصَابَتْنِي دَعْوَةٌ سعد. قَالَ عَبْدُ الْمَلِكِ بْنُ عُمَيْر الراوى عَنْ جَابِرِ بْنِ سَمُرَةً فَأَنَا رَأَيْتُهُ بَعْدُ قَدْ سَقَط حَاجَبَاهُ عَلَى عَيْنَيْهِ مِنَ الْكَبْرِ وَإِنَّهُ لَيَتَعَرَّضُ لِلْجَوَارِي فِي الطَّرقِ فَيَعْمَرُهُنَّ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1505. Überliefert von Dschābir ibn Samura (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Die Bewohner von Kufa beschwerten sich bei ʿUmar ibn al-Chattāb (möge Allah mit ihm zufrieden sein) über Saʿd ibn Abī Waqqās (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Daraufhin enthob er ihn seines Amtes und setzte ʿAmmār (möge Allah mit ihm zufrieden sein) als ihren Statthalter ein. Sie beklagten sich darüber, dass Saʿd (möge Allah mit ihm zufrieden sein) das Gebet nicht ordnungsgemäß leite. Deshalb schickte ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) einen Boten zu Saʿd und sagte zu ihm: „O Abū Isḥāq! Nach Ansicht der Bewohner von Kufa leitest du das Gebet nicht gut.“ Saʿd antwortete: „Bei Allah, ich leite ihr Gebet genauso, wie ich den Gesandten Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – beten sah, und ich lasse dabei nichts zu wünschen übrig. Ich leite für sie das Maghrib- und das ʿIschāʾ-Gebet. Die ersten beiden Rakʿa verrichte ich lang und die letzten beiden kurz.“ ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „O Abū Isḥāq, ich hatte von dir ebenfalls diese Ansicht.“ Dann schickte er zusammen mit Saʿd einen oder mehrere Männer nach Kufa, damit sie die Bewohner über ihn befragten. Sie ließen keine einzige Moschee aus, ohne dort nach ihm zu fragen, und die Menschen in allen Moscheen lobten ihn. Schließlich kamen sie zur Moschee der Banū ʿAbs. Dort stand einer der Menschen aus der Moschee auf. Sein Name war Usāma ibn Qatāda und sein Beiname Abū Saʿd. Er sagte: „Da wir gefragt worden sind, will ich es sagen: Saʿd zieht niemals mit einem Heer in den Krieg, verteilt die Beute nicht gerecht und urteilt in staatlichen Angelegenheiten nicht gerecht.“ Saʿd (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Bei Allah, ich werde drei Bittgebete gegen ihn sprechen.“ Dann wurde Saʿd (möge Allah mit ihm zufrieden sein) ergriffen von seinen Gefühlen und sagte: „O Allah! Wenn dieser Dein Diener ein Lügner ist und nur aufgestanden ist, um gesehen zu werden und Ruhm zu erlangen, dann verlängere sein Leben, verlängere seine Armut und seinen Hunger und stürze ihn in Versuchung.“ Nach diesem Bittgebet wurde jener Mann, wenn man ihn nach seinem Zustand fragte, als „ein alter, hinfälliger Greis, der in Versuchung versunken ist“ beschrieben; und er sagte: „Mich hat das Bittgebet von Saʿd getroffen.“ Der Überlieferer ʿAbd al-Malik ibn ʿUmair (möge Allah mit ihm zufrieden sein) überliefert von Dschābir ibn Samura (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Dschābir sagte: „Ich sah ihn. Aufgrund seines Alters hingen seine Augenlider über seine Augen herab, und er belästigte junge Frauen auf den Straßen und gab ihnen Zeichen mit den Augen.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٥٠٦ وَعَنْ عُرْوَةَ بْنِ الزُّبَيْرِ أَنَّ سَعِيدَ بْنَ زَيْدِ بْنِ عَمْرِو بْنِ نُقَيْلِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ خَاصَمَتْهُ أَرْوَى بِنتُ أَوْسِ إِلَى مَرْوَانَ بْنِ الْحَكَمِ وَادْعَتْ أَنَّهُ أَخَذَ شَيْئًا مِنْ أَرْضِهَا فَقَالَ سَعِيدٌ أنا كُنتُ أَخُذُ مِنْ أَرْضِهَا شَيْئًا بَعْدَ الَّذِي سَمِعْتُ مِنْ رَسُولِ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَاذَا سَمِعْتَ مِنْ رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وسلم قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنْ أَخَذَ شَيْرًا مِنْ الْأَرْضِ ظُلْمًا طَوْقَهُ إِلَى سَبْعِ أَرَضِينَ فَقَالَ لَهُ مَرْوَانُ لَا أَسْأَلُكَ بَيِّنَهُ بَعْدَ هُذَا فَقَالَ سَعِيدُ اللَّهُمَّ إِنْ كَانَتْ كَاذِبَةً فَأَعْمِ بَصَرَهَا وَأَقْتُلْهَا فِي أَرْضِهَا قَالَ فَمَا مَانَتْ حَتَّى ذَهَبَ بَصَرُهَا وَبَيْنَمَا هِيَ تَمْشِي فِي أَرْضِهَا إِذْ وَقَعَتْ فِي حُفْرَةٍ فَمَاتَتْ مُتفَقٌ عَلَيْهِ وَفِي رِوَايَةٍ لِمُسْلِم عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ زَيْدِ بْنِ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ عُمَرَبِمَعْنَاهُ وَأَنَّهُ رَأَهَا عَمْيَاءَ تَلْتَمِسُ الْجُدُرَ تَقُولُ أَصَابَتْنِي دَعْوَةُ سَعِيدٍ وَأَنَّهَا مَرْتُ على بشر في الدارِ الَّتِي خَاصَمَتَهُ فِيهَا فَوَقَعَتْ فِيهَا فَكَانَتْ قَبْرَهَا .
1506. Überliefert von ʿUrwa ibn az-Zubair (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Zwischen ʿUrwa bint Aus und Saʿīd ibn Zaid ibn ʿAmr ibn Nufail (möge Allah mit ihm zufrieden sein) kam es wegen eines Stücks Land zum Streit. ʿUrwa bint Aus reichte bei Marwān ibn al-Hakam, dem damaligen Statthalter von Medina, eine Klage gegen Saʿīd ibn Zaid ein. Sie behauptete, Saʿīd habe einen Teil ihres Landes an sich genommen. Saʿīd (möge Allah mit ihm zufrieden sein) erwiderte: „Sollte ich, obwohl ich vom Gesandten Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – gehört habe, was ich gehört habe, einen Teil ihres Landes an mich nehmen?“ Marwān fragte: „Was hast du vom Gesandten Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – gehört?“ Saʿīd (möge Allah mit ihm zufrieden sein) antwortete: „Ich hörte den Gesandten Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – sagen: ‚Wer auch immer zu Unrecht auch nur eine Spanne Land von jemandem nimmt, dem wird am Tag der Auferstehung ein Joch aus sieben Erdschichten um den Hals gelegt.‘“ Marwān sagte zu ihm: „Nun gut, danach verlange ich von dir keinen weiteren Beweis.“ Saʿīd sagte: „O Allah! Wenn diese Frau, ʿUrwa bint Aus, eine Lügnerin ist, dann mache ihre Augen blind und lass sie auf ihrem eigenen Land sterben.“ ʿUrwa ibn az-Zubair sagte: „Diese Frau starb nicht, bevor sie blind geworden war. Eines Tages fiel sie, als sie im blinden Zustand durch ihr Land ging, in eine Grube und starb.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. Imam Muslim überlieferte von Muhammad ibn Zaid ibn ʿAbdullāh ibn ʿUmar eine weitere Überlieferung mit diesem Inhalt. Muhammad ibn Zaid sah sie, ʿUrwa bint Aus, in blindem Zustand. Sie ging an der Wand entlang und sagte: „Mich hat das Bittgebet von Saʿīd getroffen.“ Als sie an dem umstrittenen Grundstück vorbeiging, fiel sie dort in einen Brunnen, und dieser wurde zu ihrem Grab.
١٥٠٧ – وَعَنْ جَابِرِ بْنِ عَبْدِ اللهِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ لَمَّا حَضَرَتْ أَحَدٌ دَعَانِي أبي مِنَ اللَّيْلِ فَقَالَ مَا أراني الا مقتولاً في أول مَنْ يُقْتَلُ مِنْ أَصْحَابِ النَّبِيِّ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا أَتْرَكَ بَعْدِى أَعَزُّ عَلَى مِنْكَ غَيْرِ نَفْسٍ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَإِنَّ عَلَى دَيْنًا فَاقْضِ وَاسْتَوص بِأَخَوَاتِكَ خَيْرًا فَأَصْبَحْنَا فَكَانَ أول قتيل وَدَفَنَتُ مَعَهُ أَخَرَ فِي قَبْرِهِ ثُمَّ لَمْ تَطِبْ نَفْسِي أَنْ أَتْرَكَهُ مَعَ أَخَرَفَاسْتَخْرَجْتُهُ بَعْدَ سِتَّةِ أَشْهُرٍ فَإِذَا كَيَوْمٍ وَضَعْتُهُ غَيْرَ أَذْنِهِ فَجَعَلْتُهُ فِي قَبْرِ عَلَى حدة – رَوَاهُ الْبُخَارِي.
1507. Überliefert von Dschābir ibn ʿAbdullāh (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: Als die Schlacht von Uhud bevorstand, rief mich mein Vater in jener Nacht zu sich und sagte: „Ich glaube, dass ich unter den Gefährten des Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) morgen als Erster den Märtyrertod erleiden werde. Und nach dem Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) bist du derjenige, den ich am meisten liebe. Ich habe einige Schulden; du sollst sie begleichen und deine Schwestern gut behandeln.“ Als am Morgen die Schlacht begann, war er tatsächlich der Erste, der den Märtyrertod erlitt. Ich bestattete ihn gemeinsam mit einem anderen Märtyrer in einem Grab. Doch ich fand keine Ruhe dabei, ihn zusammen mit dem anderen zu beerdigen. Deshalb holte ich ihn sechs Monate später wieder aus dem Grab. Er war noch genau so, wie er an dem Tag gewesen war, an dem ich ihn dort bestattet hatte, bis auf sein Ohr, an dem sich nur eine geringfügige Veränderung zeigte. Ich bestattete ihn in einem eigenen Grab.
١٥٠٨ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَجُلَيْنِ مِنْ أَصْحَابِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ خَرَجًا مِنْ عِندِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي لَيْلَةٍ مُظْلِمَةٍ وَمَعَهُمَا مثل المِصْبَاحَينِ بَيْنَ أَيْدِيهِمَا فَلَمَّا افْتَرَقَا صَارَ مَعَ كُلِّ وَاحِدٍ مِنْهُمَا وَاحِدٌ حَتَّى أتى أهلهُ – رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ مِنْ طَرقٍ وَفِي بَعْضِهَا أَنَّ الرَّجُلَيْنِ أَسَيْدُ بْنُ حُضَيْرٍ وَعَبَّادُ بْنُ بِشْرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا .
1508. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Zwei Gefährten des Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verließen ihn in einer dunklen Nacht. Vor jedem von ihnen leuchtete ein Licht wie eine Lampe. Als sie sich trennten, hatte jeder von ihnen ein eigenes Licht bei sich. So gelangten sie zu ihren Häusern. [Anmerkung: In einer Überlieferung, die Imām al-Buchārī erwähnt, wird dieses Ereignis noch deutlicher geschildert. Demnach hielten sich Usaid ibn Hudair (möge Allah mit ihm zufrieden sein) und ʿAbbād ibn Bisr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) einmal bis spät in der Nacht beim Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) auf. Tief in der Nacht machten sie sich auf den Weg zu ihren Häusern. Die Nacht war äußerst dunkel. Jeder von ihnen hatte einen Stock in der Hand. Der Stock des einen begann zu leuchten, sodass der Weg in diesem Licht deutlich zu erkennen war. Als sich ihre Wege trennten, begann auch der Stock des anderen zu leuchten. So erreichten sie ihre Häuser im Licht ihrer jeweiligen Stöcke.]
Imām al-Buchārī überlieferte diesen Hadith über verschiedene Überlieferungsketten. In einigen dieser Überlieferungen heißt es, dass einer der beiden Gefährten Usaid ibn Hudair (möge Allah mit ihm zufrieden sein) und der andere ʿAbbād ibn Bisr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) war.
١٥٠٩ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ بَعَثَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَشْرَةَ رَهْطٍ عَيْنًا سَرِية وأمرَ عَلَيْهِمْ عَاصِم بن ثابت الأنصاري فانطلقوا حتى اذا كانوا بالهداة بين عُسفان ومكة ذكروا لحي مِنْ هَذَيْلٍ يُقَالُ لَهُمْ بَنُو لحْيَانَ فَتَفَرُوا لَهُمْ بِقَرِيبٍ مِنْ مِائَةِ رَجُلٍ رَامٍ فَاقْتَصُوا أَثَارَهُمْ فَلَمَّا أَحَسٌ بِهِمْ عاصم وأصْحَابُهُ لجؤوا إلى موضع فَأَحَاطَ بِهِمُ الْقَوْمُ فَقَالُوا انْزِلُوا فَاعْفُوا بِأَيْدِيكُمْ وَلَكُمُ الْعَهْدُ وَالْمِبْشَاقُ أن لا نَقْتُلَ مِنْكُمْ أَحَدًا فَقَالَ عَاصِمُ بْنُ ثَابِتٍ أَيُّهَا الْقَوْمُ أَمَّا أَنَا فَلا أُنزِلُ عَلَى ذِمَّةٍ كَافِرِ اللَّهُمَّ أَخْبِرُ عَنَّا نَبِيِّكَ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَرَمَوهُم بالنبل فقَتَلُوا عاصما ونزل اليهم ثلاثةُ نَفَرٍ عَلَى الْعَهْدِ والْمِيثَاقِ مِنْهُمْ خُبَيْبٌ وَزَيْدُ بْنُ الدِّينَةِ وَرَجُلٌ آخَرُ فَلَمَّا اسْتَمْكَنُوا مِنْهُمْ أَطْلَقُوا أوتار قسبهم فربطوهُمْ بِهَا قَالَ الرَّجُلُ الثالث هذا أول الْغَدْرِ وَاللَّهِ لَا أَصْحَبُكُمْ إِنَّ لِي يهولاء أسوة يُرِيدُ الْقَتْلَى فَجَرُوهُ وَعَالِجُوهُ فَأَبَى أَنْ يُصْحَبَهُمْ فَقَتَلُوهُ وانطلقوا بحبيب وَزَيْدِ بْنِ الدِّينَةِ حَتَّى بَاعُوهُمَا بِمَكَّةَ بَعْدَ وَقْعَةِ بَدْرٍ فَابْتَاعَ بَنُو الْحَارِثِ بْنِ عَامِرِ ابْنِ نَوْفَلِ بْنِ عَبْدِ مَنَافِ خُبَيْبًا وَكَانَ خُبَيْبٌ هُوَ قَتَلَ الْحَارِثِ يَوْمَ بَدْرٍ فَلَبِثَ خُبَيْبٌ عِنْدَهُمْ أسيرًا حَتَّى اجْمَعُوا عَلَى قَتْلِهِ فَاسْتَعَارَ مِنْ بَعْضٍ بنات الحارث مُوسَى يَسْتَحِد بِهَا فَأَعَارَتْهُ فَدَرَجَ بَنَى لَهَا وَهِيَ غَافِلَةٌ حَتَّى آتَاهُ فَوَجَدَتْهُ مُجلِسَهُ على فخذه والمُوسى بيده ففَرْعَتْ فَرْعَةٌ عَرَفَهَا خُبَيْبٌ فَقَالَ اتخشين أن اقْتُلَهُ مَا كُنتُ لَأَفْعَلَ ذَلِكَ قَالَتْ وَالله مَا رَأَيْتُ أسيراً خَيْرًا مِنْ حبيب فوَ الله لَقَدْ وَجَدْتُهُ يَوْمًا يَأْكُلُ قَطْفًا مِنْ عَنَبٍ فِي يَدِهِ وَأَنَّهُ لَمُوثَقٌ بِالْحَدِيدِ وما بمكة مِنْ ثَمَرَةٍ وَكَانَتْ تَقُولُ إِنَّهُ لرِزْقٌ رَزَقَهُ اللَّهُ خُبَيْبًا فَلَمَّا خَرَجُوا بِهِ مِنَالْحَرَمِ لِيَقْتُلُوهُ فِي الْحِلِّ قَالَ لَهُمْ خُبَيْبٌ دَعُونِي أَصَلِّي رَكْعَتَيْنِ فَتَرَكُوهُ فَرَكَعَ ركْعَتَيْنِ فَقَالَ وَاللهِ لَوْلا أَنْ تَحْسَبُوا أَنَّ مَا بِي جَزَعَ لَزِدْتُ اللَّهُمَّ أَحْصِهِمْ عَدَدَا واقتلهم بدداً وَلَا تُبْقِ مِنْهُمْ أَحَداً وَقَالَ :
فَلَسْتُ أَبَالِي حِيْنَ أَقْتَلُ مُسْلِمًا * عَلَى أَي جَنَّبٍ كَانَ لِلَّهِ مَصْرَعِي. وَذَلِكَ فِي ذَاتِ الْإِلَهِ وَإِنْ يُشَأْ * يُبَارِكْ عَلَى أَوْصَالِ شَلْمٍ مُمَزِّعِ.
وَكَانَ خُبَيْبٌ هُوَ مَنْ لِكُلِّ مُسْلِمٍ قُتِلَ صَبْرًا الصَّلاةَ وَأَخْبَرَ يَعْنِي النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَصْحَابَهُ يَوْمَ أَصِيبُوا خَبَرَهُمْ وَبَعَثَ نَاسٌ مِنْ قُرَيْشٍ إِلَى عَاصِمٍ ابْنِ ثابت حين حدِثُوا أَنَّهُ قُتِلَ أَنْ يُؤْتُوا بِشَيْءٍ مِنْهُ يُعْرَفُ وَكَانَ قَتَلَ رَجُلاً مِنْ عُظَمَائِهِمْ فَبَعَثَ اللهُ لِعَاصِم مثل الظلة مِنَ الدَّبْرِ فَحَمَتَهُ مِنْ رُسُلِهِمْ فَلَمْ يَقْدِرُوا أن يقطعُوا مِنْهُ شَيْئًا – رَوَاهُ الْبُخَارِي.
قوْلَهُ الْهَدَاةُ مَوضِع والظلة السَّحَابُ والدِّيرُ النَّحْلُ وَقَوْلُهُ اقْتُلْهُمْ بِدَدَا بِكَسْرِ الباء وفتحها فَمَنْ كَسَرَ قَالَ هُوَ جَمْعُ بَدة هُوَ جَمْعُ بَدَة بِكَسْرِ الْبَاءِ وَهِيَ النَّصِيبُ وَمَعْنَاهُ اقْتُلْهُمْ حَصَصًا مُنْقَسِمَةً لِكُلِّ وَاحِدٍ مِنْهُمْ نَصِيبٌ وَمَنْ فَتَحَ قَالَ مَعْنَاهُ مُتَفَرِّقِينَ في القتل واحِداً بَعْدَ وَاحِدٍ مِنَ التَّبْدِيدِ . وَفِي الْبَابِ احاديث كثيرة صحيحة سبقت في مواضعها من هذا الكتاب منها حديث الغلام الذي كَانَ يَأْتِي الراهب والساحر ومنها حديث جريج وحديث أصحاب الغار الذين أطبقت عليهم الصخرة وحديث الرجل الذي سمع صوتا في السحاب يقول است حديقة فلان وغير ذلك والدلائل في الباب كثيرة مشهورة وبالله التوفيق.
1509. Überliefert von Abū Huraira (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sandte eine Gruppe von zehn Männern aus, um heimlich militärische Informationen zu sammeln. Er ernannte ʿĀsim ibn Thābit al-Anṣārī (Allah sei mit ihm zufrieden) zu ihrem Anführer. Entsprechend dem Befehl brachen sie auf. Als sie einen Ort namens Hadʾat zwischen ʿUsfān und Mekka erreichten, erfuhr der Stamm Hudhail, der auch Banū Liḥyān genannt wird, von ihnen. Sie zogen mit ungefähr hundert Bogenschützen aus, um sie zu verfolgen, und folgten ihren Spuren. Als ʿĀsim und seine Gefährten bemerkten, dass sie verfolgt wurden, suchten sie auf einer Anhöhe Zuflucht. Die Ungläubigen umzingelten sie von allen Seiten und riefen: »Kommt herab und übergebt euch uns. Wir verpflichten uns euch gegenüber, keinen von euch zu töten.«
ʿĀsim ibn Thābit (Allah sei mit ihm zufrieden) sagte: »O meine Gefährten! Ich werde mich nicht dem Schutz der Ungläubigen unterstellen. O Allah, teile Deinem Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) unsere Nachricht mit!« Daraufhin beschossen ihn die Ungläubigen mit Pfeilen und töteten ʿĀsim als Märtyrer. Danach stiegen drei Männer zu ihnen hinab, im Vertrauen auf das Versprechen der Ungläubigen. Unter ihnen waren Khubaib, Zaid ibn ad-Dathina und ein dritter Mann. Nachdem die Ungläubigen sie in ihre Gewalt gebracht hatten, fesselten sie alle drei fest mit den Sehnen ihrer Bögen. Da sagte der dritte Mann: »Das ist der erste Verrat. Bei Allah, ich werde nicht mit euch gehen. Für mich bleibt das Vorbild jener Märtyrer – als Märtyrer zu sterben.« Die Ungläubigen zerrten an ihm und setzten alles daran, ihn mitzunehmen. Doch er weigerte sich mitzugehen. Da töteten sie ihn als Märtyrer.
Danach zogen die Ungläubigen mit Khubaib und Zaid ibn ad-Dathina weiter und verkauften sie in Mekka. Dies geschah nach der Schlacht von Badr. Khubaib wurde von den Nachkommen von al-Hārith ibn ʿĀmir ibn Nawfal ibn ʿAbd Manāf gekauft. Denn am Tag von Badr hatte Khubaib al-Hārith getötet. So blieb Khubaib bei ihnen gefangen. Schließlich waren sie sich einig, ihn zu töten. Zu dieser Zeit bat er eine Tochter al-Hāriths um ein Rasiermesser, um die Haare an seinem Unterbauch zu entfernen. Das Mädchen gab es ihm. Während sie unachtsam war, kam ihr kleiner Sohn zu Khubaib. Als sie zu Khubaib kam, sah sie ihren Sohn auf Khubaibs Knie sitzen, während Khubaib das Rasiermesser in der Hand hielt. Sie erschrak sehr. Khubaib bemerkte ihre Angst und sagte zu ihr: »Du hast wohl Angst bekommen, weil du denkst, ich könnte ihn töten. Ich werde so etwas niemals tun.« Die Tochter al-Hāriths sagte: »Bei Allah, ich habe keinen besseren Gefangenen als Khubaib gesehen. Bei Allah, eines Tages sah ich ihn, während er in Ketten lag, eine Traube in der Hand hielt und Beere für Beere davon aß, obwohl in Mekka zu jener Zeit nicht die Saison für Früchte war.« Die Tochter al-Hāriths sagte: »Das war zweifellos eine Versorgung, die Allah Khubaib geschenkt hatte.« Als die Ungläubigen ihn dann zum Töten in das Gebiet außerhalb des Heiligtums brachten, sagte Khubaib zu ihnen: »Gebt mir Aufschub, damit ich zwei Gebetseinheiten verrichten kann.« Sie gewährten ihm Aufschub, und er verrichtete zwei Gebetseinheiten. Danach sagte er: »Bei Allah, wenn ihr nicht denken würdet, ich hätte Angst bekommen, würde ich noch mehr beten. O Allah, erfasse ihre Zahl, töte sie alle einen nach dem anderen und verschone keinen von ihnen.« Danach trug er das folgende Gedicht vor:
»Als Muslim werde ich sterben,
während ich keine Sorge habe,
wie meine Seele
auf Allahs Weg scheiden wird.
(Das Einzige, was ich weiß, ist:)
Mein Tod geschieht auf Allahs Weg,
und Er segnet die abgetrennten Glieder,
wenn Er will.«
Khubaib (Allah sei mit ihm zufrieden) war der erste Muslim, der für diejenigen, die auf Allahs Weg gefangen genommen und zum Tod verurteilt worden waren, vor ihrer Hinrichtung das Gebet verrichtete und damit diese Sunna begründete. An dem Tag, an dem diese Männer als Märtyrer getötet wurden, teilte der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) seinen Gefährten davon mit. Nachdem die Quraisch vom Tod ʿĀsim ibn Thābits erfahren hatten, schickten einige von ihnen Männer aus, um Teile seines Leichnams zu holen und ihn daran zu erkennen. Denn ʿĀsim hatte am Tag von Badr einen Anführer der Quraisch getötet. Doch Allah sandte zum Schutz ʿĀsims einen Schwarm Wespen, gleich einer Wolke. Sie bewahrten den Körper ʿĀsims vor den von den Quraisch entsandten Männern. Daher waren diese nicht in der Lage, auch nur einen Teil von ʿāsims Körper abzuschneiden.
Imam al-Buchārī hat diesen Hadith überliefert. Das im Hadith erwähnte »al-Hadʾat« ist der Name eines Ortes. »az-Zullatu« bedeutet Wolke. »ad-Dabru« bedeutet Wespen. Bei dem im Hadith erwähnten Wort »badādan« haben einige auch »bidādan« gelesen. »Bidādan« ist der Plural von »biddatun« und bedeutet »Teil«. In diesem Fall bedeutet »bidādan«: Töte sie, indem du sie in verschiedene Gruppen aufteilst, sodass jede Gruppe einen Teil von ihnen töten kann. Diejenigen aber, die »badādan« gelesen haben, verstehen darunter: Töte sie getrennt, einen nach dem anderen.
In diesem Abschnitt gibt es zahlreiche authentische Hadithe. Sie wurden an verschiedenen Stellen dieses Buches erwähnt. Einer davon ist der Hadith über den Sklaven, der zu einem Mönch und einem Zauberer zu gehen pflegte. Siehe hierzu die Anmerkung zu Hadith Nr. 30 im ersten Band. Der zweite ist der Hadith über Dschuraidsch. Siehe hierzu die Anmerkung zu Hadith Nr. 259 im ersten Band. Der dritte ist der Hadith über die Höhlenbewohner, deren Höhleneingang durch einen Felsen verschlossen worden war. Siehe hierzu Hadith Nr. 12 im ersten Band. Der vierte ist der Hadith über den Mann, der in einer Wolke eine Stimme hörte: »Bewässere das Feld des soundso genannten Mannes.« Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Hadithe. Dieser Abschnitt enthält zahlreiche weithin bekannte Belege und Beweisführungen. Und Allah allein gewährt jede Möglichkeit und Kraft. Siehe hierzu die Anmerkung zu Hadith Nr. 562 im zweiten Band.
١٥١٠ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ مَا سَمِعْتُ عُمَرَ يَقُولُ لِشَيْ قَطُّ إِنِّي لأَظُنُّهُ كَذَا إِلَّا كَانَ كَمَا يَظُنُّ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1510. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿUmar (Allah sei mit ihnen beiden zufrieden). Er sagte: Ich habe ʿUmar (Allah sei mit ihm zufrieden) niemals über eine Sache sagen hören: „Ich bin dieser Ansicht über sie“, ohne dass die Sache dann tatsächlich seiner Auffassung entsprach. [Anmerkung: Die außergewöhnlichen Ereignisse, die entgegen den gewöhnlichen Gesetzmäßigkeiten durch die frommen und rechtschaffenen Diener Allahs geschehen, werden in der Terminologie der Scharia Karamāt genannt. Solche Karamāt festigen in den Herzen der Diener Allahs die Wahrheit der Scharia. Wenn derartige außergewöhnliche Ereignisse durch Frevler, Ungläubige oder Menschen geschehen, die Allahs Geboten feindselig gegenüberstehen, werden sie als „Makr“ oder „Istidrādsch“, das heißt Täuschung, bezeichnet; sie sind dann eine Fitna und Prüfung von Allah.]
Imam al-Buchārī hat diesen Hadith überliefert.
Kapitel 17: Kitāb al-Umūr al-Manhiyya ʿanhā (Die verbotenen Handlungen)
Abschnitt 1 – Das Verbot der Ghiba und die Anweisung, sich in seinen Worten zu mäßigen
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَلَا يَغْتَبْ بَعْضُكُمْ بَعْضًا أَيُحِبُّ أَحَدُكُمْ أَنْ يَأْكُلَ لَحْمَ أَخِيهِ ميْتًا فَكَرِهْتُمُوهُ وَاتَّقُوا اللَّهَ إِنَّ اللَّهَ تَوَّابٌ رَّحِيمٌ.
Der Erhabene Allah sagt:
„Keiner von euch soll über einen anderen üble Nachrede führen. Würde jemand von euch gern das Fleisch seines toten Bruders essen? Ihr würdet es gewiss verabscheuen. Fürchtet Allah. Wahrlich, Allah ist in hohem Maße reueannahmewillig und barmherzig.“ (Sure al-Hudschurāt: 12)
وقال تعالى : وَلَا تَقْفُ مَا لَيْسَ لَكَ بِهِ عِلْمٌ إِنَّ السَّمْعَ وَالْبَصَرَ وَالْفُؤَادَ كُلُّ أولَئِكَ كَانَ عَنْهُ مَسْئُولاً.
„Verfolge nicht etwas, worüber du kein Wissen hast. Wisse gewiss: Für Augen, Ohren und Herz wird Rechenschaft abgelegt werden.“ (Sure Banī Isrāʾīl: 36)
وقَالَ تَعَالَى : مَا يَلْفِظُ مِنْ قَوْل إِلا لَدَيْهِ رَقِيبٌ عَتِيدٌ.
„Kein Wort spricht er aus, ohne dass bei ihm ein stets bereiter Beobachter zur Aufzeichnung eingesetzt ist.“ (Sure Qāf: 18)
Imam an-Nawawī (Allah erbarme sich seiner) sagt: Jeder geistig gesunde, erwachsene Mensch ist verpflichtet, seinen Mund vom Sprechen unnötiger Worte zurückzuhalten. Worte jedoch, durch die Nutzen und Gutes bewirkt werden, zu sprechen, ist Pflicht. Wenn das Sprechen und das Schweigen hinsichtlich Nutzen und Gutem gleichwertig sind, besteht die Sunna darin, zu schweigen. Denn in manchen Fällen können sogar erlaubte (mubāḥ) Worte dazu führen, dass etwas Verbotenes oder Missbilligtes geschieht. Meistens ist dies der Fall. Nichts ist der Unschuld und Fehlerlosigkeit gleichwertig.
١٥١١ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ كَانَ يُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ فَلْيَقُلْ خَيْرًا أَوْ لِيَصْمُتْ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ، وَهُذَا الْحَدِيثُ صَرِيحٌ فِي أَنَّهُ يَنْبَغِي أَنْ لا يَتَكَلَّمَ إِلَّا إِذَا كَانَ الْكَلَامُ خَيْرًا وَهُوَ الَّذِي ظَهَرَتْ مَصْلَحَتُهُ وَمَتَى شَكٍّ فِي ظُهُورِ الْمَصْلَحَةِ فَلا يَتَكَلَّم.
1511. Überliefert von Abū Huraira (Allah sei mit ihm zufrieden). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, soll gute Worte sprechen oder schweigen.“
Der Hadith wurde von Imam al-Buchārī und Imam Muslim überliefert. Imam an-Nawawī (Allah erbarme sich seiner) sagt: Der Wortlaut dieses Hadiths macht eindeutig, dass man Worte, in denen kein Nutzen und kein Gutes liegt, besser nicht spricht. Das heißt, Worte, in denen Gutes und Nutzen enthalten sind, fallen unter diese Kategorie. Wenn jedoch zweifelhaft ist, ob darin Gutes liegt, ist es besser, nicht zu sprechen.
١٥١٢ – وَعَنْ أَبِي مُوسَى رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ أَيُّ الْمُسْلِمِينَ أَفْضَلُ قَالَ مَنْ سَلِمَ الْمُسْلِمُونَ مِنْ لِسَانِهِ وَبَدِهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1512. Überliefert von Abū Mūsā (r.a.). Er sagte: Ich fragte: „O Gesandter Allahs, wer ist der Beste unter den Muslimen?“ Er sagte: „Derjenige, vor dessen Zunge und Hand andere Muslime sicher sind, ist der beste Muslim.“ Überliefert von Imām al-Buchārī und Imām Muslim.
١٥١٣ – وَعَنْ سَهْلِ بْنِ سَعْدٍ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ يُضْمَنْ لي مَا بَيْنَ لَحْيَيْه وَمَا بَيْنَ رَجُلَيْهِ أَضْمَنُ لَهُ الْجَنَّةَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1513. Überliefert von Sahl ibn Saʿd (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer mir die Gewähr dafür geben kann, was sich zwischen seinen beiden Kiefern befindet (die Zunge oder die Sprachfähigkeit), und für das, was sich zwischen seinen beiden Beinen befindet (die Geschlechtsorgane), dem kann ich das Paradies garantieren.“
Überliefert von Imām al-Buchārī und Imām Muslim.
١٥١٤ – الْمَشْرِقِ وَالْمَغْرِبِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. وَمَعْنَى يَتَبَيَّنُ يَتَفَكَّرُ أَنَّهَا خَيْرٌ أم لا.
1514. Überliefert von Abū Huraira (r.a.). Er hörte den Propheten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Wenn der Diener ein Wort spricht, ohne zu prüfen, ob es gut oder schlecht ist, stürzt er sich ihretwegen so tief in die Hölle, wie die Entfernung zwischen Osten und Westen beträgt.“ Überliefert von Imām al-Buchārī und Imām Muslim. Das Wort „Tabayyun“ bedeutet, zu prüfen, ob etwas gut oder schlecht ist.
١٥١٥ – وَعَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ الْعَبْدَ لَيَتَكَلَّمُ بِالْكَلِمَةِ مِنْ رِضْوَانِ اللَّهِ تَعَالَى مَا يُلْقَى لَهَا بَالَا يَرْفَعُهُ اللَّهُ بِهَا دَرَجَاتٍ وَإِنَّ الْعَبْدَ ليتكلم بالكلمة من سخط الله تعالى لا يُلقَى لَهَا بَالَا يَهْوَى بِهَا فِي جَهَنَّمَ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ .
1515. Überliefert von Abū Huraira (r.a.). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wenn der Diener ein Wort spricht, das Allah, dem Erhabenen, wohlgefällig ist, ohne sich um dessen Folgen zu kümmern, erhöht Allah dafür seinen Rang. Wenn der Diener hingegen ein Wort spricht, das Allah, dem Erhabenen, missfällt, und sich überhaupt nicht um dessen Folgen kümmert, stürzt er sich durch dieses Wort in die Hölle.“
Diesen Hadith überlieferte Imam al-Buchari.
١٥١٦ – وَعَنْ أَبِي عَبْدِ الرَّحْمَنِ بِلالِ بْنِ الْحَارِثِ الْمُزَنِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنْ رسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ الرَّجُلَ لَيَتَكَلَّمُ بِالْكَلِمَةِ مِنْ رِضْوَانِ اللهِ تَعَالَى مَا كَانَ يَظُنُّ أَنْ تَبْلُغَ مَا بَلَغَتْ يَكْتُبُ اللَّهُ لَهُ بِهَا رِضْوَانَهُ إِلَى يَوْمِ يُلْقَاهُ وَإِنَّ الرَّجُلَ لَيَتَكَلَّمُ بِالْكَلِمَةِ مِنْ سَخَطَ اللَّهِ مَا كَانَ يَظُنُّ أَنْ تَبْلُغَ ما بَلَغَتْ يَكْتُبُ اللهُ لَهُ بِهَا سَخَطَهُ إِلَى يَوْمِ يُلْقَاهُ – رَوَاهُ مَالِكَ فِي الْمُوَطَا والترْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ.
1516. Überliefert von Abu Abd ar-Rahman Bilal ibn al-Harith al-Muzani (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Ein Mensch spricht mit seinem Mund ein Wort, das Allahs Wohlgefallen findet, obwohl er nicht weiß, welchen Wert und welche Bedeutung dieses Wort besitzt; da schreibt Allah ihm am Tag seiner Begegnung mit Ihm (am Tag der Auferstehung) Sein Wohlgefallen zu. Und ein Mensch spricht ein Wort, das Allahs Missfallen hervorruft, ohne auch nur im Geringsten über dessen Folgen nachzudenken; da schreibt Allah ihm am Tag der Auferstehung, an dem er Ihm begegnet, Sein Missfallen zu. Imam Malik nahm diesen Hadith in seinem Muwatta auf. Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und sagte: Er ist hasan und sahih.
١٥١٧ – وَعَنْ سُفْيَانَ بْن عَبْدِ اللهِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قُلْتُ يَا رَسُولَ الله حَدِثَنِي بِأَمْرِ اعْتَصِمُ بِهِ قَالَ قُلْ رَبِّيَ اللَّهُ ثُمَّ اسْتَقِمْ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ مَا أخْوَفُ مَا تَخَافُ عَلَى فَأَخَذَ بِلِسَانِ نَفْسِهِ ثُمَّ قَالَ هَذَا. رَوَاهُ التَّرْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ.
1517. Überliefert von Sufyan ibn Abdullah (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich sagte: „O Gesandter Allahs, nenne mir eine Angelegenheit, an der ich mich festhalten kann.“ Er sagte: „Sprich: ‚Allah ist mein Herr und Lenker‘, und bleibe darauf fest gegründet.“ Ich fragte erneut: „O Gesandter Allahs, was hältst du für die größte Ursache der Furcht für mich?“ Da berührte er seine eigene Zunge und sagte: „Diese.“
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und sagte: Der Hadith ist hasan und sahih.
١٥١٨ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تُكْثِرُوا الْكَلَامَ بِغَيْرِ ذِكْرِ اللَّهِ فَإِنْ كَشَرَةَ الْكَلَامِ بِغَيْرِ ذِكْرِ اللَّهِ تَعَالَى قَسْوَةٌ لِلْقَلْبِ وَإِنْ أَبْعَدَ النَّاسِ مِنَ اللهِ الْقَلْبُ الْقَاسِي رَوَاهُ التَّرْمَذِى.
1518. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Sprich nicht zu viel, außer im Gedenken Allahs. Denn zu viele Worte ohne das Gedenken oder die Erinnerung an Allah, den Erhabenen, verhärten das Herz, und der Mensch mit verhärtetem Herzen ist Allah am fernsten.“
Diesen Hadith überlieferte Imam at-Tirmidhi.
١٥١٩ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ وَقَاهُ اللَّهُ شَرِّ مَا بَيْنَ لَحْيَيْهِ وَشَرِّ مَا بَيْنَ رِجُلَيْهِ دَخَلَ الْجَنَّةَ رَوَاهُ الترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1519. Überliefert von Abu Huraira (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer von Allah vor den schlechten Taten geschützt wird, die zwischen den beiden Kiefern, also mit dem Mund, und zwischen den beiden Beinen, also mit den Geschlechtsorganen, begangen werden, wird ins Paradies eintreten.
Imam at-Tirmidhi überlieferte den Hadith und sagte: Der Hadith ist hasan.
١٥٢٠ – وَعَنْ عُقْبَةَ بْنِ عَامِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَا النَّجَاةُ قَالَ أَمْسِكَ عَلَيْكَ لِسَانَكَ وَلْيَسَعُكَ بَيْتُكَ وَأَبْكَ عَلَى خطيئتك – رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ
1520. Überliefert von Uqba ibn Amir (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Ich fragte: O Gesandter Allahs, worin besteht der Weg zur Errettung? Er sagte: Hüte deine Zunge, mache dein Haus weit und weine über deine Sünden. Das heißt, dass du Gäste bewirtest.
Imam at-Tirmidhi überlieferte den Hadith und sagte: Dies ist ein hasan-Hadith.
١٥٢١ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدٍ الْخُدْرِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِذَا أَصْبَحَ ابْنُ آدَمَ فَإِنَّ الْأَعْضَاءَ كُلَهَا تُكَفِّرُ اللسَانَ تَقُولُ اتَّقِ اللَّهَ فِينَا فَإِنَّمَا نَحْنُ بِكَ فَإِن اسْتَقَمْتَ اسْتَقَمْنَا وَأَنْ أَعْوَجَجْتَ أَعْوَجَجْنَا . رَوَاهُ الترمذي. معنى تُكَفِّرُ النِّسَانَ أَي تَذِلُّ وَتَخْضَعُ لَهُ. ة
1521. Überliefert von Abu Sa’id al-Khudri (Allah sei mit ihm zufrieden). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn der Sohn Adams morgens erwacht, flehen alle seine Körperglieder seine Zunge an und sagen: Fürchte Allah in Bezug auf uns, denn wir sind mit dir verbunden. Wenn du aufrichtig und rechtschaffen bleibst, werden auch wir rechtschaffen bleiben. Wenn du jedoch einen krummen Weg einschlägst, werden auch wir verdorben werden.
Dieses Hadith wurde von Imam at-Tirmidhi überliefert. „Tukāfir al-lisān“ bedeutet, sich mit Demut und Bescheidenheit an den Mund zu wenden.
١٥٢٢ – وَعَنْ مُعَادٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ أَخْبِرْنِي بِعَمَلٍ يدخلني الْجَنَّةَ وَيُبَاعِدُنِي مِنَ النَّارِ قَالَ لَقَدْ سَأَلْتَ عَنْ عَظِيمٍ وَإِنَّهُ لَيَسِيرٌ عَلَى مَنْ تَسْرَهُ اللَّهُ تَعَالَى عَلَيْهِ تَعْبُدُ اللهَ لا تُشْرِكْ بِهِ شَيْئًا وَتُقِيمُ الصَّلَاةَ وَتُؤْتِي الزكاة وتَصُومُ رَمَضَانَ وَتَحُجُّ الْبَيْتَ ثُمَّ قَالَ إِلا أَدُلُّكَ عَلَى أَبْوَابِ الْخَيْرِ الصوم جنة والصدقة تطفى الْخَطِيئَة كَمَا يُطْفِئُ الْمَاءُ النَّارَ وَصَلَاةُ الرَّجُلِ مِنْ جوف الليل ثم تلا (تتجافى جنوبهم عن الله الْمَضَاجِعِ يَدْعُونَ رَبَّهُمْ خَوْفًا. خَوْفًا وَطَمَعًا ومِمَّا رَزَقْنَهُمْ يُنْفِقُونَ. فَلَا تَعْلَمُ نَفْسٌ مَا أُخْفِيَ لَهُمْ مِنْ قُرَّةٍ أَعْيُنِ جَزَاءً بِمَا كَانُوا يَعْمَلُوْنَ) – ثُمَّ قَالَ إِلا أَخْبِرُكَ بِرَأْسِ الْأمْرِ وَعَمُودِهِ وَذَرُوَةِ سَنَامِهِ قُلْتُ بَلَى يَا رَسُولَ اللهِ قَالَ رَأْسُ الْأَمْرِ الْإِسْلامُ وَعَمُودُهُ الصَّلَاةُ وَذَرُوةٌ سَنَامِهِ الْجِهَادُ ثُمَّ قال ألا أخبرك بملاك ذلك كله قُلْتُ بَلَى يَا رَسُولَ اللهِ فَأَخَذَ بِلِسَانِهِ قَالَ كُفْ عَلَيْكَ هذا قُلْتُ يَا رَسُولَ اللهِ وَأَنَّا لَمُؤَاخَذُونَ بِمَا نَتَكَلَّمُ بِهِ فَقَالَ تَكَلَتُكَ أُمُّكَ وَهَلْ يَكُبُ النَّاسَ في النَّارِ عَلَى وُجُوهِهِمُ الأحَصَائِدُ الْسِنَتِهِمْ. رَوَاهُ الترمذي وقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ وَقَدْ سَبَقَ شَرْحُهُ ؟.
1522. Von Muʿādh (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Ich sagte: O Gesandter Allahs, nenne mir eine Tat, die mich ins Paradies führt und mich vom Höllenfeuer fernhält. Er sagte: Du hast wahrlich nach einer wichtigen Angelegenheit gefragt. Für denjenigen jedoch, dem Allah sie erleichtert, ist sie sehr leicht. Diene Allah und geselle Ihm niemanden bei, verrichte das Gebet, entrichte die Zakāt, faste im Monat Ramadan und vollziehe die Pilgerfahrt zum Baytullāh. Danach sagte er: Soll ich dir nicht die Tore des Guten nennen? Das Fasten ist ein Schutzschild. Almosen und Zakāt tilgen die Sünden, so wie Wasser das Feuer löscht. Auch das Gebet des Menschen in der tiefen Nacht tilgt auf diese Weise die Sünden. Danach rezitierte er den folgenden Vers (Übersetzung):
„Ihre Seiten halten sich fern von den Betten. Sie rufen ihren Herrn in Furcht und Hoffnung an und geben von dem aus, womit Wir sie versorgt haben. Keine Seele weiß, welche Augen erfreuenden Dinge für sie als Lohn für ihre Taten verborgen gehalten werden.“ (Sure as-Sadschda: 16–17)
Dann sagte er erneut: Soll ich dir nicht von der Grundlage aller Angelegenheiten, ihrem Pfeiler und ihrem höchsten und erhabensten Gipfel berichten? Ich sagte: O Gesandter Allahs, doch, gewiss. Er sagte: Die Grundlage aller Angelegenheiten der Religion ist der Islam, ihr Pfeiler ist das Gebet und ihr höchster Gipfel ist der Dschihad. Dann sagte er wieder: Soll ich dir nicht die Grundlage all dessen nennen? Ich sagte: Doch, o Gesandter Allahs. Da ergriff er seine Zunge und sagte: Halte diese unter deiner Kontrolle. Ich sagte: O Gesandter Allahs, werden wir auch für das zur Rechenschaft gezogen, was wir in gewöhnlichen Gesprächen sagen? Er sagte: Möge deine Mutter um dich trauern! Werden die Menschen denn nicht gerade wegen dessen, was ihre Zunge erworben hat, mit dem Gesicht voran ins Höllenfeuer geworfen?
Imam at-Tirmidhi überlieferte dieses Hadith und sagte, es sei hasan und sahih. Die Erklärung dieses Hadiths wurde bereits zuvor dargelegt.
١٥٢٣ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ اتَدْرُونَ مَا الْغَيْبَةُ؟ قَالُوا اللهُ وَرَسُولُهُ أَعْلَمُ قَالَ ذِكْرُكَ أَخَاكَ بِمَا يَكْرَهُ قِيلَ أَفَرَأَيْتَ إِنْ كَانَ فِي أَخِي مَا أَقُولُ قَالَ إِنْ كَانَ فِيهِ مَا تَقُولُ فَقَدْ اغْتَبْتَهُ وَإِنْ لَمْ يَكُنْ فِيهِ مَا تَقُولُ فَقَدْ بَهَتُهُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1523. Von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Der Gesandte Allahs sagte: Wisst ihr, was üble Nachrede ist? Die Gefährten sagten: Allah und Sein Gesandter wissen es am besten. Er sagte: Über deinen Bruder etwas zu erwähnen, was er nicht mag. Es wurde gesagt: Was meinst du, wenn das, was ich über ihn erwähnt habe, tatsächlich in ihm vorhanden ist? Er sagte: Wenn das, was du über ihn an Fehlern erwähnt hast, tatsächlich in ihm vorhanden ist, dann hast du üble Nachrede über ihn begangen. Wenn dieser Fehler jedoch nicht in ihm vorhanden ist, dann hast du ihn wahrheitswidrig verleumdet.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٥٢٤ – وَعَنْ أَبِي بَكْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ فِي خُطْبَتِهِ يَوْمَ النَّحْرِ بِمَنى فِي حَجَّةِ الْوَدَاعِ إِنْ دِمَاءَكُمْ وَأَمْوَالَكُمْ وأعراضكُمْ حَرَامٌ عَلَيْكُمْ كَحُرُمَةِ يَوْمِكُمْ هَذَا فِي شَهْرِكُمْ هُذَا فِي بَلَدِكُمْ هَذَا الا هَل بَلَغْتُ مُتفق عليه.
1524. Überliefert von Abu Baksa (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte in seiner Ansprache am Opferfest in Mina während seiner Abschiedspilgerfahrt: Euer Blut beziehungsweise euer Leben, euer Besitz und eure Ehre sind einander gegenüber unverletzlich und zu achten, ebenso wie dieser Tag, dieser Monat und diese Stadt für euch unverletzlich und zu achten sind. Habe ich euch Allahs Botschaft übermittelt?
Imam al-Buchari und Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٥٢٥ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا قَالَتْ قُلْتُ لِلنَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حسبك من صفية كذا وكذا قال بعض الرواة تعنى قَصِيرَةً فَقَالَ لَقَدْ قُلْت كَلِمَة لَوْ مُرْجَتْ بِمَاء الْبَحْرِ لَمَزَجَتَهُ قَالَتْ وَحَكَيْتُ لَهُ إِنْسَانًا فَقَالَ مَا أُحِبُّ أَنِّيحَكَيْتُ انْسَانًا وَأَنْ لي كذا وكذا. رواه أبو داود والترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صحيح، ومعنى مَزَجَتُهُ خَالطتهُ مُخالطة يَتَغَيَّرُ بِهَا طَعْمُهُ أَوْ رِيحُهُ لِشِدَّةِ نتَنِهَا وَتُبْحِهَا وَهُذَا مِنْ أَبْلَغَ الزَّوَاجِرِ عَنِ الْغَيْبَةِ قَالَ اللَّهُ تَعَالَى (وَمَا يَنطِقُ عَنِ الْهَوَى إِنْ هُوَ إِلَّا وَحْيٌ يُوحَى)
1525. Überliefert von Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Ich sagte zum Propheten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm: Was du über Safiyya weißt, genügt dir. Einige Überlieferer sagen, dass Safiyya (möge Allah mit ihr zufrieden sein) kleinwüchsig war. Er sagte: Du hast ein Wort gesagt, das, wenn es mit dem Wasser des Meeres vermischt würde, dieses Wasser beeinträchtigen würde. Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte: Ich ahmte sie nach, indem ich die Bewegungen einer Person nachmachte. Er sagte: Ich mag es nicht, einen Menschen nachzuahmen oder seine Fehler nachzustellen, selbst wenn ich dafür so und so viel bekäme. (Das heißt: wenn ich dadurch viel Geld oder eine andere Gelegenheit erhielte.)
Imam Abu Dawud und Imam at-Tirmidhi haben diesen Hadith überliefert. Imam at-Tirmidhi sagte, der Hadith sei hasan und sahih. „Madzajat-hu“ bedeutet: sich so zu vermischen, dass Geschmack und Geruch der anderen Sache durch den üblen Geruch und die Minderwertigkeit des beigemischten Stoffes verdorben werden. Der Inhalt des Hadiths besteht darin, in Bezug auf die Strafe für üble Nachrede größtmögliche Furcht einzuflößen. Der Erhabene Allah sagt: „Er spricht nicht aus eigener Neigung, vielmehr ist es nichts anderes als eine ihm offenbarte Offenbarung.“ (Sure an-Nadschm: 3–4)
١٥٢٦ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لما عُرِجَ بِي مَرَرْتُ بِقَوْمٍ لَهُمْ أَظْفَارٌ مِنْ نُحَاسِ يَحْمِسُونَ وُجُوهَهُمْ وَصُدُورَهُمْ فقُلْتُ مَنْ هُؤلاء يَا جِبْرِيلُ قَالَ هُولا – الَّذِينَ يَأْكُلُونَ لِحُومَ النَّاسِ وَيَقَعُونَ فِي أعراضهم – رواه أبو داود.
1526. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Als ich auf die Miʿrādsch genommen wurde, kam ich an einer Gruppe von Menschen vorbei, deren Nägel aus Kupfer waren. Sie zerkratzten sich mit ihren Nägeln das Gesicht und die Brust. Ich sagte: „O Dschibrīl, wer sind diese?“ Er sagte: „Das sind diejenigen, die das Fleisch der Menschen aßen¹ und ihre Ehre verletzten.“ [Anmerkung: Sie betrieben üble Nachrede über die Menschen.]
Imam Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith.
١٥٢٧ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ كُلُّ الْمُسْلِمِ عَلَى الْمُسْلِمِ حَرَامٌ دَمُهُ وَعِرْضُهُ وَمَالُهُ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1527. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Die Ehre und das Vermögen eines jeden Muslims sind für jeden anderen Muslim unverletzlich.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 2 – Das Zuhören von Ghiba oder übler Nachrede ist verboten
Wenn jemand hört, dass eine Person üble Nachrede über jemanden betreibt, soll er sie daran hindern und dies nicht unbeachtet lassen oder sie davon abhalten. Wenn er dazu nicht in der Lage ist oder dies nicht möglich beziehungsweise nicht angebracht ist, soll er den Ort verlassen.
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَإِذَا سَمِعُوا اللَّغَوَ أَعْرَضُوا عَنْهُ.
Der erhabene Allah sagt:
„Wenn sie leeres Gerede hören, wenden sie sich davon ab und gehen weiter.“ (Sure al-Qasas: 55)
وقَالَ تَعَالَى : وَالَّذِينَ هُمْ عَنِ اللَّغْوِ مُعْرِضُونَ.
„(Es sind diejenigen gläubigen Menschen, die erfolgreich sind,) die sich von nutzlosen Dingen fernhalten.“ (Sure al-Mu’minun: 3)
وقال تَعَالَى : إِنَّ السَّمْعَ وَالْبَصَرَ وَالْفُؤَادَ كُلُّ أُولَئِكَ كَانَ عَنْهُ مَسْئُولًا.
„Über das Gehör, das Augenlicht und das Herz wird man Rechenschaft ablegen müssen.“ (Sure Bani Isra’il: 36)
وقال تعالى : وَإِذَا رَأَيْتَ الَّذِينَ يَخُوضُونَ فِي آيَاتِنَا فَأَعْرِضْ عَنْهُمْ حَتَّى يَخُوضُوا فِي حديث غيره وأما يُنسِيَنكَ الشَّيْطَانُ فَلَا تَقْعُدْ بَعْدَ الذِّكْرَى مَعَ القوم الظالمين .
„Wenn du siehst, dass die Menschen nach Fehlern und Mängeln in Meinen Versen suchen, dann wende dich von ihnen ab, bis sie dieses Gespräch beenden und sich einem anderen Gespräch widmen. Wenn der Satan dich jemals in die Irre führt, dann setze dich nicht mehr zu diesen Ungerechten, sobald du deinen Fehler bemerkst.“ (Sure al-An’am: 68)
١٥٢٨ – وَعَنْ أَبِي الدَّرْدَاءِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ رَدَّ عَنْ عَرْض أَخِيهِ رَدَّ اللهُ عَنْ وَجْهِهِ النَّارَ يَوْمَ الْقِيَامَةِ رَوَاهُ الترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1528. Überliefert von Abū ad-Dardā (Allahs Wohlgefallen auf ihm). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer die Ehre und Würde seines muslimischen Bruders schützt, dessen Gesicht wird Allah am Tag der Auferstehung vor dem Feuer der Hölle bewahren.
Imam at-Tirmidhī überlieferte den Hadith und sagte: Dies ist ein guter Hadith.
١٥٢٩ – وَعَنْ عِتْبَانَ بْنِ مَالِكٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ فِي حَدِيثِهِ الطَّوِيلِ الْمَشْهُورِ الذي تَقَدِّمَ فِي بَابِ الرِّجَاء قَالَ قَامَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يُصَلَّى فَقَالَ ابْنَ مَالِكُ بْنَ الدُّخْشُمِ؟ فَقَالَ رَجُلٌ ذَلِكَ مُنَافِقٌ لَا يُحِبُّ اللَّهَ وَلَا رَسُولَهُ فَقَالَ النبي صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا تَقُلْ ذلك الا تَرَاهُ قَدْ قَالَ لَا إِلَهَ إِلَّا اللهُ يُرِيدُ بذلك وجه الله وَإِنَّ اللهَ قَدْ حَرَّمَ عَلَى النَّارِ مَنْ قَالَ لَا إِلَهَ إِلَّا اللَّهُ يَسْتَغِى بذلك وجه الله. مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1529. Überliefert von ʿItbān ibn Mālik (Allahs Wohlgefallen auf ihm). Er berichtet: Eines Tages stand der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, zum Gebet auf und sagte: „Wo ist Mālik ibn ad-Duchschum?“ Ein Mann sagte: „Er ist ein Heuchler. Er liebt weder Allah noch Seinen Gesandten.“ Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Sag das nicht. Siehst du nicht, dass er gesagt hat: ‚Lā ilāha illā llāh‘ (Es gibt keine Gottheit außer Allah), und dass er damit nur Allahs Wohlgefallen erlangen will? Wer in dem Bestreben, Allahs Wohlgefallen zu erlangen, ‚Lā ilāha illā llāh‘ (Es gibt keine Gottheit außer Allah) sagt, dem verwehrt Allah das Höllenfeuer.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٣٠ – وَعَنْ كَعْبِ بْنِ مَالِكٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ فِي حَدِيثِهِ الطَّوِيلِ فِي قِصَّةِ تويته وَقَدْ سَبَقَ فِي بَاب التوبة قَالَ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَهُوَ جالس فِي الْقَوْمِ بِتَبُوكَ مَا فَعَلَ كَعْبُ بْنُ مَالِكَ ؟ فَقَالَ رَجُلٌ مِنْ بَنِي سَلِمَةَ يَا رَسُولَ اللَّهِ حَبَسَهُ بُرْدَاهُ وَالنَّظَرُ فِي عِطْفَيْهِ فَقَالَ لَهُ مُعَاذُ بْنُ جَبَلٍ رَضِيَ اللَّهُعَنْهُ بِئْسَ مَا قُلْتَ وَالله يَا رَسُولَ اللهِ مَا عَلِمْنَا عَلَيْهِ الأَخَيْرًا فَسَكَتَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ عِطْفَاهُ : جَانِبَاهُ وَهُوَ إِشَارَةٌ إِلَى اعجابه بنفسه.
1530. Überliefert von Kaʿb ibn Mālik (Allahs Wohlgefallen auf ihm). Er berichtet: Während der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, mit den Gefährten im Gebiet von Tabūk saß, sagte er: „Was hat Kaʿb ibn Mālik getan?“ Ein Mann vom Stamm der Banū Salima sagte: „O Gesandter Allahs, seine beiden Umhänge und seine übermäßige Beschäftigung mit seinem Körper haben ihn zurückgehalten.“ Muʿādh ibn Dschabal (Allahs Wohlgefallen auf ihm) sagte zu dem Mann: „Du hast etwas sehr Schlechtes gesagt. Bei Allah, o Gesandter Allahs, ich weiß über ihn nichts anderes als Gutes.“ Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, dies hörte, schwieg er.
Imam al-Buchari und Muslim überlieferten diesen Hadith. „Itfah“ bezeichnet seine beiden Seiten. Damit wird angedeutet, dass er mit seinem körperlichen Erscheinungsbild selbstzufrieden war.
Abschnitt 3 – Arten der Ghiba, die nicht zu beanstanden sind
Imam an-Nawawi (Allah erbarme sich seiner) sagt: Wenn das Verfolgen eines guten und schariakonformen Ziels ohne Ghiba nicht möglich ist, ist eine solche Ghiba nicht zu beanstanden. Sie kann aus sechs Gründen erlaubt sein.
Erster Grund: eine Beschwerde gegen einen Unterdrücker einreichen. Der Unterdrückte darf beim Staatsoberhaupt des Landes, bei einem Richter oder bei anderen Personen, die die Macht oder Befugnis haben, den Unterdrücker zurückzuhalten und dem Unterdrückten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, Beschwerde gegen den Unterdrücker erheben. In diesem Fall darf er sagen: „Diese Person hat mir Unrecht getan.“
Zweiter Grund: etwas zu sagen, um Unterstützung zu erhalten, damit islamwidrige Handlungen verhindert und durch das Gebieten des Guten Gelegenheiten zu sündigen unterbunden werden. Zu diesem Zweck darf man zu jemandem, von dem man befürchtet, dass durch ihn gottwidrige Handlungen begangen werden, sagen: „Diese Person tut dies und jenes. Weisen Sie sie zurecht.“ Die Absicht darf nur darin bestehen, die unerlaubten Handlungen aufzudecken und zu verhindern. Fehlt eine solche Absicht, ist es haram, jemanden grundlos zu beschuldigen.
Dritter Grund: eine Fatwa zu einer Angelegenheit einzuholen. Man darf zu einem Mufti gehen und sagen: „Mein Vater, mein Bruder, mein Ehemann oder diese bestimmte Person hat mir dies und jenes Unrecht getan. Ist es richtig, dass er so handelt? Wie kann ich mich vor ihm schützen, mein Recht erlangen und das Unrecht abwehren?“ Aus Notwendigkeit ist es erlaubt, derartige und ähnliche Dinge zu sagen. Richtig und besser ist es jedoch, allgemein zu fragen: „Was ist Ihre Meinung zu einer Person oder einem Ehemann, der sich so verhält?“ Denn auf diese Weise kann man sein Ziel erreichen, ohne jemanden namentlich zu bestimmen. Trotzdem ist es auch erlaubt, den Namen der betreffenden Person zu nennen.
Vierter Grund: Muslime vor den Folgen schlechter Taten zu warnen und ihnen Rat zu erteilen. Dies kann auf mehrere Arten geschehen:
(a) Die Mängel von Personen, die bei der Überlieferung von Hadithen oder bei Zeugenaussagen von Bedeutung sind, zu überprüfen und offenzulegen. Nach dem Konsens der Muslime ist dies nicht nur erlaubt, sondern unter besonderen Umständen und bei besonderem Bedarf sogar verpflichtend.
(b) Beratung, etwa wenn man sich hinsichtlich der Heirat einer Person, einer möglichen Partnerschaft mit jemandem in einer bestimmten Angelegenheit, anvertrauten Gutes und geschäftlicher Transaktionen über die jeweils andere Partei oder darüber erkundigt, jemanden zum Nachbarn zu nehmen, und Ähnliches. In solchen Fällen ist es die Pflicht des Ratgebers, die Informationen nicht zu verschweigen, sondern in aufrichtiger Absicht die schlechten Seiten zu erwähnen. Wenn man feststellt, dass eine vernünftige Person wegen jemandem, der in eine der Scharia widersprechende Handlung verwickelt ist, in Zweifel und Sorge geraten ist, oder dass jemand bei einer sündigen Person Wissen erwirbt, und zu befürchten ist, dass diese Person bei dieser Gelegenheit Schaden erleidet, dann ist es Pflicht, ihr durch einen Ratschlag das wahre Wesen der sündigen Person offenzulegen. In solchen Fällen besteht auch eine erhebliche Gefahr von Missverständnissen. Bisweilen wird der Ratgeber sogar Opfer von Neid und Feindschaft. Manchmal täuscht ihn Satan und lässt ihn glauben, dies sei nichts anderes als ein bloßer Ratschlag. Daher muss man die Angelegenheit tiefgehend und sorgfältig prüfen und entsprechend vorgehen.
(c) Eine Person wird mit einer bestimmten Angelegenheit betraut oder dafür verantwortlich gemacht. Sie ist jedoch unfähig, diese Aufgabe zu erfüllen, für diese Stellung ungeeignet, sündig, faul oder Ähnliches. In diesem Fall kann derjenige, der in diesen Angelegenheiten die Befugnis besitzt und, wenn er will, Maßnahmen ergreifen oder eine andere geeignete Person mit der Aufgabe betrauen kann, sie zu sich rufen und ihr all ihre Schwächen aufzeigen, sodass sie sich bessern und die Arbeit angemessen ausführen kann. Dadurch kann der übergeordnete Beamte davor bewahrt werden, sich hinsichtlich ihrer Person einer unbegründeten Vorstellung oder Täuschung hinzugeben. Er kann sie auch zu sich rufen und ihr sagen, dass sie entweder Befähigung und Kompetenz erwerben oder entlassen werden muss.
Der fünfte Grund: Eine Person begeht offen Fisq und Bidʿa. Sie trinkt beispielsweise öffentlich Alkohol, unterdrückt Menschen, nimmt jemandem gewaltsam dessen Vermögen weg, erhebt von der Allgemeinheit zu Unrecht Steuern, beschäftigt sich mit verbotenen Handlungen und dergleichen. Über die Handlungen dieser Person darf gesprochen werden. Es ist jedoch nicht erlaubt, etwas anderes als ihre begangenen Missetaten zu erwähnen. Wenn darüber hinaus ein weiterer Grund vorliegt, ist die Angelegenheit allerdings anders zu beurteilen.
Der sechste Grund: die Identifizierung. Es ist erlaubt, eine Person durch die Erwähnung eines besonderen Beinamens oder eines körperlichen Mangels zu identifizieren. So darf man jemanden etwa als nachtblind, gelähmt, taub, blind, schielend und Ähnliches bezeichnen. Es ist jedoch verboten, diese Bezeichnungen mit der Absicht zu verwenden, jemanden herabzusetzen oder zu beleidigen. Wenn man die Person auf andere Weise identifizieren kann, ohne diese Mängel zu erwähnen, ist das besser.
Die Gelehrten haben diese sechs Gründe angeführt. Die meisten davon sind durch den Konsens der Gelehrten, den Ijmāʿ, bestätigt. In den bekannten Hadithen finden sich Belege und Beweisführungen dafür. Einige dieser Belege werden hier angeführt.
١٥٣١ – عَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا أَنَّ رَجُلًا اسْتَأْذَنَ عَلَى النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ ائْذَنُوا لَهُ بِئْسَ أَخُو الْعَشِيرَةِ مَتَّفَقٌ عَلَيْهِ احْتَجَ بِهِ الْبُخَارِيُّ في جواز غيبة أَهْلِ الْفَسَادِ وأهل الريب .
1531. Von ʿĀʾischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein) wird überliefert: Ein Mann bat den Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) um Erlaubnis, eintreten zu dürfen. Er sagte: „Erlaubt ihm den Eintritt. Dieser Mann ist der übelste Angehörige seines Stammes.“ Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith. Durch diesen Hadith hat Imām al-Buchārī den Beweis erbracht, dass es erlaubt ist, über diejenigen üble Nachrede zu führen, die Unruhe und Zweifel stiften.
١٥٣٢ – وَعَنْهَا قَالَتْ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَا أَظُنُّ فُلَانًا وَفُلانَا يَعْرِفَانِ مِنْ دِينِنَا شَيْئًا – رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ قَالَ اللَّيْثُ بْنُ سَعْدٍ أَخَدُ رُوَاةِ هَذَا الحديث هذان الرجلان كانا من المنافقين .
1532. Überliefert von ʿĀ’ischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Ich glaube nicht, dass dieser und jener auch nur etwas von unserer Religion wissen.“ Imām al-Buchārī überlieferte diesen Hadith. Einer der Überlieferer dieses Hadiths, Laith ibn Saʿd, sagte: „Diese beiden Personen waren Heuchler.“
١٥٣٣ -مُعَاوِيَةُ فَصُعْلُوكَ لا مَالَ لَهُ وَأما أبو الجهم فَلَا يَضَعُ الْعَصَا عَنْ عَائِقِهِ مُتَّفَقٌ عليه. وفي رواية لمسلم وأما أبو الجهم فَضَرَابٌ لِلنِّسَاءِ وَهُوَ تَفْسِيرُ لِرِوَايَةِ لا يَضَعُ الْعَصَا عَنْ عَائِقِهِ وَقِيلَ مَعْنَاهُ كَثِيرُ الْأَسْفَارِ.
1533. Überliefert von Fāṭima bint Qais (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie berichtet: Ich kam zum Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) und sagte: „Abū Dschahm und Muʿāwiya haben mir Heiratsanträge machen lassen.“ Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Muʿāwiya ist arm und besitzt kein Vermögen. Was aber Abū Dschahm betrifft, so nimmt er den Stock nicht von seiner Schulter.“ Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer Überlieferung von Imām Muslim heißt es: „Was Abū Dschahm betrifft, so ist er ein Meister darin, Frauen zu schlagen.“ (Der Überlieferer sagte:) Dies ist die Erklärung für den Satz: „Er nimmt den Stock nicht von seiner Schulter.“ Eine weitere Bedeutung, die dafür genannt wurde, ist: „Er ist viel auf Reisen.“
١٥٣٤ – وَعَنْ زَيْدِ بْنِ أَرْقَمَ قَالَ خَرَجْنَا مَعَ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي سفر أصاب النَّاسَ فِيهِ شِدَّةٌ فَقَالَ عَبْدُ الله بن أبي لَا تُنْفِقُوا عَلَى مَنْ عِنْدَ رَسُولِ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حَتَّى يَنْفَضُّوا وَقَالَ لَئِنْ رَجَعْنَا إِلَى الْمَدِينَةَ لِيُخْرِجَنَّ الْأَعزُّ مِنْهَا الأذل فَاتَيْتُ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَاخْبَرْتُهُ بِذَلِكَ فَأَرْسَلَ إلى عبد الله بن أبي فَاجْتَهَدَ يَمِينَهُ مَا فَعَلَ فَقَالُوا كَذَبَ زَيْدٌ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَوَقَعَ فِي نَفْسِي مِمَّا قَالُوهُ شِدَّةٌ حَتَّى انْزَلَ اللَّهُ تَعَالَى تَصْدِيقِي (إِذَا جَاءَكَ الْمُنَافِقُونَ قَالُوا تَشْهَدُ إِنَّكَ لَرَسُولُ الله وَاللَّهُ يَعْلَمُ إِنَّكَ لَرَسُولُهُ وَاللَّهُ يَشْهَدُ إنَّ الْمُنْفِقِينَ لَكَذِبُونَ اتَّخَذُوا أَيْمَانَهُمْ جُنَّةً فَصَدُّوا عَنْ سَبِيلِ اللَّهِ إِنَّهُمْ سَاءَ مَا كَانُوا يَعْلَمُونَ ذلِكَ بِأَنَّهُمْ آمَنُوا ثُمَّ كَفَرُوا قَطِيعَ عَلَى قُلُوبِهِمْ فَهُمْ لَا يَفْقَهُونَ. وإذا رأيتهم تُعْجِبُكَ أَجْسَامُهُمْ وَإِنْ يَقُولُوا تَسْمَعُ لِقَوْلِهِمْ كَأَنَّهُمْ خُشُبٌ مُسَنَدَةٌ يَحْسَبُونَ كُلِّ صَيْحَةٍ عَلَيْهِمْ هُمُ الْعَدُوُّ فَاحْذَرْهُمْ قَتَلَهُمُ اللَّهُ إِنَّى يُؤْفَكُونَ، وَإِذَا قِبْلَ لهُمْ تَعَالَوْا يَسْتَغْفِرْ لَكُمْ رَسُولُ اللهِ لووا رُمُوْسَهُمْ وَرَأَيْتَهُمْ يَصُدُّونَ وَهُمْ مستكبرون) ثُمَّ دَعَاهُمُ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لِيَسْتَغْفِرَ لَهُمْ فَلَوْوْا رُؤُوسُهُمْ متفق عليه.
1534. Überliefert von Zaid ibn Arqam (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: Wir reisten gemeinsam mit dem Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm). Während dieser Reise gerieten die Menschen in große Bedrängnis. ʿAbdullāh ibn Ubayy sagte zu seinen Gefährten: „Gebt nichts für die Gefährten des Gesandten Allahs aus, damit sie ihn verlassen.“ Er sagte außerdem: „Wenn wir nach Medina zurückkehren können, werden unsere angesehenen Leute die Niedrigen und Verachteten daraus vertreiben.“ Ich, Zaid, kam zum Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) und berichtete ihm davon. Er ließ ʿAbdullāh ibn Ubayy zu sich rufen. Dieser schwor nachdrücklich, dass er dies nicht gesagt habe. Die Leute begannen zu sagen: „Zaid hat dem Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) eine Lüge erzählt.“ Darüber war ich innerlich zutiefst verletzt. Daraufhin ließ der Erhabene Allah diese Verse herab, die die Wahrheit meiner Aussage bestätigten (Übersetzung):
„O Prophet! Wenn die Heuchler zu dir kommen, sagen sie: ‚Wir bezeugen, dass du gewiss der Gesandte Allahs bist.‘ Ja, Allah weiß, dass du gewiss Sein Gesandter bist; doch Allah bezeugt, dass die Heuchler wahrlich Lügner sind. Sie benutzen ihre Eide als Schutzschild. So halten sie vom Weg Allahs ab und hindern auch andere daran. Wahrlich, übel ist, was sie tun. Dies geschieht nur deshalb, weil sie nach ihrem Glauben wieder den Weg des Unglaubens eingeschlagen haben. Deshalb sind ihre Herzen versiegelt worden, sodass sie nun nichts mehr verstehen. Wenn du sie ansiehst, gefallen dir ihre Körper, und wenn sie sprechen, hörst du ihnen gebannt zu. In Wirklichkeit sind sie wie aufgestellte Holzstücke. Jeden lauten Ruf halten sie für gegen sie gerichtet. Sie sind der eigentliche Feind. Hüte dich vor ihnen! Allah verfluche sie! Wie werden sie nur abgewendet? Wenn zu ihnen gesagt wird: ‚Kommt, der Gesandte Allahs wird für euch um Vergebung und Verzeihung bitten‘, schütteln sie ihre Köpfe, und du siehst, wie sie sich hochmütig davon abwenden, zu dir zu kommen.“ (Sure al-Munāfiqūn: 1–5.)
Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) rief diese Heuchler auf, damit für sie um Vergebung gebeten werde. Doch sie schüttelten hochmütig ihre Köpfe und blieben fern.
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٣٥ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَتْ قَالَتْ هِندُ امْرَأَةُ أَبِي سُفْيَانَ لِلنَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِنْ أَبَا سُفْيَانَ رَجُلٌ شَحِيْحٌ وَلَيْسَ يُعْطِينِي مَا يَكْفِينِي وَوَلَدِي إِلا ما أَخَذْتُ مِنْهُ وَهُوَ لا يَعْلَمُ قَالَ خُذِى ما يكفيك وولدك بالمعروف متفق عليه.
1535. Von ʿĀ’ischa (Allah sei mit ihr zufrieden) wird überliefert. Sie sagte: Hind, die Ehefrau von Abū Sufyān, kam zum Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) und sagte: Abū Sufyān ist ein äußerst geiziger Mann. Er gibt mir und meinen Kindern nicht ausreichend den Unterhalt für unseren Haushalt. Daher nehme ich heimlich von seinem Besitz, was ich brauche. Er sagte: Nimm auf angemessene Weise nur so viel, wie du und deine Kinder benötigen.
Dieser Hadith wurde von Imām al-Buchārī und Imām Muslim überliefert.
Abschnitt 4 – Das Überbringen von Worten zum Zweck der Zwietracht oder die indirekte Verleumdung ist verboten
Wenn man die Worte des einen dem anderen mit dem Ziel hinterträgt, Streit und Zwietracht zu stiften, nennt man dies üble Nachrede in Form des Zutragens oder indirekte Verleumdung.
قَالَ اللَّهُ تَعَالَى : هَمَّازٍ مَشَاء بِنَمِيمٍ
Der Erhabene Allah sagt:
„Jener, der Schimpfworte gebraucht, flucht und als Zuträger umherzieht.“ (Sure al-Qalam: 16)
وَقَالَ تَعَالَى : مَا يَلْفِظُ مِنْ قَوْل إِلا لَدَيْهِ رَقِيبٌ عَتِيدٌ.
„Bei ihm ist ein stets bereiter Beobachter eingesetzt, um jedes Wort aufzuzeichnen, das er ausspricht.“ (Sure Qāf: 18)
١٥٣٦ – وَعَنْ حُذَيْفَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا يَدْخُلُ الْجَنَّةَ نَمَّامٌ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1536. Überliefert von Hudhaifa (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wer üble Nachrede weiterträgt, wird niemals ins Paradies eintreten.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٥٣٧ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَن بِقَيْبْرَيْنِ فَقَالَ إِنَّهُمَا يُعَذِّبَانِ وَمَا يُعَذِّبَانِ فِي كَبِيرِ بَلَى إِنَّهُ كَبِيرٌ أَمَّا أَحَدُهُمَا فَكَانَ يَمْشِي بِالنَّمِيمَةِ وَأَمَّا الْآخَرُ فَكَانَ لَا يَسْتَتِرُ مِنْ بَوْلِهِ – مُتَّفَقٌ عليه وهذا لفظ احدى رِوَايَاتِ الْبُخَارِي. قَالَ الْعُلَمَاءُ مَعْنَى وَمَا يُعَذِّبَانِ فِي كبير أي كبير في زعمِهِمَا وَقِيلَ كَبِيرٌ تَرَكُهُ عَلَيْهِمَا.
1537. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Als der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) an zwei Gräbern vorbeikam, sagte er: „Diese beiden werden bestraft. Sie werden nicht wegen einer großen Sünde bestraft. Doch ja, sie ist wahrlich groß. Einer von ihnen pflegte üble Nachrede weiterzutragen, und der andere bedeckte sich beim Urinieren nicht (er urinierte an einem offenen Ort).“
Diesen Hadith haben Imam al-Buchārī und Muslim überliefert. In einer der Überlieferungen von Imam al-Buchārī heißt es in dieser Form. Die Gelehrten sagen: Mit „wa-mā yuʿadhdhabāni fī kabīr“ ist ihrer Auffassung nach gemeint, dass diese Dinge keine großen Sünden waren. Eine weitere Bedeutung ist, dass es ihnen nicht besonders schwerfiel, diese Handlungen zu unterlassen.
١٥٣٨ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِلا أَنبِئُكُمْ مَا الْعَضُهُ هِيَ النَّمِيمَةُ الْقَالَةُ بَيْنَ النَّاسِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ وَرُوِيَ الْعِضَةُ وَهِيَ الْكَذِبُ وَالْبُهْتَانُ.
9538. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Soll ich euch nicht sagen, was ‚ʿAḍh‘ ist? Es ist Namīma, das heißt, das Verbreiten von Streitworten unter den Menschen.“ Imām Muslim überlieferte diesen Hadith. In einigen Überlieferungen steht statt „Adhūn“ das Wort „Ilātun“; es bedeutet Lüge und Verleumdung.
Abschnitt 5 – Das Verbot, sämtliche Aussagen der Menschen an den verantwortlichen Amtsträger weiterzuleiten
قال الله تعالى : وَلَا تَعَاوَنُوا عَلَى الْإِثْمِ وَالْعُدْوَانِ.
Allah, der Erhabene, sagt:
„Und helft einander nicht bei Sünde und Übertretung.“ (Sure al-Māʾida, 2)
١٥٣٩ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا يُبْلِغْنِي أَحَدٌ مِنْ أَصْحَابِي عَنْ أَحَدٍ شَيْئًا فَإِنِّي أَحِبُّ أَنْ أَخْرُجَ إِلَيْكُمْ وَأَنَا سليم الصدر – رواه أبو داود والترمذي.
1539. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Keiner meiner Gefährten soll mir die Verfehlung eines anderen mitteilen, denn ich möchte euch mit ruhigem Herzen begegnen.“ Imām Abū Dāwūd und Imām at-Tirmidhī überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt 6 – Tadel der Doppelzüngigkeit
قَالَ اللَّهُ تَعَالَى : يَسْتَخْفُونَ مِنَ النَّاسِ وَلَا يَسْتَخْفُونَ مِنَ اللَّهِ وَهُوَ مَعَهُمْ إِذْ يُبَيِّتُونَ مَا لَا يَرْضَى مِنَ الْقَوْلِ وَكَانَ اللهُ بِمَا يَعْمَلُونَ مُحِيطًا.
Der Erhabene Allah sagt:
„Sie können ihre Taten vor den Menschen verbergen, aber sie können sie nicht vor Allah verbergen. Er ist bei ihnen, selbst wenn sie sich im Schutz der Nacht heimlich beraten und dabei gegen Seinen Willen handeln. Allah umfasst all ihre Taten.“ (Sure an-Nisāʾ, 108)
١٥٤٠ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ تَجِدُونَ النَّاسَ مَعَادِنَ خِيَارُهُمْ فِي الْجَاهِلِيَّةِ خِيَارُهُمْ فِي الْإِسْلَامِ إِذَا فقَهُوا وَتَجِدُونَ خِيَارَ النَّاسِ فِي هذا الشأنِ أَشَدَّهُمْ كَرَاهِيَةً لَهُ وَتَجِدُونَ شَرِّ النَّاسِ ذا الْوَجْهَيْنِ الَّذِي يَأْتِي هؤلاء بوجه وهؤلاء بوجه – متفق عليه.
1540. Von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Ihr werdet feststellen, dass die Menschen wie Mineralien sind. Diejenigen unter ihnen, die in der vorislamischen Zeit die Besten waren, werden auch in der islamischen Gesellschaft die Besten sein, wenn sie ein vollständiges Verständnis der Religion erlangen. Ihr werdet in der Verwaltung diejenigen als gut empfinden, die die Übernahme staatlicher Verantwortung am meisten ablehnen. Der Schlechteste unter euch ist derjenige, der sich dieser Gruppe mit einem Gesicht zeigt und jener anderen Gruppe mit einem anderen Gesicht.“
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٤١ – وَعَنْ مُحَمَّدِ بْنِ زَيْدٍ أَنْ نَاسًا قَالُوا لِجَدِهِ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا إِنَّا نَدْخُلُ عَلَى سَلاطيننَا فَتَقُولُ لَهُم بخلاف مَا نَتَكَلَّمُ إِذَا خَرَجْنَا مِنْ نفَاقًا عَلَى عَهْدِ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عِندِهِمْ قَالَ كُنَّا نَعُدُّ هذا : روَاهُ الْبُخَارِي.
1541. Überliefert von Muhammad ibn Zaid (r.a.). Er sagte: Die Leute kamen zu meinem Großvater Abdullah ibn Umar (r.a.) und sagten: „Wir gehen zu unserem Herrscher und sprechen mit ihm. Wenn wir von dort zurückkehren, sagen wir das Gegenteil von dem, was wir bei ihm gesagt haben.“ Abdullah (r.a.) sagte: „Wir betrachteten dies zur Zeit des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, als Heuchelei.“ Imam al-Bukhari überlieferte diesen Hadith.
Imam al-Bukhari überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 7 – Das Lügen ist verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَلَا تَقْفُ مَا لَيْسَ لَكَ بِهِ عِلْمٌ.
Der erhabene Allah sagt:
„Verfolge nicht etwas, von dem du kein Wissen hast. Für das Gehör, das Augenlicht und das Herz wird Rechenschaft gefordert.“ (Sure Bani Isra’il: 36)
وقَالَ تَعَالَى : مَا يَلْفِظُ مِنْ قَوْلَ إِلا لَدَيْهِ رَقِيبٌ عَتِيدٌ.
„Was immer er sagt, zu seiner Aufzeichnung ist bei ihm ein stets bereiter Beobachter eingesetzt.“ (Sure Qaf: 18)
١٥٤٢ – وعن ابن مسعود رضى ى اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وسلم إِن الصدق يهدى إلى البر وأن البر يَهْدِي إِلَى الْجَنَّةِ وَإِنَّ الرَّجُلَ لِيَصْدُقُ حتَّى يُكتب عند الله صديقا وأنَّ الكَذِبَ يَهْدِى إِلَى الْفُجُورُ وَإِنَّ الْفُجُورَ يَهْدِى إلَى النَّارِ وَإِنَّ الرِّجلَ لِيَكْذِبُ حَتَّى يُكْتَبَ عِنْدَ اللَّهِ كَذَابًا مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1542. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wahrhaftigkeit führt zur Rechtschaffenheit, und die Rechtschaffenheit führt den Menschen auf den Weg ins Paradies. Wenn ein Mensch stets die Wahrheit sagt, nimmt Allah ihn in die Reihen der Wahrhaftigen auf. Lügen führen zur Sündhaftigkeit, und die Sündhaftigkeit führt den Menschen in die Hölle. Wenn jemand fortwährend lügt, nimmt Allah ihn in die Reihen der Lügner auf.
Der Hadith wurde von Imam al-Bukhari und Imam Muslim überliefert.
١٥٤٣ – وَعَنْ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ ارْبَعَ مَنْ كُنْ فِيهِ كَانَ مُنَافِقًا خَالِصًا وَمَنْ كَانَتْ فِيْهِ خَصْلَةٌ مِنْهُنَّ كَانَتْ فِيهِ خَصْ فِيهِ خَصْلَةٌ مِنْ نِفَاقِ حَتَّى يَدَعَهَا إِذَا ا إذَا اؤْتُمِنَ خَانَ وَإِذَا حَدَّثَ كَذَبَ وإذا عَاهَدَ غَدَرَ وَإِذَا خَاصَمَ فَجَرَ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ
1543. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAmr (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer vier Eigenschaften besitzt, ist ein vollkommener Heuchler. Wer eine dieser Eigenschaften besitzt, bei dem besteht eine Eigenschaft der Heuchelei, bis er sie aufgibt. Diese sind: Wenn man ein anvertrautes Gut verrät, bei jeder Gelegenheit lügt, einen Vertrag bricht und im Streit obszöne Worte gebraucht.
Der Hadith wurde von Imam al-Bukhari und Imam Muslim überliefert.
١٥٤٤ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ تَعَلَّمَ يعلم لم بَرَهُ كَلِفَ أَنْ يَعْقِدَ بَيْنَ شَعِيرَتَيْنِ وَلَنْ يُفْعَلَ وَمَنِ اسْتَمَعَ إلى حَدِيْثِ قَوْمٍ وَهُمْ لَهُ كَارِهُونَ صُبِّ فِي أُذُنَيْهِ الْأَنَّكُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَمَنْ صور صُورَةٌ عَيْبَ وَكَلِفَ أنْ يُنْفُخَ فِيهَا الرُّوحَ وَلَيْسَ بِنَافِعَ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ. تَعَلَّمَ أَي قَالَ إِنَّهُ حَلَمَ فِي نَوْمِهِ وَرَأَى كَذَا وَكَذَا وَهُوَ كَاذِبٌ وَالْأَنَّكَ وَهُوَ الرَّصاصِ الْعَذَابُ.
1544. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer einen Traum erzählt, den er überhaupt nicht gesehen hat, wird dazu gezwungen werden, einen Knoten zwischen zwei Gerstenkörnern zu binden, doch wird er dies niemals können. Wer heimlich das Gespräch einer Gruppe von Menschen belauscht, die nicht wünschen, dass man sie hört, dem wird am Tag der Auferstehung geschmolzenes, glühend heißes Blei in die Ohren gegossen. Wer das Abbild oder Bild eines Lebewesens anfertigt, wird bestraft und dazu gezwungen werden, ihm Leben einzuhauchen; doch wird er dazu nicht imstande sein.
Der Hadith wurde von Imam al-Bukhari überliefert. Das Wort „tahallama“ bedeutet, dass jemand behauptet, er habe im Schlaf einen Traum gesehen und darin dies und jenes gesehen, obwohl seine Aussage in Wirklichkeit eine Lüge ist. „Anuk“ wird geschmolzenes, glühend heißes Blei genannt.
١٥٤٥ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أخرى القرى أن يُرى الرَّجُلُ عَيْنَيْهِ مَا لَمْ تَرَيَا رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ، وَمَعْنَاهُ يَقُولُ رَأَيْتُ فِيمَا لَمْ يَرْهُ.
1545. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Die größte Lüge ist, dass jemand seinen eigenen Augen etwas zeigt, was sie in Wirklichkeit nicht gesehen haben.
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith. Gemeint ist eine solche Lüge zu erzählen: „Ich habe einen solchen Traum gesehen“, obwohl er ihn nicht gesehen hat.
١٥٤٦ – وَعَنْ سَمُرَةَ بْنِ جُنْدُبٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مِمَّا يُكْثِرُ أَنْ يَقُولَ لِأَصْحَابِهِ هَلْ رَأَى أَحَدٌ مِنْكُمْ مِنْ رُؤْيَا ؟ فَيَقْصُ عَلَيْهِ مَنْ شَاءَ اللَّهُ أَنْ يَقْصُ وَإِنَّهُ قَالَ لَنَا ذَاتَ غَدَاةٍ إِنَّهُ أَتَانِي اللَّيْلَةَ أَتِيَانِ وَإِنَّهُمَا قَالاً لِي انْطَلِقُ وَإِنِّي انْطَلَقْتُ مَعَهُمَا وَإِنَّا آتَيْنَا عَلَى رَجُلٍ مُضْطَجِع وَإِذَا أخَرُ قَائِمٌ عَلَيْهِ بِصَخْرَةٍ وَإِذَا هُوَ يَهْوِي بِالصَّخْرَةِ لِرَأْسِهِ فَيَبْلُغُ رَأْسَهُ فَيَتَدَهْدَهُ الْحَجَرُ هَاهُنَا فَيَتْبَعُ الْحَجَرَ فَيَأْخُذُهُ فَلا يَرْجِعُ إِلَيْهِ حَتَّى يَضِحُ رَأْسُهُ كَمَا كَانَ ثُمَّ يَعُودُ عَلَيْهِ فَيَفْعَلُ به مثل مَا فَعَلَ الْمَرَّة الأولى قَالَ قُلْتُ لَهُمَا سُبْحَانَ اللَّهِ مَا هذان. قَالَا لِي انْطَلِقُ انْطَلِقُ فَانْطَلَقْنَا فَآتَيْنَا عَلَى رَجُلٍ مُسْتَلْقِ لِقَفَاهُ وَإِذَا أَخَرُ قَائِمٌ عَلَيْهِ بِكَلُوبُ مِنْ حَدِيدٍ وَإِذَا هُوَ يَأْتِي أَحَدَ شَقَى وَجْهِهِ فَيُشَرْشِرُ شِدُقَهُ إِلَى قَفَاهُ وَمَنْخِرَهُ إِلى قَفَاهُ وَعَيْنَهُ إِلى قَفَاهُ ثُمَّ يَتَحَولُ إِلَى الْجَانِبِ الْآخَرِ فَيَفْعَلُ بِهِ مِثْلَ مَا فَعَلَ بِالْجَانِبِ الْأُولِ فَمَا يَفْرُعُ مِنْ ذَلِكَ الْجَانِبِ حَتَّى يَصِحٌ ذَلِكَ الْجَانِبُ كَمَا كَانَ ثُمَّ يَعُودُ عَلَيْهِ فَيَفْعَلُ مِثْلَ مَا فَعَلَ فِي الْمَرَةِ الْأَوْلَى قَالَ قُلْتُ سُبْحَانَ الله ما هذان. قَالَ قَالاً لى انطلِقَ انْطَلِقُ فَانْطَلَقْنَا فَآتَيْنَا عَلَى مثلِ التَّنُّورِ فَاحْسِبُ أَنَّهُ قَالَ فَإِذَا فِيهِ لَغَطْ وَأَصْوَاتٌ فَاطَّلَعْنَا فِيْهِ فَإِذَا فِيهِ رِجَالٌ وَنِسَاءٌ عُرَاةٌ وَإِذَا هُمْ يَأْتِيهِمْ لَهَبْ مِنْ أَسْفَلَ مِنْهُمْ فَإِذَا آتَاهُمْ ذَلِكَ اللَّهَبُ ضَوْضَوا قُلْتُ مَا هُؤلاء. قَالاً لِي انْطَلِقَ انْطَلِقُ فَانْطَلَقْنَا فَآتَيْنَا عَلَى نَهْرٍ حَسِبْتُ أَنَّهُ كَانَ يَقُولُ أَحْمَرُ مِثْلُ الدَّمِ وَإِذَا فِي النَّهْرُ رَجُلٌ سَابِحٌ يَسْبَحُ وَإِذَا عَلَى شَطِ النَّهْرِ رَجُلٌ قَدْ جَمَعَ عِنْدَهُ حِجَارَةً كَثِيرَةٌ وَإِذَا السَّابِحُ يَسْبَحُ مَا يَسْبَحُ ثُمَّ يَأْتِي ذَلِكَ الَّذِي قَدْ جَمَعَ عِنْدَهُ الْحِجَارَةَ فَيَفْغَرُ لَهُ فَاهُ فَيُلْقِمُهُ حَجَرًا فَيَنْطَلِقُ فَيَسْبَحُ ثُمَّ يَرْجِعُ إِلَيْهِ كُلَّمَا رَجَعَ إِلَيْهِ فَغَرَ لَهُ فَاهُ فَالْقَمَهُ حَجَرًا قُلْتُ لَهُمَا مَا هُنَانِقالاً لي انطلق لِنطَلِقُ فَانْطَلَقْنَا فَآتَيْنَا عَلَى رَجُلٍ كَرِيْهِ الْمَرْأَةِ أَوْ كَاكَرِهِ مَا أَنْتَ را ، رَجُلًا مَرَأَى فَإِذَا هُوَ عِنْدَهُ نَارٌ يَحْشُهَا وَيَسْعَى حَوْلَهَا قُلْتُ لَهُمَا مَا هُنَا.
قالاً لي انطلق انطلق فَانْطَلَقْنَا فَاتَبْنَا عَلَى رَوْضَةٍ مُعْتَمَةٍ فِيْهَا مِنْ كُلِّ نَوْرٍ الربيع وَإِذَا بَيْنَ ظَهرَى الرُّوضَةِ رَجُلٌ طويل لَا أَخَادُ أَرَى رَأْسَهُ طُوْلاً فِي السَّمَاءِ
وإذا حَوْلَ الرَّجُلِ مِنْ أَكْثَرِ وَلْدَانِ رَأَيْتُهُمْ قَط قُلْتُ مَا هُذَا وَمَا هَؤُلَاءِ. قَالَا لِي انطلق انطلق فانطلقنا فَاتَيْنا إلى دوحة عَظِيمَةٍ لَمْ أَرَ دَوْحَةً قَطُّ أَعْظَمَ مِنْهَا وَلَا أحْسَنَ قَالاً لِي ارْقَ فِيهَا فَارْتَقَيْنَا فِيهَا إلى مدينة مبنية يلين ذهب ولين فضة فَآتَيْنَا بَابَ الْمَدِينَةِ فَاسْتَفْتَحْنَا فَفُتِحَ لَنَا فَدَخَلْنَاهَا فَتَلَقَّانَا رِجَالٌ شَطْرٌ مِنْ خَلْقِهِمْ كَاحْسَنِ مَا أَنْتَ رَاء وَشَطْرٌ مِنْهُمْ كَانُبَحْ مَا أَنْتَ رَاءٍ قَالَا لَهُمْ اذْهَبُوا فَقَعُوا فِي ذَلِكَ النَّهْرِ وَإِذَا هُوَ نَهْرٌ مُعْتَرِضُ يَجْرِي كَأَنَّ مَاءَهُ الْمَحْضُ فِي الْبَيَاضِ فَذَهَبُوا فَوَقَعُوا فِيهِ ثُمَّ رَجَعُوا إِلَيْنَا قَدْ ذَهَبَ ذَلِكَ السُّوءُ عَنْهُمْ فَصَارُوا في أحسن صورة. قَالَ قَالاً لِي هَذِهِ جَنَّةُ عَدْنٍ وَهَذَاكَ مَنْزِلَكَ فَسَمَا بَصَرِي صُعْدًا فَإِذَا قَصَرٌ مِثْلُ الرِّبَابَةِ البَيْضَاءِ قَالَا لِي هَذَاكَ مَنْزِلَكَ قُلْتُ لَهُمَا بَارَكَ اللَّهُ فِيكُمَا فَدَرَانِي فَادْخُلَهُ قَالَا أَمَا الْآنَ فَلَا وَأَنْتَ دَاخِلُهُ قُلْتُ لَهُمَا فَإِنِّي رَأَيْتُ مُنْدُ اللَّيْلَةَ عَجَبًا فَما هذا الذى رَأَيْتُ قَالاً لى أمَا إِنَّا سَنُخْبِرُكَ أَما الرَّجُلُ الأول الذي أتيتَ عَلَيْهِ يُبْلُغُ رَأْسَهُ بِالْحَجَرِ فَإِنَّهُ الرَّجُلُ يَأْخُذُ الْقُرْآنَ فَيَرْفُضُهُ وَيَنَامُ عَنِ الصلاة المكتوبة، وأما الرَّجُلُ الَّذِي آتَيْتَ عَلَيْهِ يُشَرُشَرُ شَدَّقَهُ إِلَى قَفَاهُ وَمَنْخِرُهُ إلى قَفَاهُ وَعَيْنُهُ إِلَى قَفَاهُ فَإِنَّهُ الرَّجُلُ يَغْدُو مِنْ بَيْتِهِ فَيَكْذِبُ الْكَلْبَةَ تَبْلُغُ الْأَفَاقَ، وَأَمَّا الرِّجَالُ وَالنِّسَاءُ الْعُرَاةُ الَّذِينَ هُمْ فِي مِثْلِ بِنَاءِ التَّنُّورِ فَإِنَّهُمُ الزَّنَاةُ والزواني. وأما الرَّجُلُ الَّذِي آتَيْتَ عَلَيْهِ يَسْبَحُ فِي النَّهْرِ وَيُلْقَمُ الْحِجَارَةَ فَإِنَّهُ أكل الربا. وأما الرَّجُلُ الكَريه المراة الذي عِنْدَ النَّارِ يَحْشُهَا وَيَسْعَى حَوْلَهَافَإِنَّهُ مَالِكَ خَازِنُ جَهَنَّمَ. وأما الرَّجُلُ الطويلُ الَّذِي فِي الرُّوضَةِ فَإِنَّهُ إِبْرَاهِيمَ عليه السلام. وأما الوِلْدَانُ الَّذِينَ حَوْلَهُ فَكُلُّ مَوْلُودِ مَاتَ عَلَى الْفِطْرَةِ، وَفِي روايَةِ الْبَرْقَانِي وَلِدَ عَلَى الْفِطْرَةِ فَقَالَ بَعْضُ الْمُسْلِمِينَ يَا رَسُولَ اللَّهِ وَأَوْلَادُ الْمُشْرِكِينَ فَقَالَ رَسُولُ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَأَوْلَادُ الْمُشْرِكِينَ وَأَمَّا الْقَوْمُ الَّذِينَ كَانُوا شَطْرَ مِنْهُمْ حَسَنٌ وَشَطَرٌ مِنْهُمْ قَبِيحٌ فَإِنَّهُمْ قَوْمٌ خَلَطُوا عَمَلاً صَالِحًا وَآخَرَ سَيئًا تَجَاوَزَ اللَّهُ عَنْهُمْ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
وفي روايةٍ لَهُ رَأَيْتُ اللَّيْلَةَ رَجُلَيْنِ انيَانِي فَاخْرَجَانِي إِلَى أَرْضِ مُقَدِّسَةٍ ثُمَّ ذَكَرَهُ وقَالَ فَانطلقنا إلى نقب مثل التنور أعلاه ضيق وَاسْفَلَهُ وَاسِعٌ يَتَوَفَّدُ تَحْتَهُ نَارًا فاذا ارْتَفَعَتِ ارْتَفَعُوا حَتَّى كَادُوا أَنْ يُخْرُجُوا وَإِذَا خَمَدَتْ رَجَعُوا فِيهَا وَفِيهَا رجالٌ وَنِسَاءٌ عُرَاةٌ وَفِيهَا حَتَّى أَتَيْنَا عَلَى نَهْرٍ مِّنْ دَرٍ وَلَمْ يَسُكَ فِيهِ رَجُلٌ قَائِمٌ على وسط النَّهْرِ وَعَلَى شَطِ النَّهْرِ رَجُلٌ وبَيْنَ يَدَيْهِ حِجَارَةٌ فَأَقْبَلَ الرَّجُلُ الَّذِي فِي النهر فإذا أراد أن يخرجَ رَمَى الرَّجُلُ بِحَجَرٍ فِي فِيهِ فَرَدَّهُ حَيْثُ كَانَ فَجَعَلَ كُلَّمَا جَاءَ لِيَخْرُجَ جَعَلَ يَرْمِي فِي فِيهِ بِحَجَرٍ فَيَرْجِعُ كَمَا كَانَ، وَفِيْهَا فَصَعِنَا بِي الشجرة فادخلاني داراً لم از قط أحْسَنَ مِنْهَا فِيهَا رِجَالٌ شُيُوخٌ وَشَبَابٌ. وَفِيهَا الَّذِي رَأَيْتَهُ يُشَقُّ شَدْقَهُ فَكَذَابٌ يُحَدِّثُ بِالْكَذَّبَةِ فَتُحْمَلُ عَنْهُ حَتَّى تَبْلُغَ الأفَاقَ فَيُصْنَعُ بِهِ مَا رَأَيْتَ إِلَى يَوْمِ الْقِيَامَةِ، وَفِيهَا الَّذِي رَأَيْتَهُ يُشْدَخُ رَأْسُهُ فَرَجُلٌ عَلَّمَهُ اللهُ الْقُرْآنَ فَنَامَ عَنْهُ بِاللَّيْلِ وَلَمْ يَعْمَل فِيهِ بِالنَّهَارِ فَيُفْعَلُ بِه إِلى يَوْمِ الْقِيَامَةِ. والدار الأولى التي دَخَلْتَ دَارُ عَامَّةِ الْمُؤْمِنِينَ وَأَمَّا هَذِهِ الدَّارُ قدار الشهداء وأنا جبْرِيلُ وهذا ميكائيل فَارْفَعْ رَأْسَكَ فَرَفَعْتُ رَأْهِي فَإِذَا فَوقِي مِثْلُ السَّحَابِ قَالاً ذاكَ منزلكَ قُلْتُ دَعَانِي أَدْخَلُ مَنْزِلِي قَالَا إِنَّهُ بَنِي لكَ عُمْرٌ لَمْ تَسْتَكْمِلُهُ فَلَوْ اسْتَكْمَلْتَهُ أَتَيْتَ مَنْزِلِكَ رَوَاهُ الْبُخَارِي
1546. Überliefert von Samura ibn Dschundub (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte seine Gefährten häufig zu fragen: „Hat einer von euch einen Traum gesehen?“ Wer von Allah dazu befähigt wurde, erzählte seinen Traum. Eines Morgens sagte er zu uns: „In dieser Nacht kamen im Traum zwei Besucher zu mir. Sie sagten zu mir: ‚Komm mit uns!‘ Ich ging mit ihnen. Wir kamen zu einem Mann, der auf dem Rücken lag. Ein anderer Mann stand mit einem Stein vor ihm. Er schlug mit dem Stein auf den Kopf des Liegenden und zertrümmerte ihn. Wenn er den Stein warf, rollte dieser an einen anderen Ort. Der Mann ging hin, hob den Stein wieder auf und kehrte damit zurück; sobald er zurückkam, war der Kopf des anderen wieder wie zuvor geheilt. Dann kehrte er erneut zu ihm zurück und bestrafte ihn wieder wie zuvor – und so setzte sich dieser Bestrafungsgang ununterbrochen fort. Er sagte: Ich fragte meine beiden Begleiter: ‚Subhanallah! Wer sind diese?‘ Sie sagten zu mir: ‚Geh weiter, geh weiter!‘
Also gingen wir weiter. Wir kamen zu einem Mann, der mit verdrehtem Hals dalag. Ein anderer Mann stand bei ihm und hielt einen eisernen Haken in der Hand. Er riss eine Seite seines Gesichts – Kopf, Nase und Auge – bis zum Nacken auf. Danach riss er auch die andere Seite seines Gesichts ebenso wie die erste auf, vom Kopf, von der Nase und vom Auge bis zum Nacken. Sobald er mit dem Aufreißen der zweiten Seite fertig war, war die erste Seite wieder wie zuvor geheilt. Dann kam der Mann wieder auf diese Seite und riss sie erneut wie zuvor auf – und so setzte sich dieser Bestrafungsgang ununterbrochen fort. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Ich fragte: ‚Subhanallah! Wer sind diese?‘ Beide sagten zu mir: ‚Geh weiter, geh weiter!‘
Wir gingen weiter und kamen zu einer Grube, die einem Ofen glich. Der Überlieferer des Hadith sagte: „Ich glaube, er sagte: In der Grube waren lautes Geschrei und großer Lärm zu hören.“ Wir blickten hinein und sahen darin viele nackte Männer und Frauen. Unter ihnen schlugen lodernde Flammen empor. Wenn die Flammen sie umschlossen, schrien sie laut. Ich fragte sie: „Wer sind diese?“ Sie sagten zu mir: „Geh weiter, geh weiter!“
Wir gingen weiter und kamen an den Rand einer Quelle. Der Überlieferer sagte: „Ich glaube, er sagte: Das Wasser war blutrot.“ In der Quelle schwamm ein Mann. Ein anderer stand am Ufer der Quelle und hatte viele Steine neben sich aufgeschichtet. Wenn der Schwimmer schwimmend zu dem Mann am Ufer kam, warf dieser einen Stein auf sein Gesicht, sodass es zertrümmert wurde. Dann begann er wieder zu schwimmen. Sooft er beim Schwimmen das Ufer der Quelle erreichte, warf jener Mann einen Stein und zerschmetterte sein Gesicht. Ich fragte meine beiden Begleiter: „Wer sind diese?“ Sie sagten zu mir: „Geh weiter, geh weiter!“
Wir gingen weiter und kamen zu einem Mann von äußerst hässlichem Aussehen. Kaum jemand ist so hässlich wie er. Vor ihm brannte ein Feuer, um das er kreiste. Ich fragte meine beiden Begleiter: „Wer sind diese?“ Sie sagten: „Geh weiter, geh weiter!“
Von dort gingen wir weiter und kamen zu einem üppig grünen Garten. Der Garten war mit Früchten aller Art, die im Frühling wachsen, geschmückt. In der Mitte des Gartens sahen wir einen hochgewachsenen Mann. Wegen seiner Größe konnte ich seinen Kopf kaum sehen; es schien, als berühre sein Kopf den Himmel. Um ihn herum waren viele kleine Kinder, die ich nie zuvor gesehen hatte. Ich fragte meine beiden Begleiter: „Wer ist dieser Mann, und wer sind diese Kinder?“ Beide sagten zu mir: „Geh weiter, geh weiter!“
Von dort gingen wir weiter und kamen zu einem gewaltigen Baum. Einen größeren und schöneren Baum hatte ich zuvor noch nie gesehen. Sie forderten mich auf, auf den Baum zu steigen. Über den Baum gelangten wir alle zu einer Stadt, die aus Ziegeln aus Gold und Silber erbaut war. Als wir das Stadttor erreichten und darum baten, es zu öffnen, wurde es für uns geöffnet. Nachdem wir eingetreten waren, begegneten uns dort einige Menschen, deren Körper zur Hälfte sehr schön und zur Hälfte so hässlich waren, dass man kaum etwas Abstoßenderes sehen konnte. Meine beiden Begleiter sagten zu ihnen: „Geht und steigt in diese Quelle hinab!“ Mitten durch den Garten floss eine Quelle, deren Wasser sehr klar war. Sie gingen hinab und stiegen anschließend wieder zu uns herauf. Da war der hässliche Teil ihrer Körper verschwunden; ihr ganzer Körper war schön und anziehend geworden.
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Meine beiden Begleiter sagten zu mir: „Dies ist das Paradies namens ‚Adn, und dies ist deine Wohnstätte.“ Ich blickte nach oben und sah einen strahlend weißen Palast, weiß wie eine Wolke. Meine beiden Begleiter sagten: „Dies ist deine Wohnstätte.“ Ich sagte: „Möge Allah euch überreichlich Gutes schenken. Lasst mich ein wenig hineingehen und es mir ansehen.“ Sie sagten: „Jetzt kannst du noch nicht eintreten. Doch ja, du wirst dort eintreten.“
Ich sagte zu ihnen: „Ich habe heute Nacht viele erstaunliche Dinge gesehen. Was habe ich da gesehen?“ Sie sagten: „Wir werden dich darüber gewiss in Kenntnis setzen.“
Der Erste, an dem du vorbeigekommen bist und dessen Kopf durch Steinwürfe zerschmettert wurde, hatte den Koran auswendig gelernt und ihn dann aufgegeben; außerdem pflegte er einzuschlafen, ohne das Pflichtgebet zu verrichten.
Der Zweite, an dem du vorbeigekommen bist und dessen Kopf, Nase und Augen bis zum Nacken mit einem eisernen Haken aufgeschlitzt wurden, pflegte morgens, sobald er sein Haus verließ, solche Lügen zu verbreiten, die sich unter den Menschen weit verbreiteten.
Drittens: Die nackten Männer und Frauen, die du in der Feuergrube gesehen hast, waren ehebrecherische Männer und Frauen.
Viertens: Der Mann, den du in der Quelle schwimmen gesehen hast und dessen Gesicht mit Steinen beworfen wurde, war ein Wucherer.
Fünftens: Der hässliche Mann, den du gesehen hast, wie er das Feuer entzündete und um es herumging, ist Malik, der Wächter der Hölle.
Sechstens: Der hochgewachsene Mann inmitten des Gartens war Ibrahim. Die Kinder um ihn herum waren diejenigen, die im wahren Glauben geboren wurden und starben.
Der Überlieferer des Hadith sagte: Ein Muslim fragte: „O Gesandter Allahs, was wird mit den Kindern der Götzendiener geschehen?“ Der Gesandte Allahs sagte: „Unter ihnen sind auch die Kinder der Götzendiener.“
Siebtens: Die Menschen, die du gesehen hast und deren Körper zur Hälfte hässlich und zur Hälfte schön waren, hatten sich sowohl mit guten als auch mit schlechten Taten beschäftigt. Allah hat ihnen dieses Vergehen vergeben.
Imam al-Buchārī überlieferte diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung heißt es: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Heute Nacht kamen zwei Männer zu mir und brachten mich in ein heiliges Land.“ Danach erwähnte er das oben beschriebene Geschehen. Wir machten uns auf den Weg und gelangten zu einer grubenartigen Vertiefung. Ihr oberer Teil war eng, ihr unterer Teil weit, und darin brannte ein Feuer. Sobald die lodernden Flammen mit großer Gewalt nach oben schlugen, stiegen auch die Menschen darin empor, bis sie beinahe aus der Öffnung der Grube herauskamen. Wenn die Heftigkeit der Flammen nachließ, wurden sie wieder hinabgeschleudert. Alle Männer und Frauen, die sich dort in diesem Zustand befanden, waren nackt.
In der weiteren Überlieferung des Hadith heißt es: Danach gelangten wir zu einer Quelle, die mit Blut gefüllt war. In der Mitte der Quelle stand ein Mann, und am Ufer stand ebenfalls jemand. Vor ihm lagen mehrere Steine. Wann immer der Mann in der Mitte der Quelle nach vorn schwamm und versuchte, aus der Quelle herauszukommen, schlug der Mann am Ufer ihm mit einem Stein ins Gesicht und trieb ihn an seinen Platz zurück. Jedes Mal, wenn er erneut herauszukommen versuchte, schlug jener Mann ihm mit einem Stein ins Gesicht und trieb ihn zurück, sodass er gezwungen war, an seinen Platz zurückzukehren.
Weiter heißt es: Meine beiden Gefährten ließen mich auf einen Baum steigen. Sie führten mich in ein äußerst schönes Haus, ein schöneres Haus hatte ich zuvor noch nie gesehen. Darin sah ich Menschen sowohl jungen als auch alten Alters.
Weiter heißt es: Derjenige, dessen Kopf bis zum Nacken aufgeschnitten wurde, war ein Lügner. Er erzählte Lügen, die weiterverbreitet wurden, und so verbreiteten sie sich über die ganze Welt. Diese Strafe wird bis zum Tag der Auferstehung andauern.
In jener Überlieferung heißt es außerdem: Derjenige, dessen Kopf ich zerschmettert sah, war jemandem begegnet, dem Allah das Erlernen des Qurʾān ermöglicht hatte. Doch er wandte sich davon ab, verbrachte die Nacht nur mit Schlafen und handelte am Tag nicht gemäß den Anweisungen des Qurʾān. Auch er wird auf diese Weise bis zum Tag der Auferstehung bestraft werden.
Das erste Haus, das Sie betreten hatten, ist die Wohnstätte der gewöhnlichen Muʾminūn. Dieses Haus aber ist die Wohnstätte der Märtyrer. Ich bin Ǧibrīl, und dieser hier ist Mīkāʾīl. Heben Sie Ihren Kopf nach oben.“ Ich hob meinen Kopf nach oben und sah über mir etwas, das wie eine Wolke aussah. Beide sagten: „Das ist Ihre Wohnstätte.“ Ich sagte: „Lasst mich doch ein wenig in meine Wohnstätte eintreten.“ Sie sagten: „Ihre Lebenszeit ist noch nicht abgelaufen, und Sie haben sie noch nicht vollendet. Wenn Sie Ihre Lebenszeit vollendet hätten, könnten Sie diesen Palast betreten.“
Imam al-Buchārī überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 8 – Fälle, in denen das Lügen erlaubt ist
Imam an-Nawawi (möge Allah ihm barmherzig sein) sagt: Lügen zu erzählen ist grundsätzlich haram. In manchen Fällen ist es jedoch unter bestimmten Bedingungen erlaubt. In meinem Werk „Kitab al-Adhkar“ habe ich dies ausführlich behandelt. Kurz zusammengefasst gilt: Der Mensch muss sprechen, um ein Ziel zu erreichen. Wenn ein guter Zweck ohne Lüge erreicht werden kann, ist es in diesem Fall haram zu lügen. Wenn er jedoch ohne eine Lüge nicht erreicht werden kann, ist es in diesem Fall erlaubt zu lügen. Wenn der Zweck und das Ziel mubah sind, ist auch die Lüge mubah. Wenn sie jedoch wajib sind, ist auch die Lüge wajib. Wenn sich beispielsweise ein Muslim aus Furcht vor einem mörderischen Unterdrücker bei jemandem versteckt oder aus Angst, sein Vermögen könnte geplündert werden, dieses bei jemand anderem untergebracht hat und der Unterdrücker jemanden nach dessen Aufenthaltsort oder danach fragt, ist es für diese Person wajib zu lügen. Ebenso ist es wajib zu lügen, um eine anvertraute Sache zu verbergen, wenn sie sich bei jemandem befindet und ein Unterdrücker sie an sich nehmen will. In solchen Fällen muss man sich mit bildhafter Ausdrucksweise behelfen. Dabei muss die Aussage mit der richtigen Absicht verbunden sein. In diesem Fall gilt er nicht als Lügner, selbst wenn die Worte ihrem äußeren Anschein nach eine Lüge ausdrücken oder aus der Sicht desjenigen, an den sie gerichtet sind, als Lüge erscheinen. Wenn man in dieser Situation die List vermeidet und direkt lügt, ist dies dennoch nicht haram.
Die Gelehrten führten als Beleg dafür, dass Lügen in diesen Fällen erlaubt ist, einen von Umm Kulthum (möge Allah mit ihr zufrieden sein) überlieferten Hadith an. Dieser Hadith wird hier angeführt: Sie sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagen:
ليس الكتاب الذي يصلحHone بين الناس فيتمي خيراً أو يقول خيرا.
Wer Frieden stiftet, ist kein Lügner, vielmehr fördert er das Gute und spricht Gutes. Den Hadith überlieferten Imam al-Bukhari und Imam Muslim. Imam Muslim erwähnte in seiner Überlieferung diese Worte: Umm Kulthum (möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte: Ich hörte ihn niemals erlauben, dass man sich einer List bedient, außer in drei Fällen: im Krieg, bei der Beilegung von Streitigkeiten zwischen den Menschen und bei den Worten, die ein Ehemann zu seiner Frau und eine Ehefrau zu ihrem Ehemann spricht.
Abschnitt 9 – Welche Aussagen man erst nach Überprüfung ihrer Wahrheit oder Unwahrheit überliefern soll
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَلَا تَقْفُ مَا لَيْسَ لَكَ بِهِ عِلْمٌ.
Der Erhabene Allah sagt:
„Verfolge nicht das, wovon du kein Wissen hast.“ (Sure al-Isra: 36)
وَقَالَ تَعَالَى : مَا يَلْفِظُ مِنْ قَوْلِ إِلا لَدَيْهِ رَقِيبٌ عَتِيدٌ.
„Kein Wort spricht er aus, ohne dass bei ihm ein stets bereiter Beobachter ist, der es aufzeichnet.“ (Sure Qāf: 18)
١٥٤٧ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ كَفَى بِالْمَرْءِ كذبا أن يُحَدِّثَ بِكُلِّ مَا سَمِعَ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1547. Von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) überliefert. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Es genügt, dass ein Mensch als Lügner gilt, wenn er alles weitererzählt, was er hört.“ Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٥٤٨ – وَعَنْ سَمُرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ حَدَّثَ عَنِّي بِحَدِيثِ يَرَى أَنَّهُ كَذَّبٌ فَهُوَ أَحَدُ الْكَاذِبِينَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1548. Von Samura (möge Allah mit ihm zufrieden sein) überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wer in meinem Namen einen erfundenen Hadith überliefert, obwohl er weiß, dass er ihn erfunden hat, gehört zu den Lügnern.“
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٥٤٩ – وَعَنْ أَسْمَاء رَضِيَ اللهُ عَنْهَا أَنْ امْرَأَةً قَالَتْ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنَّ لِي ضَرَّةٌ فَهَلْ عَلَى جُنَاحٌ إِنْ تَشَبِّعْتُ مِنْ زَوْجِي غَيْرَ الَّذِي يُعْطِينِي فَقَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الْمُتَشَبَعُ بما لم يُعط كَلابِسِ تَوْبَى زُورٍ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ الْمُسْبَعُ هُوَ الذي يُظهر الشبعَ وَلَيْسَ بِشَبْعَانَ وَمَعْنَاهُ هُنَا أَنَّهُ يُظْهِرُ أَنَّهُ حَصَلَ لَهُ فَضِيلَةٌ وليست حاصلة. ولابس ثوبى زور أى ذي زُورٍ وَهُوَ الَّذِي يُزَوِّرُ عَلَى النَّاسِ بِأَنْ يتربى يزي أهل الزهد أو العلم أو الثروة لِيَغْتَرَ بِهِ النَّاسُ وَلَيْسَ هُوَ بِتِلْكَ الصَّفَةِ وَقِيلَ غَيْرُ ذَلِكَ وَاللَّهُ أَعْلَمُ.
1549. Überliefert von Asma (möge Allah mit ihr zufrieden sein): Eine Frau sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe eine Nebenfrau. Wenn ich ihr sage: ‚Mein Ehemann hat mir dies gegeben‘, obwohl er es mir nicht gegeben hat, trifft mich dann eine Sünde?“ Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer etwas, das ihm nicht gegeben wurde, als gegeben ausgibt, gleicht demjenigen, der zwei Gewänder der Lüge trägt.“ Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. ‚Al-Mutaschabbih‘ wird eine Person genannt, die sich trotz ihres Hungers als satt und mit Nahrung versorgt ausgibt. Sie möchte den Eindruck erwecken, dass sie Anspruch auf Ehre und Ansehen habe, obwohl dies tatsächlich nicht der Fall ist. Der Ausdruck ‚jemand, der zwei Gewänder der Lüge trägt‘ bedeutet einen Lügner. Gemeint ist damit eine Person, die sich den Menschen gegenüber fälschlich als Gelehrter, Asket und wohlhabender Mensch ausgibt und sie dadurch täuschen will, obwohl sie dies in Wirklichkeit nicht ist. Einige haben dem Ausdruck auch eine andere Bedeutung gegeben.
Abschnitt: 10 – Falsches Zeugnis ist strengstens verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَاجْتَنِبُوا قَوْلَ الزُّور.
Der Erhabene Allah sagt:
„Meidet die falschen Worte.“ (Sure al-Haddsch: 30)
وقال تعالى : وَلَا تَقْفُ مَا لَيْسَ لَكَ بِهِ عِلْمٌ
„Folge nicht dem, worüber du kein Wissen hast.“ (Sure al-Isra: 36)
وَقَالَ تَعَالَى : مَا يَلْفِظُ مِنْ قَوْل إِلا لَدَيْهِ رَقِيبٌ عَتِيدٌ.
„Jede Äußerung, die er von sich gibt, wird von einem stets bereiten Beobachter aufgezeichnet, der bei ihm ist.“ (Sure Qāf: 18)
„Wahrlich, dein Herr ist auf der Lauer.“ (Sure al-Fadschr: 14)
وقَالَ تَعَالَى : إِنَّ رَبَّكَ لَبِالْمِرْصَادِ.وقال تعالى : وَالَّذِينَ لَا يَشْهَدُونَ الزُّورَ
„(Die Diener des Allerbarmers sind jene,) die kein falsches Zeugnis ablegen. Wenn sie auf etwas Nichtssagendes stoßen, gehen sie würdevoll daran vorüber, wie ehrenhafte und edle Menschen.“ (Sure al-Furqān: 72)
١٥٥٠ – وَعَنْ أَبِي بَكْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وسَلَّمَ إِلا أَتَيْتُكُمْ بِاكْبَرِ الْكَبَائِرِ قُلْنَا بَلَى يَا رَسُولَ اللَّهِ قَالَ الْإِشْرَاكَ بِاللَّهِ وَعُقُوقُ الوَالِدَيْنِ وَكَانَ مُتَكَنَّا فَجَلَسَ فَقَالَ إِلَّا وَقَوْلُ الزَّوْرِ فَمَا زَالَ يُكَبِّرُهَا حتَّى قُلْنَا لَيْتَهُ سَكَتَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1550. Überliefert von Abū Bakra (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Soll ich euch nicht darüber informieren, was die größten Sünden sind?“ Wir sagten: „Doch, o Gesandter Allahs.“ Er sagte: „Allah etwas beizugesellen und die Eltern zu verletzen.“ Dabei hatte er sich angelehnt. Dann setzte er sich aufrecht hin und sagte: „Gebt acht! Und auch die falsche Rede.“ Dies wiederholte er fortwährend, bis wir sagten: „Ach, wenn er jetzt nur schweigen würde!“
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt 11 – Das Verfluchen einer bestimmten Person oder eines bestimmten Tieres ist verboten
١٥٥١ – عَنْ أَبِي زَيْدِ بْنِ ثَابِتِ بْنِ الصِّحاكِ الْأَنْصَارِيِّ وَهُوَ مِنْ أَهْلِ بَيْعَةِ الرضوان قالَ قَالَ رَسُولُ الله صلى الله عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ خَلْفَ عَلَى يَمِين بملة غير الاسلام كَاذِبًا مُتَعَمِّداً فَهُوَ كَمَا قَالَ وَمَنْ قَتَلَ نَفْسَهُ بِشَيْءٍ عَذِّبَ بِهِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَلَيْسَ عَلَى رَجُلٍ نَذَرَ فِيمَا لَا يَمْلِكُهُ وَلَعْنُ الْمُؤْمِنِ كَقَتْلِهِ متفق عَلَيْهِ.
1551. Überliefert von Abū Zaid Thābit ibn ad-Dahhāk al-Ansārī (Allah sei mit ihm zufrieden). Er nahm an dem großen Treueid namens Baiʿat ar-Ridwān teil. Er berichtet: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer absichtlich bei einer anderen Gemeinschaft oder Religion als dem Islam schwört – indem er sagt, wenn er dies tue, sei er ein Jude oder ein Christ –, der ist eben das. Wer sich mit einer Sache selbst das Leben nimmt, wird am Tag der Auferstehung mit eben dieser Sache gequält werden. Für eine Sache, die ein Mensch nicht besitzt, kann er kein Gelübde ablegen. Einen gläubigen Menschen zu verfluchen ist gleichbedeutend damit, ihn zu töten.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٥٢ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا يَنْبَغِي لِصِدِّيقَ أَنْ يَكُونَ لَعَانَا – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1552. Überliefert von Abū Huraira (Allah sei mit ihm zufrieden). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Für einen wahrhaftigen Gläubigen ziemt es sich nicht, übermäßig zu verfluchen.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٥٥٣ – وَعَنْ أَبِي الدَّرْدَاء رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا يَكُونُ اللَّعَانُونَ شُفَعَاءَ وَلَا شُهَدَاءَ يَوْمَ الْقِيَامَةِ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1553. Überliefert von Abū ad-Dardāʾ (Allah sei mit ihm zufrieden). Er berichtet: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Diejenigen, die übermäßig verfluchen, werden am Tag der Auferstehung weder Fürsprecher sein noch Zeugen sein können.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٥٥٤ – وَعَنْ سَمُرَةَ بْنِ جُنْدَبٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَلاعَتُوا بلعنة الله ولا يغضبه ولا بالنَّارِ. رواه أبو داود والترْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ.
1554. Überliefert von Samura ibn Dschundub (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Verflucht einander nicht mit Allahs Fluch, Seinem Zorn oder der Hölle.“
Imam Abu Dawud und Imam at-Tirmidhi überlieferten diesen Hadith. Imam at-Tirmidhi sagte: „Dieser Hadith ist hasan und sahih.“
١٥٥٥ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُوْلُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَيْسَ الْمُؤْمِنُ بِالطَّعانِ وَلا اللعانِ وَلَا الْفَاحِشِ وَلَا الْبَدِي رَوَاهُ التَّرْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1555. Überliefert von Abdullah ibn Masʿud (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Der Gläubige kann niemals jemand sein, der spottet, verflucht, obszöne Worte gebraucht oder sich schlecht benimmt.“ Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und sagte: „Es ist ein hasan-Hadith.“
١٥٥٦ – وَعَنْ أبي الدرداء رضى اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِنَّ الْعَبْدَ إِذ لَعَنَ شَيْئًا صعدت اللعْنَةُ إِلى السَّمَاء فَتُغْلَقُ أَبْوَابُ السَّمَاءِ دُونَهَا ثُمَّ تَهْبِطُ إِلَى الْأَرْضِ فَتُغْلَقُ أَبْوَابُهَا دُونَهَا ثُمَّ تَأْخُذُ يَمِينًا وَشِمَالاً فَإِذا لم تَجِدُ مَسَاعًا رَجَعَتْ إِلى الذي لُعِنَ فَإِنْ كَانَ أَهْلاً لِذلِكَ وَالا رَجَعَتْ إِلَى قَائِلِهَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1556. Überliefert von Abu ad-Darda (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wenn ein Diener etwas verflucht, steigt der Fluch zum Himmel empor. Doch das Tor des Himmels wird sogleich vor ihm verschlossen. Dann kehrt er zur Erde zurück, aber auch deren Tore werden sogleich vor ihm verschlossen. So irrt er wieder nach rechts und links umher. Findet er auch dort keinen Platz, kehrt er zu demjenigen zurück, der verflucht wurde. Ist dieser des Fluches würdig, fällt der Fluch auf ihn; andernfalls kehrt er zu demjenigen zurück, der ihn ausgesprochen hat.“ Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith.
١٥٥٧ – وَعَنْ عِمْرَانَ بْنِ الْحُصَيْنِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ بَيْنَمَا رَسُولُ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي بَعْضِ أَسْفَارِهِ وَامْرَأَةٌ مِّنَ الْأَنْصَارِ عَلَى نَاقَةٍ فَضْحِرَتْ فَلَعَنَتَها فَسَمِعَ ذَلِكَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ خُذُوا مَا عَلَيْهَا وَدَعُوهَا فَإِنَّهَا مَلْعُوْنَةٌ قَالَ عِمْرَانَ فَكَانِي أَرَاهَا الْآنَ تَمْشِي فِي النَّاسِ مَا يَعْرِضُ لَهَا أَحَدٌ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1557. Überliefert von ʿImrān ibn al-Husain (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, befand sich auf einer Reise, und wir waren bei ihm. Eine Frau aus den Ansār trieb ihr Kamel mit großer Geschwindigkeit an und verfluchte es. Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, dies hörte, sagte er: „Nehmt das Gepäck vom Rücken des Kamels und lasst es frei laufen, denn es ist nun verflucht.“ ʿImrān (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Ich sehe das Kamel noch immer vor mir. Es bewegte sich unter den Menschen umher, doch niemand schenkte ihm Beachtung.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٥٥٨ – وَعَنْ أَبِي بَرْزَةً نَضْلَةَ بْنِ عُبَيْدِ الْأَسْلَمِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ بَيْنَمَا جَارِيَةٌ عَلَى نَاقَةٍ عَلَيْهَا بَعْضُ مَتَاعِ الْقَوْمِ إِذْ بَصُرَتْ بِالنَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وتضايق بهِمُ الْجَبَلُ فَقَالَتْ حَلَّ اللهُمُ الْعَنْهَا فَقَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تُصَاحِبْنَا نَاقَةٌ عَلَيْهَا لَعْنَةٌ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1558. Überliefert von Abū Barza Nadla ibn ʿUbaid al-Aslamī (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: Einst reiste eine junge Frau auf dem Rücken eines Kamels. Auf dem Rücken des Kamels befand sich auch etwas Gepäck der Leute. Plötzlich erblickte die junge Frau den Propheten, Allahs Segen und Friede seien auf ihm. Der Bergweg wurde für die Mitglieder der Gruppe eng. Die junge Frau sagte, während sie das Kamel antrieb: „O Allah, verfluche es!“ Als der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, dies hörte, sagte er: „Ein verfluchtes Kamel kann uns nicht begleiten.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. Imam an-Nawawī (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Es scheint schwierig zu sein, die Bedeutung dieses Hadiths zu verstehen, doch in Wirklichkeit ist es nicht so. Aus dem Hadith ergibt sich in Bezug auf das Kamel nur ein einziges Verbot. Dabei geht es darum, dass es uns begleiten darf. Außerhalb der Nähe des Propheten, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, darf es verkauft, geschlachtet und geritten werden; durch diesen Hadith wird diesbezüglich kein Verbot auferlegt. Vielmehr besteht kein Verbot, es neben diesen Tätigkeiten auch für andere Zwecke zu verwenden. Denn all diese Handlungen sind erlaubt. Verboten wurde lediglich, bestimmte Dinge zu tun.“
Abschnitt 12 – Die Verfluchung von Übeltätern, ohne ihre Namen ausdrücklich zu nennen, ist zulässig
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَمَنْ أَظْلَمُ مِمَّنِ افْتَرَى عَلَى اللَّهِ كَذِبًا أَوْلَئِكَ يُعْرَضُونَ عَلَى ربِّهِمْ وَيَقُولُ الْأَشْهَادُ هُؤلاء الَّذِينَ كَذَبُوا عَلَى رَبِّهِمْ أَلَا لَعْنَةُ اللَّهِ عَلَى الظَّالِمِينَ.
Der Erhabene Allah sagt:
„Wer ist ungerechter als derjenige, der eine Lüge über Allah erfindet? Diese Menschen werden ihrem Herrn vorgeführt werden, und die Zeugen werden bezeugen: Diese sind es, die ihrem Herrn Lügen zugeschrieben haben. Wahrlich, Allahs Fluch liegt auf den Ungerechten.“ (Sure Hūd: 18)
وقال تعالى : ونادى أصْحَبُ الْجَنَّةِ أصْحَب النَّارِ أَنْ قَدْ وَجَدْنَا مَا وَعَدَنَا رَبُّنَا حَقًّا فَهَلْ وَجَدْتُمُ ما وَعَدَ رَبُّكُمْ حَقًّا قَالُوا نَعَمُ فَاذْنَ مُؤَذِنَّ بَيْنَهُمْ أَنْ لَعْنَةُ اللَّهِ على الظالمين.
„Die Bewohner des Paradieses werden den Bewohnern der Hölle zurufen: Wir haben die Verheißungen, die unser Herr uns gegeben hat, wahrhaftig erfüllt vorgefunden. Habt ihr auch die Verheißungen, die euer Herr euch gegeben hat, wahrhaftig erfüllt vorgefunden? Sie werden sagen: Ja. Dann wird ein Ausrufer unter ihnen ausrufen: Allahs Fluch liegt auf den Ungerechten.“ (Sure al-Aʿrāf: 88)
Imam an-Nawawī (Allah erbarme sich seiner) sagt: Aus den authentischen Hadithen geht hervor, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verfluchend gesagt hat: „Allahs Fluch liegt auf den Frauen, die Haarteile anbringen, um ihr Haar zu verlängern, und auf denen, die dies für sie tun.“ Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte ferner: Allah hat die Zinsnehmer verflucht. Er (der Prophet) hat diejenigen verflucht, die Abbildungen von Lebewesen anfertigen. Er sagte: „Allahs Fluch liegt auf denen, die die Grenzen eines Grundstücks unrechtmäßig verändern.“ Allah hat all jene verflucht, die ein Ei stehlen, ihren eigenen Eltern Leid zufügen oder sie verfluchen und die im Namen von etwas anderem als Allah schlachten. Er sagt: Allah, Seine Engel und alle Menschen verfluchen denjenigen, der in al-Madīna al-Munawwara eine Handlung einführt, die der Scharia widerspricht, sowie denjenigen, der einem Menschen Zuflucht gewährt, der eine bidʿa begeht. Er hat folgendes Bittgebet gegen sie gesprochen: O Allah, verfluche die Stämme Raʿl, Dhakwān und ʿUsayya! Denn sie haben sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt. Raʿl, Dhakwān und ʿUsayya sind die Namen dreier arabischer Stämme. Er sagte: Allah, der Erhabene, hat die Juden verflucht, weil sie die Gräber ihrer Propheten zu Orten der Niederwerfung gemacht haben. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) hat Männer, die sich wie Frauen kleiden, und Frauen, die sich wie Männer kleiden, verflucht. All dies ist in den authentischen Hadithen überliefert. Ein Teil davon ist in Sahih al-Buchārī, ein Teil in Sahih Muslim und ein Teil in beiden Werken überliefert. Hier habe ich lediglich kurz darauf hingewiesen.
Kapitel: 13 – Das unrechtmäßige Beschimpfen eines Muslims ist verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَالَّذِينَ يُؤْذُونَ الْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ بِغَيْرِ مَا اكْتَسَبُوا فَقَدِ احْتَمَلُوا بُهْتَانًا وَإِثْمًا مُّبِينًا.
Allah, der Erhabene, sagt:
„Diejenigen, die gläubigen Männern und gläubigen Frauen ohne Grund Leid zufügen, laden eine gewaltige Lüge und eine offenkundige Sünde auf sich.“ (Sure al-Ahzāb: 58)
١٥٥٩ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ سَبَابُ الْمُسْلِمِ فَسُوقَ وَقِتَالُهُ كُفْرٌ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1559. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Das Beschimpfen der Muslime ist Frevel, und der Kampf gegen sie ist Unglaube.
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٦٠ – وَعَنْ أَبِي ذَرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ لَا يَرْمِي رَجُلٌ رَجُلاً بِالْفِسْقِ أَوِ الْكُفْرِ إِلَّا ارْتَدَّتْ عَلَيْهِ إِنْ لَمْ يَكُنْ صَاحِبُهُ كَذَلِكَ رَوَاهُ الْبُخَارِي.
1560. Überliefert von Abū Dharr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagen: Niemand soll einen anderen Menschen als Frevler oder Ungläubigen bezeichnen. Denn wenn dieser tatsächlich nicht so ist, fällt diese Anschuldigung auf ihn selbst zurück.
Imām al-Buchārī überlieferte diesen Hadith.
١٥٦١ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الْمُتَسَابَانِ مَا قَالاً فَعَلَى الْبَادِى مِنْهُمَا حَتَّى يَعْتَدِي الْمَظْلُومُ رواه مسلم.
1561. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Von denjenigen, die einander beleidigen, ist derjenige schuldig, der zuerst beleidigt hat, sofern der Beleidigte (das heißt derjenige, der zuerst beleidigt wurde) keine Übertretung begeht.
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٥٦٢ – وَعَنْهُ قَالَ أَتِي النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بِرَجُلٍ قَدْ شَرِبَ قَالَ اضْرِبُوهُ قال أبو هريرة قمنا الضارب بيده والضارب بنقله والضارب بشويه فلما انصرف قَالَ بَعْضُ الْقَوْمِ اخْزَاكَ اللهُ قَالَ لَا تَقُولُوا هَذَا لَا تُعِينُوا عَلَيْهِ الشَّيْطَانَ – رَوَاهُ الْبُخَارِي.
1562. Von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er berichtet: Ein Mann wurde zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, gebracht, weil er Wein getrunken hatte. Er sagte: „Schlagt ihn.“ Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet: Einige von uns schlugen ihn mit der Hand, andere mit dem Schuh und wieder andere mit dem Kleidungsstück. Als er sich von dort entfernte, sagte ein Mann: „Allah möge dich erniedrigen.“ Als er dies hörte, sagte er: „Sagt so etwas nicht. Helft dem Satan nicht gegen ihn.“
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
١٥٦٣ – وَعَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنْ قَذَفَ الا أن يكُونَ كَمَا قَالَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. مَمْلُوكَهُ بِالزِّنَا يُقَامُ عَلَيْهِ الْحَدُّ يَوْمَ الْقِيَامَةِ الا
1563. Von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er berichtet: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagen: Wenn jemand seine Sklavin des Ehebruchs beschuldigt, wird am Tag der Auferstehung die Hadd-Strafe gegen ihn vollstreckt. Etwas anderes gilt jedoch, wenn die Sklavin tatsächlich so ist.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt: 14 – Es ist verboten, einen Verstorbenen ungerechtfertigt oder ohne einen schariagemäßen Grund zu beschimpfen
Imam an-Nawawi (möge Allah ihm barmherzig sein) sagt: Man muss sich davor hüten, die von einem Verstorbenen begangenen schlechten Taten, ketzerischen Handlungen und dergleichen für erlaubt zu halten und sich daran zu beteiligen. Diesbezüglich wurden bereits zuvor Verse aus dem Koran und Hadithe erwähnt.
١٥٦٤ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وسلمَ لا تَسبُوا الْأَمْوَاتِ فَإِنَّهُمْ قَدْ أَفْضَوْا إِلَى مَا قَدَّمُوا رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ
1564. Überliefert von ʿĀischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sagte: „Beschimpft die Verstorbenen nicht, denn sie sind nun an den Ort gelangt, an dem sie die Folgen dessen erhalten, was sie getan haben.“
Imam al-Buchārī überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 15 – Das Zufügen von Leid ist verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَالَّذِينَ يُؤْذُونَ الْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ بِغَيْرِ مَا اكْتَسَبُوا فَقَدِ احْتَمَلُوا بُهْتَانًا وَإِثْمًا مُّبِينًا.
Der Erhabene Allah sagt:
„Diejenigen, die gläubigen Männern und gläubigen Frauen ohne begangenes Unrecht Leid zufügen, laden eine gewaltige Lüge und eine offenkundige Sünde auf sich.“ (Sure al-Aḥzāb: 58)
١٥٦٥ – وَعَنْ عَبْدِ اللهِ بْنِ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الْمُسْلِمُ مَنْ سَلِمَ الْمُسْلِمُونَ مِنْ لِسَانِهِ وَبَدِهِ وَالْمُهَاجِرُ مَنْ هَجَرَ مَا نَهَى اللَّهُ عَنْهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1565. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿAmr ibn al-ʿĀṣ (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Ein wahrer Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die anderen Muslime sicher sind. Und ein wahrer Auswanderer (Muhādschir) ist derjenige, der die von Allah verbotenen Handlungen aufgegeben hat.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٦٦ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ أَحَبُّ أَنْ يُزَحْزَحَعَنِ النَّارِ وَيُدْخَلَ الْجَنَّةَ فَلْتَأْتِهِ مَنِيتُهُ وَهُوَ يُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ وَلْيَأْتِ إِلَى الناس الذي يُحِبُّ أَن يُؤْتَى اللَيْهِ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1566. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿAmr ibn al-ʿĀṣ (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer davon befreit werden und ins Paradies eintreten möchte, der soll im Glauben an Allah und das Jenseits sterben und die Menschen so behandeln, wie er selbst von anderen behandelt werden möchte.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 16 – Das gegenseitige Hegen von Hass und Feindseligkeit, das Meiden von Begegnungen und der Abbruch von Beziehungen sind verboten
قالَ اللهُ تَعَالَى : إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ فَأَصْلِحُوا بَيْنَ أَخَوَيْكُمْ وَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تُرْحَمُونَ.
Der erhabene Allah sagt
„Die Gläubigen sind doch Brüder. Darum bringt die Beziehungen zwischen euren Brüdern wieder in Ordnung und fürchtet Allah, auf dass euch Barmherzigkeit erwiesen werde.“ (Sure al-Hudschurāt: 10)
وقال تعالى : بَأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا مَنْ يُرْتَدَّ مِنْكُمْ عَنْ دِينِهِ فَسَوْفَ يَأْتِيَ اللَّهُ يقوم يُحِبُّهُمْ وَيُحِبُّونَه أَذلَّةٍ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ أَعِزَّةٍ عَلَى الْكَافِرِينَ يُجَاهِدُونَ في سَبِيلِ اللهِ وَلَا يَخَافُونَ لَوْمَةَ لائِم ذَلِكَ فَضْلُ اللَّهِ يُؤْتِيهِ مَنْ يُشَاءُ وَاللَّهُ واسع عليم.
„O ihr, die ihr glaubt! Wenn jemand von euch sich von seiner Religion abwendet, dann wird Allah andere Menschen hervorbringen, die Er liebt und die Ihn lieben. Sie werden den Gläubigen gegenüber demütig und bescheiden sein, den Ungläubigen gegenüber jedoch äußerst hart und streng. Sie werden sich auf Allahs Weg bemühen und kämpfen und den Tadel keines Tadlers fürchten. Dies ist Allahs besondere Gunst; Er gewährt sie, wem Er will. Und Allah ist der Besitzer gewaltiger Fülle. Er ist allwissend.“ (Sure al-Māʾida: 54)
وقال تعالى : مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللهِ وَالَّذِينَ مَعَهُ أَشِدَّاءُ عَلَى الْكُفَّارِ رُحَمَاءُ بَيْنَهُمْ تَرَاهُم رَكعًا سُجَّدًا يَبْتَغُونَ فَضْلًا مِّنَ اللَّهِ وَرِضْوَانًا.
„Muhammad ist Allahs Gesandter, und diejenigen, die mit ihm sind, sind den Ungläubigen gegenüber äußerst hart, untereinander jedoch von vollkommener Barmherzigkeit. Du wirst sie sich in Verbeugung und Niederwerfung befinden sehen, während sie Allahs Gunst und Sein Wohlgefallen suchen.“ (Sure al-Fatḥ: 29)
١٥٦٧ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا تَبَاغَضُوا وَلَا تَحَاسَدُوا ولا تَدَابَرُوا ولا تقاطعوا وَكُونُوا عِبَادَ اللهُ اخْوَانًا وَلا يَحِلُّ لِمُسْلِمِ أَن يُهْجَرَ أَخَاهُ فَوْقَ ثَلَاثَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1567. Überliefert von Anas (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Hegt untereinander weder Neid, Groll noch Feindschaft, meidet einander nicht und brecht nicht die Beziehungen zueinander ab. O Diener Allahs, seid Brüder! Für keinen Muslim ist es erlaubt, die Beziehungen zu seinem muslimischen Bruder länger als drei Tage abzubrechen. [Anmerkung: 1. Der berühmte Hadith-Gelehrte al-Ḥāfiẓ Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalānī (Allah erbarme sich seiner) führt bei der Erläuterung des Satzes ‚O Diener Allahs, seid Brüder!‘ ein Zitat des Gelehrten Imām al-Qurṭubī an. Das bedeutet: ‚Seid in Barmherzigkeit und Mitgefühl, in Leid und Not, in Sorge und Kummer, in Liebe und Zuneigung, in Hilfe und Unterstützung und dergleichen miteinander verbunden wie leibliche Brüder. Diese Brüderlichkeit kann nur dann verwirklicht werden, wenn alles vermieden wird, was die Beziehungen zerstören könnte. Andernfalls entsteht anstelle der Brüderlichkeit Feindschaft. Dann werden auch die Früchte der Brüderlichkeit und der gute Charakter zerstört.‘]
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٦٨ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ تُفتح أبواب الْجَنَّةِ يَوْمَ الاثنين وَيَوْمَ الْخَمِيسِ فَيُغْفَرُ لِكُلِّ عَبْدِ لَا يُشْرِكُ بالله شَيْئًا إِلا رَجُلاً كَانَتْ بَيْنَهُ وَبَيْنَ أخيه شَحْنَاءُ فَيُقَالُ انْظُرُوا هَدَيْنِ حَتَّى يصطلحا انظُرُوا هَذَيْنِ حَتَّى يَصْطلحا . رَوَاهُ مُسْلِمٌ، وَفِي رِوَايَةٍ لَهُ تُعْرَضُ الْأَعْمَالُ فِي كُلِّ يَوْمٍ خَمِيشَ وَاثْنَيْنِ وَذَكَرَ نَحْوَهُ.
1568. Überliefert von Abū Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Allahs Gesandter (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Jeden Montag und Donnerstag werden die Tore des Paradieses geöffnet. Allah vergibt jedem, der Ihm nichts beigesellt. Über denjenigen jedoch, zwischen dem und seinem muslimischen Bruder Feindschaft besteht, wird gesagt: ‚Gewährt diesen beiden Aufschub, damit sie ihre Beziehung zueinander in Ordnung bringen können; gewährt diesen beiden Aufschub, damit sie ihre Beziehung zueinander in Ordnung bringen können.‘“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von ihm heißt es: Jeden Montag und Donnerstag werden die Taten der Diener vorgelegt. Der übrige Teil des Hadiths wurde oben erwähnt. Er entspricht dem betreffenden Abschnitt.
Kapitel 17 – Neid ist verboten
Neid bedeutet, den Untergang einer Gabe zu wünschen, die Allah einem Menschen verliehen hat. Dabei kann es sich sowohl um eine weltliche als auch um eine religiöse Gabe handeln.
قَالَ اللهُ تَعَالَى : أَمْ يَحْسُدُونَ النَّاسَ عَلَى مَا أَتَاهُمُ اللَّهُ مِنْ فَضْلِهِ ، فَقَدْ أَتَيْنَا ال إبراهيم الكتب وَالْحِكْمَةَ وَأَتَيْتُهُمْ مُلْكًا عَظِيمًا.
Der Erhabene Allah spricht:
„Oder beneiden sie andere Menschen nur deshalb, weil Allah ihnen eine besondere Gunst erwiesen hat? Wenn dem so ist, sollen sie wissen, dass Wir den Nachkommen Abrahams das Buch und die Weisheit gegeben und ihnen eine gewaltige Herrschaft verliehen haben.“ (Sure an-Nisāʾ: 54)
١٥٦٩ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ اياكُمْ وَالْحَسَدَ فَإِنَّ الْحَسَدَ يَأْكُلُ الْحَسَنَاتِ كَمَا تَأْكُلُ النَّارُ الْحَطِبَ أَوْ قَالَ العشب رواه أبو داود.
1569. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Hütet euch vor Neid! Denn Neid zerstört die guten Eigenschaften des Menschen ebenso, wie Feuer trockenes Holz oder Gras verbrennt.“
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 18 – Das Suchen nach den Fehlern anderer und das heimliche Belauschen von Gesprächen sind verboten
قَالَ اللَّهُ تَعَالَى : وَلَا تَجَسَّسُوا
Allah, der Erhabene, sagt:
„Sucht nicht nach den Fehlern der anderen.“ (Sure al-Hudschurāt: 12)
وقال تعالى : وَالَّذِينَ يُؤْذُونَ الْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ بِغَيْرِ مَا اكْتَسَبُوا فَقَدِ احْتَمَلُوا بُهْتَانًا وَأَثْمًا مُّبِينًا.
„Diejenigen, die gläubige Männer und gläubige Frauen ohne Grund kränken, laden eine gewaltige Lüge und eine offenkundige Sünde auf sich.“ (Sure al-Ahzāb: 58).
١٥٧٠ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِيَّاكُمْ وَالظَّنِّ فَإِنَّ الظَّن اكذبُ الْحَدِيثِ وَلَا تَحَسَّسُوا وَلَا تَجَسَّسُوا وَلَا تَنَافَسُوا وَلا تَحَاسَدُوا وَلا تَبَاغَضُوا وَلا تَدابَرُوا وَكُونُوا عِبَادَ اللهِ اخْوَانًا كَمَا أمَرَكُمُ الْمُسْلِمُ أخو المسلم لا يَظْلِمُهُ ولا يخذله ولا يحقره التقوى ههنا التقوى ههنا ويُشير إلى صدره بحسب امرئ من الشَّرِّ أَنْ يُحْفِرَ أَخَاهُ الْمُسْلِمَ كُلُّ الْمُسْلِمِ عَلَى الْمُسْلِمِ حَرَامٌ دَمُهُ وَعِرْضُهُ وَمَالُهُ إِنَّ اللَّهَ لَا يَنْظُرُ إِلَى أَجْسَادِكُمْ ولا إلى صُورِكُمْ وَلَكِن يُنظرُ إِلى قُلُوبِكُمْ وَأَعْمَالِكُمْ وَفِي رِوَايَةٍ لَا تَحَاسَدُوا وَلَا تَبَاغَضُوا وَلَا تَجَسَّسُوا وَلَا تَحَسَّسُوا وَلَا تَنَاجَسُوا وَكُونُوا عِبَادَ الله اخْوَانًا. وفي روايةٍ لا تَقَاطَعُوا وَلَا تَدَابَرُوا وَلَا تَبَاغَضُوا وَلَا تَحَاسَدُوا وَكُونُوا عِبَادَ اللَّهِ اخوانا . وفي روايةٍ لا تَهَاجَرُوا وَلَا يَبعُ بَعْضُكُمْ عَلَى بَيْعِ بَعْضٍ رَوَاهُ مُسْلِمٌ بكل هذه الرِّوَايَاتِ وَرَوَى الْبُخَارِيُّ اكْثَرُهَا .
1570. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: Hütet euch davor, unbegründete Vermutungen anzustellen. Denn unbegründete Vermutungen sind die verlogenste Rede. Sucht nicht nach den Fehlern der Menschen und forscht nicht gegenseitig nach ihren Mängeln. Treibt keinen Wettbewerb und beneidet einander nicht; brecht die Verbindung zueinander nicht ab. O Diener Allahs, seid Brüder miteinander, wie Er es euch befohlen hat. Ein Muslim ist der Bruder eines Muslims. Er darf ihm weder Unrecht zufügen noch ihn erniedrigen oder verachten. Die Gottesfurcht ist hier. Dabei deutete er auf seine Brust. Für die Schlechtigkeit eines Menschen genügt es, dass er seinen muslimischen Bruder verachtet oder hasst. Das Blut, die Ehre und das Vermögen eines jeden Muslims sind für jeden anderen Muslim unantastbar. Allah schaut nicht auf eure Körper und eure Gesichter, sondern auf eure Herzen und eure Taten.
In einer anderen Überlieferung heißt es: Hegt keinen Neid und keine Feindschaft gegeneinander, forscht nicht nach den verborgenen Fehlern anderer, sucht nicht nach ihren Mängeln und überbietet einander beim Handel nicht. O Diener Allahs, seid Brüder miteinander. In einer anderen Überlieferung heißt es: Brecht die Verbindung zueinander nicht ab, hört nicht auf, euch umeinander zu kümmern, und hegt weder Neid noch Feindschaft. O Diener Allahs, werdet miteinander zu Brüdern. In einer weiteren Überlieferung heißt es: Verlasst einander nicht. Keiner soll über den Kauf oder Verkauf eines anderen hinweg selbst einen Kauf oder Verkauf tätigen. [Anmerkung: 1. Das ursprüngliche Wort lautet „Tanāǧuš“. Es bedeutet, dass jemand den Preis für eine Ware bietet und ein anderer sein Gebot überbietet; dass man als Komplize des Verkäufers als angeblicher Käufer auftritt, vor dem tatsächlichen Käufer den Preis der Ware hochtreibt, oder die Ware des Verkäufers übermäßig lobt, um sie dem Käufer schmackhaft zu machen, und Ähnliches. All dies ist im Kauf- und Verkaufsgeschäft verboten.]
Imam Muslim hat die genannten Überlieferungen zusammengetragen, und Imam al-Buchari hat den größten Teil davon in seine Sammlung aufgenommen.
١٥٧١ – وَعَنْ مُعَاوِيَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِنَّكَ إِنِ اتَّبَعْتَ عَوْرَاتِ الْمُسْلِمِينَ أَفْسَدْتَهُمْ أَوْ كُنْتَ أَنْ تُفْسِدَهُمْ حديث صحيح رواه أبو داود بإسناد صحيح .
1571. Überliefert von Muʿawiya (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagen: Wenn du dich daranmachst, nach den Fehlern der Muslime zu suchen, wirst du sie verderben oder sie beinahe ins Verderben stürzen.
Dies ist ein sahih-Hadith. Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer sahih-Überlieferungskette.
١٥٧٢ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّهُ أَتِي بِرَجُلٍ فَقِيلَ لَهُ هُذَا فُلَانٌ تقطرُ لِحْيَتُهُ خَمْرًا فَقَالَ إِنَّا قَدْ نُهِينَا عَنِ النَّجَسِ وَلَكِنْ إِنْ يُظْهَرْ لَنَا شَيْ نَأْخُذْ بِهِ – حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِإِسْنَادِ عَلَى شَرْطِ الْبُخَارِي وَمُسْلِمٍ
1572. Überliefert von ʿAbdullah ibn Masʿud (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Ein Mann wurde zu ihm gebracht. Man sagte: Das ist der und der; aus seinem Bart tropft Wein (man riecht den Geruch). ʿAbdullah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Uns wurde verboten, nach den Fehlern der Menschen zu suchen. Wenn jedoch etwas Derartiges vor uns offenkundig wird, dürfen wir ihn aufgrund dessen zur Rechenschaft ziehen.
Der Hadith ist hasan und sahih. Imam Abu Dawud überlieferte ihn mit einer Überlieferungskette, die den von Imam al-Buchari und Imam Muslim festgelegten Bedingungen entspricht.
Abschnitt: 19 – Es ist verboten, gegenüber einem Muslim ohne Grund schlechte Vermutungen zu hegen
قَالَ اللهُ تَعَالَى: بَايُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اجْتَنِبُوا كَثِيرًا مِنَ الظَّنِّ إِنَّ بَعْضَ الظَّنِّ إِثْمٌ.
Allah, der Erhabene, sagt:
„O ihr Gläubigen! Hütet euch vor allzu vielen Vermutungen. Denn manche Vermutungen führen zur Sünde.“ (Sure al-Hudschurāt: 12)
١٥٧٣ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِيَّاكُمْ وَالظَّنِّ فَإِنَّ الظَّنِّ اكذبُ الْحَدِيثِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1573. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Hütet euch! Haltet euch von Vermutungen und Annahmen fern. Denn Vermutungen und Annahmen sind die größte Lüge.
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt: 20 – Es ist verboten, Muslime zu verachten
قالَ اللهُ تَعَالَى : يَأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا يَسْخَرُ قَوْمٌ مِنْ قَوْمٍ عَسَى أَنْ يكُونُوا خَيْرًا مِنْهُمْ وَلَا نِسَاءٌ مِنْ نِسَاءٍ عَسَى أَنْ يُكُنَّ خَيْرًا مِنْهُنَّ وَلَا تَلْمِزُوا انفُسَكُمْ وَلَا تَنَابَزُوا بِالْأَلْقَابِ بِئْسَ الْاسْمُ الْفُسُوقُ بَعْدَ الْإِيْمَانِ وَمَنْ لَمْ يَتُبْ فَأُولَئِكَ هُمُ الظَّالِمُونَ.
Der erhabene Allah sagt:
„O ihr Gläubigen! Die Männer sollen nicht über andere Männer spotten; vielleicht sind jene, über die gespottet wird, besser als sie. Und die Frauen sollen nicht über andere Frauen spotten; vielleicht sind jene, über die gespottet wird, besser als sie. Verleumdet einander nicht und ruft einander nicht mit beleidigenden Beinamen. Nach dem Glauben sündhaft zu handeln, ist äußerst schlimm. Diejenigen, die von einem solchen Verhalten nicht umkehren und davon ablassen, sind die Ungerechten.“ (Sure al-Hudschurāt: 11)
وقَالَ تَعَالَى : وَيْلٌ لِكُلِّ هُمَزَةٍ أَمَزَةٍ.
„Verderben sei jedem, der die Menschen offen beschimpft und hinter ihrem Rücken ihre Fehler verbreitet.“ (Sure al-Humaza: 1)
١٥٧٤ وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ بِحَسْبِ امْرِئٍ مِنَ الشَّرِّ أَنْ يُحْفِرَ أَخَاهُ الْمُسْلِمَ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1574. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Für die Schlechtigkeit eines Menschen genügt es, dass er seinen muslimischen Bruder verachtet.
Imām Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٥٧٥ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا يَدْخُلُ الْجَنَّةَ مَنْ كَانَ فِي قَلْبِهِ مِثْقَالَ ذَرَّةٍ مِنْ كَبْرِ فَقَالَ رَجُلٌ إِنَّ الرَّجُلَ يُحِبُّ أن يكونَ ثَوْبُهُ حَسَنًا وَنَعْلَهُ حَسَنَةً فَقَالَ إِنَّ اللَّهَ جَمِيلٌ يُحِبُّ الْجَمَالَ الْكَبْرُ بطرُ الْحَقِّ وَغَمْطُ النَّاسِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1575. Überliefert von ʿAbdullah ibn Masʿud (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wer auch nur das Gewicht eines Stäubchens Hochmut in seinem Herzen trägt, wird nicht ins Paradies eintreten. Ein Mann sagte: Ein Mensch liebt es, dass seine Kleidung, Schuhe und dergleichen schön sind. Er sagte: Wahrlich, Allah ist schön und Er liebt die Schönheit. Hochmut bedeutet, die Wahrheit zurückzuweisen und die Menschen geringzuschätzen.
Diesen Hadith überlieferte Imam Muslim.
١٥٧٦ – وَعَنْ جُنْدَبِ بْنِ عَبْدِ اللهِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ رَجُلٌ وَاللهِ لَا يَغْفِرُ لِفُلانٍ فَقَالَ اللَّهُ عَزَّ وَجَلٌ مَنْ ذَا الَّذِي يتالى على أن لا أغْفِرَ لِفُلان إِنِّي قَدْ غَفَرْتُ لَهُ وَأَحْبَطْتُ عَمَلَكَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1576. Überliefert von Jundub ibn ʿAbdullah (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Ein Mann sagte: Bei Allah, Allah wird den und den Menschen gewiss nicht vergeben. Daraufhin sagte der Erhabene Allah: Wer ist es, der bei Meinem Namen schwört und sagt, dass Ich dem und dem Menschen nicht vergeben werde? Ich habe ihm vergeben und deine sämtlichen Taten zunichtegemacht.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 21 – Es ist verboten, sich über das Leid eines Muslims zu freuen oder Genugtuung darüber zu empfinden
قَالَ اللَّهُ تَعَالَى : إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ.
Der Erhabene Allah sagt:
„Die Gläubigen sind einander Brüder.“ (Sure al-Hudschurāt: 10)
وقال تعالى : إِنَّ الَّذِينَ يُحِبُّونَ أَنْ تَشِيعَ الْفَاحِشَةُ فِي الَّذِينَ آمَنُوا لَهُمْ عَذَابٌ اليم في الدُّنْيا وَالْآخِرَةِ ، وَاللَّهُ يَعْلَمُ وَأَنْتُمْ لَا تَعْلَمُونَ.
„Für diejenigen, die wünschen, dass sich unter den Gläubigen Schamlosigkeit und Obszönität verbreiten, ist im Diesseits und im Jenseits eine schmerzhafte Strafe bestimmt. Allah weiß alles, ihr aber wisst es nicht.“ (Sure an-Nūr: 19)
١٥٧٧ – وَعَنْ وَائِلَةَ بْنِ الْأَسْفَعِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ علَيْهِ وَسَلَّمَ لا تُظهر السَّمَائَةَ لأَخِيكَ فَيَرْحَمَهُ اللهُ وَيَبْتَلِيكَ رَوَاهُ التَّرْمِنِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1577. Überliefert von Wāsila ibn al-Asqaʿ (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Freue dich nicht über das Unglück deines Bruders. Denn dadurch wird Allah ihm Gnade erweisen und dich in dieses Unglück stürzen.“
Imam at-Tirmidhī überlieferte den Hadith und sagte: „Es ist ein guter Hadith.“
Abschnitt: 22 – Es ist verboten, die anerkannte Abstammung zu verspotten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَالَّذِينَ يُؤْذُونَ الْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ بِغَيْرِ مَا اكْتَسَبُوا فَقَدِ احْتَمَلُوا بُهْتَانًا وَأَثْمًا مُّبِينًا.
Der Erhabene Allah sagt:
„Diejenigen, die gläubige Männer und gläubige Frauen ohne jeden Grund verletzen, laden eine ungeheuer große falsche Anschuldigung und eine offenkundige Sünde auf sich.“ (Sure al-Ahzab: 58)
١٥٧٨ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اثْنَتَانِ فِي النَّاسِ هُمَا بِهِمْ كُفر الطعنُ فِي النَّسَبِ وَالنِّيَاحَةُ عَلَى الْمَيِّتِ رَوَاهُ مُسلم.
1578. Von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Bei den Menschen gibt es zwei Dinge, die sie in den Unglauben führen: die Abstammung anderer zu schmähen und um den Verstorbenen zu klagen.“
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
Kapitel 23 – Das Verbot von Täuschung und Betrug
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَالَّذِينَ يُؤْدُّونَ الْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ بِغَيْرِ مَا اكْتَسَبُوا فَقَدِ احْتَمَلُوا بُهْتَانًا وَأَثْمًا مُبِينًا.
Der Erhabene Allah sagt:
„Diejenigen, die gläubige Männer und gläubige Frauen ohne jeden Grund verletzen, laden eine ungeheuerliche Lüge und eine offenkundige Sünde auf sich.“ (Sure al-Ahzab: 58)
١٥٧٩ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ حَمَلَ عَلَيْنَا السّلاحَ فَلَيْسَ مِنَّا وَمَنْ غَشْنَا فَلَيْسَ مِنَّا رَوَاهُ مُسْلِمٌ
وفي روايةٍ أَنَّ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ عَلَى صُبْرَةٍ طَعَامٍ فَأَدْخَلَ يَدَهُ فيهَا فَنَالَتْ أصابعه بللاً فَقَالَ ما هذا يا صاحِبَ الطَّعَامِ قَالَ أَصَابَتْهُ السَّمَاءُ يَا رسُولَ اللهِ قَالَ أَفَلَا جَعَلْتَهُ فَوْقَ الطَّعَامِ حَتَّى بَرَاهُ النَّاسُ مَنْ غَشْنَا فَلَيْسَ مِنَّا.
1579. Von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: „Wer gegen uns die Waffen erhebt, gehört nicht zu uns. Und wer uns betrügt, gehört ebenfalls nicht zu uns.“
Imam Muslim überliefert diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von ihm heißt es: Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, an einem Haufen Getreide vorbeikam, steckte er seine Hand in den Haufen. Seine Finger fühlten sich feucht an. Er sagte: „O Besitzer des Getreides, was ist das?“ Er antwortete: „O Gesandter Allahs, es ist durch den Regen nass geworden.“ Er sagte: „Warum hast du das Nasse dann nicht obenauf gelegt, damit die Menschen es sehen und wissentlich kaufen? Wer uns betrügt, gehört nicht zu uns.“
١٥٨٠ – وَعَنْهُ أَنْ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا تَنَاجَشُوا -متفق عليه.
1580. Von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: „Biete nicht auf das Gebot deines Bruders.“ Imam al-Buchari und Imam Muslim überliefern diesen Hadith.
١٥٨١ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ نَهَى عَنِ النجش – متفق عليه.
1581. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein): Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verbot, auf das Gebot eines anderen noch ein höheres Gebot abzugeben.¹ Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. [Anmerkung: Zur Erklärung des Wortes „Nadschasch“ siehe die Anmerkung zum Hadith Nr. 1570.]
١٥٨٢ – وَعَنْهُ قَالَ ذَكَرَ رَجُلٌ لِرَسُولِ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنَّهُ يُخْدَعُ فِي الْبُوعِ فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ مَنْ بَايَعْتَ فَقُلْ لَا خِلَابَةً مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1582. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ein Mann kam zum Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) und sagte, dass er beim Kaufen und Verkaufen betrogen werde. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wenn du mit jemandem ein Kaufgeschäft abschließt, sage ihm: ‚Kein Betrug!‘“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٨٣ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ خَيْبَ زَوْجَةَ امْرِئٍ أَوْ مَمْلُوكَهُ فَلَيْسَ مِنَّا رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ.
1583. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wer die Ehefrau oder Sklavin eines anderen täuscht und ihre Sittsamkeit verdirbt, gehört nicht zu uns.“
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 24 – Es ist verboten, ein Versprechen zu brechen
قَالَ اللهُ تَعَالَى : يَأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا أَوْفُوا بِالْعُقُودِ.
Der Erhabene Allah sagt:
„O ihr Gläubigen! Erfüllt eure Verträge.“ (Sure al-Māʾida: 1)
وقال تعالى : وأَوْفُوا بِالْعَهْدِ إِنَّ الْعَهْدَ كَانَ مَسْئُوْلاً.
„Erfüllt eure Versprechen und Verträge. Denn über eure Versprechen und Verträge werdet ihr zur Rechenschaft gezogen werden.“ (Sure Banū Isrāʾīl: 34)
١٥٨٤ – وَعَنْ عَبْدِ اللهِ بْنِ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ ارْبَعٍ مَنْ كُنْ فِيهِ كَانَ مُنَافِقًا خَالِصًا وَمَنْ كَانَتْ فِيهِ خَصْلَةٌ مِنْهُنَّ كَانَ فِيهِ خَصْلَةٌ مِنَ النِّفَاقِ حَتَّى يَدَعَهَا إِذَا أَوْ تُمِنَ خَانَ وَإِذَا حَدَّثَ كذبَ وَإِذا عَاهَدَ غَدَرَ وَإِذَا خَاصَمَ فَجَرَ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1584. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAmr ibn al-ʿĀṣ (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer vier Eigenschaften aufweist, ist ein völliger Heuchler. Und wer eine dieser Eigenschaften besitzt, hat eine Eigenschaft der Heuchelei, bis er sie aufgibt: Wenn ihm anvertraute Dinge anvertraut werden, handelt er treulos; wenn er spricht, lügt er; wenn er ein Versprechen oder einen Vertrag gibt, bricht er ihn; und wenn er streitet, gebraucht er obszöne Worte.“
Imām al-Buchārī und Imām Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٥٨٥ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ وَابْنِ عُمَرَ وَأَنَسٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمْ قَالُوا قَالَ النبي صلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لِكُلِّ غَادِرٍ لواء يَوْمَ الْقِيَامَةِ يُقَالُ هَذِهِ غَدْرَةٌ فلان مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1585. Überliefert von ʿAbdullah ibn Masʿud, ʿAbdullah ibn ʿUmar und Anas (möge Allah mit ihnen zufrieden sein). Sie sagten: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Am Tag der Auferstehung wird für jeden Verräter ein Banner aufgestellt, und es wird gesagt werden: Dies ist das Banner des Verrats von soundso.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٥٨٦ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدٍ الْخُدْرِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لِكُلِّ غادر لواء عِندَ اسْتِه يَوْمَ الْقِيَامَةِ يُرْفَعُ لَهُ بِقَدْرِ غَدْره الا ولا غادر اعظم غَدْرًا مِنْ أَمِيرِ عَامَّةٍ. رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1586. Überliefert von Abu Saʿid al-Chudri (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Für jeden Verräter wird am Tag der Auferstehung auf Höhe seiner beiden Gesäßhälften ein Banner gehisst. Es wird entsprechend dem Ausmaß seines Verrats emporgehoben. Hütet euch! Es gibt keinen größeren Verräter als den Staatsoberhaupt. Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. [Anmerkung: „Amir ʿammatīn“ bedeutet der Führer der Allgemeinheit, die höchste verantwortliche Person einer Nation.]
١٥٨٧ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ قَالَ اللهُ تَعَالَى ثَلَاثَةً أَنَا خَصْمُهُمْ يَوْمَ الْقِيَامَةِ رَجُلٌ أَعْطَى بِن ثُمَّ غَدَرَ ورجل بَاعَ حُراً فَأَكَلَ ثَمَنَهُ وَرَجُلٌ اسْتَأْجَرَ اجيرًا فَاسْتَوْفِى مِنْهُ وَلَمْ يُعْطه أَجْرَهُ – رَوَاهُ الْبُخَارِي.
1587. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Allah, der Erhabene, sagte: Am Tag der Auferstehung werde Ich mit drei Personen streiten: mit demjenigen, der in Meinem Namen ein Versprechen gibt und es bricht; mit demjenigen, der einen freien Menschen verkauft und den Verkaufspreis verzehrt; und mit demjenigen, der einen Arbeiter beschäftigt, von ihm die vollständige Arbeit verlangt, ihm aber seinen Lohn nicht bezahlt.
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 25 – Das Verbot, nach einem Geschenk oder einer Spende und dergleichen dem Empfänger Vorwürfe zu machen
قَالَ اللهُ تَعَالَى : يَأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لا تُبْطِلُوا صَدَقَاتِكُمْ بِالْمَنِّ وَالْأَذَى . كَالَّذِي يُنْفِقُ مَالَةَ رِئَاءَ النَّاسِ وَلَا يُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ، فَمَثَلُهُ كَمَثَلِ صفوان عَلَيْهِ تُراب فَأَصَابَه وابل فتَرَكَهُ صَلنا ، لا يَقْدِرُونَ عَلَى شَيْءٍ مِّمَّا كسبوا ، وَاللَّهُ لَا يَهْدِي الْقَوْمَ الْكَفِرِينَ.
Der Erhabene Allah sagt:
„O ihr, die ihr glaubt! Macht eure Almosen nicht durch Vorwürfe und Kränkungen zunichte, wie jener, der sein Vermögen nur ausgibt, um von den Menschen gesehen zu werden. Er glaubt weder an Allah noch an den Jüngsten Tag. Sein Gleichnis ist das eines gewaltigen Felsens, auf dem sich eine Erdschicht befindet. Als dann ein heftiger Regen auf ihn niederging, ließ er die gesamte Erde hinwegspülen, sodass der Felsblock glatt und sauber zurückblieb. Der Lohn, den diese Menschen durch ihre Spenden erwerben, wird ihnen nichts nützen. Allah leitet die ungläubigen Menschen nicht auf den rechten Weg.“ (Sure al-Baqara: 264)
وقال تعالى : الَّذِينَ يُنفِقُونَ أَمْوَالَهُمْ فِي سَبِيلِ اللَّهِ ثُمَّ لَا يُتْبَعُوْنَ مَا أَنْفَقُوا مَنَا ولا أذى : لَهُمْ أَجْرُهُمْ عِندَ رَبِّهِمْ ، وَلا خَوْفٌ عَلَيْهِمْ وَلَا هُمْ يَحْزَنُونَ.
„Diejenigen, die ihr Vermögen auf Allahs Weg ausgeben und nach der Ausgabe weder auf ihre Wohltätigkeit hinweisen noch demjenigen, dem sie Gutes erwiesen haben, Vorwürfe machen – ihr Lohn ist bei ihrem Herrn gesichert. Sie brauchen weder Sorge noch Furcht zu haben.“ (Sure al-Baqara: 262)
١٥٨٨ – وَعَنْ أَبِي ذَرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ ثلاثةٌ لا يُكَلِّمُهُمُ اللهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَلا يَنظُرُ اليْهِمْ وَلَا يُزَكِّيهِمْ وَلَهُمْ عَذَابٌ أَلِيمٌ
قالَ فَقَرَأَهَا رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ثَلَاثَ مَرَّاتٍ قَالَ أَبُو ذَرٍ خَابُوا وَخَسِرُوا مَنْ هُمْ يَا رَسُولَ اللهِ قَالَ الْمُسْبِلُ وَالْمَنَّانُ وَالْمُنْفِقُ سَلْعَتَهُ بِالْحَلْفِ الْكَاذِبِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ. وَفِي رِوَايَةٍ لَهُ الْمُسْبِلُ إِزَارَهُ يَعْنِيالْمُسْبِلُ إِزَارَهُ وَثَوْبَهُ اسْفَلَ الكَعْبَين للخيلاء.
1588. Von Abu Dharr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Mit drei Arten von Menschen wird Allah am Tag der Auferstehung nicht sprechen, sie nicht anschauen und sie nicht läutern.“ Abu Dharr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) wiederholte diesen Satz dreimal.“ Abu Dharr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte außerdem: „Sie sind wahrlich enttäuscht und verloren.“ „O Gesandter Allahs, wer sind diese Menschen?“ Er sagte: „Derjenige, der sein Gewand herabhängen lässt, derjenige, der demjenigen, dem er Gutes erwiesen hat, Vorwürfe macht, und derjenige, der seine Waren durch einen falschen Eid verkauft.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung heißt es: „Derjenige, der seinen Lungi und sein Gewand herabhängen lässt.“ Das heißt: jemand, der seinen Lungi, sein Gewand und Ähnliches aus Hochmut und Überheblichkeit bis unter die Knöchel herabhängen lässt.
Abschnitt 26 – Das Verbot von Hochmut, Überheblichkeit und Auflehnung
قَالَ اللهُ تَعَالَى : الَّذِينَ يَجْتَنِبُونَ كَبْشِرَ الْإِثْمِ وَالْفَوَاحِشَ إِلَّا اللَّمَمَ ، إِنَّ رَبَّكَ واسع المغفرة ، هُوَ أَعْلَمُ بِكُمْ إِذْ أَنْشَاكُم مِّنَ الْأَرْضِ وَإِذْ أَنْتُمْ أَجَنَّةً فِي بُطُونِ أمهتِكُمْ ، فَلا تُرَكُوا أَنْفُسَكُمْ هُوَ أَعْلَمُ بِمَنِ اتَّقَى.
Der erhabene Allah spricht:
„Diejenigen, die sich von den großen Sünden und den schändlichen Taten fernhalten, abgesehen von geringfügigen Verfehlungen. Die Vergebung deines Herrn ist wahrlich umfassend. Er kennt euch sehr wohl. Er hat euch aus Erde erschaffen und auch damals, als ihr noch Embryonen im Schoß eurer Mütter wart. So stellt euch nicht selbst als rein dar. Er weiß am besten, wer wahrhaft gottesfürchtig ist.“ (Sure an-Nadschm: 32)
وَقَالَ تَعَالَى : إِنَّمَا السَّبِيلُ عَلَى الَّذِينَ يَظْلِمُونَ النَّاسِ وَيَبْغُونَ فِي الْأَرْضِ بِغَيْرِ الْحَقِّ أُولَئِكَ لَهُمْ عَذَابٌ اليم
„Diejenigen, die, nachdem ihnen Unrecht zugefügt wurde, Vergeltung üben, dürfen in keiner Weise getadelt werden. Tadel verdienen vielmehr diejenigen, die den Menschen Unrecht zufügen und auf der Erde zu Unrecht Übermaß üben. Für diese gibt es eine schmerzhafte Strafe.“ (Sure asch-Schura: 42)
١٥٨٩ – وَعَنْ عِيَاضٍ بن حِمارٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِنَّ اللهَ تَعَالَى أَوْحَى إِلَى أَنْ تَوَاضَعُوا حَتَّى لَا يَبْغِي أَحَدٌ عَلَى أَحَدٍ ولا يَفْجُرَ أَحَدٌ عَلَى أَحَدٍ. رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1589. Überliefert von Iyād ibn Himār (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Allah, der Erhabene, hat mir offenbart: Seid allesamt bescheiden, damit keiner von euch sich gegenüber einem anderen überheblich verhält und keiner sich gegenüber einem anderen rühmt.
Imām Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٥٩٠ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِذا قَالَ الرَّجُلُ هَلَكَ النَّاسُ فَهُوَ أَهْلَكُهُمْ. رَوَاهُ مُسْلِمٌ، وَهُذَا النَّهَى لِمَنْ قَالَ ذلِكَ عُجْبًا بِنَفْسِهِ وَتَصَاغراً لِلنَّاسِ وَارْتفاعًا عَلَيْهِمْ فَهُذَا هُوَ الْحَرَامُ وَأَمَّا مَنْ قاله لما يرى فِي النَّاسِ مِنْ نَقص في أمرِ دِينِهِمْ وَقَالَهُ تَحَزْنَا عَلَيْهِمْ وَعَلَى الدِّينِ فَلا بأس به. هكذا فَسَّرَهُ الْعُلَمَاء وَفَصَّلُوهُ وَمِمَّنْ قَالَهُ مِنَ الْآئِمَةِ الْأَعْلَامِ مالك بن أنس وَالْخَطَابِي وَالْحُمَيْدِي وَاخْرُوْنَ وَقَدْ أَوْضَعْتُهُ فِي كِتَابِ الْأَذْكَارِ.
1590. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn jemand sagt: „Die Menschen sind zugrunde gegangen“, dann ist er unter ihnen am ehesten dem Untergang verfallen.
Imām Muslim hat diesen Hadith überliefert. Imām an-Nawawī (möge Allah ihm barmherzig sein) sagt: Dieses Verbot gilt demjenigen, der sich selbst für groß hält, andere Menschen geringachtet und sagt: „Die Menschen sind zugrunde gegangen“, um ihnen gegenüber seine eigene Überlegenheit zur Schau zu stellen. Ein solches Verhalten ist völlig verboten. Wenn jedoch jemand die Unkenntnis und die Fehler der Menschen in religiösen Angelegenheiten feststellt und eine solche Bemerkung aus Bedauern über ihren Zustand in religiöser Hinsicht macht, so ist daran nichts auszusetzen. Mālik ibn Anas, al-Khattābī, al-Humaidī und andere bedeutende Gelehrte haben diesen Hadith entsprechend ausgelegt. Ich habe dieses Thema in „Kitāb al-Adhkār“ ausführlich erläutert.
Abschnitt: 27 – Es ist verboten, dass ein Muslim länger als drei Tage den Kontakt zu einem anderen Muslim abbricht. Wenn jedoch eine Neuerung oder eine Sünde offen zutage tritt, ist dies erlaubt.
قَالَ اللهُ تَعَالَى : إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ فَأَصْلِحُوا بَيْنَ أَخَوَيْكُمْ.
Der erhabene Allah sagt:
„Die Gläubigen sind einander Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren Brüdern.“ (Sure al-Hudschurāt: 10)
وقال تعالى : وَلَا تَعَاوَنُوا عَلَى الْإِثْمِ وَالْعُدْوَانِ.
„Unterstützt einander in Rechtschaffenheit und Gottesfurcht, aber unterstützt einander nicht in Sünde und Übertretung. Fürchtet Allah. Wahrlich, Seine Strafe ist sehr streng.“ (Sure al-Māʾida: 2)
١٥٩١ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا تقاطعوا ولا تَدَابَرُوا وَلا تَبَاغَضُوا وَلا تَحَاسَدُوا وَكُونُوا عِبَادَ اللَّهِ اخْوَانًا وَلَا يَحِلُّ لِمُسْلِمِ أَن يُهْجَرَ أَخَاهُ فَوْقَ ثَلَاثَ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1591. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: „Brechet die Beziehungen zueinander nicht ab, wendet euch nicht voneinander ab und hegt weder Neid und Feindschaft noch Hass. Seid Diener Allahs und Brüder. Für keinen Muslim ist es erlaubt, seinen muslimischen Bruder länger als drei Tage zu meiden.“
١٥٩٢ – وَعَنْ أَبِي أَيُّوبَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا يَحِلُّ لِمُسْلِمِ أَنْ يُهْجَرَ أَخَاهُ فَوْقَ ثَلاثِ لَيَالٍ يَلْتَقِيَانِ فَيُعْرِضُ هُذَا وَيُعْرِضُ هذا. وَخَيْرُهُمَا الَّذِي يَبْدَأُ بِالسَّلامِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1592. Überliefert von Abū Ayyūb (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: „Für keinen Muslim ist es erlaubt, seinen muslimischen Bruder länger als drei Tage zu meiden, und zwar so, dass sie, wenn sie einander begegnen, der eine sich in diese Richtung und der andere in jene Richtung wendet. Derjenige von ihnen, der zuerst den Salām entbietet, ist der bessere.“
Der Imām al-Buchārī und der Imām Muslim haben den Hadith überliefert.
١٥٩٣ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ تُعْرَضُ الْأَعْمَالُ فِي كُلِّ اثْنَيْنِ وَخَمِيسِ فَيَغْفِرُ اللَّهُ لِكُلِّ امْرِئٍ لَا يُشْرِكْ بالله شَيْئًا إِلا امْرَمَا كَانَتْ بَيْنَهُ وَبَيْنَ أَخِيهِ شَحْنَاهُ فَيَقُولُ أَتْرُكُوا هَذَيْنِ حَتَّى يَصْطَلِنَا – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1593. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Jeden Montag und Donnerstag werden die Taten aller Menschen vorgelegt. Allah vergibt jedem, der Ihm keine Teilhaber beigesellt. Doch demjenigen, zwischen dem und seinem muslimischen Bruder Feindschaft besteht, vergibt Er nicht. Über sie sagt Allah: „Lasst die Angelegenheit dieser beiden aufgeschoben, damit sie ihre gegenseitige Beziehung wiederherstellen können.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٥٩٤ – وَعَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِنَّ الشَّيْطَانَ قَدْ أَيسَ أَنْ يُعْبُدَهُ الْمُصَلُّوْنَ فِي جَزِيرَةِ الْعَرَبِ وَلَكِنْ فِي التحريشِ بَيْنَهُمْ – رَوَاهُ مُسْلِم التحريسُ الْأَفْسَادُ وَتَغْيِيرُ قُلُوْبِهِمْ وَتَقَاطَعُهُمْ.
1594. Überliefert von Dschābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Der Satan hat die Hoffnung aufgegeben, von den Muslimen der Arabischen Halbinsel Gehorsam zu erlangen; doch hinsichtlich des Hervorrufens von Streit und Zwietracht, des Schürens von Feindseligkeit und des Abbrechens gegenseitiger Beziehungen unter ihnen hat er die Hoffnung nicht aufgegeben.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. Das Wort Tahrīsch bedeutet, den Keim der Zwietracht zu säen, Veränderungen zwischen den Menschen herbeizuführen und Beziehungen abzubrechen.
١٥٩٥ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا يَحِلُّ المسلم أن يهجرَ أَخَاهُ فَوْقَ ثلاث فَمَنْ هَجَرَ فَوْقَ ثَلَاثَ فَمَاتَ دَخَلَ النَّارَ – رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِاسْنَادِ عَلَى شَرْطِ الْبُخَارِي وَمُسْلِمِ
1595. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Für keinen Muslim ist es erlaubt, länger als drei Tage die Beziehung zu seinem Bruder abzubrechen. Wer in einem Zustand der Trennung stirbt, nachdem er länger als drei Tage getrennt geblieben ist, wird in die Hölle eintreten.
Imam Abū Dāwūd, Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith mit einer akzeptablen Überlieferungskette überliefert.
١٥٩٦ – وَعَنْ أَبِي خراش حَدَّرَدِ بْنِ أَبِي حَيْرَةِ الْأَسْلَمِي وَيُقَالُ السلمي الصَّحَابِيُّ أَنَّهُ سَمِعَ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنْ هَجَرَ أَخَاهُ سَنَةً فَهُوَ كسفك دمه – رواه أبو داود باشناد صحيح
1596. Überliefert von Abū Chirrāsch Ḥadhrad ibn Abū Ḥadhrad al-Aslamī beziehungsweise as-Sulamī, einem Prophetengefährten – möge Allah mit ihm zufrieden sein. Er hörte den Propheten – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – sagen: „Wer ein Jahr lang den Kontakt zu seinem Bruder abbricht, ist, als hätte er ihn getötet.“
Imam Abū Dāwūd hat diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette überliefert.
١٥٩٧ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا يَحِلُّ لِمُؤْمِنِ أَنْ يُهْجَرَ مُؤْمِنًا فَوْقَ ثَلَاثَ فَإِنْ مَرَّتْ بِهِ ثَلَاثَ فَلْيَلْقَهُ فَلْيُسَلِّمْ عَلَيْهِ فَإِنْ رَد عليه السلام فقد اشتركا في الآخِرُ وَإِنْ لَمْ يَرُدُّ عَلَيْهِ فَقَدْ باء بالاثم وَخَرَجَ الْمُسَلِّمُ مِنَ الهجرة. رواه أبو دَاوُدَ بَاسْنَادِ حَسَن قَالَ أَبُو داود اذا كانت الهجرة لله تَعَالَى فَلَيْسَ مِنْ هَذَا فِي شَيْءٍ.
1597. Überliefert von Abū Huraira – möge Allah mit ihm zufrieden sein. Der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – sagte: „Für keinen gläubigen Menschen ist es erlaubt, einen anderen gläubigen Menschen länger als drei Tage zu meiden. Wenn sie sich nach Ablauf der drei Tage begegnen, ihn der eine grüßt und der andere den Gruß erwidert, haben beide Anteil am Lohn. Wenn er den Gruß nicht erwidert, wird er sündig, während derjenige, der den Gruß ausgesprochen hat, von der Sünde des Kontaktabbruchs frei ist.“
Imam Abū Dāwūd hat diesen Hadith mit einer guten Überlieferungskette überliefert. Er fügte hinzu: Wenn dieser Kontaktabbruch erfolgt, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen, ist daran nichts auszusetzen.
Abschnitt 28 – Es ist verboten, dass zwei von drei Personen unter Ausschluss der dritten ein vertrauliches Gespräch führen. Bei Bedarf ist dies jedoch mit der Erlaubnis der dritten Person gestattet. In diesem Fall soll leise gesprochen werden. Es ist auch gestattet, in einer Sprache zu sprechen, die die dritte Person nicht versteht.
قَالَ اللهُ تَعَالَى : يَأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا إِذَا تَنَاجَبْتُمْ فَلَا تَتَنَاجَوْا بِالْأُثْمِ وَالْعُدْوَانِ و معصيت الرسول وتناجوا بالبر والتقوى ، واتَّقُوا اللهَ الَّذِي اليهِ تُحْشَرُونَ. إِنَّمَا النَّجْوَى مِنَ الشَّيْطَانِ لِيَحْزُنَ الَّذِينَ آمَنُوا وَلَيْسَ بِصَارِهِمْ شَيْئًا إِلَّا بِإِذْنِ الله ، وَعَلَى اللهِ فَلْيَتَوَكَّلِ الْمُؤْمِنِينَ.
Der erhabene Allah sagt:
„O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch heimlich miteinander beratet, dann sprecht nicht über Sünde, Übertretung oder Ungehorsam gegenüber dem Gesandten, sondern sprecht über Rechtschaffenheit und Gottesfurcht. Fürchtet Allah, zu Dem ihr versammelt werdet. Heimliches Flüstern ist ein Werk des Satans. Er tut dies, damit die Gläubigen dadurch in Sorge versetzt werden. Doch ohne Allahs Erlaubnis kann es ihnen keinerlei Schaden zufügen. Die Gläubigen sollen einzig auf Allah vertrauen.“ (Sure al-Mudschādala: 9–10)
١٥٩٨ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِذا كَانُوا ثلاثة فلا يَتَنَاجى اثنان دون الثالث. مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَرَوَاهُ أَبُو داودَ وَزَادَ قَالَ أَبُو صَالِحٍ فَقُلْتُ لِابْنِ عُمَرَ فَارْبَعَهُ قَالَ لَا يَضُرُّكَ. وَرَوَاهُ مَالِكٌ في الموطأ عَنْ عَبْدِ الله بْنِ دِينَارٍ قَالَ كُنتُ أَنا وَابْنُ عُمَرَ عِنْدَ دَارٍ خَالِدِ بْنِ عقبة التي في السوق فَجَاءَ رَجُلٌ يُرِيدُ أنْ يُنَاحِيَهُ وَلَيْسَ مَعَ ابْنِ عُمَرَ أَحَدٌ غَيْرِي فَدَعَا ابْنُ عُمَرَ رَجُلًا أَخَرَ حَتَّى كُنَّا أَرْبَعَةً فَقَالَ لِي وَلِلرَّجُلِ الثَّالِثِ الَّذِي دَعَا اسْتَأْخِرًا شَيْئًا فَإِنِّي سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ لَا يَتَتَاجِى اثْنَانِ دُونَ وَاحِدٍ.
1598. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar, möge Allah mit ihm zufrieden sein. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn drei Personen zusammen sind, sollen nicht zwei von ihnen ohne den Dritten heimlich miteinander beraten. Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith. Auch Imām Abū Dāwūd überlieferte ihn; in seiner Überlieferung heißt es außerdem: Abū Ṣāliḥ sagte: Ich fragte ʿAbdullāh ibn ʿUmar, möge Allah mit ihm zufrieden sein: „Was ist, wenn es vier Personen sind?“ Er sagte: „Dann ist daran nichts auszusetzen.“ Imām Mālik überlieferte diesen Hadith in seinem Werk al-Muwaṭṭaʾ von ʿAbdullāh ibn Dīnār. Er sagte: „Ich befand mich zusammen mit ʿAbdullāh ibn ʿUmar auf dem Markt nahe dem Haus von Chālid ibn ʿUqba. Da kam ein Mann und wollte sich heimlich mit ʿAbdullāh ibn ʿUmar besprechen. Außer mir war damals niemand bei ʿAbdullāh ibn ʿUmar. Er rief einen weiteren Mann. Nun waren wir vier. Er sagte zu mir und dem herbeigerufenen dritten Mann: ‚Wartet beide eine Weile. Denn ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Nicht sollen zwei unter Ausschluss eines anderen heimlich miteinander sprechen.‘“
١٥٩٩ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِذَا كُنْتُمْ ثَلَاثَةٌ فَلا يَتَنَاجَى اثْنَانِ دُونَ الْأُخْرِ حَتَّى تَخْتَلِطُوا بِالنَّاسِ مِنْ4أجل أَنَّ ذَلِكَ يُحْزِنُهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1599. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd, möge Allah mit ihm zufrieden sein. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn ihr zu dritt seid, sollen nicht zwei von euch ohne den Dritten heimlich miteinander flüstern. Wenn ihr euch jedoch unter die Menschen mischt, ist daran nichts auszusetzen. Denn dadurch könnte der Dritte in Sorge versetzt werden.
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt: 29 – Es ist verboten, Sklaven, Tiere, Frauen sowie Jungen und Mädchen ohne einen schariatischen Grund über das erforderliche Maß hinaus zu bestrafen, um ihnen Anstand und gutes Benehmen beizubringen
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَبِالْوَالِدَيْنِ إِحْسَانًا ويُذى الْقُرْبَى وَالْيَتَامَى وَالْمَسَاكِينِ وَالْجَارِ ذِي الْقُرْبى والجار الجنب والصاحب بالجنب وابن السبيل وما مَلَكَتْ أَيْمَانُكُمْ إِنَّ اللهَ لَا يُحِبُّ مَنْ كَانَ مُخْتَالاً فَخُورًا.
Der Hocherhabene Allah sagt:
„Dient Allah und gesellt Ihm nichts bei. Und behandelt die Eltern gut. Erweist den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen, den verwandten Nachbarn, den nahen Nachbarn, dem Gefährten auf dem Weg, dem Reisenden und den Sklaven und Sklavinnen in eurem Besitz Demut, Güte und Barmherzigkeit. Allah liebt gewiss keinen, der hochmütig ist, sich selbst für groß hält und in seinem Stolz verblendet ist.“ (Sure an-Nisāʾ: 36)
١٦٠٠ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ عُذِّبَتْ امْرَأَةٌ فِي هِرَةٍ سَجَنَتْهَا حَتَّى مَانَتْ فَدَخَلَتْ فِيْهَا النَّارَ لَا هِيَ العَمَتْهَا وَسَقَتْهَا إِذْ هِيَ حَبَسَتْهَا وَلَا هِيَ تَرَكَتُهَا تَأْكُلُ مِنْ خَشَاشِ الْأَرْضِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1600. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Eine Frau wurde wegen einer Katze bestraft. Sie hatte sie ununterbrochen angebunden gehalten, bis sie starb. Wegen dieses Vergehens kam sie in die Hölle. Während die Katze angebunden war, gab sie ihr weder Nahrung noch Wasser und ließ sie auch nicht frei, damit sie Insekten hätte fressen können.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٦٠١ – وَعَنْهُ أَنَّهُ مَرْ بِفِتْيَانِ مِنْ قُرَيْسٌ قَدْ نَصَبُوا طَيْرًا وَهُمْ يَرْمُونَهُ وَقَدْ جَعَلُوا لصاحب الطَّيْرِ كُلَّ خَاطِئَةِ مِنْ نَبْلِهِمْ فَلَمَّا رَأَوا ابْنَ عُمَرَ تَفَرِّقُوا فَقَالَ ابْنُ عُمَرَ مَنْ فَعَلَ هذا لَعَنَ اللهُ مَنْ فَعَلَ هذا إِنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَعَنَ مَنِ اتَّخَذَ شَيْئًا فيه الرُّوحُ عَرَضًا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1601. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er kam an einigen jungen Männern der Quraisch vorbei. Sie hatten einen Vogel an einem Ort angebunden, um auf ihn zu schießen, und schossen mit Pfeilen auf ihn. Mit dem Besitzer des Vogels hatten sie vereinbart, dass die Pfeile, die ihr Ziel verfehlten, dem Besitzer gehören sollten. Als sie ʿAbdullāh ibn ʿUmar sahen, liefen sie davon. ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Wer hat diese Tat begangen?“ Allahs Fluch liegt auf demjenigen, der diese Tat begangen hat. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, hat diejenigen verflucht, die ein Lebewesen zum Ziel für Schießübungen machen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٠٢ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ نَهَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنْ تُصْبَرَ الْبَهَائِمُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1602. Überliefert von Anas ibn Malik (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot, ein Tier grausam zu töten.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
٣ – ١٦ – وَعَنْ أَبِي عَلِيَّ سُوَيْدِ بْنِ مُقَرِنِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ لَقَدْ رَأَيْتُنِي سَابِعَ سَبْعَة مِنْ بَنِي مُقَرِّنَ مَا لَنَا خَادِم إلا واحدةً لطمَهَا أَصْغَرْنَا فَأَمَرَنَا رَسُولُ اللَّهِ صلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنْ نُعْتِقَهَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ وَفِي رِوَايَةٍ سَابِعَ اخْوَةٍ لِي.
1603. Überliefert von Abu Ali Suwaid ibn Muqarrin (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich sah mich als den Siebten unter den sieben Kindern Muqarrins. Wir hatten nur einen einzigen Diener für uns alle. Als unser jüngster Bruder ihn ohrfeigte, befahl uns der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, den Diener freizulassen.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von ihm heißt es: Unter meinen sieben Brüdern war ich der Siebte.
١٦٠٤ – وَعَنْ أَبِي مَسْعُودٍ الْبَدْرِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ كُنْتُ أَضْرِبُ غُلَامًا لِي بالسوط فَسَمِعْتُ صَوْتًا مِنْ خَلْفِي اعْلَمْ أَبَا مَسْعُودٍ فَلَمْ أَنَّهُمُ الصَّوْتَ مِنَ الْغَضَبِ فلما دنا منى اذا هُوَ رَسُولُ الله صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَإِذَا هُوَ يَقُولُ اعْلَمُ أَبَا مَسْعُودٍ إِنَّ اللَّهَ أَقْدَرُ عَلَيْكَ مِنْكَ عَلَى هَذَا الْغُلَامِ فَقُلْتُ لَا أَضْرِبُ مَمْلُوكًا بَعْدَهُ ابدا – وفي رواية فسقط السوطُ مِنْ يَدِي مِنْ هَيْبَتِهِ ۖ وَفِي رِوَايَةٍ فَقُلْتُ يَا رَسُولَ اللهِ هُوَ حُلٌّ لِوَجْهِ اللهِ تَعَالَى فَقَالَ أَمَا لَوْ لَمْ تَفْعَلُ لِلْفَحَتَكَ النَّارُ أو لمستك النار – رواه مسلم بهذه الروايات.
1604. Überliefert von Abū Masʿūd al-Badrī (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich schlug gerade einen meiner Sklaven mit einer Peitsche, als ich plötzlich hinter mir eine Stimme hörte: „Pass auf, Abū Masʿūd!“ Da ich vor Zorn aufgebracht war, verstand ich die Worte nicht. Als die Stimme näher kam, erkannte ich, dass es der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, war. Er sagte: „Pass auf, Abū Masʿūd! Du hast über deinen Sklaven nur so viel Macht, wie du besitzt, doch Allah hat über dich noch mehr Macht.“ Ich sagte: „Danach werde ich nie wieder einen Sklaven schlagen.“ In einer anderen Überlieferung heißt es: „Aus Furcht vor dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, fiel die Peitsche aus meiner Hand.“ In einer weiteren Überlieferung heißt es: „Ich sagte: O Gesandter Allahs, um Allahs willen schenke ich ihm die Freiheit und löse ihn aus den Fesseln der Sklaverei.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wenn du das nicht getan hättest, hätte dich das Feuer der Hölle umschlossen“ – oder er sagte: „Das Feuer hätte dich berührt.“
Diese Überlieferungen stammen von Imām Muslim.
١٦٠٥ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ ضَرَبَ غُلَامًا لَهُ حَداً لَمْ يَأْتِهِ أَوْ لَطْمَهُ فَإِنْ كَفَّارَتَهُ أَنْ يُعْتِقُهُ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1605. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wenn jemand seinen Sklaven ohne begangene Schuld schlägt oder ihm ins Gesicht schlägt, besteht seine Sühne darin, dass er diesen Sklaven freilässt.“
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٩٠٦ – وَعَنْ هِشَامِ بْنِ حَكِيم بن حزام رضيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أَنَّهُ مَرْ بِالشَّامِ عَلَى أناس من الأنباط وَقَدْ أَقِيمُوا فِي الشَّمْسِ وَصُبٌ عَلَى رُؤُوسِهِمُ الزَّيْتُ فَقَالَ مَا هذا قيلَ يُعَذِّبُونَ فِي الْخِرَاجِ وَفِي رِوَايَةٍ حُبِسُوا فِي الْجِزْيَةِ فَقَالَ هِشَامٌ أَشْهَدُ السَمِعْتُ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِنَّ اللَّهَ يُعَذِّبُ الَّذِيْنَ النَّاسَ فِي الدُّنْيَا فَدَخَلَ عَلَى الْأَميرِ فَحَدَّثَهُ فَأَمَرَ بِهِمْ فَخُلُوْا رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1606. Überliefert von Hischām ibn Hakīm ibn Hizām (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Als er durch eine Gegend Syriens zog, sah er einige Menschen aus der Bauernschaft. Sie wurden bestraft, indem man Öl über ihre Köpfe goss und sie in der Sonne stehen ließ. Hischām (möge Allah mit ihm zufrieden sein) fragte: „Warum befinden sie sich in diesem Zustand?“ Die Leute antworteten: „Sie werden bestraft, damit sie die Charādsch-Steuer entrichten.“ In einer anderen Überlieferung heißt es: „Sie wurden festgehalten, damit sie die Dschizya entrichten.“ Hischām (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Ich bezeuge, dass ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen hörte: ‚Allah wird diejenigen bestrafen, die in dieser Welt Menschen bestrafen.‘“ Daraufhin ging Hischām (möge Allah mit ihm zufrieden sein) zum dortigen Statthalter, ʿUmair ibn Saʿd, und berichtete ihm diesen Hadith. Der Statthalter ordnete daraufhin an, sie freizulassen, und sie wurden freigelassen.
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦٠٧ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ رَأَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حِماراً مَوْسُوْمَ الْوَجْهِ فَأَنكر ذلكَ فَقَالَ وَاللَّهِ لَا اسْمُهُ إِلَّا أَقْصَى شَيْءٍمِنَ الْوَجْهِ وَآمر بحماره فكُوى فِي جَاعِرَتَيْهِ فَهُوَ أَولُ مَنْ كُوَى الْجَاعِرَتَيْنِ رواه مسلم.
1607. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sah einen Esel, der im Gesicht gebrandmarkt worden war. Das missbilligte er. ʿAbdullah ibn ʿAbbās sagte: Bei Allah, ich werde ihn an der Stelle brandmarken, die vom Gesicht am weitesten entfernt ist. Als er daraufhin Anweisung gab, was seinen Esel betraf, wurde dieser an der Hinterhand gebrandmarkt. Er war der Erste, der ein Tier an dessen Hinterteil brandmarkte.
Imam Muslim überliefert diesen Hadith.
١٦٠٨ – وَعَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ عَلَيْهِ حِمَارٌ قَدْ وَسِمَ فِي وَجْهِهِ فَقَالَ لَعَنَ اللهُ الَّذِي وَسَمَهُ. رَوَاهُ مُسْلِمٌ، وَفِي رِوَايَةٍ لِمُسْلِمِ أَيْضًا نَهَى رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنِ الضَّرْبِ فِي الْوَجْهِ وَعَنِ الْوَسْمِ فِي الْوَجْهِ.
1608. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Ein Esel ging vor dem Propheten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, vorbei. Auf dem Gesicht des Esels waren Spuren einer Brandmarkung. Da sagte er: Allahs Fluch trifft denjenigen, der ihn gebrandmarkt hat.
Imam Muslim überliefert diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von ihm heißt es: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot, einem Lebewesen ins Gesicht zu schlagen und es im Gesicht zu brandmarken.
Kapitel: 30 – Es ist verboten, irgendein Tier, selbst Ameisen und ähnliche Tiere, mit Feuer zu quälen
١٦٠٩ – عن أبي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ بَعَثَنَا رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي بَعْث فَقَالَ إِنْ وَجَدْتُمْ فَلانا وفلانا لِرَجُلَيْنِ مِنْ قُرَيْشٍ سَمَاهُمَا فَأَحْرِقُوْهُمَا بِالنَّارِ ثُمَّ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حِيْنَ أَرَدْنَا الْخُرُوجَ اني كُنتُ أَمَرْتُكُمْ أَنْ تَحْرِقُوا فُلانا وفلانًا وَإِنَّ النَّارَ لَا يُعَذِّبُ بِهَا إِلَّا اللَّهُ فَإِنْ وَجَدْتُمُوهُمَا فَاقْتُلُوهُمَا رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1609. Von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird berichtet. Er sagte: Als der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) uns zu einem Feldzug entsandte, nannte er zwei Männer der Quraisch und sagte: „Wenn ihr diesen und jenen erreicht, dann verbrennt sie im Feuer.“ Als wir uns daraufhin auf den Aufbruch vorbereiteten, sagte er: „Ich hatte euch befohlen, diesen und jenen zu verbrennen. Doch niemand darf mit Feuer bestrafen außer Allah. Wenn ihr diese beiden erreicht, dann tötet sie.“
Imām al-Buchārī überlieferte diesen Hadith.
١٦١٠ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ كُنَّا مَعَ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي سَفَرٍ فَانْطَلَقَ لِحَاجَتِهِ فَرَأَيْنَا حُمْرَةً مَعَهَا فَرْخَانِ فَأَخَدْنَا فَرْخَيْهَا فَجَاءَتِ الْحُمْرَةُ فَجَعَلَتْ تَعْرِشُ فَجَاءَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ مَنْ فَجَعَ هَذِهِ بِوَلَدِهَا رُدُّوا وَلَدَهَا إِلَيْهَا وَرَأَى قَرْيَةً نَمْلِ قَدْ حَرَّقْنَاهَا فَقَالَ مَنْ حَرَّقَ هذهِ قُلْنَا نَحْنُ قَالَ إِنَّهُ لا يَنْبَغِي أَنْ يُعَذِّبَ بِالنَّارِ إِلَّا رَبُّ النَّارِ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ باشناد صحيح
1610. Von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird berichtet. Er sagte: Auf einer Reise waren wir beim Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm). Er ging, um sich zu erleichtern. Wir sahen einen kleinen roten Vogel mit zwei Jungen. Wir fingen die beiden Jungen ein. Da kam die Mutter des Vogels, legte ihren Bauch auf den Boden und begann, mit ihren Flügeln zu schlagen. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) kam und sagte: „Wer hat seine Jungen eingefangen und ihn dadurch in Angst und Schrecken versetzt? Bringt die beiden Jungen zurück!“ Danach sah er einen Ameisenhaufen, den wir angezündet hatten. Er fragte: „Wer hat diese verbrannt?“ Wir sagten: „Wir haben das getan.“ Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Niemand hat das Recht, mit dem Feuer eines anderen zu bestrafen als dem Herrn des Feuers.“
Imām Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette.
Kapitel: 31 – Es ist verboten, dass ein wohlhabender Schuldner Ausflüchte macht, wenn der Anspruchsberechtigte seine Forderung einfordert
قَالَ اللهُ تَعَالَى : إِنَّ اللهَ يَأْمُرُكُمْ أَنْ تُؤَدُّوا الْأَمُنْتِ إِلَى أَهْلِهَا ، وَإِذَا حَكَمْتُمْ
بين النَّاسِ أَنْ تَحْكُمُوا بِالْعَدْلِ ، إِنَّ اللهَ نِعِمَّا يَعِظُكُمْ بِهِ ، إِنَّ اللَّهَ كَانَ سميعاً بصيراً.
Der Erhabene Allah sagt:
„Allah gebietet euch, alle anvertrauten Güter ihren rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben. Und wenn ihr zwischen den Menschen in einer Angelegenheit richtet, dann richtet in Gerechtigkeit. Wie trefflich ist doch, womit Allah euch ermahnt. Allah ist wahrlich Allhörend und Allsehend.“ (Sure an-Nisāʾ: 58)
وقَالَ تَعَالَى : فَإِنْ أمِنَ بَعْضُكُم بَعْضًا فَلْيُؤَدِ الَّذِي اؤْتُمِنَ أَمَانَتَهُ وَلَيَتَّقِ الله ربه ، ولا تَكْتُمُوا الشَّهَادَةَ ، وَمَنْ يُكْتُمُهَا فَإِنَّهُ أَثْمَّ قَلْبُهُ ، وَاللَّهُ بِمَا تَعْمَلُونَ عَلِيمٌ.
„Wenn einer von euch einem anderen etwas anvertraut, dann soll derjenige, dem etwas anvertraut wurde, das Anvertraute ordnungsgemäß zurückgeben und Allah, seinen Herrn, fürchten. Verbergt niemals ein Zeugnis. Wer ein Zeugnis verbirgt, dessen Herz ist wahrlich sündhaft. Allah weiß genau, was ihr tut.“ (Sure al-Baqara: 283)
١٦١١ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَطَلُ الْغَنِي ظُلْمُ وَإِذَا أَتَّبِعَ أَحَدُكُمْ عَلَى مَلِي فَلْيَتَبَعْ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1611. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Das Hinauszögern der Begleichung einer Schuld durch einen wohlhabenden Menschen ist Unrecht. Wenn die Schuld eines Menschen auf einen anderen (wohlhabenden) Menschen übertragen wird, soll der Gläubiger diese Übertragung akzeptieren.“ [Anmerkung: Das heißt, wenn die andere Person für die Schuld bürgt, soll dies anerkannt werden.]
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
Kapitel: 32 – Es ist missbilligt, eine Schenkung zurückzunehmen, bevor sie dem Beschenkten übergeben wurde
Ebenso ist es, wenn man dem eigenen Kind etwas schenkt und es wieder zurücknimmt – unabhängig davon, ob es ihm übergeben wurde oder nicht,
und es ist verpönt, dass der Spender die betreffende Sadaqa von demjenigen zurückkauft, dem sie gegeben wurde. Auch der Rückkauf von Zakat, Kaffara oder ähnlichen Dingen von ihrem Empfänger ist verpönt. Wenn sie jedoch zunächst an eine andere Person übergeben und anschließend von dieser gekauft wird, ist daran nichts auszusetzen.
١٦١٢ – عَنِ ابْنِ عَبَّاسِ أَنَّ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الَّذِي يَعُودُ ففِي هَبَتِهِ كَالْكَلْبِ يَرْجِعُ فِي قَيْنِهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ، وَفِي رِوَايَةٍ مَثَلُ الَّذِي يَرْجِعُ فِي صدقتِهِ كَمَثَلِ الْكَلْبِ يَقِيُّ ثُمَّ يَعُودُ فِي قَيْتِهِ فَيَأْكُلُهُ وَفِي رِوَايَةِ الْعَائِدُ فِي هبته كالعائد في قيته.
1612. Überliefert von Abdullah ibn Abbas (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein): Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wer ein Geschenk oder eine Sadaqa gibt und sie dann zurücknimmt, gleicht einem Hund, der sich erbricht und anschließend sein Erbrochenes wieder auffrisst.
Imam al-Bukhari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. In einer anderen Überlieferung heißt es: Wer eine Sadaqa gibt und sie dann zurücknimmt, gleicht einem Hund, der sich erbricht und anschließend sein Erbrochenes wieder auffrisst. In einer weiteren Überlieferung heißt es: Wer ein Geschenk gibt und es dann zurücknimmt, gleicht jemandem, der sein Erbrochenes verzehrt.
١٦١٣ – وَعَنْ عُمَرَ بْنِ الْخَطَابِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ حَمَلْتُ عَلَى فَرَسَ فِي سَبِيلِ الله فَاضَاعَهُ الَّذِي كَانَ عِنْدَهُ فَأَرَدْتُ أَنْ اشْتَرِيهُ وَظَنَنْتُ أَنَّهُ يَبِيعُهُ بِرُخص فَسَأَلْتُ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ لَا تَشْتَرِهِ وَلَا تَعُدُّ فِي صَدَقَتِكَ وَإِنْ أَعْطَاكَهُ بِدِرْهَم فَإِنَّ الْعَائِدُ فِي صَدَقَتِهِ كَالْعَائِدِ فِي قَبْتِهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1613. Überliefert von Umar ibn al-Khattab (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich hatte ein Pferd für den Dschihad auf dem Weg Allahs einem Mudschahid geschenkt. Derjenige, bei dem sich das Pferd befand, ließ es zugrunde gehen. Daher beabsichtigte ich, das Pferd von ihm zu kaufen. Ich nahm an, dass er es billig verkaufen würde. Ich fragte den Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) diesbezüglich. Er sagte: Kaufe es nicht, denn wer eine Sadaqa gibt und sie zurücknimmt, gleicht jemandem, der sich erbricht und anschließend sein Erbrochenes wieder hinunterschluckt.
Imam al-Bukhari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
Abschnitt: 33 – Die unrechtmäßige Aneignung des Vermögens von Waisen ist streng verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : إِنَّ الَّذِينَ يَأْكُلُونَ أَمْوَالَ الْيَتَامَى ظُلْمًا إِنَّمَا يَأْكُلُونَ فِي بُطُونِهِمْ نَارًا وَسَيَصْلَوْنَ سَعِيرًا.
Der Erhabene Allah spricht:
„Diejenigen, die das Vermögen der Waisen zu Unrecht verzehren, füllen ihre Bäuche wahrlich nur mit Feuer. Sie werden gewiss in das Feuer der Hölle geworfen werden.“ (Sure an-Nisāʾ: 10)
وَقَالَ تَعَالَى : وَلا تَقْرَبُوا مَالَ الْيَتِيمِ إِلَّا بِالَّتِي هِيَ أَحْسَنُ.
„Und nähert euch dem Vermögen der Waisen nicht, bis sie das Alter der Reife erreicht haben, außer auf die beste Weise.“ (Sure al-Anʿām: 152)
وقال تعالى : وَيَسْأَلُونَكَ عَنِ الْيَتَامَى قُلْ إِصْلاحَ لَهُمْ خَيْرٌ وَإِنْ تُخَالِطُوهُمْ فَإِخْوَانُكُمْ وَاللَّهُ يَعْلَمُ الْمُفْسِدَ مِنَ الْمُصْلِحِ ، وَلَوْ شَاءَ اللَّهُ لَأَعْنَتَكُمْ إِنَّ اللَّهَ عزيز حكيم.
„Sie fragen dich, wie sie mit den Waisen umgehen sollen. Sag: Es ist am besten, das zu tun, was ihnen zugutekommt. Wenn ihr eure Ausgaben und eure Lebensführung mit ihren zusammenlegt, so ist das kein Vergehen; denn sie sind eure Brüder. Allah weiß, wer Unrecht tut und wer rechtschaffen handelt. Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er euch gewiss große Härte auferlegt. Wahrlich, Allah ist Allmächtig und Allweise.“ (Sure al-Baqara: 220)
١٦١٤ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ اجتنبوا السبع الموبقات قَالُوا يَا رَسُولَ الله وَمَا هُنَّ قَالَ الشَّرْكُ بِاللَّهِ وَالسَّحْرُ وَقَتْلُ النَّفْسِ الَّتِي حَرَّمَ اللَّهُ إِلَّا بِالْحَقِّ وَأَكُلُ الرِّهَا وَأَكُلُ مَالِ الْيَتِيمِ وَالتَّولِي يومَ الزَّحْفِ وَقَذَفَ الْمُحْصَنَاتِ الْمُؤْمِنَاتِ الْغَافِلات مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1614. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Haltet euch von sieben zerstörerischen Dingen fern. Die Gefährten fragten: O Gesandter Allahs, welche sind es? Er sagte: Allah jemanden beizugesellen, Zauberei zu betreiben, einen Menschen zu töten, dessen Leben und Blut Allah für unantastbar erklärt hat, ohne rechtmäßigen Grund zu töten, Zinsen zu verzehren, das Vermögen von Waisen zu veruntreuen, vom Schlachtfeld zu fliehen und keuschen, arglosen gläubigen Frauen eine sittliche Verleumdung anzulasten. [Anmerkung: Das bedeutet, dass die Todesstrafe für ein todeswürdiges Verbrechen ausschließlich durch ein Gericht vollstreckt werden darf. Das islamische Recht hat die fünf Fälle, in denen eine Tötung rechtmäßig ist, abschließend festgelegt: (1) die Tötung eines vorsätzlichen Mörders; (2) die Tötung feindlicher Soldaten auf dem Schlachtfeld; (3) die Tötung eines Verschwörers, der die islamische Staatsordnung zerstören will; (4) die Tötung eines verheirateten Mannes oder einer verheirateten Frau, wenn er oder sie Unzucht begeht; und (5) die Tötung eines Abtrünnigen, der den Islam verlässt.]
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
Abschnitt 34 – Zinsen sind streng verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : الَّذِينَ يَأْكُلُونَ الرِّبَا لَا يَقُومُونَ إِلَّا كَمَا يَقُوْمُ الَّذِي يَتَخَيْطُهُ الشيطانُ مِنَ الْمَسِ ذَلِكَ بِأَنَّهُمْ قَالُوا إِنَّمَا الْبَيْعُ مِثْلُ الرِّبَا وَأَحَلَّ اللَّهُ الْبَيْعَ وحرم الرِّهَا فَمَنْ جَاءَهُ مَوْعِظَةٌ مِنْ رَبِّهِ فَانْتَهَى فَلَهُ مَا سَلَفَ وَآمُرُهُ إِلَى اللَّهِ وَمَنْ عَادَ فَأُولَئِكَ أَصْحَابُ النَّارِ هُمْ فِيهَا خَالِدُونَ. يَمْحَقُ اللَّهُ الرِّبَا وَيُرْبِي الصَّدَقَاتِ . والله لا يُحِبُّ كُلِّ كَفَّارٍ أتيم. إِنَّ الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّلِحَتِ وَأَقَامُوا الصَّلوةَ وأتوا الزكوة لَهُمْ أَجْرُهُمْ عِنْدَ رَبِّهِمْ ، وَلا خَوْفٌ عَلَيْهِمْ وَلَا هُمْ يَحْزَنُوْنَ يَأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اتَّقُوا اللهَ وَذَرُوا مَا بَقِيَ مِنَ الرِّبوا إِنْ كُنتُمْ مُؤْمِنِينَ. فَإِنْ لَّمْ تَفْعَلُوا فَأْذَنُوا بِحَرْبٍ مِّنَ اللَّهِ وَرَسُولِهِ ، وَإِنْ تُبْتُمْ فَلَكُمْ رُمُوسُ أَمْوَالِكُمْ لَا تَظْلِمُونَ ولا تُظْلَمُونَ.
Der erhabene Allah sagt:
„Diejenigen, die Zinsen verzehren, werden nicht anders aufstehen als jemand, den der Satan durch Berührung in den Wahnsinn getrieben und um den Verstand gebracht hat. Dies ist deshalb so, weil sie sagen: ‚Handel ist doch dasselbe wie Zins.‘ Dabei hat Allah den Handel erlaubt und den Zins verboten. Wenn nun jemand eine Ermahnung von seinem Herrn erhält und daraufhin vom Zinsnehmen ablässt, dann gehört ihm, was vergangen ist; seine Angelegenheit liegt bei Allah. Diejenigen aber, die danach rückfällig werden, sind Bewohner des Feuers; darin werden sie ewig bleiben. Allah lässt den Zins zugrunde gehen und lässt die Almosen wachsen. Allah liebt keinen undankbaren Sünder. Diejenigen, die glauben, gute Werke tun, das Gebet verrichten und die Zakāt entrichten, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn. Für sie gibt es keine Furcht, und sie werden nicht traurig sein. O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und lasst das, was euch an Zinsen noch zusteht, bleiben, wenn ihr wahrhaft gläubig seid. Wenn ihr dies nicht tut, dann wisst, dass Allah und Sein Gesandter euch den Krieg ankündigen. Wenn ihr jedoch bereut und den Zins aufgebt, dann steht euch euer Kapital zu: Ihr sollt kein Unrecht tun, und euch soll kein Unrecht zugefügt werden.“ (Sure al-Baqara 2:275–279)
Imam an-Nawawī (möge Allah ihm barmherzig sein) sagt: Über das Verbot der Zinsen und ihre Folgen gibt es zahlreiche authentische und bekannte Hadithe.
١٦١٥ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ لَعَنَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وسلم أكل الربا وموكله. رَوَاهُ مُسْلِمٌ. زَادَ التَّرْمِذِى وَغَيْرُهُ وَشَاهِدَيْهِ وَكَاتِبَهُ.
1615. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verfluchte den Zinsnehmer und den Zinszahler.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. Auch Imam at-Tirmidhi und andere Hadith-Gelehrte überlieferten, dass der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) ebenfalls die beiden Zeugen des Zinsgeschäfts und dessen Schreiber verfluchte.
Abschnitt 35 – Das Verbot, eine Handlung aus Riyāʾ, also zur Zurschaustellung, zu verrichten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَمَا أمروا الا لِيَعْبُدُوا اللهَ مُخْلِصِينَ لَهُ الدِّينَ ، حُنَفَاءَ وَيُقِيمُوا الصلوة ويؤتوا الزكوة وذلك دين القيمة.
Der Erhabene Allah sagt:
„Ihnen wurde nur befohlen, Allah allein zu dienen, Ihm die Religion aufrichtig zu widmen und sich Ihm ausschließlich zuzuwenden. Außerdem wurde ihnen befohlen, das Gebet zu verrichten und die Zakāt zu entrichten. Das ist die aufrechte Religion.“ (Sure al-Bayyina: 5)
وقال تعالى : بأَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لا تُبْطِلُوا صَدَقَاتِكُمْ بِالْمَنِّ وَالْأَذَى : كَالَّذِييُنفِقُ مَالَهُ رِئَاءَ النَّاسِ وَلَا يُؤْمِنُ بِاللهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ ، فَمَثَلُهُ كَمَثَلِ صَفْوَانِ عَلَيْهِ تراب فَأَصَابَهُ وَابِلٌ فَتَرَكَهُ صَلْدًا ، لا يَقْدِرُونَ عَلَى شَيْءٍ مِمَّا كَسَبُوا ، وَاللَّهُ لَا يَهْدِي الْقَوْمَ الْكَفِرِينَ.
„O ihr, die ihr glaubt! Macht eure Almosen nicht dadurch zunichte, dass ihr mit dem Hinweis auf eure Wohltaten und durch Kränkung handelt, wie jener, der sein Vermögen nur zur Schau vor den Menschen ausgibt. Er glaubt weder an Allah noch an den Jüngsten Tag. Sein Gleichnis ist das eines gewaltigen Felsblocks, auf dem sich eine Erdschicht befindet. Als ein Wolkenbruch auf ihn niederfiel, wusch er die gesamte Erde fort, sodass der Felsblock völlig glatt und sauber zurückblieb. Diese Menschen werden keinen Nutzen aus dem Lohn ziehen, den sie durch ihre Almosen erlangen. Allah leitet die Ungläubigen nicht auf den geraden Weg.“ (Sure al-Baqara: 264)
وقال تعالى : إِنَّ الْمُنْفِقِينَ يُخْدِعُونَ اللهَ وَهُوَ خَادِعُهُمْ ، وَإِذَا قَامُوا إِلَى الصَّلوة قَامُوا كُسَالَى : يُرَاؤُونَ النَّاسِ وَلَا يَذْكُرُونَ اللهَ الا قليلا.
„Diese Heuchler versuchen, Allah zu täuschen, doch Er lässt sie in ihrer Täuschung verharren. Wenn sie sich zum Gebet erheben, tun sie dies lustlos. Sie bewegen ihre Lippen nur, um von den Menschen gesehen zu werden, und gedenken Allahs nur sehr wenig.“ (Sure an-Nisa: 142)
١٦١٦ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ قَالَ اللهُ تَعَالَى أنا أغنى الشركاء عَنِ الشَّرْكَ مَنْ عَمِلَ عَمَلاً أشرك فِيْهِ مَعِي غَيْرِي تَرَكْتُهُ وَشِرْكَهُ.
1616. Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagen: Allah, der Erhabene, ist frei von jeder Beigesellung, die die Beigeseller begehen. Wer eine Tat vollbringt, in der er Mir jemanden beigesellt, den überlasse Ich sich selbst und seine Beigesellung.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦١٧ – وَعَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِنْ أَوَّلَ الناس يقضى يَوْمَ الْقِيَامَةِ عَلَيْهِ رَجُلٌ اسْتُشْهِدَ فَأْتِيَ بِهِ فَعَرَفَهُ نِعْمَتَهُ فَعَرَفَهَا قَالَ فَمَا عَمِلْتَ فِيْهَا قَالَ قَاتَلْتُ فِيكَ حَتَّى اسْتُشْهِدْتُ قَالَ كَذَبْتَ وَلَكِنَّكَقاتَلْتَ لأَنْ يُقَالَ جَرِى فَقَدْ قَبْلَ ثُمَّ أَمر بِهِ فَسُحِبَ عَلَى وَجْهِهِ حَتَّى الْقِي فِي النَّارِ، وَرَجُلٌ تَعَلَّمَ الْعِلْمَ وَعَلَمَهُ وَقَرَأَ الْقُرْآنَ فَأَتِيَ بِهِ فَعَرَفَهُ نِعَمَهُ فَعَرَفَهَا قَالَ فَمَا عَمِلْتَ فِيهَا قَالَ تَعَلَّمُتُ الْعِلْمَ وَعَلَمْتُهُ وَقَرَأْتُ فِيْكَ الْقُرْآنَ قَالَ كَذَبْتَ ولكنك تعلمتَ لِيُقَالَ عَالِمٌ وَقَرَأْتَ الْقُرْآنَ لِيُقَالَ هُوَ قَارِئُ فَقَدْ قِيلَ ثُمَّ أَمَرَ بِهِ فَسُحِبَ عَلَى وَجْهِهِ حَتَّى الْقِي فِي النَّارِ، وَرَجُلٌ وَسْعَ اللَّهُ عَلَيْهِ وَأَعْطَاهُ مِنْ أصْنَافِ الْمَالِ فَأتِي بِهِ فَعَرَفَهُ نِعَمَهُ فَعَرَفَهَا قَالَ فَمَا عَمِلْتَ فِيهَا قَالَ مَا تَرَكْتُ مِنْ سَبِيلِ تُحِبُّ أَنْ يُنْفَقَ فِيهَا انْفَقْتُ فِيهَا لَكَ قَالَ كَذَبْتَ وَلَكِنَّكَ فَعَلْتَ ليُقَالَ هُوَ جَوَادٌ فَقَدْ قَبْلَ ثُمَّ أَمِرَ بِهِ فَسُحِبَ عَلَى وَجْهِهِ ثُمَّ الْقِي فِي النَّارِ رواه مسلم.
1617. Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagen: Am Tag der Auferstehung wird zuerst über einen Märtyrer gerichtet werden. Er wird vorgeführt, und ihm werden die Gnadengaben gezeigt, die ihm im weltlichen Leben gewährt worden waren; er wird sie erkennen. Man wird ihn fragen: „Wie hast du diese Gnadengaben genutzt?“ Er wird sagen: „O Allah! Ich habe auf Deinem Weg gekämpft, bis ich schließlich den Märtyrertod erlitt.“ Allah wird sagen: „Du hast gelogen. Vielmehr hast du gekämpft, damit die Menschen dich einen Helden nennen würden.“ Und das ist auch gesagt worden. Danach wird der Befehl erteilt, und er wird mit dem Gesicht nach unten gezerrt und ins Höllenfeuer geworfen werden.
Dann wird ein anderer Mann vorgeführt, der Wissen erworben, es andere gelehrt und auch den Quran rezitiert hatte. Er wird herbeigerufen, und ihm werden die Gnadengaben gezeigt, die ihm gewährt worden waren; er wird sie erkennen. Allah, der Erhabene, wird sagen: „Wie hast du diese Gnadengaben genutzt?“ Er wird antworten: „Ich habe Wissen erworben, es andere gelehrt und den Quran rezitiert, um Dein Wohlgefallen zu erlangen.“ Allah wird sagen: „Du hast gelogen. Vielmehr hast du Wissen erworben, damit die Menschen dich einen Gelehrten nennen würden, und du hast den Quran rezitiert, damit man dich einen Qāri nennt.“ Und das ist auch gesagt worden. Danach wird über ihn der Befehl erteilt, und er wird mit dem Gesicht nach unten gezerrt und ins Höllenfeuer geworfen werden.
Einem weiteren Mann hatte Allah großen Reichtum in Fülle gegeben. Die Gnadengaben, die ihm gewährt worden waren, werden ihm vorgeführt, und er wird sie erkennen. Man wird ihn fragen: „Wie hast du diesen Reichtum verwendet?“ Er wird sagen: „O Allah! Auf jedem Weg, auf dem Du Ausgaben liebst, habe ich Vermögen ausgegeben.“ Allah wird sagen: „Du hast gelogen. Vielmehr hast du dein Vermögen ausgegeben, damit man dich großzügig nennen würde.“ Und das ist auch gesagt worden. Danach wird über ihn der Befehl erteilt, und er wird mit dem Gesicht nach unten gezerrt und ins Höllenfeuer geworfen werden.
[Anmerkung: In unserem Land bezeichnet man als ‚Qāri‘ eine Person, die gelernt hat, den Quran korrekt zu rezitieren. In der Terminologie des Hadith wird jedoch jemand als ‚Qāri‘ bezeichnet, der über tiefgehende Kenntnisse der Quran- und Tafsir-Wissenschaften verfügt.]
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦١٨ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنْ نَاسًا قَالُوا لَهُ إِنَّا نَدْخُلُ عَلَى سلاطيننَا فَتَقُولُ لَهُم بخلاف ما نَتَكَلَّمُ إِذا خَرَجْنَا مِنْ عِنْدِهِمْ قَالَ ابْنُ عُمَرَ كُنَّا تعُدُّ هُذَا نِفَاقًا عَلَى عَهْدِ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ – رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1618. Überliefert von Abdallah ibn Umar (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Einige Leute sagten zu ihm: „Manchmal gehen wir zu unseren Herrschern. Dort sagen wir Dinge, deren Gegenteil wir nach unserer Rückkehr nach außen hin äußern.“ Abdallah ibn Umar (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) sagte: „Zur Zeit des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, betrachteten wir ein solches Verhalten als Heuchelei.“
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
١٦١٩ – وَعَنْ جُنْدُبِ بْنِ عَبْدِ اللهِ بْنِ سُفْيَانَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ سَمْعَ سَمَّعَ اللَّهُ بِهِ وَمَنْ يُرَانِي يُرَانِي اللهُ بِهِ. متفق عَلَيْهِ وَرَوَاهُ مُسْلِمٌ أَيْضًا مِنْ رِوَايَةِ ابْنِ عَبَّاسٍ سَمْعَ بِتَشْدِيدِ الْمِيمِ وَمَعْنَاهُ أَظْهَرَ عَمَلَهُ لِلنَّاسِ رِيَاءٌ، سَمَّعَ اللَّهُ بِهِ أَي فَضَحَهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَمَعْنَى من را مى أَي مَنْ أَظْهَرَ لِلنَّاسِ الْعَمَلَ الصَّالِحَ لِيَعْظُمَ عِنْدَهُمْ رَامَى اللَّهُ بِهِ أَيُّ اظهَرَ سَرِيرَتَهُ عَلَى رُؤُوسِ الْخَلَائِقِ .
1619. Überliefert von Dschundub ibn Abdallah ibn Sufyan (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer eine Tat vollbringt, um sich einen guten Ruf zu erwerben, dessen Fehler wird Allah vor den Menschen offenlegen. Und wer eine gottesdienstliche Handlung vollbringt, um sie den Menschen zu zeigen, den wird Allah ebenfalls so behandeln, dass seine Heuchelei offenbar wird.“ (Das heißt: Er wird des eigentlichen Lohnes für seine Tat beraubt bleiben.)
Diesen Hadith überlieferten Imam al-Buchari und Imam Muslim. Imam Muslim überlieferte ihn auch über Ibn Abbas (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Das Wort „sammāʿ“ bedeutet, unter dem Einfluss der Zurschaustellung vor den Menschen alle eigenen guten Taten bekannt zu machen. „Sammāʿallāhu bihi“ bedeutet: Allah wird ihn am Tag der Auferstehung demütigen und erniedrigen. „Man rāʾā, rāʾallāhu bihi“ bedeutet: Wer eine gute Tat vollbringt und sie vor den Menschen bekannt macht, um dadurch Ansehen und Überlegenheit zu erlangen, dessen Fehler wird Allah am Tag der Auferstehung vor allen Geschöpfen offenlegen.
١٦٢٠ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ تَعَلَّمَ عَلمًا مِمَّا يُبْتَغَى به وَجْهُ الله عَزَّ وَجَلَّ لَا يَتَعَلَّمُهُ إِلا لِيُصِيبَ بِهِ عرضًا مِنَ الدُّنْيَا لَمْ يَجِدُ عَرْفَ الْجَنَّةِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ يَعْنِي رِيحَهَا رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ باشناد صحيح والْأَحَادِيثُ فِي الْبَابِ كَثِيرَةً مَشْهُورَةٌ .
1620. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer Wissen erwirbt, durch das man das Wohlgefallen Allahs, des Erhabenen und Allmächtigen, erlangen kann, es jedoch nur mit der Absicht erwirbt, dadurch weltlichen Wohlstand, Ruhe und Annehmlichkeiten zu erlangen, wird am Tag der Auferstehung nicht einmal den Duft des Paradieses wahrnehmen.“
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette. Zu diesem Thema gibt es zahlreiche bekannte Hadithe.
Abschnitt: 36 – Dinge, bei denen es den Anschein hat, dass sie zur Zurschaustellung dienen, in denen sich jedoch tatsächlich keine Zurschaustellung befindet
١٦٢١ – عَنْ أَبِي ذَرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قِيلَ لِرَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَرَأَيْتَ الرَّجُلَ الَّذِي يَعْمَلُ الْعَمَلَ مِنَ الْخَيْرِ وَيَحْمَدُهُ النَّاسُ عَلَيْهِ قَالَ تِلْكَ عَاجِلٌ بُشْرَى الْمُؤْمِنِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1621. Überliefert von Abu Dharr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, wurde gesagt: „Was ist Ihre Meinung über denjenigen, der eine gute Tat vollbringt und dafür von den Menschen gelobt wird?“ Er sagte: „Dies ist eine vorzeitige frohe Botschaft für den Gläubigen.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 37 – Das unnötige Schauen auf fremde Frauen und schöne Knaben ist verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : قُلْ لِلْمُؤْمِنِينَ يَغُضُّوا مِنْ أَبْصَارِهِمْ وَيَحْفَظُوا فُرُوجَهُمْ ، ذَلِكَ ازكى لَهُمْ ، إِنَّ اللَّهَ خَبِيرٌ بِمَا يَصْنَعُونَ.
Der Erhabene Allah sagt:
„O Prophet! Sag den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren sollen. Das ist für sie die reinste Lebensweise. Allah ist über das, was sie tun, vollkommen kundig.“ (Sure an-Nur: 30)
وَقَالَ تَعَالَى : إِنَّ السَّمْعَ وَالْبَصَرَ وَالْفُؤَادَ كُلُّ أُولَئِكَ كَانَ عَنْهُ مَسْئُوْلاً.
„Über jedes einzelne Körperglied – wie das Gehör, das Sehvermögen und das Herz – wird Rechenschaft verlangt werden.“ (Sure Bani Isra’il: 36)
وَقَالَ تَعَالَى : يَعْلَمُ خَائِنَةَ الْأَعْيُنِ وَمَا تُخْفِي الصُّدُورُ.
„Allah kennt auch den verstohlenen Blick der Augen und weiß, was die Herzen verbergen.“ (Sure al-Mu’min: 19)
وَقَالَ تَعَالَى : إِنَّ رَبَّكَ لَبِالْمِرْصَادِ .
„Wahrlich, dein Herr ist auf der Lauer.“ (Sure al-Fajr: 14)
١٦٢٢ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ كتب عَلَى ابْنِ آدَمَ نَصِيبُهُ مِنَ الزنى مُدْرِكَ ذَلِكَ لَا مَحَالَةَ الْعَيْنَانِ زِنَاهُمَا النظر والأذْنَانِ زِنَاهُمَا الاسْتِمَاعُ وَالنِّسَانُ زِنَاهُ الْكَلَامُ وَالْيَدُ زِنَاهَا الْبَطْسُ والرَّجُلُ زِنَاهَا الْخُطَا وَالْقَلْبُ يَهْوِي وَيَتَمَنَّى وَيُصَدِّقُ ذَلِكَ الْفَرْجُ أَوْ يُكَذِّبُهُ. مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ، وَهُذا لفظ مُسْلِم .
1622. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah Wohlgefallen an ihm haben). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Für jedes Kind Adams ist ein Anteil an Unzucht bestimmt, den es unweigerlich erhalten wird. Die Unzucht der beiden Augen besteht im Blick auf fremde Frauen, die Unzucht der beiden Ohren im Hören sexuell erregender Gespräche, die Unzucht des Mundes im darüber Reden, die Unzucht der Hände im Berühren und die Unzucht der Füße im Gehen zu diesem Zweck. Das Herz weckt die Neigung zu dieser Tat und entwickelt das Verlangen danach. Die Geschlechtsorgane bestätigen dann diesen Zustand oder erklären ihn für unwahr. Imām al-Buḫārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith. Hier wird der Wortlaut von Ṣaḥīḥ Muslim wiedergegeben.
١٦٢٣ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدٍ الْخُدْرِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِيَّاكُمْ وَالْجُلُوس في الطرقات قَالُوا يَا رَسُولَ اللَّهِ مَا لَنَا مِنْ مجالِسِنَا بُدَّ تَتَحَدِّثُ فِيهَا فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَإِذَا أَبَيْتُمُ إلا الْمَجْلِسَ فَاعْطُوا الطريق حَقَّهُ قَالُوا وَمَا حَقُّ الطَّرِيقِ يَا رَسُولَ اللَّهِ قَالَ غَضُ الْبَصَرِ وَكَفَّ الْأَذَى وَرَدُّ السَّلامِ وَالْأَمْرُ بِالْمَعْرُوفِ وَالنَّهَى عَنِ الْمُنْكَرِ متفق عليه.
1623. Überliefert von Abū Saʿīd al-Ḫudrī (möge Allah Wohlgefallen an ihm haben). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Hütet euch davor, an den Wegen zu sitzen. Die Gefährten sagten: O Gesandter Allahs! Wir können nicht anders, als an den Wegen zu sitzen. Wir sitzen dort und unterhalten uns. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wenn ihr euch weigert, davon abzusehen, an den Wegen zu sitzen, dann erfüllt das Recht des Weges. Die Gefährten sagten: O Gesandter Allahs! Was ist denn das Recht des Weges? Er sagte: Den Blick zu senken, schädliche Dinge vom Weg zu entfernen, den Friedensgruß der Vorübergehenden zu erwidern, das Gute zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten.
Imām al-Buḫārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٢٤ – وَعَنْ أَبِي طَلْحَةَ زَيْدِ بْنِ سَهْلِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ كُنَّا قُعُودًا بِالْأَغْنِيَةِ تتحدث فِيهَا فَجَاءَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَامَ عَلَيْنَا فَقَالَ مَا لَكُمْ والمجالس الصعدات اجْتَنِبُوا مجالس الصعداتِ فَقُلْنَا إِنَّمَا فَعَدْنَا لِغَيْرِ مَا بَأْسٍ فَعَدْنَا نَتَذَاكَرُ وَنَتَحَدَّثُ قَالَ إِمَّا لَا فَادُوا حَقَّهَا غَضُ الْبَصَرِ وَرَدُّ السَّلَامِ وَحُسْنُ الكلام – رَوَاهُ مُسْلِم
1624. Überliefert von Abū Ṭalḥa ibn Sahl (möge Allah Wohlgefallen an ihm haben). Er sagte: Wir saßen im Hof unseres Hauses und unterhielten uns. Da kam der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) und blieb vor uns stehen. Er sagte: Was ist mit euch, warum sitzt ihr auf dem Weg? Meidet es, am Weg zu sitzen. Wir sagten: Wir sitzen hier nicht, um Schaden anzurichten, sondern um uns zu unterhalten und miteinander zu sprechen. Er sagte: Wenn ihr unbedingt sitzen müsst, dann erfüllt das Recht des Weges. Das Recht des Weges besteht darin, den Blick zu senken, den Friedensgruß der Vorübergehenden zu erwidern und gute Worte zu sprechen. Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.١٦٢٥ – وَعَنْ جَرِيرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَأَلْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنْ نَظرِ الْفَجْأَةِ فَقَالَ اصْرِفُ بَصَرَكَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1625. Überliefert von Jarīr (möge Allah Wohlgefallen an ihm haben). Er sagte: Ich fragte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) nach einem unbeabsichtigten Blick. Er sagte: Wende deinen Blick ab.
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦٢٦ – وَعَنْ أَمِّ سَلَمَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا قَالَتْ كُنتُ عِنْدَ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَعِنْدَهُ مَيْمُونَةً فَأَقْبَلَ ابْنُ أَمِّ مَكْتُوْمِ وَذَلِكَ بَعْدَ أَنْ أَمِرْنَا بِالْحِجَابِ فَقَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ احْتَجِهَا مِنْهُ فَقُلْنَا يَا رَسُولَ اللَّهِ الَيْسَ هُوَ أعمى لا يُبْصِرنا ولا يَعْرِفْنَا فَقَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَفَعَتَبَاوَانِ انْتَمَا الستما تُبصرانه رواه أبو داود والترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ.
1626. Über Umm Salama (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr) wird berichtet. Sie sagte: Ich war beim Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm). Auch Maymuna (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr) war damals bei ihm. In diesem Augenblick kam Abdullah ibn Umm Maktum herein. Dies geschah, nachdem uns das Gebot der Verhüllung auferlegt worden war. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Verhüllt euch vor ihm.“ Wir sagten: „O Gesandter Allahs! Ist er nicht blind? Er kann uns weder sehen noch erkennen.“ Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Seid ihr beide etwa blind? Könnt ihr ihn nicht sehen?“
Imam Abu Dawud und Imam at-Tirmidhi überlieferten diesen Hadith. Imam at-Tirmidhi sagte: „Der Hadith ist hasan und sahih.“
١٦٢٧ – قال لا يَنظُرُ الرَّجُلُ إِلى عَوْرَة الرَّجُلِ وَلا الْمَرْأَةُ إِلَى عَوْرَةِ الْمَرْأَةِ وَلَا يُقْضِي الرجل إلى الرجل في ثوب واحد ولا تقضى الْمَرْأَةُ إِلَى الْمَرْأَةِ فِي الشَّوْبِ الواحد – رواه مسلم.
1627. Über Abu Sa’id (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) wird berichtet. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Kein Mann soll auf die ʿAwra eines anderen Mannes schauen, und keine Frau soll auf die ʿAwra einer anderen Frau schauen. Zwei Männer sollen nicht unter ein und derselben Decke eng aneinander geschmiegt schlafen. Ebenso sollen nicht zwei Frauen unter ein und demselben Gewand eng aneinander geschmiegt schlafen.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. [Anmerkung: Als ʿAwra bezeichnet man die Körperteile von Frauen und Männern, die stets bedeckt gehalten werden müssen.]
Abschnitt 38 – Das Verbot, sich mit einer fremden Frau allein zu treffen
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَإِذَا سَأَلْتُمُوهُنَّ مَتَاعًا فَاسْأَلُوهُنَّ مِنْ وَرَاءِ حِجَابٍ ذَلِكُمْ أَظْهَرُ لِقُلُوبِكُمْ وَقُلُوبِهِنَّ.
Der Erhabene Allah sagt:
„Wenn ihr die Frauen des Propheten um etwas bittet, dann bittet sie hinter einem Vorhang. Das ist der beste Weg, um die Reinheit eurer Herzen und ihrer Herzen zu bewahren.“ (Sure al-Ahzab: 53)
١٦٢٨ – وَعَنْ عُقْبَةَ بْنِ عَامِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِيَّاكُمْ وَالدُّخُولَ عَلَى النِّسَاء فَقَالَ رَجُلٌ مِنَ الْأَنْصَارِ أَفَرَأَيْتَ الْحَمْوَ قَالَ الْحَمْدُ الْمَوْتُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ الْحَمْدُ قَرِيبُ الزَّوْجِ كَأَخِيهِ وَابْنِ أخيه وابن عمه.
1628. Von ʿUqba ibn ʿĀmir (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Hütet euch davor, ungezwungen mit Frauen Umgang zu pflegen.“ Ein Ansari fragte: „Was ist deine Meinung über den Umgang mit dem Schwager?“ Er sagte: „Der Schwager ist der Tod selbst.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. Al-hamw bezeichnet die nahen Verwandten des Ehemannes, wie etwa seinen Bruder, Neffen, Cousin väterlicherseits und Ähnliches.
١٦٢٩ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا يَخْلُونَ أَحَدُكُمْ بِإِمْرَأَةِ إِلَّا مَعَ ذِي مَحْرَمٍ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1629. Von Ibn al-ʿAbbas (möge Allah mit beiden zufrieden sein) wird überliefert: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Keiner von euch soll sich mit einer Frau unter vier Augen treffen, es sei denn, dass sich ein männlicher Mahram-Verwandter von ihr bei ihr befindet.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٣٠ – وَعَنْ بُرَيْدَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حُرْمَة نِسَاءِ الْمُجَاهِدِينَ عَلَى الْقَاعِدِينَ كَحُرْمَةِ أُمَّهَاتِهِمْ مَا مِنْ رَجُلٍ مِّنَ الْقَاعِدِينَ يَخْلُفُ رَجُلاً مِّنَ الْمُجَاهِدِينَ في أَهْلِهِ فَيَخُونُهُ فِيهِمُ الأَ وَقَفَ لَهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ فَيَأْخُذُ مِنْ حَسَنَاتِهِ مَا شَاءَ حَتَّى يَرْضَى ثُمَّ الْتَفَتَ إِلَيْنَا رَسُولُ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ مَا ظَنُّكُمْ. رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1630. Überliefert von Burayda (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Die Wahrung der Ehre und Keuschheit der Ehefrauen der Mudschāhidūn, die am Dschihad teilnehmen, ist für die Männer, die zu Hause bleiben, gleichbedeutend mit der Wahrung der Ehre und Keuschheit ihrer Mütter. Wenn einem zu Hause bleibenden Mann die Betreuung der Familie eines Mudschāhid anvertraut wird und er dieses Vertrauen verletzt, kann der Mudschāhid am Tag der Auferstehung so viele seiner guten Taten nehmen, wie er will. Danach wandte sich der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, uns zu und sagte: Was meint ihr? Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 39 – Das Nachahmen von Frauen durch Männer und von Männern durch Frauen in Kleidung, Gangart, Verhalten und dergleichen ist verboten
١٦٣١ – عَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ لَعَنَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الْمُخْتَثِينَ مِنَ الرِّجَالِ وَالْمُتَرَجِلاتِ مِنَ النِّسَاءِ، وَفِي رواية لَعَنَ رَسُولُ الله صلى الله عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الْمُتَشَهِينَ مِنَ الرِّجَالِ بِالنِّسَاءِ وَالْمُتَشَبَهَاتِ مِنَ النِّسَاءِ بِالرِّجَالِ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ
1631. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verfluchte Männer, die sich Frauen ähnlich machen, und Frauen, die sich Männern ähnlich machen. In einer anderen Überlieferung heißt es: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verfluchte Männer, die Frauen nachahmen, und Frauen, die Männer nachahmen. Imam al-Buchārī überlieferte diesen Hadith.
١٦٣٢ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضى اللهُ عَنْهُ قَالَ لَعَنَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الرَّجُلَ يَلْبَسُ لِبْسَةَ الْمَرْأَةِ وَالْمَرْأَةَ تَلْبَسُ لِبْسَةَ الرَّجُلِ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ باسناد صحيح
1632. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verfluchte Männer, die Frauenkleidung tragen, und Frauen, die Männerkleidung tragen.
Imam Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette.
١٦٣٣ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ صِنْفَانِ مِنْ أَهْلِ النَّارِ لم أَرَهُمَا قَوْمٌ مَعَهُمْ سَيَاطٌ كَاذْنَابِ الْبَقَرِ يَضْرِبُونَ بِهَا النَّاسَ وَنِسَاء كَاسِيَاتٌ عاريات مميلات مائلات رؤوسهن كأسنمة البخت المائلة لا يَدْخُلُنَ الْجَنَّةَ وَلَا يَجِدْنَ رِيحَهَا وَإِنْ رِيحَهَا لِيُوجَدُ مِنْ مَسيرَة كَذَا وَكَنَا – رَوَاهُ مُسْلِمٌ مَعْنَى كاسيات أي من نعمة الله عاريات من شكرها. وَقَبْلَ مَعْنَاهُ تَسْتُرُ بَعْضٍ بَدَنِهَا وَتَكْشِفُ بَعْضَهُ اظهاراً لجمالها ونحوه. وقيل تَلْبَسُ ثَوْبًا رَقِيقًا يَصِفُ لَوْنَ بدنها. ومعنى ما ثلاتٌ قَبْلَ عَن طاعة الله تَعَالَى وَمَا يَلْزَمُهُنَّ حفظهُ مُمِيلات أن يُعَلِّمْنَ غَيْرَهُنَّ فِعْلَهُنَّ الْمَذْمُومَ. وَقِيلَ مَا ثلاتٌ يَمْشِينَ مُتَبَخْتِرَاتِ مُمِيلات لاكتافهن، وقيل مائلات يمتشطن المشطة الْمَيْلَاءَ وَهِيَ مَشْطةُ الْبَغَايَا ومُمِيلات يُمَشِطْنَ غَيْرَهُنَّ تِلْكَ الْمِشْطَة. رُؤُوسُهُنَّ كَاسْنِمَةِ الْبُخْتِ أَي يُكَبِّرْنَهَا ويعظمتها بلفِ عِمَامَةٍ أَوْ عِصَابَةٍ أَوْ نَحوه .
1633. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Es gibt zwei Gruppen der Höllenbewohner, die ich noch nicht gesehen habe. Die eine Gruppe wird Peitschen in den Händen haben, die den Schwänzen von Rindern gleichen, und damit die Menschen schlagen. Und die andere Gruppe besteht aus Frauen, die bekleidet und dennoch nackt sind, die selbst vom rechten Weg abweichen und andere vom rechten Weg abbringen. Ihre Haarfrisuren gleichen den hohen Höckern der Bukhti-Kamele. Diese Frauen werden niemals ins Paradies eintreten und nicht einmal seinen Duft wahrnehmen, obwohl sein Duft aus sehr großer Entfernung wahrgenommen werden kann.“
Imām Muslim überliefert diesen Hadith. „Kāsiyāt“ bedeutet: eine Frau, die keine Kleidung als Ausdruck der Gaben Allahs trägt. „ʿĀriyāt“ bedeutet: eine Frau, die keine Dankbarkeit zeigt, oder die einen Teil ihres Körpers bedeckt und einen anderen Teil offenlässt, um ihre Schönheit zur Schau zu stellen, und dünne, durchsichtige Kleidung trägt, um ihre Körperreize zu zeigen. „Mā’ilāt“ bedeutet: Frauen, die ihre schlechten Taten vor den Menschen offen zur Schau stellen und sie durch ihre aufreizenden Bewegungen und Gesten zeigen. Eine solche Aufmachung findet man gewöhnlich bei Frauen von ehebrecherischer und prostituierter Wesensart. „Ruʾūsuhunna ka-asnimatil-buḫt“ bedeutet: eine Frau, die ihr Haar zu einem topfartigen Knoten bindet, ihn durch das Umwickeln mit einem Dupatta, einem Tuch und Ähnlichem vergrößert und erhöht, sodass er dem Höcker eines Bukhti-Kamels gleicht.
Abschnitt 40 – Das Nachahmen Satans und der Ungläubigen ist verboten
١٦٣٤ – عَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُوْلُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَأْكُلُوا بِالشِّمَالِ فَإِنَّ الشَّيْطَانَ يَأْكُلُ وَيَشْرَبُ بِشِمَالِهِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1634. Überliefert von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Esst und trinkt nicht mit der linken Hand, denn Satan isst und trinkt mit der linken Hand.“
Imām Muslim überliefert diesen Hadith.
١٦٣٥ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قال لا يَأْكُلَنْ أَحَدُكُمْ بِشِمَالِهِ وَلَا يَشْرَبْنَ بِهَا فَإِنَّ الشَّيْطَانَ يَأْكُلُ بِشِمَالِهِ وَيَشْرَبُ بِهَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1635. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Keiner von euch soll jemals mit der linken Hand essen oder mit der linken Hand trinken, denn Satan isst und trinkt mit der linken Hand.“
Imām Muslim überliefert diesen Hadith.
١٦٣٦ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ الْيَهُودَ وَالنَّصَارَى لا يَصْبِغُونَ فَخَالِقُوهُمْ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ الْمُرَادُ خَضَابٌ شعر اللحية والرأس الأبيض بصفْرَةٍ أَوْ حُمْرَةٍ وَأَمَّا السَّوَادُ فَمَنْهَى عَنْهُ.
1636. Von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird berichtet: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: Die Juden und die Christen färben ihre Haare nicht. So handelt anders als sie. Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. Imam an-Nawawi (möge Allah ihm barmherzig sein) sagt: Der Bart und die weißen Haare auf dem Kopf dürfen rot oder gelb gefärbt werden. Schwarze Haarfarbe ist jedoch verboten.
Abschnitt 41 – Das Färben der Haare von Männern und Frauen mit schwarzer Haarfarbe ist verboten
١٦٣٧ – عَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ أَتِي بِأَبِي قُحَافَةً وَالِدِ أَبِي بَكْرِ الصِّدِّيقِ يَوْمَ فَتْحِ مَكَّةَ وَرَأْسُهُ وَلِحْبَتُهُ كَالتَّغَامَةِ بَيَاضًا فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ غَيرُوا هذا وَاجْتَنِبُوا السواد – رواه مسلم.
1637. Von Dschabir (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird berichtet: Er sagte: Am Tag der Eroberung von Mekka wurde Abu Kuhafa, der Vater von Abu Bakr as-Siddiq (möge Allah mit ihm zufrieden sein), zum Propheten (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) gebracht. Sein Bart und sein Kopfhaar waren so weiß wie die Pflanze Saghama. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: Verändere diese Haarfarbe durch etwas, aber meide die schwarze Farbe.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 42 – Es ist verboten, einen Teil des Kopfes zu rasieren
Es ist verboten, einen Teil des Kopfes zu rasieren und am anderen Teil die Haare stehen zu lassen. Männern ist es erlaubt, den gesamten Kopf zu rasieren, Frauen hingegen ist es nicht erlaubt, den Kopf zu rasieren.
١٦٣٨ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ نَهَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنِ الْقَزَعِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1638. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, verbot, einen Teil des Kopfhaares zu rasieren und einen anderen Teil stehen zu lassen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٣٩ – وَعَنْهُ قَالَ رَأَى رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ صَبِيًّا قَدْ خُلِقَ بَعْضَ شعرِ رَأْسِهِ وَتُرِكَ بَعْضُهُ فَنَهَاهُمْ عَنْ ذَلِكَ وَقَالَ احْلِقُوهُ كُلَّهُ أَوِ اتْرَكُوهُ كُلَّهُ رَوَاهُ أبو داود بِإِسْنَادِ صَحِيحِ عَلَى شَرْطِ الْبُخَارِي وَمُسْلِم
1639. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sah ein Kind, dessen Kopf teilweise rasiert und teilweise unrasiert war. Er verbot den Menschen, dies zu tun, und sagte: Entweder rasiert den ganzen Kopf oder lasst das gesamte Haar stehen.
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette, die den von Imam al-Buchari und Imam Muslim aufgestellten Bedingungen entspricht.
١٦٤٠ – وَعَنْ عَبْدِ اللهِ بْنِ جَعْفَرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اشهلَ ال جَعْفَرٍ ثَلاثًا ثُمَّ أَتَاهُمْ فَقَالَ لا تَبْكُوا عَلَى أَخِي بَعْدَ الْيَوْمِ ثُمَّ قَالَ ادْعُوا لي بَنِي أَخِي فَجِيَّ بِنَا كَأَنَّنَا أَفْرُحْ فَقَالَ ادْعُوا لِي الْحَلَاقَ فَأَمَرَهُ فَخَلَقَ رؤوسُنَا – رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِاسْنَادِ صَحِيح عَلَى شَرْطِ الْبُخَارِي وَمُسلِم
1640. Überliefert von ʿAbdullah ibn Jaʿfar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, gewährte der Familie Jaʿfars nach dessen Märtyrertod drei Tage Zeit zur Trauer. Am dritten Tag kam er zu ihnen und sagte: Weint von heute an nicht mehr um meinen Bruder. Dann sagte er weiter: Ruft die Kinder meines Bruders. Wir wurden zu ihm gebracht. Vor Trauer und Schmerz waren wir wie hilflose Kinder. Er sagte: Ruft für mich einen Barbier. Er wies ihn an, unsere Köpfe zu rasieren.
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette, die den von Imam al-Buchari und Imam Muslim aufgestellten Bedingungen entspricht.
١٦٤١ – وَعَنْ عَلِيِّ قَالَ نَهَى رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنْ تَخْلِقَ الْمَرْأَةُ رَأْسَهَا رَوَاهُ النِّسَانِي
1641. Überliefert von ʿAlī (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er verbot Frauen, sich das Kopfhaar abzurasieren.
Imam an-Nasāʾī überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 43 – Das Anbringen von Perücken, das Tätowieren und das Feilen der Zähne, um sie spitz zu machen, sind verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : أَنْ يَدْعُونَ مِنْ دُونِه الا اناثا وَأَنْ يُدْعُونَ إِلا شَيْطَانًا مَّرِيدًا. لعَنَهُ اللهُ وَقَالَ لَاتَّخَذَنَّ مِنْ عِبَادِكَ نَصِيبًا مُفْرُوضًا، وَلَأَصْلَتُهُمْ وَلَأُمَنَيْنَهُمْ وَلا مُرَنَّهُمْ فَلَيُبَتِكُنَّ أَذَانَ الْأَنْعَامِ وَلَا مُرَنَّهُمْ فَلَيُغَيِّرُنَّ خَلْقَ اللَّهِ ، وَمَنْ يَتَّخِذ الشيطن وَلِيًّا مِنْ دُونِ اللَّهِ فَقَدْ خَسِرَ خُسْرَانًا مُّبِينًا ، يَعِدُهُمْ وَيُمَنِّيْهِمْ ، وَمَا بعِدُهُمُ الشَّيْطَنُ إِلا غُرُورًا. أُولَئِكَ مَا وَلَهُمْ جَهَنَّمُ ، وَلَا يَجِدُونَ عَنْهَا مَحِيمًا.
Der Erhabene Allah sagt:
„Sie rufen anstelle Allahs weibliche Gottheiten an. Sie nehmen auch den aufsässigen Satan zum Gott an, auf dem Allahs Fluch liegt. Dieser sagte: ‚Ich werde von Deinen Dienern ganz gewiss einen bestimmten Anteil nehmen. Ich werde sie in die Irre führen, sie mit allerlei Hoffnungen beschäftigen, ihnen befehlen, und sie werden die Ohren des Viehs abschneiden. Ich werde ihnen befehlen, und sie werden Allahs Schöpfung verändern. Wer statt Allahs diesen Satan zum Schutzherrn und Freund nimmt, hat gewiss einen offenkundigen Verlust erlitten. Er macht ihnen allerlei falsche Versprechen und weckt in ihnen falsche Hoffnungen. Doch alle Versprechen des Satans sind nur Täuschung. Ihr endgültiger Aufenthaltsort wird die Hölle sein; sie werden keinen Ausweg finden, ihr zu entkommen.‘“ (Sure an-Nisāʾ 117–121)
١٦٤٢ – وَعَنْ أَسْمَاءَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا أَنَّ امْرَأَةً سَأَلَتِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَتْ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنَّ ابْنَتِي أَصَابَتْهَا الْحَصْبَةُ فَتَمَرُقَ شَعْرُهَا وَأَنِّي زوجْتُهَا أَفَاصِلُ فِيهِ فَقَالَ لَعَنَ اللهُ الْوَاصِلَةَ وَالْمَوْصُولة – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ – وَفِي رواية الواصلة والمستوصلةقَوْلُهَا فَتَمَرَّقَ هُوَ بالراء وَمَعْنَاهُ انْتَشَرَ وَسَقَط وَالْوَاصِلَةُ الَّتِي تَصِلُ شَعْرَهَا أَوْ شَعرَ غَيْرِهَا بِشَعْرِ آخَرَ، وَالْمَوْصُولَةُ الَّتِي يُوصَلُ شَعْرُهَا، وَالْمُسْتَوْصِلَةُ الَّتِي تَسْأَلُ مَنْ يَفْعَلُ ذَلِكَ لَهَا وَعَنْ عَائِشَةَ نَحْوَهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1642. Überliefert von Asmāʾ (Allahs Wohlgefallen auf ihr). Eine Frau sagte zum Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm): „O Gesandter Allahs! Das Haar meiner Tochter ist wegen der Pocken ausgefallen. Ich möchte sie verheiraten. Darf ich ihr eine Perücke aufsetzen?“ Er sagte: „Allah hat sowohl diejenige verflucht, die Haarverlängerungen verwendet, als auch diejenige, die sie anbringt.“
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung heißt es: „Allah hat sowohl diejenige verflucht, die Haarverlängerungen verwendet, als auch diejenige, die sie anfertigt.“ Auch ʿĀʾischa (Allahs Wohlgefallen auf ihr) überlieferte einen Hadith, der dem oben erwähnten entspricht. [Anmerkung: „Tamarraqa“ bedeutet: sich zerstreuen, ausfallen oder herabfallen. Al-Wāṣila ist eine Frau, die zusätzliches Haar mit ihrem eigenen Haar oder mit dem Haar einer anderen Frau verbindet. „Al-Mawṣūla“ bezeichnet diejenige, deren Haar damit verbunden wird. „Al-Mustawṣila“ bezeichnet die Frau, die eine professionelle Frau beauftragt, diese Arbeit auszuführen.]
١٦٤٣ – وَعَنْ حُمَيْدِ بْنِ عَبْدِ الرَّحْمَنِ أَنَّهُ سَمِعَ مُعَاوِيَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَامَ حَجٌ على الْمِنْبَرِ وَتَنَاوَلَ قُصَّةٌ مِنْ شَعرٍ كَانَتْ فِي يَدِ حَرْسِي فَقَالَ يَا أَهْلَ الْمَدِينَةِ ابْنَ عُلَمَاؤُكُمْ سَمِعْتُ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَنْهَى عَنْ مِثْلِ هَذِهِ وَيَقُولُ إِنَّمَا هَلَكَتْ بَنُو إِسْرَائِيلَ حِيْنَ اتَّخَذَ هَذِهِ نِسَاؤُهُمْ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1643. Überliefert von Ḥumaid ibn ʿAbd ar-Raḥmān (Allah erbarme sich seiner). In dem Jahr, in dem Muʿāwiya (Allahs Wohlgefallen auf ihm) die Pilgerfahrt vollzog, hörte er ihn, nachdem er einem Sicherheitsbeamten ein Büschel Haare abgenommen hatte, auf der Kanzel sagen: „O Bewohner von Medina! Wo sind eure Gelehrten? Ich hörte den Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) die Verwendung solcher Haare verbieten. Er sagte: Als die Frauen der Kinder Israels begannen, solche Haarbüschel (Perücken) zu verwenden, begann der Untergang der Kinder Israels.“
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٤٤ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لعن الواصلة وَالْمُسْتَوْصلة وَالْوَاشِمَةَ وَالْمُسْتَوْشِمَة – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1644. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (Allahs Wohlgefallen auf ihm). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verfluchte alle: diejenige, die Haarverlängerungen verwendet, diejenige, die sie anfertigt, diejenige, die Tätowierungen anbringt, und diejenige, die sich tätowieren lässt.
Imām al-Buchārī und Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٤٥ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ لَعَنَ اللهُ الْوَاشِمَاتِ وَالْمُسْتَوْشِمَاتِ وَالْمُتَنَمِّصَاتِ وَالْمُتَفَلِجَاتِ لِلْحُسْنِ الْمُغَيِّرَاتِ خَلْقَ اللَّهِ فقَالَتْ لَهُ امْرَأَةً فِي ذَلِكَ فَقَالَ وَمَا لِي لا الْعَنْ مَنْ لَعَنَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَهُوَ فِي كِتَابِ اللهِ قَالَ اللهُ تَعَالَى (وَمَا أَتَاكُمُ الرَّسُولُ فَخُذُوهُ وَمَا نَهَاكُمْ عَنْهُ فَانْتَهُوا ) – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
المُتَفَلِجَة هي التي تَبْرُهُ مِنْ أَسْنَانِهَا لِيَتَبَاعَدَ بَعْضُهَا مِنْ بَعْضٍ قَلِيلاً وَتُحَسِنُهَا وَهُوَ الْوَشْرُ. وَالنَّامِصَةُ هِيَ الَّتِي تَأْخُذُ مِنْ شَعْرِ حَاجِبِ غَيْرِهَا وَتُرَقِّقُهُ لبَصِيرَ حَسَنًا وَالْمُتَنَمِّصَةُ الَّتِي تَأْمُرُ مَنْ يَفْعَلُ بِهَا ذَلِكَ.
1645. Überliefert von ʿAbdullah ibn Masʿud (Allahs Wohlgefallen auf ihm). Er sagte: Allah hat jene Frauen verflucht, die sich tätowieren lassen, jene, die tätowieren, jene, die sich zur Verschönerung die Zähne abschleifen lassen, jene, die die Haare an den Augenlidern oder Augenbrauen ausreißen, und jene, die auf diese Weise Allahs Schöpfung verändern. Eine Frau fragte ʿAbdullah ibn Masʿud (Allahs Wohlgefallen auf ihm) danach. Er sagte: „Warum sollte ich nicht denjenigen verfluchen, den der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verflucht hat, und dies steht doch auch im Heiligen Qurʾan? Allah, der Erhabene, hat gesagt: ‚Was der Gesandte euch gibt, das nehmt an, und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch.‘“ (Sure al-Haschr: 7)
Al-Mutafarrijah bezeichnet eine Frau, die sich zur Verschönerung die Zähne abschleift und dadurch zwischen ihnen einen kleinen Abstand entstehen lässt.
„An-Namisah“ bezeichnet eine Frau, die die Haare an den Augenlidern, Augenbrauen und dergleichen einer anderen Frau ausreißt und sie zur Verschönerung dünner macht. Al-Mutanammisah bezeichnet eine Frau, die diese Behandlung durchführen lässt.
Kapitel 44 – Es ist verboten, weiße Barthaare und weiße Kopfhaare auszureißen. Wenn einem jungen Mann ein Bart wächst, ist es verboten, ihn abzurasieren.
١٦٤٦ – عَنْ عَمْرِو شُعَيْبٍ عَنْ أَبِيهِ عَنْ جَدِهِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا تَتَّقُوا الشَّيْبَ فَإِنَّهُ نُورُ الْمُسْلِمِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ – حَدِيثٍ حسن رواه أبو داود والترمذى والنِّسَانِي بِأسَانِيدَ حَسَنَةٍ قَالَ التَّرْمِذِي هُوَ حديث حَسَنٌ.
1646. Überliefert von ʿAmr ibn Shuʿayb über seinen Vater und dessen Großvater. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Reißt die Zeichen des Alters – die weißen Haare – nicht aus. Denn sie werden am Tag der Auferstehung für den Muslim ein Licht sein.“
Dies ist ein guter Hadith. Imam Abu Dawud, Imam at-Tirmidhi und Imam an-Nasa’i überlieferten ihn mit einer guten Überlieferungskette. Imam at-Tirmidhi sagte: „Dies ist ein guter Hadith.“
١٦٤٧ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ عَمِلَ عَمَلاً لَيْسَ عَلَيْهِ أَمْرُنَا فَهُوَ رَدُّ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1647. Überliefert von ʿĀʾischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: „Wer eine Handlung vornimmt, für die es in unserer Angelegenheit keine Billigung gibt, dessen Handlung ist zurückzuweisen.“ Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 45 – Mit der rechten Hand die Notdurft zu verrichten und ohne Notwendigkeit mit der rechten Hand die Schamteile zu berühren, ist verwerflich
١٦٤٨ – عَنْ أَبِي قَتَادَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إذا بال أَحَدُكُمْ فَلا يَأْخُذَنُ ذَكَرَهُ بِيَمِينِهِ وَلَا يَسْتَنْجِ بِيَمِينِهِ وَلَا يَتَنفُسُ فِي الآنَاء مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. وَفِي الْبَابِ أَحَادِيثُ كَثِيرَةٌ صَحِيحَةٌ.
1648. Überliefert von Abū Qatāda (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: „Keiner von euch soll beim Urinieren sein Glied mit der rechten Hand berühren, sich nicht mit der rechten Hand reinigen und beim Trinken nicht in das Gefäß atmen.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. Zu diesem Thema gibt es zahlreiche authentische Hadithe.
Kapitel 46 – Ohne Entschuldigung mit einem Schuh oder einer Socke an nur einem Fuß herumzulaufen und Schuhe oder Socken im Stehen anzuziehen, ist missbilligt
١٦٤٩ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا يَمْشِ أَحَدُكُمْ فِي نَعْلِ وَاحِدَةٍ لِيَنْعَلَّهُمَا جَمِيعًا أَوْ لِيَخْلَعْهُمَا جَمِيعًا وفي رواية أوْ لِيُحْفِهِمَا جَمِيعًا . مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1649. Überliefert von Abu Huraira (ra). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Keiner von euch soll mit einem Schuh an nur einem Fuß gehen. Entweder soll er an beiden Füßen Schuhe tragen oder beide Füße barfuß lassen. In einer anderen Überlieferung heißt es: oder beide Füße unbedeckt lassen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٥٠ – وَعَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِذَا انْقَطَعَ شيعُ نَعْلِ أَحَدَكُمْ فَلَا يَمْشِ فِي الْأُخْرَى حَتَّى يُصْلِحَهَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1650. Überliefert von Abu Huraira (ra). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Wenn bei jemandem von euch der Schuhriemen eines Schuhs reißt, soll er nicht am anderen Fuß einen Schuh tragen, bis er ihn repariert hat.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦٥١ – وَعَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ نَهَى أَنْ ينتعل الرجل قائما – رواه أبو داود باشناد حسن
1651. Überliefert von Dschabir (ra). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot jedem, im Stehen Schuhe anzuziehen.
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer hasan-Überlieferungskette.
Abschnitt: 47 – Es ist verboten, mit einem brennenden Feuer oder einer Lampe im Haus zu schlafen
١٦٥٢ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا تَتْرَكُوا النَّارَ فِي بُيُوتِكُمْ حِينَ تَنَامُوْنَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1652. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿUmar (Allah sei mit ihm zufrieden). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Lasst während des Schlafens kein Feuer (oder keine Lampe) im Haus brennen. Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٦٥٣ – وَعَنْ أَبِي مُوسَى الْأَشْعَرِي رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ احْتَرَقَ بَيْتُ بِالْمَدِينَةِ عَلَى أَهْلِهِ مِنَ اللَّيْلِ فَلَمَّا حُدِّثَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بِشَأْنِهِمْ قَالَ إِنْ هَذِهِ النَّارَ عَدُوٌّ لَكُمْ فَإِذَا نَمْتُمْ فَأَطْفَتُوهَا مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1653. Überliefert von Abu Musa al-Aschʿari (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: In Medina fing nachts ein Haus Feuer und brannte nieder. Als dieser Vorfall beim Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) erwähnt wurde, sagte er: Dieses Feuer ist euer Feind. Wenn ihr schlafen geht, löscht es daher.
Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٦٥٤ – وَعَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنْ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ عطوا الاناء وأوكنوا السَّقَاء وَاغْلِقُوا الْبَابَ وَأَطْفِئُوا الصِّرَاجَ فَإِنَّ الشَّيْطَانَ لا يحل سقاء وَلا يَفْتَحُ بَابًا وَلا يَكْشِفُ اناء فَإِنْ لَمْ يَجِدُ أَحَدُكُمْ إِلا أَن يُعْرِضَ علَى إِنَائِهِ عُودًا وَيَذْكُرَ اسْمَ اللَّهِ فَلْيَفْعَلْ فَإِنَّ الْفُوَشِفَةَ تُضْرِمُ عَلَى أَهْلِ الْبَيْتِ بَيْنَهُمْ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1654. Überliefert von Dschabir (Allah sei mit ihm zufrieden). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Bedeckt die Gefäße, bevor ihr nachts schlafen geht, bindet die Öffnung des Wasserschlauchs zu, schließt die Türen des Hauses und löscht die Lampen. Denn der Satan öffnet weder die Öffnung eines verschlossenen Wasserschlauchs noch eine verschlossene Tür und hebt auch den Deckel eines bedeckten Gefäßes nicht an. Wenn jemand von euch nichts findet, womit er das Gefäß bedecken kann, soll er wenigstens unter Nennung des Namens Allahs ein Stück Holz auf das Gefäß legen. Denn Mäuse setzen häufig Häuser in Brand.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 48 – Verstellung ist verboten
قَالَ اللَّهُ تَعَالَى : قُلْ مَا أَسْأَلُكُمْ عَلَيْهِ مِنْ أَجْرٍ وَمَا أَنَا مِنَ الْمُتَكَلِّفِينَ.
Allah, der Erhabene, spricht:
„(O Prophet,) sag ihnen: Ich verlange von euch keinen Lohn für die Verkündung dieser Religion. Und ich gehöre nicht zu denjenigen, die sich verstellen.“ (Sure Sad: 86)
Das heißt: „Durch Künstlichkeit in Wort und Tat einen Anschein erwecken, der nicht der Wirklichkeit entspricht oder in dem kein Nutzen liegt.
١٦٥٥ – وَعَنِ بْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ نُهِبْنَا عَنِ التَّكَلفِ رَوَاهُ الْبُخَارِي.
1655. Überliefert von Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Uns wurde verboten, künstliche Zurschaustellung weltlicher Umgangsformen zu zeigen.
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
١٦٥٦ – وَعَنْ مَشْرُوقٍ قَالَ دَخَلْنَا عَلَى عَبْدِ اللَّهِ بْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ فَقَالَ يَا أَيُّهَا النَّاسُ مَنْ عَلِمَ شَيْئًا فَلْيَقُلْ بِهِ وَمَنْ لَمْ يَعْلَمْ فَلْيَقُلِ اللَّهُ أَعْلَمُ فَإِنْ من العلم أن تَقُولَ لِمَا لا تَعْلَمُ اللهُ أَعْلَمُ قَالَ اللَّهُ تَعَالَى لِنَبِيِّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قُلْ مَا أَسْأَلُكُمْ عَلَيْهِ مِنْ أَجْرٍ وَمَا أَنَا مِنَ الْمُتَكَلِّفِينَ – رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1656. Überliefert von Masruq (möge Allah ihm barmherzig sein). Er sagte: Wenn wir zu Abdullah ibn Masʿud (möge Allah mit ihm zufrieden sein) kamen, sagte er: „O ihr Menschen! Wenn jemand etwas weiß, soll er es sagen. Wer jedoch nichts weiß, soll sagen: Allah weiß es am besten. Denn zu etwas, worüber man kein Wissen besitzt, zu sagen: ‚Allah weiß es am besten‘, ist ein Zeichen seines Wissens. Allah, der Erhabene, sagte zu Seinem Propheten: ‚O Prophet! Sag ihnen: Ich verlange von euch keinen Lohn für die Verkündigung dieser Religion, und ich gehöre nicht zu denjenigen, die sich verstellen.‘“ (Sure Sad: 86)
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 49 – Das Klagen um den Verstorbenen ist verboten
Um den Verstorbenen klagend zu weinen, sich ins Gesicht zu schlagen, das Hemd am Brustbereich zu zerreißen, sich die Haare auszureißen, den Kopf zu rasieren, Unglück herbeizurufen und dergleichen ist verboten.
١٦٥٧ – عَنْ عُمَرَ بْنِ الْخَطَابِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ علَيْهِ وَسَلَّمَ الْمَيِّتُ يُعَذِّبُ فِي قَبْرِهِ بِمَا نَبْعَ عَلَيْهِ – وَفِي رِوَايَةٍ مَا نَبْحَ عَلَيْهِ متفق عليه.
1657. Überliefert von Umar ibn al-Khattab (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: „Der Verstorbene wird wegen der Klage, die um ihn erhoben wird, im Grab bestraft.“
In einer anderen Überlieferung heißt es: Der Verstorbene wird wegen der Totenklage bestraft.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٦٥٨ – وَعَن ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وسلم ليسَ مِنَّا مَنْ ضَرَبَ الْخُدُودَ وَشَقِّ الْجُيُوبِ وَدَعَا بِدَعْوَى الْجَاهِلِية متفق عَلَيْهِ.
1658. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sagte: „Wer sich in einer Notlage auf die Wangen schlägt, seine Kleidung an der Brust zerreißt und Worte wie die Menschen der Dschāhilīya spricht, gehört nicht zu uns.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٦٥٩ – وَعَنْ أَبِي بُرْدَةَ قَالَ وَجَعَ أَبُو مُوسَى فَغُشِيَ عَلَيْهِ وَرَأْسُهُ فِي حِجْرٍ امْرَأَةٍ منْ أَهْلِهِ فَاقْبَلَتْ تصيح برنة فلم يستطع أن يردُّ عَلَيْهَا شَيْئًا فَلَمَّا أَفَاقَ قَالَ أَنَا برى مِمَّنْ بَرِئَ مِنْهُ رَسُولُ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بَبرى مِنَ الصَّالِقة والحالقة والشالة – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ الصَّالِقَة التي ترفع صوتها بالنياحة والندب والحَائِقَةُ التِي تَخْلِقُ رَأْسَهَا عِنْدَ الْمُصِيبَةِ. وَالشَّاقَّةُ الَّتِي تَشَقُ تَوْبَهَا
1659. Überliefert von Abū Burda (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Abū Mūsā (möge Allah mit ihm zufrieden sein) war schwer erkrankt und verlor von Zeit zu Zeit das Bewusstsein. Sein Kopf lag im Schoß einer Frau aus seinem Haushalt. Die Frau weinte laut schreiend. Abū Mūsā (möge Allah mit ihm zufrieden sein) hatte nicht die Kraft, ihr etwas zu sagen. Als er wieder etwas zu Bewusstsein kam, sagte er: „Von wem der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, nicht zufrieden ist, von dem bin auch ich nicht zufrieden.“ Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, war nicht zufrieden mit einer Frau, die laut schreiend weint, sich in einer Notlage den Kopf kahl schert und ihre Kleidung zerreißt. Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. As-Sā’iqah bedeutet: eine Frau, die um einen Verstorbenen laut klagend weint. Al-Hāliqah bedeutet: eine Frau, die sich in einer Notlage den Kopf kahl schert. Asch-Schāqqah bedeutet: eine Frau, die sich in einer Notlage das Kleid an der Brust aufreißt.
١٦٦٠ – وَعَنِ الْمُغِيرَةِ بْنِ شُعْبَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنْ نِيحَ عَلَيْهِ فَإِنَّهُ يُعَذِّبُ بِمَا نِبْحَ عَلَيْهِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ متفق عليه.
1660. Überliefert von al-Mughīra ibn Schuʿba (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Wer für ihn beweint wird, wird am Tag der Auferstehung wegen dieses Weinens bestraft werden.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٦١ – وَعَنْ أَمْ عَطِيَّة نُسَيْبَةَ بِضَمِّ النُّونِ وَفَتْحِهَا قَالَتْ أَخْذَ عَلَيْنَا رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عِنْدَ الْبَيْعَةِ أَنْ لَا تَنُوحَ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1661. Überliefert von Umm ʿAtiyya Nusaiba (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Beim Leisten des Treueeids nahm der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, uns auch das Versprechen ab, nicht um einen Verstorbenen zu klagen und zu weinen.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٦٢ – وَعَنِ النُّعْمَانِ بْنِ بَشِيرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ أَغْمِي عَلَى عَبْدِ اللَّهِ بْنِ رواحة فَجَعَلَتْ أخته تبكي وتقول واجبلاه وكذا وكَذَا تُعَدِّدُ عَلَيْهِ فَقَالَ حِينَ أَفَاقَ مَا قُلْتِ شَيْئًا إِلا قِيلَ لِي أَنْتَ كَذَالِكَ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ
1662. Überliefert von an-Nuʿmān ibn Baschīr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: ʿAbdullah ibn Rawāha (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wurde aufgrund einer Krankheit bewusstlos. Darauf begann seine Schwester unter Weinen zu sagen: „O Berg, welch ein Verlust!“ Und sie sagte: „O du, der du so und so bist“, wobei sie seine Eigenschaften aufzählte. Als er wieder zu Bewusstsein kam, sagte er zu seiner Schwester: „Über alles, was du gesagt hast, wurde ich befragt. Bist du wirklich so?“
Imam al-Buchārī überlieferte diesen Hadith.
١٦٦٣ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ اشْتَكَى سَعْدُ بْنُ عُبَادَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ شَكُولى فَآتَاهُ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَعُودُهُ مَعَ عَبْدِ الرَّحْمَنِ بْنِ عَوْفِ وَسَعْدِ بْنِ أَبِي وَقَاصِ وَعَبْدِ اللهِ بْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمْ فَلَمَّا دَخَلَ عَلَيْهِ وَجَدَهُ فِي غَشْيَةٍ فَقَالَ أَقضَى قَالُوا لا يَا رَسُولَ اللهِ فَبَكَى رَسُولُ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَلَمَّا رَأَى الْقَوْمُ بُكَاءَ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَكُوا قال إلا تَسْمَعُونَ إِنَّ اللهَ لا يُعَذِّبُ بِدَمْعِ الْعَيْنِ وَلَا بِحُزْنِ الْقَلْبِ وَلَكِنْ يُعَذِّبُ بهذا وأشار إلى لِسَانِهِ أَوْ يَرْحَمُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1663. Überliefert von Abdullah ibn Umar (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Sa’d ibn Ubada (Allah sei mit ihm zufrieden) erkrankte. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) ging in Begleitung von Abdurrahman ibn Auf, Sa’d ibn Abi Waqqas und Abdullah ibn Mas’ud (Allah sei mit ihnen zufrieden) zu ihm, um ihn zu besuchen. Sie fanden ihn bewusstlos vor. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) fragte: „Ist er gestorben?“ Die Leute sagten: „Nein, o Gesandter Allahs.“ Daraufhin begann der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) zu weinen. Als die Leute den Propheten (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) weinen sahen, begannen auch sie zu weinen. Er sagte: „Werdet ihr nicht hören? Wahrlich, Allah bestraft weder wegen der Tränen der Augen noch wegen des Kummers des Herzens, sondern Er bestraft dafür oder erbarmt sich dadurch.“ Dabei zeigte er auf seine Zunge.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٦٤ – وَعَنْ أَبِي مَالِكَ الْأَشْعَرِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ النَّائِحَةُ إِذا لم تَتُبْ قَبْلَ مَوْتِهَا تُقَامُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَعَلَيْهَا سِرْبَالٌ من قَطِرَانِ وَدِرْعٍ مِنْ جَرَبٍ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1664. Überliefert von Abu Malik al-Asch’ari (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: „Wenn diejenige, die über einen Verstorbenen klagend weint, nicht vor ihrem Tod bereut, wird sie am Tag der Auferstehung mit einem Gewand aus Teer und einer Rüstung aus Zink bekleidet auferstehen.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦٦٥ – وَعَنْ أسيد بن أبي أسيد التابعي عن امْرَأَةٍ مِنَ الْمُبَايَعَاتِ قَالَتْ كَانَ فِيمَا أَخَذَ عَلَيْنَا رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي الْمَعْرُوفِ الَّذِي أَخَذَ عَلَيْنَا أن لا نَعْصِبَهُ فِيهِ أَنْ لا نَخْمِسَ وَجْهَا وَلَا نَدْعُوَ وَيْلا وَلَا نَشَقُ جَيْبًا وَأَنْ لَا نَنْتُرَ شعرا – رواه أبو داود باشتاد حسن .
1665. Überliefert von Usaid ibn Abi Usaid at-Tabi’i nach einer weiblichen Sahabiyya, die den Treueeid geleistet hatte. Diese Frau sagte: Zu dem Treueeid, den der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) uns in Bezug auf gute Taten abnahm, gehörte, dass wir ihm in dieser Angelegenheit – das heißt in dem, was recht und gut ist – nicht ungehorsam sein, dass wir uns in einem Unglück nicht das Gesicht zerkratzen und blutig machen, keinen Untergang oder kein Unglück herbeiwünschen, unsere Brustkleider nicht zerreißen und uns nicht die Haare ausreißen sollten.
Imam Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith mit einer guten Überlieferungskette.
١٦٦٦ – وَعَنْ أَبِي مُوسَى رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَا مِنْ مَيِّتِ يَمُوتُ فَيَقُومُ بَاكِيْهِمْ فَيَقُولُ وَاجَبَلاهُ وَأَسَيِّدَاهُ أَوْ نَحْوَ ذَلِكَ إِلَّا وَكلَ بِهِ مَلَكَانِ يَلْهَزَانِهِ أَهْكَذَا كُنْتَ رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1666. Überliefert von Abū Mūsā al-Aschʿarī (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Wenn ein Mensch stirbt und die um ihn Klagenden um ihn weinen und dabei rufen: „O Berg!“, „O Anführer!“ und Ähnliches, werden zwei Engel mit dem Verstorbenen betraut. Sie schlagen ihm auf die Brust und sagen: „Warst du tatsächlich so?“
Imam at-Tirmidhī überlieferte diesen Hadith. Er sagte: „Der Hadith ist hasan.“
١٦٦٧ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اثْنَتَانِ فِي النَّاسِ هُمَا بِهِمْ كُفر الطعْنُ فِي النَّسَبِ وَالنِّسَاحَةُ عَلَى الْمَيِّتِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1667. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Zwei Eigenschaften unter den Menschen gelten als mit dem Unglauben verbunden: die Abstammung eines Menschen zu verleumden oder die Abstammung zu beschimpfen sowie Klagegeschrei über einen Verstorbenen.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 50 – Das Aufsuchen von Astrologen, Wahrsagern und dergleichen ist verboten
١٦٦٨ – عَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ سَأَلَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنَاسٌ عَنِ الْكَهَانِ فَقَالَ لِيَسُوا بِشَيْءٍ فَقَالُوا يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنَّهُمْ يُحَدِّثُوْنَا أحْيَانًا بِشَيْءٍ فَيَكُونُ حَقًّا فَقَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ تِلْكَ الْكَلِمَةُ مِنَ الْحَقِّ يَخْطَفُهَا الْجِنِّى فَيَقُرُهَا في أذن وَلِيْهِ فَيَخْلِطُوْنَ مَعَهَا مِائَةَ كَذَّبَةٍ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ ۖ وَفِي رِوَايَةٍ لِلْبُخَارِي عَنْ عَائِشَةَ أَنَّهَا سَمِعَتْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِنَّ الْمَلائِكَةَ تَنزِلُ في العَنَانِ وَهُوَ السَّحَابُ فَتَذْكُرُ الْأَمْرُ قُضِى في السماء فَيَسْتَرِقُ الشَّيْطَانُ السَّمْعَ فَيَسْمَعُهُ فَيُوْحِيهِ إِلَى الْكُهَانِ فَيَكْذِبُونَ معَهَا مِائَةَ كَذَبَةٍ مِّنْ عِندِ أَنْفُسِهِمْ.
1668. Überliefert von ʿĀʾischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie berichtet: Einige Leute fragten den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, nach den Wahrsagern, worauf er sagte: „Sie sind nichts.“ Sie sagten: „O Gesandter Allahs, manchmal erzählen sie uns Dinge, die tatsächlich wahr sind.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Das ist ein wahres Wort. Die Dschinn belauschen es bei den Engeln, eilen damit davon und flüstern es ihrem Gefährten ins Ohr. Danach fügen die Wahrsager von sich aus Hunderte von Lügen hinzu.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. In einer anderen Überlieferung von al-Buchārī heißt es: Überliefert von ʿĀʾischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein): Sie hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Die Engel breiten sich mit den ihnen anvertrauten Anordnungen Allahs in der oberen Welt aus und sprechen über die verkündeten himmlischen Anordnungen. Dann lauscht der Satan ihren Worten heimlich. Danach flüstert er sie den Wahrsagern ins Ohr. Die Wahrsager fügen von sich aus Hunderte von Lügen hinzu.“
١٦٦٩ – وَعَنْ صَفِيَّةَ بْنِ أَبِي عُبَيْدٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنْ بَعْضٍ أَزْوَاجِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ أَتَى عَرَّافًا فَسَأَلَهُ عَنْ شَيْءٍ فَصَدِّقَهُ لمْ تُقبل لَهُ صَلَاةٌ أَرْبَعِينَ يَوْمًا رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1669. Ṣafiyya bint Abū ʿUbaid überlieferte vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, durch eine seiner Ehefrauen. Er, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer zu einem Wahrsager geht, ihn nach etwas fragt und ihm glaubt, dessen Gebet wird vierzig Tage lang nicht angenommen.“ Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٦٧٠- وَعَنْ قَبِيصَةَ بْنِ الْمُخَارِقِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ الْعِيَافَةُ والطَّبَرَةُ وَالطَّرْقُ مِنَ الْجِبْتِ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ باشناد حسن وقَالَ الطرق هُوَ الرِّجْرُ أَي زَجْرُ الطَّيْرِ وَهُوَ أَنْ يُتَيَمَنَ أَوْ يَتَشَاءَمَ بطبَرَانِهِ فَإِنْ طَارَ إِلى جِهَةِ الْيَمِينِ تَيَمَنَ وَإِنْ طَارَ إِلَى جِهَةِ الْيَسَارِ تَشَامَمَ. قَالَ أبو دَاوُودَ وَالْعِيَافَةُ الْخَط. قَالَ الْجَوْهَرِي فِي الصِّحَاحِ الْجِبْتُ كَلِمَةٌ تَقَعُ عَلَى الصنم وَالْكَاهِنِ وَالسَّاحِرِ وَنَحْوِ ذَلِكَ.
1670. Überliefert von Qabīṣa ibn al-Muchāriq (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Al-Yafah“, das heißt, Linien zu ziehen, „aṭ-Ṭiyara“, das heißt, etwas als schlechtes Vorzeichen zu betrachten, und „aṭ-Ṭarq“, das heißt, durch das Aufscheuchen von Vögeln Glück oder Unglück zu bestimmen, gehören zum Schirk.“
Imam Abū Dāwūd hat diesen Hadith mit einer guten Überlieferungskette überliefert. Er sagte: Aṭ-Ṭarq bedeutet, Vögel aufzuscheuchen und durch dieses Aufscheuchen ein gutes oder schlechtes Ergebnis zu bestimmen. Fliegt der Vogel nach rechts, gilt dies als gutes Vorzeichen; fliegt er nach links, wird es als schlechtes Vorzeichen betrachtet. Al-Yafah bedeutet: Handschrift und die Linien auf der Handfläche. Al-Dschauharī sagte in seinem Wörterbuch, das den Titel „aṣ-Ṣiḥāḥ“ trägt: Das Wort al-Dschibt bezeichnet unter anderem Götzen, Wahrsager und Zauberer.“
١٦٧١ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنِ اقْتَبَسَ عِلْمًا مِّنَ النُّجُومِ اقْتَبَسَ شُعْبَةٌ مِنَ السِّحْرِ زَادَ مَا زَادَ – رَوَاهُ أبو داود بإسناد صحيح1671. Von ʿAbdullah ibn ʿAbbas (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wer sich Wissen über die Sterne aneignet, erwirbt damit einen Zweig der Zauberei; je mehr er davon erwirbt, desto mehr Zauberei hat er erworben.“
Imam Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette.
١٦٧٢ – وَعَنْ مُعَاوِيَةَ بْنِ الْحَكَمِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهِ إِنِّي حَدِيثُ عَهْدٍ بِجَاهِلِيَّةٍ وَقَدْ جَاءَ اللهُ تَعَالَى بِالْإِسْلَامِ وَإِنَّ مِنَّا رِجَالًا يَأْتُونَ الكهانَ قَالَ فَلا تَأْتِهِمْ قُلْتُ وَمِنَّا رِجَالٌ يُتَطيرُونَ قَالَ ذَلِكَ شَيْءٌ يُجِدُونَهُ فِي صُدُورِهِمْ فَلا يَصْدُهُمْ قُلْتُ وَمِنَّا رِجَالٌ يُخْطُونَ قَالَ كَانَ نَبِي مِنَ الْأَنْبِيَاءِ يَخْطُ فَمَنْ وَافَقَ خَطْهُ فَذَاكَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1672. Von Muʿāwiya ibn al-Ḥakam (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe erst vor kurzem die Zeit der Unwissenheit verlassen. Allah, der Erhabene, hat mir die Gunst erwiesen, den Islam anzunehmen. Einige Leute unter uns gehen zu Wahrsagern.“ Er sagte: „Geh nicht zu ihnen.“ Ich sagte: „Manche von uns halten bestimmte Dinge für ein böses Vorzeichen.“ Er sagte: „Das ist etwas, das sie sich nur einbilden. Es soll sie jedoch nicht von einer Handlung abhalten.“ Ich sagte: „Manche von uns deuten Handlinien.“ Er sagte: „Einer der Propheten pflegte Handlinien zu deuten. Wenn die Deutung jemandes damit übereinstimmt, dann ist sie richtig.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦٧٣ – وَعَنْ أَبِي مَسْعُودٍ الْبَدْرِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ نَهَى عَنْ تَمَنِ الْكَلْبِ وَمَهْرَ الْبَغِى وَحُلُوَانِ الْكَاهِنِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1673. Von Abū Masʿūd al-Badrī (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verbot den Preis eines Hundes, den Verdienst einer Prostituierten und die Bezahlung eines Wahrsagers.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٧٤ – عَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّم لا عدوى ولا طيرة ويُعْجِبُنِي الْقَالَ قَالُوا وَمَا الْقَالَ قَالَ كَلِمَةٌ طَيِّبَةٌ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1674. Von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: „Es gibt weder ansteckende Krankheit noch ein böses Vorzeichen. Doch ich mag al-Fa’l.“ Die Leute fragten: „Was ist al-Fa’l?“ Er sagte: „Ein gutes Wort.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٧٥ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا عدوى ولا طيرَة وَإِنْ كَانَ السُّؤْمُ فِي شَيْءٍ فَفِي الدَّارِ وَالْمَرْأَةِ وَالْفَرَسِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1675. Von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: „Es gibt weder ansteckende Krankheit noch ein böses Vorzeichen. Wenn es in irgendeiner Sache ein böses Vorzeichen gäbe, dann wäre es im Haus, in der Frau und im Pferd.“
(Das heißt: Auch mit diesen drei unverzichtbaren Bestandteilen des Lebens sind verschiedene Gefahren und Schwierigkeiten verbunden. Dennoch verzichtet niemand aufgrund des Glaubens an böse Vorzeichen auf sie. Daher sollte man bei anderen Dingen keinen Glauben an böse Vorzeichen hegen.)
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٧٦ – وَعَنْ بُرَيْدَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ لَا يتطير – رواه أبو داود باشناد صحيح
1676. Von Burayda (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) betrachtete nichts als böse oder unheilbringend.
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer sahih Überlieferungskette.
١٦٧٧ – وَعَنْ عُرْوَةَ بْنِ عَامِرٍ قَالَ ذكرت الطيرَةُ عِنْدَ رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللهُ علَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ أَحْسَنُهَا الْقَالَ وَلَا تَرُدُّ مُسْلِمًا فَإِذَا رَأَى أَحَدُكُمْ مَا يَكْرَهُ فَلْيَقُل : اللهم لا يَأْتِي بِالْحَسَنَاتِ إِلا انتَ وَلَا يَدْفَعُ السَّيِّئَاتِ إِلا انْتَ وَلَا حَوْلَ وَلا قُوَّةَ إِلَّا بِكَ. حَدِيث صَحِيحٌ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِإِسْنَادِ صَحِيح
1677. Überliefert von Urwa ibn Amir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: In Gegenwart des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, wurde über schlechte Vorzeichen und Unglückszeichen gesprochen. Er sagte: Das Beste darunter ist der Fāl. Doch ein schlechtes Vorzeichen darf einen Muslim nicht von seinem Vorhaben abhalten. Wenn jemand von euch etwas Unangenehmes sieht, soll er sagen: „O Allah! Niemand außer Dir kann Gutes bringen, und niemand außer Dir kann Schaden abwenden. Die Macht, die Lage zu verändern sowie Gutes und Schlechtes zu bestimmen, liegt allein bei Dir.“
Dies ist ein sahih Hadith. Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer sahih Überlieferungskette.
Kapitel 51 – Das Anfertigen von Bildern auf Bettzeug, Steinen und dergleichen ist haram
Es ist haram, Bilder von Lebewesen auf Bettzeug, Kleidung, Kissen, Steinen, Metallmünzen, Papiergeld und dergleichen anzufertigen. Ebenso ist es verboten, Bilder an Wände, Decken, Vorhangstoffe, Turbane, Kleidungsstücke und dergleichen zu malen; vielmehr wird angeordnet, diese Bilder zu entfernen oder auszuwischen.
١٦٧٨ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ الَّذِينَ يَصْنَعُونَ هذه الصُّورَ يُعَذِّبُونَ يَوْمَ الْقِيَامَةِ يُقَالُ لَهُمْ أَحْبُوا مَا خَلَقْتُم متفق عليه.
1678. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Diejenigen, die Bilder anfertigen, werden am Tag der Auferstehung bestraft. Zu ihnen wird gesagt werden: „Macht das, was ihr angefertigt habt, lebendig.“
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٧٩ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ قَدِمَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مِنْ سَفَرٍ وَقَدْ سَتَرْتُ سَهْوَةً لِي بِقِرَامِ فِيهِ تَمَاثِيلُ فَلَمَّا رَأَهُ رَسُولُ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ تَلُونَ وَجْهُهُ وَقَالَ يَا عَائِشَةُ أَشَدُّ النَّاسِ عَذَابًا عِنْدَ اللَّهِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ الَّذِينَ يُضَاهُونَ بِخَلْقِ اللهِ قَالَتْ فَقَطَعْنَاهُ فَجَعَلْنَا مِنْهُ وِسَادَةً أَوْ وسادتين متفق عليه.
1679. Von Aischa (r.a.) wird überliefert. Sie sagte: Allahs Gesandter, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, kehrte von einer Reise zurück. Ich hatte auf der Veranda einen Vorhang aufgehängt, auf den Bilder gemalt waren. Als Allahs Gesandter, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, ihn sah, wurde sein Gesicht blass. Er sagte: „O Aischa! Diejenigen, die Allahs Schöpfung nachahmen, das heißt Bilder herstellen, werden am Tag der Auferstehung bei Allah eine schwere Strafe erhalten.“ Aischa (r.a.) sagte: „Daraufhin zerriss ich ihn und fertigte daraus ein oder zwei Kissen an.“
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٨٠ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ كُلُّ مُصَوِّرٍ فِي النَّارِ يُجْعَلُ لَهُ بِكُلِّ صُورَةٍ صَورَهَا نَفْسٌ فَيُعَذِّبَهُ فِي جَهَنَّمَ. قَالَ ابْنُ عَبَّاس فَإِن كُنت لا بُدَّ فَاعِلاً فَاصْنَعِ الشَّجَرَ وَمَا لَا رُوحَ فِيهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1680. Von Ibn Abbas (r.a.) wird überliefert. Er sagte: Ich hörte Allahs Gesandten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Jeder Bildner wird in die Hölle kommen. Für jedes von ihm angefertigte Bild wird ein Mensch eingesetzt, der ihn in der Hölle quälen wird.“ Ibn Abbas (r.a.) sagte: „Wenn du unbedingt Bilder anfertigen musst, dann fertige Bilder von Bäumen oder leblosen Gegenständen an.“
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٨١ – وَعَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنْ صَوْرَ صُورَةٌ فِي الدُّنْيَا كُلَّفَ أَنْ يُنْفُخَ فِيهَا الرُّوحَ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَلَيْسَ بِنَافِعُ متفق عليه.
1681. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAbbās (r.a.). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Wer in dieser Welt ein Bild von etwas anfertigt, dem wird am Tag der Auferstehung befohlen werden, diesem Bild Leben einzuhauchen. Doch dazu wird er niemals imstande sein.“
Überliefert von Imām al-Buchārī und Imām Muslim.
١٦٨٢ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِنْ أَشَدَّ النَّاسِ عَذَابًا يَوْمَ الْقِيَامَةِ الْمُصَوِّرُونَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1682. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (r.a.). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Am Tag der Auferstehung werden die Bildner die härteste Strafe erfahren.“
Überliefert von Imām al-Buchārī und Imām Muslim.
١٦٨٣ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ قَالَ اللهُ تَعَالَى وَمَنْ أَظْلَمُ مِمَّنْ ذَهَبَ يَخْلُقُ كَخَلْقِي فَلْيَخْلُقُوا ذرة أو لِيَخْلُقُوا حَبَّةَ أَوْ لِيَخْلُقُوا شَعِيرَةً مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1683. Überliefert von Abū Huraira (r.a.). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Allah, der Erhabene, sagt: „Wer versucht, etwas zu erschaffen, das meiner Schöpfung gleicht, wer ist ungerechter als er? Wenn er dazu fähig ist, soll er eine kleine Ameise erschaffen oder ein Getreidekorn oder ein Gerstenkorn.“
Überliefert von Imām al-Buchārī und Imām Muslim.
١٦٨٤ – وَعَنْ أَبِي طَلْحَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قال لا تَدْخُلُ الْمَلائِكَةُ بَيْتًا فيه كلب ولا صورة – متفق عليه.
1684. Überliefert von Abū Talha (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Die Engel der Barmherzigkeit betreten kein Haus, in dem sich ein Hund oder ein Bild befindet.“
Überliefert von Imām al-Buchārī und Imām Muslim.
١٦٨٥ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ وَعَدَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وسلم جبريل أنْ يَأْتِيَهُ فَرَاثَ عَلَيْهِ حَتَّى اشْتَدَّ عَلَى رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَخَرَجَ فَلَقِيَهُ جِبْرِيلُ فَشَكَا إِلَيْهِ فَقَالَ إِنَّا لَا نَدْخُلُ بَيْتًا فِيْهِ كَلْبٌ وَلَا صورة – رَوَاهُ الْبُخَارِي.
1685. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Dschibrīl (Friede sei auf ihm) versprach, sich mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, zu treffen. Doch er verspätete sich. Diese Verzögerung wurde für den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, äußerst unerträglich. Als er später das Haus verließ, traf er Dschibrīl. Als er sich darüber beklagte, sagte Dschibrīl (Friede sei auf ihm): „Wir betreten kein Haus, in dem sich ein Hund oder das Abbild eines Lebewesens befindet.“
Überliefert von Imām al-Buchārī.
١٦٨٦ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا قَالَتْ وَعَدَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ جِبْرِيلُ عَلَيْهِ السَّلَامُ فِي سَاعَةٍ أَنْ يَأْتِيَهُ فَجَاءَتْ تِلْكَ السَّاعَةُ وَلَمْ يَأْتِهِ قالتْ وَكَانَ بِيَدِهِ عَمَّا فَطَرَحَهَا مِنْ يُدِهِ وَهُوَ يَقُوْلُ مَا يُخْلِفُ اللَّهُ وَعْدَهُ وَلَا رُسُلُهُ ثم الْتَفْتَ فَإِذَا جَرْهُ كَلْبِ تَحْتَ سَرِيرِهِ فَقَالَ مَتَى دَخَلَ هَذَا الْكَلْبُ فَقُلْتُ وَاللَّهِ ما دَرَيْتُ بِهِ فَأَمَرَ بِهِ فَأَخْرَجَ فَجَاءَهُ جبريل عَلَيْهِ السَّلَامُ فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَعَدْتَنِي فَجَلَسْتُ لكَ وَلَمْ تَأْتِنِي فَقَالَ مَنَعَنِى الْكَلْبُ الَّذِي كَانَ فِي بَيْتِكَ إِنَّا لَا تَدْخُلُ بَيْتًا فِيهِ كَلْبٌ وَلَا صُورَةٌ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1686. Überliefert von ʿĀischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Dschibrīl (Friede sei auf ihm) versprach, sich zu einer bestimmten Zeit mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, zu treffen. Doch auch nachdem die festgelegte Zeit verstrichen war, kam er nicht. ʿĀischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, hielt einen Stock in der Hand. Während er ihn wegwarf, sagte er: „Allah und Seine Gesandten brechen niemals ihr Versprechen.“ Dann blickte er hierhin und dorthin und sah unter seinem Bett einen jungen Hund. Er sagte: „Wann ist der Hund hereingekommen?“ ʿĀischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte: Ich erwiderte: „Bei Allah! Ich weiß nicht, wann er hereingekommen ist.“ Als er befahl, ihn hinauszutreiben, wurde er hinausgebracht. Danach kam Dschibrīl, Friede sei auf ihm, zu ihm. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Du hattest versprochen zu kommen. Ich habe auf dich gewartet, doch du bist nicht gekommen.“ Er sagte: „Wegen des Hundes, der sich in deinem Haus befand, konnte ich nicht kommen. Wir betreten niemals ein Haus, in dem sich ein Hund oder das Abbild eines Lebewesens befindet.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦٨٧ – وَعَنْ أَبِي الشَّيَاحِ حَيَّانَ بْنِ حُصَيْنٍ قَالَ قَالَ لِي عَلِيُّ بْنُ أَبِي طَالِبٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ إِلا ابْعَتُكَ عَلَى مَا بَعَثَنِي عَلَيْهِ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أنْ لا تَدَعَ صُورَة إلا طمستها ولا قَبْرًا مُشْرِفًا إِلا سَوَّيْتَهُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1687. Überliefert von Abu Tayyah Hayyan ibn Husayn (Allah sei mit ihm zufrieden). Er berichtet: ʿAlī ibn Abī Tālib (Allah sei mit ihm zufrieden) sagte zu mir: „Soll ich dich nicht zu der Aufgabe entsenden, zu der mich der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, entsandt hatte? Nämlich, dass du kein Bild unzerstört lässt und kein erhöhtes Grab bestehen lässt, ohne es dem Erdboden gleichzumachen.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 52 – Das Halten von Hunden zu einem anderen Zweck als der Jagd oder dem Bewachen von Vieh und Feldern ist verboten
١٦٨٨- عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنِ اقْتَنَى كَلْبًا إِلا كَلبَ صَيْدٍ أَوْ مَاشِيَةٍ فَإِنَّهُ يَنْقُصُ مِنْ أَجْرِه كُلِّ يَوْمٍ قيراطان – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ – وَفِي رِوَايَةٍ قيراط
1688. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (Allah sei mit ihm zufrieden). Er berichtet: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Wer zu einem anderen Zweck als der Jagd oder der Betreuung von Vieh einen Hund hält, dessen Lohn für gute Taten wird täglich um zwei Qīrāt vermindert.“ [Anmerkung: Qīrāt: eine bestimmte sehr kleine Gewichtseinheit. Ihre genaue Größe kennt allein Allah, der Erhabene. In einem anderen Hadith wird jedoch erwähnt, dass am Tag der Auferstehung jedes einzelne Qīrāt das Gewicht des Berges Uhud haben wird.]
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung wird „Qīrāt“ im Singular genannt.
١٦٨٩ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ أَمْسَكَ كَلْبًا فَإِنَّهُ يَنقُصُ كُلَّ يَوْمٍ مِنْ عَمَلِهِ قِيرَاطَ إِلا كَلْبَ حَرْثٍ أَوْ ماشِيَة مُنْفَقٌ عَلَيْهِ – وَفِي رِوَايَةٍ لِمُسْلِمِ مَنْ اقْتَنَى كَلْبًا لَيْسَ بِكَلْبِ صَيْدٍ وَلَا ماشِيَةٍ ولا أَرْضِ فَإِنَّهُ يَنْقُصُ مِنْ أَجْرِهِ كُلَّ يَوْمٍ قِيرَاطَانِ.
1689. Von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wer einen Hund hält, dessen Lohn für gute Taten vermindert sich täglich um das Maß eines Qirāt. Etwas anderes gilt jedoch, wenn der Hund zum Bewachen von Feldern und Vieh gehalten wird.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von Imam Muslim heißt es: Wer einen Hund zu einem anderen Zweck als zur Jagd oder zum Schutz von Vieh und Feldern hält, dessen Lohn vermindert sich täglich um das Maß von zwei Qirāt.
Kapitel 53 – Es ist verpönt, Kamelen oder anderen Tieren Glocken um den Hals zu binden sowie auf Reisen einen Hund mitzunehmen oder ihm eine Glocke um den Hals zu binden
١٦٩٠ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَصْحَبُ الْمَلَائِكَةُ رُفْقَةً فِيهَا كَلْبٌ أَوْ جَرَسٌ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1690. Von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Die Engel (der Barmherzigkeit) begleiten keine Reisegesellschaft, bei der sich ein Hund oder eine Glocke befindet.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٦٩١ – وَعَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الْجَرَسُ مَزَامِيرُ الشَّيْطَانِ رواه مسلم.
1691. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Glocken gehören zu den Musikinstrumenten des Satans.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 54 – Es ist verpönt, auf einem Kamel zu reiten, das unreine Stoffe oder Dung frisst. Wenn es jedoch seine Gewohnheit ändert und beginnt, reines Gras zu fressen, ist es nicht mehr verpönt, auf ihm zu reiten, und sein Fleisch wird halal.
١٦٩٢ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ نَهَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنِ الْجَلَالَةِ فِي الابلِ أَنْ يُرْكَبَ عَلَيْهَا رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِاسْنَادِ صَحِيح
1692. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verbot, auf dem Rücken eines dungfressenden Kamels zu reiten.
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette.
Kapitel 55 – Es ist verboten, in der Moschee zu spucken. Es ist angeordnet, die Moschee von Schmutz und Unrat zu reinigen und Spucke oder alles Ähnliche zu entfernen, falls sich dort etwas Derartiges befindet.
١٦٩٣ – عَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الْبَصَاقُ فِي الْمَسْجِدِ خَطِيئَةُ وَكَفَّارَتُهَا دَفْتُهَا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَالْمُرَادُ بِدَفْنِهَا إِذَا كَانَ الْمَسْجِدُ تُرَابًا أَوْ رَمَلاً وَنَحْوَهُ فَيُوَارِيهَا تَحْتَ تُرَابِهِ. قَالَ أَبُو الْمَحَاسِنِ الرؤيانِي مِنْ أَصْحَابِنَا فِي كِتَابِهِ الْبَحْرِ وَقِيلَ الْمُرَادُ بِدَقْنِهَا إِخْرَاجُهَا مِنْ المستجد أما إذا كَانَ الْمَسْجِدُ مُبلطا أو مُجَصَصًا فَدَلَكَهَا عَلَيْهِ بِمَدَاسه أو بغيره كَمَا يَفْعَلُهُ كَثِيرَةً مِّنَ الْجُهَالِ فَلَيْسَ ذَلِكَ بِدَفْنِ بَلْ زِيَادَةٌ فِي الْخَطِيئَةِ وَتَكْثِير لِلْقَدْرِ فِي الْمَسْجِدِ وَعَلَى مَنْ فَعَلَ ذَلِكَ أَنْ يَمْسَحَهُ بَعْدَ ذَلِكَ بِشَيْبِهِ أَوْ بيَدِهِ أَوْ غَيْرِهِ أَوْ يَغْسِلُهُ.
1693. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „In der Moschee zu spucken ist eine Sünde. Die Sühne dafür besteht darin, es zu vergraben (oder zu beseitigen).“ Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Imam an-Nawawi sagte: Mit „vergraben“ ist gemeint, dass man die Spucke unter dem Boden vergräbt, wenn der Boden der Moschee aus Erde oder Sand besteht. Unser Gefährte Abu al-Mahasin ar-Ruyani sagte in seinem Werk Kitab al-Bahr, dass „vergraben“ in diesem Fall bedeutet, die Spucke außerhalb der Moschee zu beseitigen. In einer befestigten Moschee auf den Gebetsteppich zu spucken und sie dann törichterweise mit ihm zu vermischen, ist eine Sünde und gilt als Verunreinigung der Moschee. Wer dies tut, muss sie mit seinem Kleidungsstück oder seiner Hand beseitigen oder sie mit Wasser abwaschen.
١٦٩٤ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ رَأَى في جدارِ الْقِبْلَةِ مُخَاطًا أَوْ بُرَاقًا نُخَامَةٌ فَحَكَهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1694. Überliefert von Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie berichtet: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sah an der Wand der Qibla-Seite der Moschee Speichel, Nasenschleim oder Auswurf und entfernte dies, indem er es abkratzte. Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٦٩٥ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنْ هذِهِ الْمَسَاجِدَ لَا تَصْلُحُ لِشَيْءٍ مِّنْ هُذَا الْبَوْلِ وَلَا الْقَدْرِ إِنَّمَا هِيَ لِذِكْرِ اللَّهِ تَعَالَى وَقَرَامَةِ الْقُرْآنِ أَوْ كَمَا قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1695. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Urin oder Schmutz und Abfälle widersprechen der Würde und Reinheit der Moschee. Die Moschee ist ein Ort für das Gedenken an Allah und die Rezitation des Qurans, oder wie es der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, gesagt hat.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 56 – Es ist verpönt, in der Moschee Streit und Auseinandersetzungen zu führen, die Stimme zu erheben oder laut zu sprechen, nach verlorenen Gegenständen zu suchen sowie Kauf, Verkauf, Miete und ähnliche Geschäfte abzuwickeln
١٦٩٦ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنْ سَمِعَ رَجُلًا يَنْشُدُ ضَالَةَ فِي الْمَسْجِدِ فَلْيَقُلْ لَا رَدَّهَا اللَّهُ عَلَيْكَ فَإِنَّ الْمَسَاجِدَ لَمْ تُبْنَ لِهَذَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1696. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Wenn jemand hört, dass eine Person in der Moschee nach einem verlorenen Gegenstand sucht, soll er sagen: „Möge Allah dir deinen Gegenstand nicht zurückgeben.“ Die Moscheen wurden nicht zu diesem Zweck errichtet.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٦٩٧ – وَعَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِذَا رَأَيْتُمْ مَنْ يُبِيعُ أَوْ يَبْتَاعُ فِي الْمَسْجِدِ فَقُولُوا لَا أَرْبَحَ اللهُ تِجَارَتَكَ وَإِذَا رَأَيْتُمْ مَنْ يُنْشُدُ ضَالَةً فَقُولُوا لَا رَبِّهَا اللهُ عَلَيْكَ رَوَاهُ التَّرْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ
1697. Von Abu Huraira (r) wird überliefert: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn ihr jemanden seht, der in der Moschee kauft oder verkauft, dann sagt: „Möge Allah dein Geschäft nicht gewinnbringend machen.“ Und wenn ihr jemanden seht, der in der Moschee nach seinem verlorenen Gegenstand sucht, dann sagt: „Möge Allah dir deinen Gegenstand nicht zurückgeben.“
Imam at-Tirmidhi hat diesen Hadith überliefert. Er sagte: „Dies ist ein guter Hadith.“
١٦٩٨ – وَعَنْ بُرَيْدَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَجُلاً نَشَدَ فِي الْمَسْجِدِ فَقَالَ مَنْ دَعَا إِلَى الْجَمَلَ الْأَحْمَرَةِ فَقَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا وَجَدْتَ إِنَّمَا بنيتِ الْمَسَاجِدُ لِمَا بُنِيَتْ لَهُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1698. Von Burayda (r) wird überliefert: Ein Mann suchte in der Moschee nach seinem verlorenen Gegenstand. Er sagte: „Wer wird wegen meines roten Kamels ausrufen?“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Mögest du es nicht finden. Die Moschee wurde für einen bestimmten Zweck errichtet.“
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٦٩٩- وَعَنْ عَمْرِو بْنِ شُعَيْبٍ عَنْ أَبِيهِ عَنْ جَدِهِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ نَهَى عَنِ الشَّرَاءِ وَالْبَيْعِ فِي الْمَسْجِدِ وَأَنْ تُنْشَدَ فِيْهِ ضَالَّةٌ أوْ يُنشَدَ فيه شعر – رواه أبو داود والترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ
1899. Von ʿAmr ibn Shuʿayb (r) wird über seinen Vater und seinen Großvater überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot, in der Moschee zu kaufen oder zu verkaufen, nach verlorenen Gegenständen zu suchen und Gedichte vorzutragen.
Imam Abu Dawud und Imam at-Tirmidhi haben diesen Hadith überliefert. At-Tirmidhi sagte: „Dies ist ein guter Hadith.“
۱۷۰۰ – وَعَنِ السَّائِبِ بْنِ يَزِيدَ الصَّحَابِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ كُنْتُ فِي المسجد فَحَصَبَنِي رَجُلٌ فَنَظَرْتُ فَإِذَا عُمَرُ بْنُ الْخَطَابِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ فَقَالَ اذْهَبْ فَالْتَنِي بِهدَيْنِ فَجِئْتُهُ بِهِمَا فَقَالَ مِن أينَ أَنْتُمَا ؟ فَقَالَا مِنْ أَهْلِ الطَّائِفِ فَقَالَ لَوْ كُنْتُمَا مِنْ أَهْلِ الْبَلَدِ لَأَوْجَعْتُكُمَا تَرْفَعَانِ أَصْوَاتَكُمَا فِي مَسْجِدِ رَسُولِ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1700. Überliefert von dem Gefährten Sa’ib ibn Yazid (r.a.). Er sagte: Ich war in der Moschee anwesend, als eine Person einen Stein nach mir warf. Ich blickte hin und sah Umar ibn al-Khattab (r.a.). Er sagte: Geh und bring diese beiden Männer zu mir. Ich brachte die beiden Männer zu ihm. Er sagte: Woher kommt ihr?
Sie sagten: Wir sind Bewohner von Ta’if. Umar (r.a.) sagte: Wenn ihr Bewohner dieser Stadt wärt, würde ich euch bestrafen, denn ihr habt in der Moschee des Gesandten Allahs laut gesprochen.
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 57 – Das Betreten der Moschee ohne Notwendigkeit ist verboten, nachdem man Zwiebeln, Knoblauch oder etwas ähnlich übelriechendes gegessen hat, bevor der üble Geruch verschwunden ist.
۱۷۰۱ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ منْ أَكَلَ مِنْ هذه الشَّجَرَةِ يَعْنِي الثوم فلا يقربَنَ مَسْجِدَنَا مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَفِي رواية المُسْلِمِ مَسَاجِدنا .
1701. Überliefert von Abdullah ibn Umar (r.a.). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wer von diesem Gemüse, das heißt etwas wie Knoblauch, isst, soll sich nicht einmal unserer Moschee nähern.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von Imam Muslim steht das Wort „Masajidana“ – „unsere Moscheen“.
۱۷۰۲ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ أكل من هذه الشجرة فلا يقربنا وَلَا يُصَلِّينَ مَعَنَا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1702. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – sagte: „Wer von diesem übelriechenden Gewächs isst, soll nicht zu uns kommen und auch nicht mit uns beten.“ Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۰۳ – وَعَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ اكل ثُوْمًا أَوْ بَصَلاً فَلْيَعْتَزِلْنَا أَوْ فَلْيَعْتَزِلُ مَسْجِدَنَا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَفِي رواية لِمُسْلِم مَنْ أَكل البصل والثوم والكراث فَلا يَقْرَبَنَّ مَسْجِدَنَا فَإِنَّ الْمَلَائِكَة تَتَأَذًى مِمَّا يَتَأَذًى مِنْهُ بَنُو أَدَمَ.
1703. Überliefert von Dschabir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – sagte: „Wer Knoblauch oder Zwiebeln isst, soll sich von uns oder von unserer Moschee fernhalten.“ Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von Imam Muslim heißt es: „Wer Zwiebeln, Knoblauch oder ein ähnlich riechendes Gemüse isst, soll sich unserer Moschee nicht nähern. Denn durch alles, wodurch die Menschen belästigt werden, werden auch die Engel belästigt.“
١٧٠٤ – وَعَنْ عُمَرَ بْنِ الْخَطَابِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّهُ خَطَبَ يَوْمَ الْجُمُعَةِ فَقَالَ فِي خُطْبَتِهِ ثُمَّ إِنَّكُمْ أَيُّهَا النَّاسُ تَأْكُلُونَ شَجَرَتَيْنِ مَا أَرَاهُمَا إِلَّا خَبِيئَتَيْنِ البصل والثوم. لَقَدْ رَأَيْتُ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِذَا وَجَدَ رِيحَهُمَا من الرَّجُلِ فِي الْمَسْجِدِ أَمَرَيهِ فَأَخْرَجَ إِلَى الْبَقِيعِ فَمَنْ أَكَلَهُمَا فَلْيُمِتْهُمَا طبخا – رَوَاهُ مُسْلِم
1704. Überliefert von Umar ibn al-Chattab (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er hielt an einem Freitag eine Predigt. In seiner Predigt sagte er: „Ihr Menschen! Ihr esst zwei Gemüsesorten. In meinen Augen sind Zwiebeln und Knoblauch die schlechtesten beiden Gemüsesorten. Ich habe erlebt, dass der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – anordnete, jeden, dessen Mund in der Moschee danach roch, hinauszuführen. Daraufhin wurde er aus der Moschee in Richtung des Ortes Baqiʿ hinausgeführt. Wer also diese beiden Dinge essen möchte, soll sie kochen, damit ihr Geruch verschwindet.“ Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 58 – Es ist missbilligt, am Freitag während der Predigt des Imams mit an den Bauch gezogenen Knien zu sitzen
Denn bei dieser Sitzweise wird man schläfrig, sodass man der Predigt nicht aufmerksam folgt und zu befürchten ist, dass die Gebetswaschung ungültig wird.
١٧٠٥ – عَنْ مُعَاذِ بْنِ أَنَسِ الْجُهَنِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ نَهَى عَنِ الحيوة يَوْمَ الْجُمُعَةِ وَالْإِمَامُ يَخْطُبُ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ وَالتَّرْمِذِي وقَالَا حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1705. Überliefert von Muʿādh ibn Anas al-Dschuhanī (ra). Der Prophet ﷺ untersagte, am Freitag während der Chutba mit an den Bauch gezogenen Knien zu sitzen. Imam Abū Dāwūd und Imam at-Tirmidhī überlieferten diesen Hadith und erklärten ihn für einen Hasan-Hadith.
Kapitel 59 – Wer beabsichtigt, ein Opfertier zu schlachten, darf in den ersten zehn Tagen des Monats Dhū l-Hiddscha, also bis zum Morgen des zehnten Tages und bis zur Darbringung des Opfers, weder Nägel noch Haare schneiden.
١٧٠٦- عَنْ أَمْ سَلَمَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ كَانَ لَهُ ذَبْحٌ يَذْبَحُهُ فَإِذَا أَهل هلالُ ذِي الْحَجَّةِ فَلَا يَأْخُذَنَّ مِنْ شَعْرِه ولا مِنْ أَطْفَارِهِ شَيْئًا حَتَّى يُضَحَى رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1706. Überliefert von Umm Salama (ra). Sie berichtet, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: Wenn jemand ein Opfertier besitzt und beabsichtigt, es zu opfern, soll er nach dem Erscheinen des Neumonds des Monats Dhū l-Hiddscha bis zur Darbringung des Opfers weder seine Haare noch seine Nägel schneiden. (Nach den Hanafiten ist dieses Verbot tanzīhī, nach Ansicht mancher jedoch tahrīmī. Der Zweck besteht darin, sich mit den Pilgern solidarisch zu zeigen.)
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 60 – Das Schwören bei Geschöpfen ist verboten
Es ist nicht erlaubt, bei irgendeinem Geschöpf oder Tier zu schwören, etwa bei Propheten und Gesandten, Engeln, der Kaaba, dem Himmel, dem Vater, dem Großvater, dem Leben, der Seele oder dem Kopf und Ähnlichem; ebenso beim Geschenk eines Sultans oder Kaisers, beim Grab dieses oder jenes Menschen, bei einem anvertrauten Gut oder bei der Treue. Unter Berufung auf all dies zu schwören, ist strengstens verboten.
۱۷۰۷ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ اللَّهَ تَعَالَى يَنْهَاكُمْ أَنْ تَحْلِفُوا بِأَبَاتِكُمْ فَمَنْ كَانَ خَالِفًا فَلْيَحْلِفُ بِاللَّهِ أَوْ ليَصُمُتْ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. وفي رواية في الصحيحِ فَمَنْ كَانَ خَالِفًا فَلَا يَحْلِفُ إِلَّا بالله أو لبسكت
1707. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Allah, der Erhabene, hat euch verboten, bei euren Vätern und Vorfahren zu schwören. Wenn jemand schwören muss, soll er bei Allah schwören; andernfalls soll er schweigen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von Sahih al-Buchari heißt es: Wenn jemand schwören muss, soll er ausschließlich bei Allah schwören oder schweigen.
۱۷۰۸ – وَعَنْ عَبْدِ الرَّحْمَنِ بْنِ سَمُرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَحْلِفُوا بِالطَّوَاغِي وَلَا بِآبَائِكُمْ ۖ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1708. Überliefert von Abd ar-Rahman ibn Samura (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Schwört niemals bei Göttern oder bei euren Vätern und Vorfahren. Anmerkung: Das Wort at-Tawaghī ist der Plural. Sein Singular ist Taghiya und bedeutet Bild oder Statue. So wird im Hadith mit „Taghiyat Daus“ auf die Statue des Stammes Daus hingewiesen. Dieses Wort wird auch für den Satan verwendet.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱۷۰۹ – وَعَنْ بُرَيْدَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَن يَسْسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ خَلَقَ بِالْأَمَانَةِ فَلَيْسَ مِنَّا حَدِيثٌ صَحِيحٌ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِاسْنَادِ صَحِيح
1709. Überliefert von Buraida (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wer unter Berufung auf die anvertraute Treue einen Eid schwört, gehört nicht zu uns. Dies ist ein sahih Hadith. Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer sahih Überlieferungskette.
۱۷۱۰ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ خَلْفَ فَقَالَ إِنِّي بَرِى مِنَ الْإِسْلامِ فَإِنْ كَانَ كَاذِبًا فَهُوَ كَمَا قَالَ وَإِنْ كَانَ صَادِقًا فَلَنْ يُرْجِعَ إِلَى الْإِسْلامِ سَالِمًا – رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ .
1710. Überliefert von Buraida (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer schwört und sagt: „Ich bin dem Islam gegenüber nicht zufrieden“, der ist, wenn seine Aussage falsch ist, ein Lügner. Wenn er jedoch in seiner Aussage die Wahrheit sagt, wird er nicht sicher zum Islam zurückkehren können.
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith.
يَقُولُ لا والكعبة قَالَ أنَّهُ سَمِعَ رَجُلاً يَقُولُ : عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّهُ . -۱۱- وعن بن عمر رضى ) ابْنُ عُمَرَ لَا تَحْلِفْ بِغَيْرِ اللهِ فَإِنِّي سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنْ حَلَفَ بِغَيْرِ اللهِ فَقَدْ كَفَرَ أَوْ أَشْرَكَ – رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ وفَسَّرَ بَعْضُ العُلَمَاء قَوْلَهُ كَفَرَ أَوْ أَشْرَكَ عَلَى التَّغْلِيظَ كَمَا رُوِيَ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الرِّيَاءُ شرك.
1711. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er hörte einen Mann sagen: „Nein, bei der Kaaba!“ Da sagte Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein): „Schwört bei nichts anderem als bei Allah. Denn ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Wer bei etwas anderem als bei Allah schwört, begeht Kufr oder Schirk.“
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und sagte: „Er ist ein guter Hadith.“ Nach Ansicht der Gelehrten wurde die Aussage „Er beging Kufr oder Schirk“ als strenge Zurechtweisung formuliert. So sagte der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, an anderer Stelle: „Riya (Schaulust, Vorspiegelung oder Heuchelei) ist Schirk.
Abschnitt 61 – Das freiwillige Ablegen eines falschen Eides ist streng verboten
۱۷۱۲ – عَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ من خلفَ عَلَى مَالِ امْرِئٍ بِغَيْرِ حَقِهِ لَقِيَ اللَّهَ وَهُوَ عَلَيْهِ غَضْبَانُ قَالَ ثُمَّ قَرَأَ عَلَيْنَا رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مِصْدَاقَهُ مِنْ كِتَابِ اللهِ عَزَّ وَجَلٌ : إِنْ الَّذِينَ يَشْتَرُونَ بِعَهْدِ اللهِ وَايْمَانِهِمْ ثَمَنًا قَلِيلاً أُولَئِكَ لَا خَلَاقَ لَهُمْ فِي الْآخِرَةِ ولا يُكَلِّمُهُمُ الله ولا ينظر اليهم يَوْمَ الْقِيمَةِ وَلَا يُزَكِّيهِمْ من وَلَهُمْ عَذَابٌ أَلِيمٌ.
1712. Überliefert von Abdullah ibn Masud (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer einen falschen Eid schwört, um sich unrechtmäßig das Vermögen eines Muslims anzueignen, wird am Tag der Auferstehung Allah in einem Zustand begegnen, in dem Allah über ihn äußerst zornig ist. Abdullah ibn Masud (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet: Daraufhin rezitierte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, zur Bestätigung dieser Aussage vor uns folgenden Vers aus dem Koran: „Diejenigen, die Allahs Verpflichtung und ihre eigenen Eide für einen geringen Preis (für weltliche Vorteile) verkaufen, haben im Jenseits keinen Anteil. Am Tag der Auferstehung wird Allah weder zu ihnen sprechen noch sie anschauen noch sie läutern; vielmehr erwartet sie eine harte und schmerzhafte Strafe.“ (Sure Al Imran: 77)
۱۷۱۳ – وَعَنْ أَبِي أُمَامَةَ أَيَّاسِ بْنِ ثَعْلَبَةَ الْحَارِثِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنِ اقْتَطَعَ حَقَّ امْرِئٍ مُسْلِم بِيَمِينِهِ فَقَدْ أَوْجَبَ اللهُ لَهُ النَّارَ وَحَرَّمَ عَلَيْهِ الْجَنَّةَ فَقَالَ لَهُ رَجُلٌ وَإِنْ كَانَ شَيْئًا يَسِيرًا يَا رَسُولَ اللَّهِ قَالَ وَإِنْ كَانَ قَضِيبًا مِنْ أَرَاكَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1713. Von Abu Umama Iyas ibn Thalaba al-Harithi (Allah sei mit ihm zufrieden) wird überliefert: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer durch einen falschen Schwur das Recht oder Eigentum eines Muslims an sich bringt, dem macht Allah die Hölle zur Pflicht und verwehrt ihm das Paradies.“ Ein Mann fragte ihn: „O Gesandter Allahs, auch wenn es sich nur um eine geringfügige Sache handelt?“ Er sagte: „Selbst wenn es nur ein kleiner Zweig eines Pilu-Baumes wäre.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٧١٤ – وَعَنْ عَبْدِ اللهِ بْنِ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الكبائر الاشراك باللهِ وَعُقُوقُ الْوَالِدَيْنِ وَقَتْلُ النَّفْسِ والْيَمِينُ الْغَمُوسُ – رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ – وَفِي رِوَايَةٍ أَنْ أَعْرَابِيا جَاءَ إِلَى النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ يَا رَسُولَ الله مَا الكَبَائِرُ قَالَ الْإِشْرَاكَ بِاللهِ قَالَ ثُمَّ مَا ذَا قَالَ الْيَمِينُ الْغَمُوسُ قُلْتُ وَمَا الْيَمِينُ الْغَمُوسُ قَالَ الَّذِي يَقْتَطِعُ مَالَ امْرِئٍ مُسْلِم يَعْنِي بِيَمِيْنِ هُوَ فِيْهَا كَاذِبٌ .
1714. Von Abdullah ibn Amr ibn al-As (Allah sei mit ihm zufrieden) wird überliefert: Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Zu den großen Sünden gehören, Allah etwas beizugesellen, die Eltern zu kränken, einen Menschen zu töten und einen falschen Schwur zu leisten.“
Imam al-Bukhari überlieferte diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von al-Bukhari heißt es: Ein Beduine kam zum Propheten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, und sagte: „O Gesandter Allahs, welches sind die großen Sünden?“ Er sagte: „Allah etwas beizugesellen.“ Der Mann fragte: „Und welche danach?“ Er sagte: „Einen falschen Schwur zu leisten.“ Ich fragte: „Was bedeutet ein falscher Schwur?“ Er sagte: „Dass jemand durch einen falschen Schwur das Vermögen eines Muslims an sich bringt.“
Abschnitt: 62 – Nachdem man auf eine bestimmte Handlung geschworen hat …
Wenn jemand auf eine bestimmte Handlung geschworen hat und sich danach die Möglichkeit ergibt, etwas Besseres zu tun, muss er in diesem Fall der besseren Handlung den Vorrang geben und anschließend nur die Sühne für den gebrochenen Schwur leisten.
١٧١٥ – عَنْ عَبْدِ الرَّحْمَنِ بْنِ سَمُرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ لِي رَسُولُ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَإِذَا خَلَقْتَ عَلَى يَمِينَ فَرَأَيْتَ غَيْرَهَا خَيْرًا مِنْهَا فَأْتِ الذي هُوَ خَيْرٌ وَكَفِّرْ عَنْ يَمِينكَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1715. Überliefert von ʿAbdur-Rahmān ibn Samura (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte zu mir: Wenn du auf etwas schwörst und danach erkennst, dass das Gegenteil besser ist, dann brich in einem solchen Fall deinen Eid, tue das bessere und leiste die Sühne für den Eidbruch.
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱٧١٦ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ حَلَفَ عَلَى يَمِين فَرَأَى غَيْرَهَا خَيْرًا مِنْهَا فَلْيُكَفِّرُ عَنْ يَمِينِهِ وَلْيَفْعَلِ الَّذِي هُوَ خَيْرٌ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1716. Überliefert von Abū Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn jemand auf etwas schwört und danach die Gelegenheit sieht, etwas Besseres zu tun, soll er seinen Eid brechen, dafür Sühne leisten und das Bessere tun.
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱۷۱۷ – وَعَنْ أَبِي مُوسَى رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنِّي والله إِن شَاءَ اللهُ لا أَخْلِفُ عَلَى يَمِينِ ثُمَّ أَرَى خَيْرًا مِنْهَا إِلَّا كَفَرْتُ عَنْ يَمِينِي وَآتَيْتُ الَّذِي هُوَ خَيْرٌ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1717. Überliefert von Abū Mūsā (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Bei Allah! Wenn ich, so Allah will, nach einem Eid die Gelegenheit sehe, etwas Besseres zu tun, werde ich meinen Eid gewiss brechen, dafür Sühne leisten und das Bessere tun.
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۱۸ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وسلم لأن يلج أَحَدُكُمْ فِي يَمِينِهِ فِي أَهْلِهِ أَثْمُ لَهُ عِنْدَ اللَّهِ تَعَالَى مِنْ أَنْ يُعْطِيَ كَفَّارَتَهُ الَّتِي فَرَضَ اللَّهُ عَلَيْهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1718. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn jemand von euch schwört und dabei eine ablehnende Haltung gegenüber seiner eigenen Familie einnimmt, so begeht er dadurch eine größere Sünde, als wenn er die für ihn verpflichtende Kaffāra nicht entrichtet.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Kapitel 63 – Unbedachte Eide sind verzeihlich
Unbedachte Eide sind verzeihlich. Für das Brechen solcher Eide ist keine Kaffāra zu entrichten. Es handelt sich um Eide, die einem Menschen aus Gewohnheit über die Lippen kommen, ohne dass er die Absicht hat zu schwören. Beispielsweise sagt man im gewöhnlichen Gespräch: „Bei Allah!“ oder „Ich schwöre bei Allah!“ und Ähnliches.
قَالَ اللهُ تَعَالَى : لَا يُؤَاخِذُكُمُ اللهُ بِاللَّغْوِ فِي أَيْمَانِكُمْ وَلَكِنْ يُؤَاخِدُكُمْ بِمَا عَقَدْتُمُ الْأَيْمَانَ فَكَفَّارَتُهُ اطْعَامُ عَشَرَةِ مَسَاكِينَ مِنْ أَوْسَطِ مَا تُطْعِمُونَ أَهْلِيْكُمْ أَوْ كِسْوَتُهُمْ أَوْ تَحْرِيرُ رَقَبَةٍ فَمَنْ لَمْ يَجِدْ فَصِيَامُ ثَلَاثَةِ أَيَّامٍ ذَلِكَ كَفَّارَةٌ أَيْمَانِكُمْ إِذَا خَلَقْتُمْ وَاحْفَظُوا أَيْمَانَكُمْ.
Der Erhabene Allah sagt:
„Allah wird euch nicht für eure unbedachten Eide zur Rechenschaft ziehen. Doch für die Eide, die ihr bewusst schwört, wird Er euch gewiss zur Rechenschaft ziehen. Die Kaffāra für das Brechen eines Eides besteht darin, zehn Bedürftige mit einer mittleren Mahlzeit zu speisen, wie ihr eure Familien zu speisen pflegt, oder sie zu bekleiden oder einen Sklaven freizulassen. Wer dazu nicht imstande ist, soll drei Tage fasten. Dies ist die Kaffāra für eure Eide. Haltet eure Eide ein. So legt Allah euch Seine Zeichen klar dar, auf dass ihr dankbar seid.“ [Anmerkung: Die Kaffāra oder Buße für das Brechen eines Eides besteht darin, einen Sklaven freizulassen oder zehn Bedürftige zwei Mahlzeiten zu speisen oder ihnen Kleidung zu geben. Wer zu keiner dieser Möglichkeiten imstande ist, soll drei Tage hintereinander fasten.] (Sure al-Māʾida: 89)
۱۷۱۹ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ أُنزِلَتْ هذه الآيَةُ إِلا يُؤَاخِدُكُمُ اللهُ باللغو فِي أَيْمَانُكُمْ فِي قَوْلِ الرَّجُلِ لَا وَاللهِ وَبَلَى وَاللَّهِ – رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1719. Von Aischa (r.a.) wird überliefert. Sie sagte: Der Vers „Für die sinnlosen Schwüre, die ihr leistet, wird Allah euch nicht zur Rechenschaft ziehen“ wurde hinsichtlich der Äußerungen mancher Menschen wie „Nein, bei Allah“ und „Ja, bei Allah“ und ähnlicher Schwüre offenbart.
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
Kapitel: 64 – Auch ein wahrer Schwur beim Kauf und Verkauf ist schlecht
۱۷۲۰ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ علَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ الْحَلفُ مَنْفَقَة للسلعة مَمْحَقَةٌ للكسب مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1720. Von Abu Huraira (r.a.) wird überliefert. Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Durch häufiges Schwören kann man zwar mehr Waren verkaufen, doch es zerstört den Segen im Verdienst.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۲۱ – عَنْ أَبِي قَتَادَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِيَّاكُمْ وَكَثرَةَ الْحَلِفِ فِي الْبَيْعِ فَإِنَّهُ يُنفِقُ ثُمَّ يَمْحَقُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1721. Überliefert von Abū Qatāda (r.a.). Er hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Hütet euch beim Verkauf vor übermäßigem Schwören. Denn dadurch werden zwar mehr Verkäufe erzielt, doch der Segen wird vernichtet.“
Imam Muslim überliefert diesen Hadith.
Kapitel 65 – Etwas im Namen Allahs erbitten
Es ist verpönt, im Namen Allahs um etwas anderes als das Paradies zu bitten. Ebenso ist es verpönt, jemandem, der im Namen Allahs um etwas bittet, seine Bitte zu verweigern, und eine im Namen Allahs ausgesprochene Fürsprache zurückzuweisen.
۱۷۲۲ – عَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا يُسْأَلُ بوجه الله الا الْجَنَّةُ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ.
1722. Überliefert von Jābir (r.a.). Er berichtet, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Es ist nicht richtig, im Namen Allahs um etwas anderes als das Paradies zu bitten.“ Imam Abū Dāwūd überliefert diesen Hadith.
۱۷۲۳ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنِ اسْتَعَاذَ بِالله فَأَعِيدُوهُ وَمَنْ سَأَلَ بِاللَّهِ فَأَعْطُوهُ وَمَنْ دَعَاكُمْ فَأَجِيبُوهُ وَمَنْ صَنَعَ إِلَيْكُمْ مَعْرُوفًا فَكَافِنُوهُ فَإِنْ لَمْ تَجِدُوا مَا تُكَافِتُونَهُ فَادْعُوا لَهُ حَتَّى تَرَوْا أَنَّكُمْ قَدْ كَافَأْتُمُوهُ، حَدِيثٌ صَحِيحٌ، رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ وَالنِّسَانِي بأسانيد الصحيحين.
1723. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (r.a.). Er berichtet, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Gewährt demjenigen Schutz, der euch im Namen Allahs um Schutz bittet. Gebt demjenigen etwas, der euch im Namen Allahs um etwas bittet. Nehmt die Einladung dessen an, der euch einlädt. Vergelt demjenigen, der euch etwas Gutes getan hat, seine Wohltat. Wenn ihr nichts habt, womit ihr sie vergelten könnt, dann betet so lange für ihn, bis ihr überzeugt seid, dass ihr seine Wohltat vergolten habt.“
Der Hadith ist sahih. Imam Abu Dawud und Imam an-Nasa’i überlieferten diesen Hadith mit einer Überlieferungskette von derselben Qualität wie die von al-Buchari und Muslim.
Abschnitt: 66 – Es ist verboten, jemanden als König der Könige zu bezeichnen
Es ist verboten, einen König oder irgendein Staatsoberhaupt als König der Könige anzureden oder ihm diesen Titel zu verleihen.
Denn das Wort „Schahanschah“ bedeutet „Malik al-Mulk“ (König der Könige). Es ist verboten, außer Allah, dem Erhabenen, irgendjemanden mit dieser Bezeichnung zu schmücken.
١٧٢٤ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنْ اخْنَعَ اسْمِ عِندَ اللهِ عَزَّ وَجَلَّ رَجُلٌ تَسَمَّى مَلِكَ الْأَمْلاكِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. قَالَ سُفْيَانُ بْنُ عُيَيْنَةَ مَلك الأملاك مثل شاهنشاه .
1724. Überliefert von Abu Huraira (r.a.). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Bei Allah, dem Erhabenen und Allmächtigen, ist derjenige Mensch am verwerflichsten, der den Namen „Schahanschah“ oder „König der Könige“ annimmt.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. Sufyan ibn Uyayna (r.) sagte: „Malik al-Amlak“ hat eine ähnliche Bedeutung wie „Schahanschah“.
Abschnitt: 67 – Es ist verboten, einen Frevler oder Anhänger einer Neuerung als Sayyid oder in ähnlicher Weise anzureden
١٧٢٥ – عَنْ بُرَيْدَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَقُولُوا لِلْمُنَافِقِ سَيِّدٌ فَإِنَّهُ إِنْ يَكُ سَيِّدًا فَقَدْ أَسْخَطْتُمْ رَبُّكُمْ عَزَّ وَجَلَّ رَوَاهُ أَبُو داود بإسناد صحيح
1725. Überliefert von Buraida (r.a.). Er berichtet, dass der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sagte: „Nennt den Heuchler nicht Sayyid. Selbst wenn er ein Sayyid ist, so erzürnt euren erhabenen Herrn nicht, indem ihr ihn Sayyid nennt.“
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer sahih-Überlieferungskette.
Kapitel 68 – Das Beschimpfen des Fiebers ist verpönt
ترفرفينَ قَالَتِ الْحُمَّى لا بَارَكَ اللهُ فِيهَا فَقَالَ لَا تُسَبِّى الْحُمَّى فَإِنَّهَا تُذْهَبُ خَطَايَا بَنِي آدَمَ كَمَا يُذْهِبُ الْكَيْرُ خَبَثَ الْحَدِيدِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1726. Überliefert von Jabir (r.a.). Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, besuchte Umm as-Saib oder Umm al-Musayyab und sagte: „O Umm as-Saib oder o Umm al-Musayyab! Was ist mit dir geschehen? Warum zitterst du?“ Sie sagte: „Wegen des Fiebers.“ Sie sagte: „Möge Allah das Fieber nicht heilen.“ Er sagte: „Beschimpft das Fieber nicht. Denn das Fieber entfernt die Sünden der Kinder Adams, ebenso wie der Blasebalg des Schmieds den Schmutz vom Eisen entfernt.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 69 – Das Beschimpfen des Windes ist verboten, und was man beim Wehen des Windes sagen soll
۱۷۲۷ – عَنْ أَبِي الْمُنْذِرِ أَبي بْنِ كَعْبٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَسُبُوا الرِّيحَ فَإِذَا رَأَيْتُمْ مَا تَكْرَهُونَ فَقُولُوا اللَّهُمُ إِنَّا نَسْأَلُكَ مِنْ خَيْرٍ هَذِهِ الرِّيحُ وَخَيْرِ مَا فِيهَا وَخَيْرِ مَا أُمِرَتْ بِهِ وَنَعُوذُ بِكَ من شر هذه الرِّيحِ وَشَرِّ مَا فِيهَا وَشَرِّ مَا أُمِرَتْ بِهِ – رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيث حسن صحيح.
1727. Überliefert von Abū al-Mundhir Ubayy ibn Kaʿb (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Beschimpft den Wind nicht. Wenn ihr an ihm etwas Unangenehmes feststellt, dann sagt: ‚O Allah, wir bitten Dich um das Gute dieses Windes, um das Gute, das in ihm liegt, und um das Gute, zu dem er beauftragt wurde. Und wir suchen Zuflucht bei Dir vor dem Übel dieses Windes, vor dem Übel, das in ihm liegt, und vor dem Übel, zu dem er beauftragt wurde.‘“
Imām at-Tirmidhī überlieferte diesen Hadith. Er sagte: „Der Hadith ist hasan und sahih.“
۱۷۲۸ – رَأَيْتُمُوهَا فَلَا تَسُبُوهَا وَسَلُوا اللهَ خَيْرَهَا وَاسْتَعِيدُوا بِاللَّهِ مِنْ شَرِّهَا رَوَاهُ أَبُو دارد باشناد حسن
1728. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Der Wind ist eine Barmherzigkeit Allahs. Manchmal bringt er Gutes und Gunst mit sich, und manchmal wird er zum Grund für Ruhe. Wenn ihr daher den Wind wehen seht, beschimpft ihn nicht, sondern bittet Allah darum, durch ihn Gutes zu erlangen, und sucht bei Allah Zuflucht vor seinem Übel.“
Imām Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith mit einer hasan-Überlieferungskette.
۱۷۲۹ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ كَانَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إذَا عَصَفَتِ الرِّيحُ قَالَ اللَّهُمَّ إِنِّي أَسْأَلُكَ خَيْرَهَا وَخَيْرَ مَا فِيْهَا وَخَيْرَ مَا أُرْسِلَتْ بههِ وَأَعُوذُ بِكَ مِنْ شَرِّهَا وَشَرِّ مَا فِيهَا وَشَرِّ مَا أُرْسِلَتْ بِهِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1729. Überliefert von ʿĀʾischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Wenn der Wind heftig wehte, pflegte der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, zu sagen: „O Allah, ich bitte Dich um das Gute dieses Windes, um das Gute, das in ihm liegt, und um das Gute, mit dem er gesandt wurde. Ich suche Zuflucht bei Dir vor seinem Übel, vor dem Übel, das in ihm liegt, und vor dem Übel, mit dem er gesandt wurde.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 70 – Es ist missbilligt, Hähne zu beschimpfen
۱۷۳۰ – عَنْ زَيْدِ بْنِ خَالِدٍ الْجُهَنِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَسُبُّوا الدِّيْكَ فَإِنَّهُ يُوقِظُ لِلصَّلاةِ رَوَاهُ أَبُو دَاوُد باشناد صحيح
1730. Überliefert von Zaid ibn Khalid al-Dschuhani (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Beschimpft die Hähne nicht, denn der Hahn weckt zum Gebet auf.
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith mit einer sahih Überlieferungskette.
Kapitel 71 – Es ist verboten zu sagen: „Wegen dieses oder jenes Sterns hat es geregnet.“
۱۷۳۱ – عَنْ زَيْدِ بْنِ خَالِدٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ صَلَّى بِنَا رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ صَلاةَ الصُّبْحِ بِالْحُدَيْبِيَّةِ فِي أَثَرِ سَمَاءٍ كَانَتْ مِنَ اللَّيْلِ فَلَمَّا انْصَرَفَ اقْبَلَ عَلَى النَّاسِ فَقَالَ هَلْ تَدْرُونَ مَاذَا قَالَ رَبُّكُمْ قَالُوا اللَّهُ وَرَسُولُهُ أَعْلَمُ قَالَ قَالَ أَصْبَحَ مِنْ عِبَادِي مُؤْمِنٌ بِي وَكَافِرٌ فَأَمَّا مَنْ قَالَ مُطِرْنَا بِفَضْلِ اللهِ وَرَحْمَتِهِ فَذَلِكَ مُؤْمِنٌ بِي كَافِرُ بالكواكب وَأَمَّا مَنْ قَالَ مُطَرْنَا بِنَوْءٍ كَذَا وَكَذَا فذلك كافر كافر بي مُؤْمِنٌ بالكواكب – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَالسَّمَاءُ هُنَا الْمَطَرُ.
1731. Überliefert von Zaid ibn Khalid (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, leitete an einem Ort namens Hudaybiyyah unser Morgengebet. In der Nacht hatte es geregnet. Nach dem Gebet wandte er sich den Menschen zu und sagte: „Wisst ihr, was euer Herr gesagt hat?“ Alle sagten: „Allah und Sein Gesandter wissen es am besten.“ Er sagte: „Allah hat gesagt: Heute Morgen hat ein Teil Meiner Diener an Mich geglaubt, während ein anderer Teil ungläubig geworden ist. Diejenigen, die gesagt haben: ‚Durch Allahs Gunst und Seine Barmherzigkeit ist uns Regen gegeben worden‘, glauben an Mich und verleugnen den Stern. Diejenigen aber, die gesagt haben: ‚Durch den Einfluss dieses oder jenes Sterns ist Regen gegeben worden‘, sind Mir gegenüber ungläubig geworden und glauben an den Stern.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. Das im Hadith verwendete Wort bedeutet Regen.
Abschnitt: 72 – Es ist verboten, einen Muslim als Kāfir zu bezeichnen
۱۷۳۲ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِذَا قَالَ الرَّجُلُ لِأَخِيهِ يَا كَافِرُ فَقَدْ بَاءَ بِهَا أَحَدُهُمَا فَإِنْ كَانَ كَمَا قَالَ وَالا رَجَعَتْ عَلَيْهِ – متفق عليه.
1732. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn ein Muslim zu seinem muslimischen Bruder sagt: „O Kāfir!“, dann wird der Kufr unweigerlich auf einen von ihnen beiden fallen. Wenn derjenige, der als Kāfir bezeichnet wurde, tatsächlich so ist, dann gibt es nichts zu beanstanden. Ist er jedoch nicht so, dann wird der Kufr auf denjenigen zurückfallen, der ihn als Kāfir bezeichnet hat.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۳۳ – وَعَنْ أَبِي ذَرِّ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَنْ دَعَا رَجُلًا بِالْكُفْرِ أَوْ قَالَ عَدُوٌّ اللَّهِ وَلَيْسَ كَذَلِكَ الأَحَارَ عَلَيْهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ حَارَ رَجَعَ.
1733. Überliefert von Abū Dharr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Wenn jemand einen anderen als Kāfir oder als Feind Allahs bezeichnet, obwohl er nicht so ist, dann fällt diese Aussage auf denjenigen zurück, der sie ausgesprochen hat.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt 73 – Das Sprechen obszöner und anstößiger Worte ist verboten
١٧٣٤ – عَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَيْسَ الْمُؤْمِنُ بِالطَّعَانِ وَلا اللعَانِ وَلا الْفَاحِشِ وَلَا الْبَدِي رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1734. Überliefert von ʿAbdullah ibn Masʿud (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Ein Gläubiger kann weder ein Spötter noch ein Tadler, ein Verwünschender, jemand, der obszön spricht, noch ein jähzorniger Mensch sein.
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und sagte: Dies ist ein Hasan-Hadith.
١٧٣٥ – وَعَنْ أَنَسِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَا كَانَ الْفَحْشَ فِي شَيْءٍ إِلا شَانَهُ وَمَا كَانَ الْحَيَاءُ فِي شَيْءٍ إِلَّا زَانَهُ رَوَاهُ الترمذى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1735. Überliefert von Anas (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Obszönheit macht jede Sache schlecht, und Schamhaftigkeit verschönert jede Sache.
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith und sagte: Dies ist ein Hasan-Hadith.
Abschnitt 74 – Die Verwendung komplizierter Formulierungen in Gesprächen ist makruh
Wenn man die Allgemeinheit anspricht, muss man in einer für sie verständlichen Sprache sprechen. In solchen Fällen sind gedehntes Sprechen, die Verwendung hochtrabender Sprache, das Zurschaustellen von Beredsamkeit und die Verwendung ungebräuchlicher Wörter sowie Ähnliches makruh.
١٧٣٦ – عَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ هَلَكَ الْمُتَنَطِعُونَ قَالَهَا ثَلاثًا . رَوَاهُ مُسْلِم الْمُتَنَطِعُونَ الْمُبَالِغُونَ فِي الْأَمُورِ.
1736. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Die Übertreibenden sind zugrunde gegangen.“ Diesen Satz wiederholte er dreimal. „Al-Mutanattiʿūn“ bedeutet: in einer Angelegenheit zu übertreiben oder Maßlosigkeit zu betreiben.
۱۷۳۷ – وَعَنْ عَبْدِ اللهِ بْنِ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ اللهَ يُبْغِضُ الْبَلِيغَ مِنَ الرِّجَالِ الَّذِي يَتَخَلَّلُ بِلِسَانِهِ كَمَا تَتَخَلَّلُ الْبَقَرَةُ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ وَالتَّرْمِنِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1737. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAmr ibn al-ʿĀs (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wahrlich, Allah hasst jene Übertreibenden, die ihre Zungen beim Sprechen ineinander verschlingen und verdrehen, so wie eine Kuh wiederkäut.“
Imām Abū Dāwūd und at-Tirmidhī haben diesen Hadith überliefert. Imām at-Tirmidhī sagte: „Es ist ein Hasan-Hadith.“
۱۷۳۸ – وَعَنْ جَابِرِ بْنِ عَبْدِ اللهِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ مِنْ أَحَبِّكُمْ إِلَى وَأَقْرَبَكُمْ مِنِّي مَجْلِسًا يَوْمَ الْقِيَامَةِ أَحَاسِنُكُمْ اخلاقا وَإِنْ أَبْغَضَكُمْ إِلَى وَابْعَدكُمْ مِنِّى يَوْمَ الْقِيَامَةِ الشَّرْتَارُونَ وَالْمُتَشَدِقُونَ وَالْمُتَفَيهِقُونَ – رَوَاهُ التَّرْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1738. Überliefert von Jābir ibn ʿAbdullāh (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Derjenige unter euch, der den besten Charakter besitzt, ist mir am liebsten, und am Tag der Auferstehung wird er mir am nächsten sein. Diejenigen unter euch jedoch, die geschwätzig sind, in schwer verständlicher Sprache und hochmütig sprechen, sind mir am verhasstesten und werden am Tag der Auferstehung weit von mir entfernt sein.“
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith. Er sagte: Dies ist ein Hadith hasan.
Kapitel 75 – Es ist verboten, Dinge wie „Meine Seele ist verdorben“ zu sagen
۱۷۳۹ – عَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا يَقُولَنَّ أَحَدُكُمْ خَبُثَتْ نَفْسِي وَلَكِنْ لِيَقُلْ لَقِسَتْ نَفْسِي مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ – قَالَ الْعُلَمَاءُ مَعْنَى خَبُثَتْ غَشَتْ وَهُوَ مَعْنَى لَقِسَتْ وَلَكِنْ كَرِهَ لفظ الْخُبْثِ.
1739. Überliefert von Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Keiner von euch soll über sich selbst sagen: „Meine Seele ist verdorben“, sondern er darf sagen: „Meine Seele ist unrein geworden.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. Die Gelehrten sagten, dass die beiden Wörter Khabuthat und Laqisat dieselbe Bedeutung haben. Das heißt, beide Wörter bedeuten schlecht, verdorben, schmutzig, unrein, verkommen und Ähnliches. Das Wort Khukt zu verwenden, hielten sie jedoch nicht für angebracht.
Kapitel 76 – Es ist verpönt, die Traube (Inab) Karm zu nennen
١٧٤٠ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا تُسموا العنب الكرم فَإِنَّ الكَرْمَ الْمُسْلِمُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. وَهُذَا لفظ مُسلِم وفي رواية فَإِنَّمَا الْكَرْمُ قَلْبُ الْمُؤْمِنِ. وَفِي رواية لِلْبُخَارِي وَمُسْلِمٍ يَقُولُونَ الْكَرَمُ إِنَّمَا الْكَرْمُ قَلْبُ الْمُؤْمِنِ.
1740. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Nennt die Traube (Inab) nicht Karm. Denn nur ein Muslim kann Karm sein.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. Der Wortlaut des Hadith stammt aus der Überlieferung von Imam Muslim. In einer anderen Überlieferung heißt es: Denn „Karm“ ist das Herz des Gläubigen. In einer anderen Überlieferung von al-Buchari und Muslim heißt es: Die Menschen nennen die Trauben „Karm“, obwohl „Karm“ das Herz des Gläubigen ist.
١٧٤١ – وَعَنْ وَائِلِ بْنِ حُجْرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا تَقُولُوا الْكَرْمُ وَلَكِنْ قُولُوا الْعِنَبُ وَالْحَبْلَةُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1741. Überliefert von Wā’il ibn Hudschr (Allahs Wohlgefallen auf ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Nennt die Trauben nicht „Karm“, sondern nennt sie „Inab“ (Trauben) und „Habalat“ (Weinreben).
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 77 – Verbot, die körperliche Schönheit von Frauen vor Männern zu beschreiben
Es ist verboten, Männern die körperliche Schönheit einer Frau zu beschreiben, sofern kein schariagemäßer Grund oder Bedarf dafür besteht. Bei einer Heirat oder einem ähnlichen Bedarf ist es jedoch erlaubt, ihre körperliche Gestalt und Beschaffenheit zu beschreiben.
١٧٤٢ – عن ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وسلم لا تُبَاشِرِ الْمَرْأَةُ الْمَرْأَةَ فَتَصِفَهَا لِزَوْجِهَا كَأَنَّهُ يَنظُرُ إِلَيْهَا مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1742. Überliefert von ʿAbdullah ibn Masʿud (Allahs Wohlgefallen auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Keine Frau soll ihren unbedeckten Körper mit dem unbedeckten Körper einer anderen Frau in Berührung bringen, und sie soll ihrem eigenen Ehemann die körperliche Schönheit der anderen Frau nicht so beschreiben, als würde er sie selbst mit eigenen Augen sehen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Kapitel 78 – Es ist verpönt, so zu bitten: „O Allah, wenn Du willst, vergib mir.“
١٧٤٣ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قال لا يَقُولَنَّ أَحَدُكُمُ اللهُمُ اغْفِرْ لِي إِنْ شِئْتَ اللَّهُمَّ ارْحَمْنِي إِنْ شِئْتَ لِيَعْزِمِ الْمَسْأَلَة فَإِنَّهُ لَا مُكْرِهَ لَهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَفِي رِوَايَةٍ لِمُسْلِمِ وَلَكِنْ لِيَعْزِمُ وَلْيُعَظمِ الرُّغْبَة فَإِنَّ اللَّهَ تَعَالَى لَا يَتَعَاظِمُهُ شَيْ أَعْطَاهُ .
1743. Überliefert von Abū Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm): Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Niemand von euch soll so bitten: „O Allah, wenn Du willst, vergib mir; o Allah, wenn Du willst, erbarme Dich meiner“, sondern er soll mit Entschlossenheit bitten. Denn niemand kann Ihn zwingen oder auf Ihn Einfluss ausüben. (Überliefert von al-Buchārī und Muslim.) In einer anderen Überlieferung von Ṣaḥīḥ al-Buchārī heißt es: „Allah tut, was Er will; niemand kann Ihn daran hindern.“ In einer anderen Überlieferung von Ṣaḥīḥ Muslim heißt es: Er soll mit vollkommenem Vertrauen, voller Zuversicht und fester Entschlossenheit bitten. Denn was Allah Seinem Diener gibt, ist für Ihn nichts Großes. (Oder: Es bereitet Ihm keine Mühe, es ihm zu geben.)
١٧٤٤ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِذا دَعَا أَحَدُكُمْ فَلْيَعْزِمِ الْمَسْأَلَة وَلا يَقُولَنَّ اللَّهُمَّ إِنْ شِئْتَ فَأَعْطِنِي فَإِنَّهُ لَا مُسْتَكْرِهَ لَهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1744. Überliefert von Anas (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wenn jemand von euch bittet, soll er mit vollkommenem Vertrauen und fester Entschlossenheit bitten. Niemand soll sagen: „O Allah, wenn Du willst, gib mir.“ Denn niemand kann Allah zwingen oder auf Ihn Einfluss ausüben, und es ist für Ihn nicht verpflichtend, jemandem etwas zu geben. Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
Kapitel 79 – Es ist schlecht, einen anderen Willen mit Allahs Willen zu verbinden
١٧٤٥ – عَنْ حُذَيْفَةَ بْنِ الْيَمَانِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا تَقُولُوا مَا شَاءَ اللهُ وَمَا شَاءَ فُلانٌ وَلَكِنْ قُولُوا مَا شَاءَ اللَّهُ ثُمَّ شَاءَ فلان رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِاسْنَادِ صَحِيح.
1745. Überliefert von Ḥudhaifa ibn al-Yamān (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm): Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Sagt nicht: „Es geschieht, was Allah und der und der wollen“, sondern sagt: „Was Allah will und danach, was der und der will.“
Imam Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith mit einer authentischen Überlieferungskette.
Abschnitt 80 – Es ist verpönt, nach dem Nachtgebet zu sprechen
Imam an-Nawawī (möge Allah ihm barmherzig sein) sagt: Damit ist gemeint, dass jede gewöhnliche Unterhaltung, die auch zu anderen Zeiten erlaubt ist und bei der es gleichgültig ist, ob man sie führt oder unterlässt, nach dem Nachtgebet verpönt ist. Was zu anderen Zeiten verboten oder verpönt ist, ist nach dem Nachtgebet noch strenger verboten oder verpönt. Nützliche Gespräche sind jedoch nicht verpönt, etwa Gespräche über islamische Themen, die Erörterung des Lebens gelehrter Persönlichkeiten, die Erörterung und Vermittlung edler moralischer Werte, Gespräche mit Gästen sowie Gespräche mit jemandem, der aus einem bestimmten Anliegen gekommen ist, und ähnliche Dinge. Ebenso ist es nicht verpönt, aus einem notwendigen Anlass zu sprechen oder wenn man sich in einer Notlage befindet. Zur Unterstützung dieser Aussagen gibt es zahlreiche authentische Hadithe.
١٧٤٦ – عَنْ أَبِي بَرْزَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ يَكْرَهُ النَّوْمَ قَبْلَ الْعِشَاءِ وَالْحَدِيثَ بَعْدَهَا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1746. Von Abū Barza (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) missbilligte es, vor dem Nachtgebet zu schlafen und danach zu sprechen.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٧٤٧ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ صلى الْعِشَاءَ فِي آخِرِ حَيَاتِهِ فَلَمَّا سَلَّمَ قَالَ أَرَأَيْتَكُمْ لَيْلَتَكُمْ هَذِهِ فَإِنَّ عَلَى رَأْسِ سنَةٍ لا يَبْقَى مِمَّنْ هُوَ عَلَى ظَهْرِ الْأَرْضِ الْيَوْمَ أَحَدٌ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. مائة
1747. Von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein) wird überliefert: Gegen Ende seines Lebens leitete der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) unser Nachtgebet. Nachdem er den Friedensgruß gesprochen hatte, sagte er: Wisst ihr etwas über diese heutige Nacht? (Dann sagte er:) Von denjenigen, die heute auf der Erde leben, wird nach hundert Jahren keiner mehr übrig und am Leben sein.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٧٤٨ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّهُمْ انْتَظِرُوا النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَجَاءَهُمْ قَرِيبًا مِنْ شَطْرِ اللَّيْلِ فَصَلَّى بِهِمْ يَعْنِي الْعِشَاءُ قَالَ ثُمَّ خَطَبَنَا فَقَالَ إِلا إِنَّ النَّاسَ قَدْ صَلُّوا ثُمَّ رَقَدُوا وَإِنَّكُمْ لَنْ تَزَالُوْا فِي صَلَاةٍ مَا انْتَظَرْتُمُ الصَّلاةَ رَوَاهُ الْبُخَارِي
1748. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Die Gefährten warteten auf den Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm). Er kam etwa um Mitternacht und verrichtete mit ihnen das Nachtgebet. Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet: Danach hielt er vor uns eine Ansprache. Er sagte: Wisst, dass viele Menschen das Gebet verrichtet haben und eingeschlafen sind. Ihr jedoch befindet euch seit der Zeit, seit der ihr auf das Gebet wartet, im Gebet.
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 81 – Wenn der Ehemann seine Ehefrau zu sich ins Bett ruft, ist es für die Ehefrau haram, ohne einen schariagemäßen Grund die Aufforderung abzulehnen
١٧٤٩ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِذَا دَعَا الرَّجُلُ امْرَأَتَهُ إلى فراشه فَآبَتْ فَبَاتَ غَضْبَانَ عَلَيْهَا لَعَنَتُهَا الْمَلائِكَةُ حَتَّى تُصْبحَ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ – وَفِي رِوَايَةٍ حَتَّى تَرْجِعَ.
1749. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wenn ein Ehemann seine Ehefrau zu sich ins Bett ruft, sie dies jedoch ablehnt und der Ehemann deshalb die Nacht verärgert über sie verbringt, verfluchen die Engel sie bis zum Morgen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer weiteren Überlieferung von beiden heißt es: Die Engel verfluchen sie, bis sie zum Bett ihres Ehemannes zurückkehrt.
Abschnitt 82 – Für die Ehefrau ist es verboten, in Gegenwart ihres Ehemannes ohne seine Erlaubnis ein freiwilliges Fasten zu halten
١٧٥٠ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا يَحِلُّ لِلْمَرْأَةِ أَنْ تَصُومَ وَزَوْجُهَا شَاهِدٌ الا باذنه وَلَا تَأْذَنَ فِي بَيْتِهِ الا باذنه – متفق عليه.
1750. Von Abū Huraira (möge Allah Wohlgefallen an ihm haben) wird überliefert: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Für eine Ehefrau ist es nicht erlaubt, freiwillig zu fasten, wenn ihr Ehemann anwesend ist, ohne seine Erlaubnis. Ebenso darf sie ohne seine Erlaubnis niemand anderem gestatten, sein Haus zu betreten.
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
Kapitel 83 – Das Verbot, dass der Betende hinter dem Imām seinen Kopf vor ihm aus der Verbeugung oder der Niederwerfung erhebt
١٧٥١ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ أَمَا يَخْشَى أَحَدُكُمْ إِذَا رَفَعَ رَأْسَهُ قَبْلَ الْإِمَامِ أَنْ يَجْعَلَ اللَّهُ رَأْسَهُ رَأْسَ حِمَارِ أَوْ يَجْعَلَ اللَّهُ صُورَتَهُ صُورَةً حِمَارٍ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1751. Von Abū Huraira (möge Allah Wohlgefallen an ihm haben) wird überliefert: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Fürchtet derjenige von euch, der seinen Kopf vor dem Imām aus der Verbeugung oder der Niederwerfung erhebt, etwa nicht, dass Allah seinen Kopf in den Kopf eines Esels verwandelt oder seine Gestalt in die eines Esels verwandelt?
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
Kapitel 84 – Das Halten der Hände an der Taille während des Gebets ist missbilligt
١٧٥٢ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ نُهِيَ عَنِ الْخَصْرِ فِي الصَّلاةِ متفق عليه.
1752. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Uns wurde verboten, während des Gebets die Hände in die Hüften zu stemmen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Kapitel 85 – Wenn zur Gebetszeit das Essen aufgetragen wird …
Wenn das Essen aufgetragen ist und man Appetit darauf hat oder sich danach sehnt, ist es missbilligt, das Essen stehen zu lassen und zu beten. Ebenso ist es missbilligt, zu beten, während man den Drang zum Urinieren oder Stuhlgang zurückhält.
١٧٥٣ – عَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّم يَقُولُ لَا صَلاةَ بِحَضْرَةِ طعام ولا يُدَافِعُهُ الْأَخْبَثَانِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1753. Überliefert von Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Wenn das Essen aufgetragen ist, soll man es nicht stehen lassen und beten.
Ebenso soll man nicht beten, während man den Drang zu den beiden Übeln – Urinieren und Stuhlgang – zurückhält.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 86 – Das Schauen zum Himmel während des Gebets ist verboten
١٧٥٤ – عَنْ أَنَسِ بْنِ مَالِكٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَا بَالُ أَقْوَامٍ يَرْفَعُونَ أَبْصَارَهُمْ إِلَى السَّمَاءِ فِي صَلَاتِهِمْ فَاشْتَدَّ قَوْلُهُ في ذلك حَتَّى قَالَ لِيَنْتَهُنَّ عَن ذلك أو لتُخْطَفَنَّ أَبْصَارُهُمْ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1754. Überliefert von Anas ibn Malik (r.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Was ist mit den Leuten, dass sie während des Gebets zum Himmel schauen?“ Anas (r.) sagte: Er äußerte sich dazu noch eindringlicher und sagte sogar: „Die Leute sollen dies unbedingt unterlassen. Andernfalls könnte ihnen das Augenlicht genommen werden.“ Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
Kapitel 87 – Es ist verpönt, während des Gebets ohne Notwendigkeit zur Seite zu schauen
١٧٥٥ – عَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ سَأَلْتُ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنِ الْالْتِفَاتِ فِي الصَّلَاةِ فَقَالَ هُوَ اخْتِلَاسِ يَخْتَلِسُهُ الشَّيْطَانُ مِنْ صَلَاةِ العبد – رواه البخاري.
1755. Überliefert von Aischa (r.). Sie sagte: Ich fragte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, nach dem seitlichen Schauen während des Gebets. Er sagte: „Das ist ein Raubzug des Satans. Auf diese Weise raubt er dem Diener einen Teil seines Gebets.“
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
١٧٥٦ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ لِي رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِيَّاكَ والالتفات في الصلاةِ فَإِنَّ الْالْتِفَاتَ فِي الصَّلَاةَ هَلَكَةٌ فَإِنْ كَانَ لأبد ففي التطوع لا فِي الفَرِيضَةِ – رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ صَحِيحٌ.
1756. Überliefert von Anas (r.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte zu mir: „Enthalte dich während des Gebets des seitlichen Schauens. Denn das seitliche Schauen während des Gebets ist ein Unheil. Wenn es unumgänglich ist, nach rechts oder links zu schauen, dann tue dies im freiwilligen Gebet, nicht aber im Pflichtgebet.“
Imam at-Tirmidhi überlieferte den Hadith und sagte: Dieser Hadith ist hasan und sahih.
Abschnitt: 88 – Es ist verboten, das Gebet in Richtung eines Grabes zu verrichten
١٧٥٧ – عَنْ أَبِي مَرْقَد كَنَّارَ بْنِ الْحُصَيْنِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ لا تُصَلُّوا إِلَى الْقُبُورِ وَلَا تَجْلِسُوا عَلَيْهَا رواه مسلم.
1757. Überliefert von Abu Marsad Kannaz ibn al-Husain (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, sagen: Verrichtet das Gebet nicht in Richtung der Gräber und setzt euch nicht auf Gräber.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 89 – Es ist verboten, vor einem Betenden vorbeizugehen
١٧٥٨ – عَنْ أَبِي الْجُهَيْمِ عَبْدِ اللهِ بْنِ الْحَارِثِ بْنِ الصَّمَةِ الْأَنْصَارِيِّ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَوْ يَعْلَمُ المَارُ بَيْنَ يَدَى الْمُصَلَّى مَاذَا عَلَيْهِ لكان أن يقف أَرْبَعِينَ خَيْرًا لَهُ مِنْ أَن يُمُرٌ بَيْنَ يَدَيْهِ قَالَ الراوي ما أدرى قَالَ أَرْبَعِينَ يَوْمًا أَوْ أَرْبَعِينَ شَهْرًا أَوْ أَرْبَعِينَ سَنَةً مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1758. Überliefert von Abu al-Juhaim Abdullah ibn al-Harith ibn as-Simma al-Ansari (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, sagte: Wenn derjenige, der vor einem Betenden vorbeigeht, wüsste, wie groß seine Sünde dadurch ist, würde er es für besser für sich halten, vierzig lang stehen zu bleiben, als vor einem Betenden vorbeizugehen. Der Überlieferer sagte: Ich weiß nicht, ob der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, vierzig Tage, vierzig Monate oder vierzig Jahre meinte.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Kapitel: 90 – Wenn der Gebetsrufer zur Verrichtung des Pflichtgebets die Iqāma spricht, ist es für die Mitbetenden verpönt, ein Sunna- oder freiwilliges Gebet zu verrichten
١٧٥٩ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إذا أقيمت الصلاة فلا صَلَاةَ إِلا الْمَكْتُوبَةَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1759. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein): Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn die Iqāma zum Gebet gesprochen wird, darf kein anderes Gebet außer dem Pflichtgebet verrichtet werden.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Kapitel: 91 – Es ist verpönt, ausschließlich den Freitag zum Fasten und die Freitagnacht zum Verrichten freiwilliger Gebete zu bestimmen
١٧٦٠ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا تَخْصُوا لَيْلَةَ الْجُمُعَةِ بِقِيَامِ مِنْ بَيْنِ اللَّيَالِي وَلَا تَخُصُوا يَوْمَ الْجُمُعَةِ بِصِيَامٍ مِنْ بَيْنِ الْأَيَّامِ إِلا أَن يَكُونَ فِي صَوْمِ يَصُومُهُ أَحَدُكُمْ – رَوَاهُ مُسْلِم.
1760. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein): Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Bestimmt unter den Nächten nicht ausschließlich die Freitagnacht für freiwillige gottesdienstliche Handlungen und unter den Tagen nicht ausschließlich den Freitag für freiwilliges Fasten. Etwas anderes gilt jedoch, wenn der Fastentag eines von euch ohnehin auf einen Freitag fällt.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٧٦١ – وَعَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ لَا يَصُومَنْ أَحَدُكُمْ يَوْمَ الْجُمُعَةِ إِلا يَوْمًا قَبْلَهُ أَوْ بَعْدَهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1761. Von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagen: Keiner von euch soll ausschließlich am Freitag fasten, sondern er soll zusätzlich am Tag davor oder danach fasten.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٧٦٢ – وَعَنْ مُحَمَّدِ بْنِ عَبَّادٍ قَالَ سَأَلْتُ جَابِرًا أَنَّهَى النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنْ صَوْمِ الْجُمُعَةِ قَالَ نَعَمُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1762. Von Muhammad ibn ʿAbbād (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Ich fragte Jābir diesbezüglich, ob der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) es verboten habe, ausschließlich am Freitag zu fasten. Er sagte: Ja.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٧٦٣ – وَعَنْ أَمِّ الْمُؤْمِنِينَ جُوَيْرِيَةَ بِنْتِ الْحَارِثِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا أَنَّ النَّبِيِّ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ دَخَلَ عَلَيْهَا يَوْمَ الْجُمُعَةِ وَهِيَ صَائِمَةٌ فَقَالَ أَصُمْتِ أَمْسِ قَالَتْ لَا قَالَ تُرِيدِينَ أَنْ تَصُوْمِي غَدًا قَالَتْ لَا قَالَ فَأَفْطَرِي رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1763. Von der Mutter der Gläubigen, Juwayriya bint al-Hārith (möge Allah mit ihr zufrieden sein), wird überliefert: An einem Freitag kam der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) zu ihr. An jenem Tag fastete sie. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) fragte sie: Hast du gestern gefastet? Sie sagte: Nein. Er sagte: Beabsichtigst du, morgen zu fasten? Juwayriya (möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte: Nein. Er sagte: Dann brich das Fasten von heute.
Imam al-Buchārī hat diesen Hadith überliefert.
Abschnitt: 92 – Das Verbot des Sawm al-Wisal, also des ununterbrochenen Fastens
Sawm al-Wisal bezeichnet das Fasten an zwei oder mehr aufeinanderfolgenden Tagen, ohne etwas zu essen oder zu trinken.
١٧٦٤ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ وَعَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وسلم نهى عَنِ الوصال – متفق عليه.
1764. Überliefert von Abu Huraira (Allah möge mit ihm zufrieden sein) und Aischa (Allah möge mit ihr zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, verbot das Sawm al-Wisal.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٧٦٥ – عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنِ الْوِصَالِ قَالُوا إِنَّكَ تُوَاصِلُ قَالَ إِنِّي لَسْتُ مِثْلَكُمْ إِنِّي أَطْعَمُ وأشقى مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَهُذا لفظ الْبُخَارِي.
1765. Überliefert von Abdullah ibn Umar (Allah möge mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, verbot das Sawm al-Wisal (das Fasten mehrere aufeinanderfolgende Tage, ohne etwas zu essen oder zu trinken). Die Gefährten sagten: „Aber du praktizierst doch das Sawm al-Wisal?“ Er sagte: „Ich bin nicht wie ihr. Mir wird Nahrung und Trank gegeben.“
Diesen Hadith überlieferten Imam al-Buchari und Imam Muslim. Der ursprüngliche Wortlaut stammt jedoch von al-Buchari.
Abschnitt: 93 – Das Sitzen auf Gräbern ist verboten
١٧٦٦ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَأَنْ يُجْلِسَ أَحَدُكُمْ عَلَى جَمْرَةٍ فَتَحْرِقَ ثِيَابَهُ فَتَخْلُصَ إِلَى جِلْدِهِ خَيْرٌ لَهُ مِنْ أن يُجْلِسَ عَلَى قَبْرٍ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1766. Überliefert von Abu Huraira (Allah habe Wohlgefallen an ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn jemand auf einer glühenden Kohle sitzt, sodass seine Kleidung verbrennt und an seiner Haut kleben bleibt (wodurch auch seine Haut verbrennt), wäre dies für ihn immer noch besser, als auf einem Grab zu sitzen.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 94 – Das Befestigen von Gräbern und das Errichten von Kuppeln ist verboten
١٧٦٧ – عَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ نَهَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أن يُجَصِّصَ الْقَبرُ وأن يقعد عليه وأن يبنى عليه – رواه . رواه مسلم
1767. Überliefert von Dschabir (Allah habe Wohlgefallen an ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot, Gräber zu befestigen, auf Gräbern zu sitzen und irgendein Bauwerk auf Gräbern zu errichten.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 95 – Das Weglaufen des Sklaven von seinem Herrn ist verboten
١٧٦٨ – عَنْ جَرِيرِ بْنِ عَبْدِ اللهِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَيُّمَا عَبْدِ ابْقَ فَقَدْ بَرِئَتْ مِنْهُ الدِّمَةُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1768. Überliefert von Dscharīr ibn ʿAbdullāh (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Wenn ein Sklave von seinem Herrn wegläuft, endet damit Allahs Schutzverpflichtung des Islam für ihn.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٧٦٩ – وَعَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِذَا أَبْقَ الْعَبْدُ لَمْ تُقْبَل لَهُ صلاةٌ رَوَاهُ مُسْلِمٌ وَفِي رِوَايَةٍ فَقَدْ كَفَرَ.
1769. Überliefert von Dscharīr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Wenn der Sklave wegläuft, wird sein Gebet nicht angenommen.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung heißt es: Dann begeht er Kufr.
Abschnitt: 96 – Es ist verboten, Fürsprache gegen die Vollstreckung der Hadd-Strafe (der festgelegten Strafe) einzulegen
قَالَ اللهُ تَعَالَى : الزانية والزاني فاجلدوا كُلَّ واحدٍ مِنْهُمَا مِائَةَ جَلْدَةٍ ولا تَأْخُذَكُمْ بِهِمَا رَأْفَةٌ فِي دِيْنِ اللَّهِ إِنْ كُنْتُمْ تُؤْمِنُونَ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ وَلِيَشْهَدُ عَذَابَهُمَا طَائِفَةٌ مِنَ الْمُؤْمِنِينَ.
Der erhabene Allah sagt:
„Gebt dem Unzüchtigen und der Unzüchtigen jeweils hundert Peitschenhiebe. Und lasst euch hinsichtlich der Religion Allahs ihnen gegenüber nicht von Mitleid und Barmherzigkeit bewegen, wenn ihr an Allah und den Jüngsten Tag glaubt. Eine Gruppe der Gläubigen soll ihre Bestrafung bezeugen.“ (Sure an-Nur: 2)
۱۷۷۰ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا أَنْ قُرَيْشًا أَهَمِّهُمْ شَأْنُ الْمَرْأَةِ المخزومية التي سَرَقَتْ فَقَالُوا مَنْ يُكَلِّمُ فِيهَا رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالُوا وَمَنْ يُجْتَرِئُ عَلَيْهِ إِلَّا أَسَامَةُ بْنُ زَيْدِ حِبُّ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِوَسَلَّمَ فَكَلَّمَهُ أَسَامَةً فَقَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اتَشْفَعُ فِي حَدٍ مِنْ حُدُودِ اللهِ تَعَالَى ثُمَّ قَامَ فَاخْتَطَبَ ثُمَّ قَالَ إِنَّمَا أَهْلَكَ الَّذِينَ قَبْلَكُمْ أَنَّهُمْ كَانُوا إِذَا سَرَقَ فِيهِمُ الشَّرِيفَ تَرَكُوهُ وَإِذَا سَرَقَ فِيهِمُ الضَّعِيفُ أَقَامُوا عَلَيْهِ الْحَدُ وَأَيْمُ الله لو أن فاطمة بنت مُحَمَّد سَرَقَتْ لقطعتُ بَدَهَا مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ – وَفِي رواية قتَلُونَ وَجْهُ رَسُولِ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ أَتَشْفَعُ فِي حَدٍ مِنْ حُدُودُ اللَّهِ فَقَالَ أَسَامَةُ اسْتَغْفِرْ لِي يَا رَسُولَ اللهِ قَالَ ثُمَّ أَمَرَ بِتِلْكَ الْمَرْأَةِ فَقُطِعَتْ يَدُهَا .
1770. Überliefert von Aischa, möge Allah mit ihr zufrieden sein. Die Angelegenheit der Frau aus dem Stamm der Makhzum, die gestohlen hatte, wurde für die Quraisch sehr ernst. Sie berieten sich und sagten: Wer kann in dieser Angelegenheit mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sprechen? Sie sagten: Usama ibn Zaid ist der Liebling des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm. Außer ihm wird niemand den Mut dazu haben. Als Usama mit ihm sprach, sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm: „Legst du Fürsprache ein, um die von Allah festgelegte Hadd-Strafe nicht zu vollstrecken?“ Dann erhob er sich, hielt eine Ansprache und sagte: „Eure Vorfahren gingen deshalb zugrunde, weil sie, wenn ein angesehener Mensch unter ihnen stahl, ihn laufen ließen, während sie einen Schwachen bestraften, wenn er stahl. Bei Allah! Wenn selbst Fatima, die Tochter Muhammads, gestohlen hätte, würde ich auch ihre Hand abschlagen.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. In einer anderen Überlieferung von ihnen heißt es: Wegen der Fürsprache veränderte sich das Gesicht des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, und er sagte: „Legst du Fürsprache ein, um eine von Allah festgelegte Strafe aufzuheben?“ Usama, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagte: „O Gesandter Allahs, bitte für mich um Vergebung.“ Der Überlieferer sagte: Danach ordnete er in Bezug auf diese Frau an, und ihre Hand wurde abgeschlagen.
Kapitel: 97 – Das Verrichten der Notdurft auf öffentlichen Wegen, im Schatten von Bäumen sowie in genutztem Wasser und dergleichen ist verboten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَالَّذِينَ يُؤْذُونَ الْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ بِغَيْرِ مَا اكْتَسَبُوا فَقَدِ احْتَمَلُوا بُهْتَانًا وَإِثْمًا مُّبِينًا
Der erhabene Allah sagt:
„Diejenigen, die gläubige Männer und Frauen ohne Schuld verletzen, laden eine ungeheuer große Verleumdung und eine offenkundige Sünde auf sich.“ (Sure al-Ahzab: 58).
۱۷۷۱ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ اتَّقُوا اللعَنَيْنِ قَالُوا وَمَا اللأعِنَانِ قَالَ الَّذِي يَتَخَلَّى فِي طَرِيقِ النَّاسِ أَوْ فِي ظلِهِمْ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1771. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Haltet euch von zwei Dingen fern, die den Fluch nach sich ziehen.“ Die Gefährten fragten: „O Gesandter Allahs, was sind die zwei Dinge, die den Fluch nach sich ziehen?“ Er sagte: „Dass jemand auf dem Weg, den die Menschen benutzen, oder im Schatten eines Baumes seine Notdurft verrichtet.“
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
Abschnitt 98 – Das Urinieren und dergleichen in stehendes Wasser ist verboten
۱۷۷۲ – عَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ نَهَى أَنْ يبَالَ فِي الْمَاءِ الرَّاكِدِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1772. Überliefert von Dschabir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot, in stehendes Wasser zu urinieren.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 99 – Es ist verpönt, bei der Vergabe von Geschenken eines der Kinder gegenüber den anderen zu bevorzugen
۱۷۷۳ – عَنِ النُّعْمَانِ بْنِ بَشِيرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنْ آبَاهُ أَتَى بِهِ رَسُولَ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ إِنِّي نَحَلْتُ ابْنِي هُذَا غُلَامًا كَانَ لِي فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اكل ولدكَ نَحلْتَهُ مِثلَ هَذَا فَقَالَ لَا فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَارْجِعْهُ وَفِي رِوَايَةٍ فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ افعلت هذا بوَلَدِكَ كُلِّهِمْ قَالَ لا قَالَ اتَّقُوا اللَّهَ وَاعْدِلُوا فِي أَوْلَادِكُمْ فَرَجَعَ أَبِي فرد تلكَ الصَّدَقَةَ وَفِي رِوَايَةٍ فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَا بَشِيرُ الك ولد سوى هذا قَالَ نَعَمْ قَالَ اللهُم وَهَبْتَ لَهُ مِثْلَ هَذَا قَالَ لَا قَالَ فَلَا تُشْهِدُنِي إِذَا فَانّي لا أَشْهَدُ عَلَى جَوْرٍ. وفي رواية لا تُشْهِدُنِي عَلَى جَوْرٍ وَفِي روَايَةٍ أَشْهَدْ عَلى هذا غَيْرِي ثُمَّ قَالَ ايَسُرُّكَ أَنْ يَكُونُوا إِلَيْكَ فِي الْبَرِّ سَوَاءٌ قَالَ بلى قال فلا اذا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1773. Überliefert von Nuʿmān ibn Baschīr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Sein Vater brachte ihn zum Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) und sagte: „Ich habe diesem meinem Sohn einen meiner Sklaven geschenkt.“ Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Hast du auch all deinen Söhnen in gleicher Weise Sklaven geschenkt?“ Er sagte: „Nein.“ Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Nimm den Sklaven zurück.“ In einer anderen Überlieferung heißt es: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Hast du allen deinen Söhnen auf diese Weise gegeben?“ Er sagte: „Nein.“ Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Fürchte Allah und sei gerecht zu deinen Kindern.“ Nuʿmān (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Mein Vater kehrte nach Hause zurück und nahm das Geschenk zurück.“ In einer anderen Überlieferung heißt es: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „O Baschīr, hast du außer ihm noch weitere Kinder?“ Er sagte: „Ja.“ Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Hast du jedem von ihnen ebenfalls auf diese Weise ein Geschenk gemacht?“ Er sagte: „Nein.“ Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Dann nimm mich nicht zum Zeugen.“ In einer anderen Überlieferung heißt es: „Nimm jemand anderen außer mir zum Zeugen.“ Dann sagte er: „Möchtest du, dass all deine Kinder gut zu dir sind?“ Er sagte: „Ja.“ Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Dann tu dies nicht.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt: 100 – Die Trauerzeit der Frauen
Es ist den Frauen verboten, wegen des Todes eines anderen als ihres Ehemannes länger als drei Tage zu trauern. Nur beim Tod des Ehemannes soll die Ehefrau vier Monate und zehn Tage trauern.
١٧٧٤ – عَنْ زَيْنَبَ بِنْتِ أَبِي سَلَمَةَ قَالَتْ دَخَلْتُ عَلَى أَمْ حَبِيبَةً زَوْجِ النَّبِيِّ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حِينَ تُوفَّى أَبُوهَا أَبُو سُفْيَانَ ابْنُ حَرْبٍ فَدَعَتْ بِطِيبٍ فِيهِ صفرة خلوقٍ أَوْ غَيْرِهِ فَدَعَنَتْ مِنْهُ جَارِيَةٌ ثُمَّ مَسَّتْ يُعَارِضَيْهَا ثُمَّ قَالَتْ وَاللهِ مَا لِي بِالطَّيِّبِ مِنْ حَاجَةٍ غَيْرَ إِنِّي سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ عَلَى الْمِنْبَرِ لا يَحِلُّ لِامْرَأَةٍ تُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ أَنْ تُحِدُ على ميت فوق ثلاث ليال إلا على زوج أربعة أَشْهُرٍ وَعَشْرًا قَالَتْ زَيْنَبُ ثُمَّ دَخَلْتُ عَلَى زَيْنَبَ بِنْتِ جَحْشٍ حِينَ تُوقِى أَخُوهَا فَدَعَتْ بِطِيبٍ فَمَسَّتْ مِنْهُ ثُمَّ قالت أما واللهِ مَالِي بِالطَّيبُ مِنْ حَاجَةٍ غَيْرَ إِنِّي سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ عَلَى الْمِنْبَرِ لَا يَحِلُّ لِامْرَأَةٍ تُؤْمِنُ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ أَنْ تُحِدُ علَى مَيْت فَوقَ ثَلاث إلا على زوج أربعة أشهرٍ وَعَشْرًا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1774. Überliefert von Zaynab bint Abū Salama (r.a.). Sie berichtet: Nach dem Tod von Abū Sufyān ibn Harb (r.a.), dem Vater von Umm Habība (r.a.), der Ehefrau des Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm), ging ich zu ihr. Sie ließ sich gelbes oder ein anderes parfümiertes Duftmittel bringen, und eine Dienerin parfümierte sich damit. Danach trug sie es auf ihre Wangen auf und sagte: „Bei Allah, ich habe kein Bedürfnis nach Parfüm. Doch ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) auf der Kanzel sagen: Einer Frau, die an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, ist es nicht erlaubt, um irgendeinen Verstorbenen länger als drei Tage zu trauern. Nur um ihren Ehemann muss sie vier Monate und zehn Tage trauern.“ Zaynab sagte: Danach ging ich zu Zaynab bint Dschahsch (r.a.), als deren Bruder gestorben war. Auch sie ließ sich Parfüm bringen und parfümierte sich damit. Dann sagte sie: „Bei Allah, ich brauche kein Parfüm. Doch ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) auf der Kanzel sagen: Einer Frau, die an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, ist es nicht erlaubt, um einen Verstorbenen länger als drei Tage zu trauern. Nur beim Tod ihres Ehemannes soll eine Frau vier Monate und zehn Tage trauern.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Kapitel 101 – Der Stadtbewohner soll nicht die Waren des Landbewohners verkaufen
Der Stadtbewohner soll nicht die Waren des Landbewohners verkaufen, indem er einen Makler einschaltet. Er soll den Warenbringern, die zum Markt kommen, nicht auf halbem Weg entgegengehen. Ebenso soll keiner auf den von einem anderen genannten Preis einen höheren Preis nennen. Ohne Erlaubnis soll keiner um die Hand einer Frau anhalten, um deren Hand bereits ein anderer angehalten hat. All diese Handlungen sind haram.
١٧٧٥ – عَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ نَهَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنْ يبيع حاضر لِبَادِ وَإِنْ كَانَ أَخَاهُ لِأَبِيهِ وَأُمِّهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1775. Überliefert von Anas (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verbot dem Stadtbewohner, für den Landbewohner irgendeine Ware zu verkaufen, selbst wenn dieser sein leiblicher Bruder wäre.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٧٧٦ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَتَتَّقُوا السَّلعَ حَتَّى يُهْبَطَ بِهَا إِلَى الْأَسْوَاقِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1776. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Geht den Handelskarawanen nicht entgegen und kauft ihre Waren nicht, bevor sie den Markt erreicht haben (lasst die Waren den Markt erreichen).
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۷۷ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَتَلَقُوا الرُّكْبَانَ وَلَا يَبِعْ حَاضِرٌ لِبَادٍ فَقَالَ لَهُ طَاؤُوسٌ مَا قَوْلُهُ لَا يبع حاضر لِبَادٍ قَالَ لَا يَكُونُ لَهُ سَمْسَارًا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1777. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿAbbas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Geht den Handelskarawanen nicht entgegen und kauft ihre Waren nicht. Kein Stadtbewohner soll die Waren eines Landbewohners verkaufen. Tawus fragte Ibn ʿAbbas: Was bedeutet die Aussage: „Kein Stadtbewohner soll die Waren eines Landbewohners verkaufen“? Er sagte: Das bedeutet, dass er den Landbewohner nicht in der Rolle eines Maklers täuschen soll.
۱۷۷۸ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ نَهَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنْ يُبِيعَ حَاضِرٌ لِبَادٍ وَلَا تَنَاجَسُوا وَلا يَبِيعُ الرَّجُلُ عَلَى بَيْعِ أَخِيهِ وَلَا يَخْطُبُ على خطبة أخيه ولا تَسْأَلُ الْمَرْأَةُ طَلَاقَ أُخْتِهَا لِتَكْفَأُ مَا فِي أَنَائِهَا وفي رواية قَالَ نَهَى رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنِ التَّلْقِي وَأَنْ يُبْتَاعَ الْمُهَاجِرُ لِلْأَعْرَابِي وَأَنْ تَشْتَرِطَ الْمَرْأَةُ طَلَاقَ أُخْتِهَا وَأَنْ يُسْتَامَ الرَّجُلُ عَلَى سَوْمٍ أخيه ونهى عن النجش والتَّصْرِية – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1778. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot dem Stadtbewohner, die Waren des Landbewohners für ihn zu verkaufen, den Preis einer Ware zum Zweck der Täuschung des Käufers in die Höhe zu treiben, auf das Gebot eines anderen ein höheres Gebot abzugeben, auf den Heiratsantrag eines anderen einen eigenen Heiratsantrag zu setzen und eine Frau darum zu bitten, dass ihr Mann ihre muslimische Schwester scheidet, damit sie deren Anteil genießen kann. In einer anderen Überlieferung heißt es: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot, den Handelskarawanen entgegenzugehen, dem Stadtbewohner, für einen aus dem Land kommenden Käufer etwas zu kaufen, einer Frau zur Bedingung zu machen, dass sie ihre andere muslimische Schwester scheiden lässt, sowie ohne Kaufabsicht den Preis einer Ware durch ein Gebot in die Höhe zu treiben oder als Makler aufzutreten. Er verbot außerdem, den Käufer durch ein überhöhtes Gebot zu täuschen und den Käufer zu betrügen, indem man die Milch im Euter des Tieres zurückhält. Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۷۹ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا يَبِعْ بَعْضُكُمْ عَلَى بَيْعِ بَعْضٍ وَلَا يَخْطُبُ عَلَى خِطْبَةِ أَخِيهِ إِلَّا أَنْ يَأْذَنَ لَهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَهَذا لفظ مُسلم.
1779. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿUmar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Einer von euch soll nicht auf den Kauf eines anderen bieten, und keiner von euch soll ohne dessen Erlaubnis auf den Heiratsantrag eines anderen einen eigenen Heiratsantrag setzen. [Anmerkung: 1. Wenn Menschen aus den ländlichen Gebieten mit ihren Erzeugnissen auf den städtischen Markt kommen, um sie zu verkaufen, gehen Makler und Zwischenhändler ihnen außerhalb des Marktes entgegen und setzen sich an ihren Weg. Sie nutzen die Naivität der Landbewohner aus und kaufen die Waren zu einem Preis, der unter dem Marktpreis liegt. Anschließend bringen sie diese Waren in die Stadt und verkaufen sie zu einem höheren Preis. Wenn die Landbewohner wiederum Waren von den Stadtbewohnern kaufen, werden ihnen auf verschiedene Weise überhöhte Preise abverlangt. Die einfachen und arglosen Landbewohner werden auf diese Weise von beiden Seiten betrogen. Deshalb missbilligte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, den Kauf außerhalb des Marktes sowie die Tätigkeit von Zwischenhändlern und Maklern im Handel.]
Imam al-Buchari und Muslim überlieferten diesen Hadith. Der ursprüngliche Wortlaut des Hadiths stammt von Imam Muslim.
۱۷۸۰ – وَعَنْ عُقْبَةَ بْنِ عَامِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الْمُؤْمِنُ أَخُو الْمُؤْمِنِ فَلا يَحِلُّ لِمُؤْمِنِ أَنْ يُبْتَاعَ عَلَى بَيْعِ أَخِيهِ وَلَا يَخْطَبَ عَلَى خِطْبَة أَخِيهِ حَتَّى يَدْرَ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1780. Überliefert von ʿUqba ibn ʿĀmir (r.a.). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Ein Gläubiger ist der Bruder eines anderen Gläubigen. Daher ist es keinem Gläubigen erlaubt, auf den Kauf seines gläubigen Bruders einen weiteren Kauf zu tätigen, und er soll keinen Heiratsantrag unterbreiten, solange der andere Bruder seinen Antrag nicht aufgegeben hat.“ Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 102 – Das Zerstören von Vermögen ohne einen schariagemäßen Grund ist verboten
۱۷۸۱ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِنَّ اللهَ تَعَالَى يَرْضَى لَكُم ثلاثا وَيَكْرَهُ لَكُمْ ثَلَاثًا فَيَرْضَى لَكُمْ أَنْ تَعْبُدُوهُ ولا تُشْرِكُوا بِهِ شَيْئًا وَأَنْ تَعْتَصِمُوا بِحَبْلِ اللَّهِ جَمِيعًا وَلَا تَفَرِّقُوا وَيَكْرَهُ لَكُمْ قيلَ وَقَالَ وكثرة السؤال وَأَضَاعَةَ الْمَالِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ وَتَقَدَّمَ شَرْحُهُ.
1781. Abū Huraira (r.a.) berichtet: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Allah, der Erhabene, liebt für euch drei Dinge und missbilligt drei Dinge. Die drei Dinge, die Er für euch liebt, sind: dass ihr Ihn anbetet, Ihm nichts beigesellt und allesamt an Allahs Seil – dem Islam – festhaltet und nicht uneins werdet. Die drei Dinge, die Er für euch missbilligt, sind: Kritik oder Hörensagen Beachtung zu schenken, übermäßig viele Fragen oder Bitten zu stellen und Vermögen zu verschwenden.“ Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. Die Erklärung dieses Hadiths wurde bereits zuvor erwähnt.
۱۷۸۲ – وَعَنْ وَرَادٍ كَاتِبِ الْمُغِيرَةِ بْنِ شُعْبَةَ قَالَ أَمْلَى عَلَى الْمُغِيرَةُ فِي كتاب إلى مُعَاوِيَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ يَقُولُ في دبر كل صلاة مكتوبة لا اله الا الله وَحْدَهُ لَا شَرِيكَ لَهُ لَهُ الْمُلْكُ وَلَهُ الْحَمْدُ وَهُوَ عَلَى كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرُ اللَّهُمْ لَا مَانِعَ لِمَا أَعْطَيْتَ وَلَا مُعْطِيَ لِمَا مَنَعْتَ ولا يَنْفَعُ ذَا الْجَدِّ مِنْكَ الْجَدُ. وَكَتَبَ إِلَيْهِ أَنَّهُ كَانَ يَنْهَى عَنْ قِبْلَ وَقَالَ وَإِضَاعَةِ المال وكثرة السؤالِ وَكَانَ يَنْهَى عَنْ عُقُوقِ الْأُمَّهَاتِ وَوَادِ الْبَنَاتِ وَمَنْعُ وَهَاتِ4متفق عَلَيْهِ وَسَبَقَ شَرحُه.
1782. Überliefert von Warrād, dem Sekretär von al-Mughīra. Er berichtet: Al-Mughīra ibn Schuʿba (r.a.) ließ mich einen Brief an Muʿāwiya (r.a.) schreiben, in dem stand: Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte nach jedem Pflichtgebet zu sagen: „Es gibt keinen Gott außer Allah. Er ist einzig und hat keinen Teilhaber. Ihm gehört die Herrschaft, und Ihm gebührt alles Lob. Er ist zu allen Dingen mächtig. O Allah, niemand kann verhindern, was Du gibst, und niemand kann geben, was Du verweigerst. Der Rang eines Ranghohen nützt ihm bei Dir nichts.“ Er schrieb ihm außerdem, dass der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sinnloses und zweckloses Gerede, die Verschwendung von Vermögen und übermäßiges Fragen verboten habe. Er verbot auch, den Müttern Leid zuzufügen, Töchter lebendig zu begraben und durch Verlangen und Fordern etwas zu erlangen.
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt: 103 – Das Zeigen mit einer Waffe ist verboten
Es ist verboten, wissentlich oder auch nur im Scherz mit einem Schwert oder einer Waffe auf einen Muslim zu zeigen. Ebenso ist es verboten, jemandem ein blankes Schwert in die Hand zu geben.
۱۷۸۳ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنْ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قالَ لا يُشر أحدكم إلى أخيه بالسلاح فَإِنَّهُ لا يَدْرِي لَعَلَّ الشَّيْطَانَ يَنْزِعُ فِي يَدِهِفيقع في حُفْرَةٍ مِنَ النَّارِ. مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَفِي رِوَايَةٍ لِمُسْلِمٍ قَالَ قَالَ أَبُو الْقَاسِمِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ أَشَارَ إلى أخيه بِحَدِيدَةٍ فَإِنَّ الْمَلَائِكَةَ تَلْعَنُهُ حَتَّى يتْرُعَ وَإِنْ كَانَ أَخَاهُ لِأَبِيهِ وَأُمِّهِ
1783. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Keiner von euch soll mit einer Waffe auf seinen muslimischen Bruder zeigen. Denn man weiß nicht, vielleicht macht der Satan ihn zum Anlass dafür, dass die Waffe gezogen wird, und so fällt er in eine Grube der Hölle.
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung bei Muslim heißt es: Abu l-Qasim (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wenn jemand mit einer scharfen Waffe auf seinen muslimischen Bruder deutet, verfluchen ihn die Engel, bis er sie weglegt, selbst wenn dieser sein leiblicher Bruder ist.
١٧٨٤ – وَعَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ نَهَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أن يتعاطى السَّيْفُ مَسْلُولاً – رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ وَالتَّرْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1784. Überliefert von Dschabir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verbot, jemandem ein blankes Schwert herauszureichen.
Imam Abū Dāwūd und Imam at-Tirmidhī haben diesen Hadith überliefert. Imam at-Tirmidhī sagte: „Dies ist ein guter Hadith.“
Kapitel: 104 – Es ist verpönt, die Moschee nach dem Adhān zu verlassen, ohne das Pflichtgebet zu verrichten, und zwar ohne triftigen Entschuldigungsgrund
۱١٧٨٥ – وَعَنْ أَبِي الشَّعْشَاءِ قَالَ كُنَّا قُعُودًا مَعَ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ فِي الْمَسْجِدِ فَاذْنَ الْمُؤَذِّنُ فَقَامَ رَجُلٌ مِنَ الْمَسْجِدِ يَمْشِي فَاتَّبَعَهُ أَبُو هُرَيْرَةً بَصَرَهُ حتَّى خَرَجَ مِنَ الْمَسْجِدِ فَقَالَ أَبُو هُرَيْرَةَ أَمَّا هُذَا فَقَدْ عَصَى أَبَا الْقَاسِمِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1785. Überliefert von Abūsch-Schaʿthāʾ (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Wir saßen mit Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) in der Moschee. Als der Muʾadhdhin den Adhān ausrief, begann ein Mann, die Moschee zu verlassen. Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) ließ seinen Blick auf ihm ruhen. Als der Mann schließlich die Moschee verlassen hatte, sagte Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein): „Dieser Mann hat Abū l-Qāsim, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, Ungehorsam geleistet.“
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
Kapitel: 105 – Es ist verpönt, Parfüm ohne triftigen Grund zurückzuweisen
١٧٨٦ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ عُرِضَ عَلَيْهِ رَبِّحَانَ فَلَا يَرُدُّهُ فَإِنَّهُ خَفِيفَ الْمَحْمِلِ طَيِّبُ الرِّيحرواه مسلم
1786. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wenn jemandem Parfüm angeboten wird, soll er es nicht zurückweisen. Denn es ist leicht zu tragen und wohlriechend.“
Imam Muslim überlieferte den Hadith.
۱۷۸۷ – وَعَنْ أَنَسِ بْنِ مَالِكٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ كَانَ لَا يَرُدُّ الطَّيِّبَ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1787. Überliefert von Anas ibn Mālik (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) wies kein Parfüm zurück.
Imam al-Buchārī überlieferte den Hadith.
Abschnitt 106 – Es ist verpönt, jemanden in seiner Gegenwart zu loben
Wenn jemand in Gegenwart einer Person gelobt wird und zu befürchten ist, dass dadurch von dieser Person Unheil ausgeht oder in ihr Hochmut geweckt wird, dann ist es schlecht, sie in ihrer Gegenwart zu loben. Besteht jedoch keine Befürchtung, dass etwas Derartiges geschieht, so ist gegen ein Lob von Angesicht zu Angesicht nichts einzuwenden.
۱۷۸۸ – عَنْ أَبِي مُوسَى الْأَشْعَرِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ رَجُلاً يُثنى عَلَى رَجُلٍ وَيُطريه في المِدْحَةِ فَقَالَ أَهْلَكْتُمْ أَوْ قَطَعْتُمْ ظهر الرجل – متفق عليْهِ – وَالْأَطْرَاءُ الْمُبَالَغَةُ فِي الْمَدْحِ.
1788. Überliefert von Abū Mūsā al-Aschʿarī (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Er sagte: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) hörte, wie ein Mann einen anderen lobte. Dabei übertrieb er in seinem Lob. Er sagte: „Ihr habt den Mann zugrunde gerichtet oder ihm das Rückgrat gebrochen.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. „Al-Itra“ bedeutet: Übertreibung im Lob.
۱۷۸۹ – وَعَنْ أَبِي بَكْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ رَجُلًا ذُكِرَ عِنْدَ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَاثْنَى عَلَيْهِ رَجُلٌ خَيْرًا فَقَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَيْحَكَ قطعت عنق صاحبكَ يَقُولُهُ مِرارًا إِنْ كَانَ أَحَدُكُمْ مَادِحًا لَا مَحَالَهُ فَلْيَقُلْ احْسَبُ كَذَا وَكَذَا إِن كَانَ يَرَى أَنَّهُ كَذَلِكَ وَحَسِيَّبُهُ اللَّهُ وَلَا يُزَكِّي عَلَى اللَّهِ أَحَدٌ متفق عليه.
1789. Überliefert von Abu Bakka (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm): Als vor dem Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) ein Mann erwähnt wurde, lobte ihn ein anderer. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wehe dir! Schweig! Du hast deinem Gefährten den Hals durchgeschnitten.“ Dies wiederholte er mehrmals. „Wenn einer von euch unbedingt jemanden loben möchte, soll er sagen: ‚Ich halte den und den für so und so, sofern er ihn tatsächlich so einschätzt.‘ Doch Allah allein wird über ihn Rechenschaft ablegen. Niemand außer Allah kann mit Gewissheit beurteilen, ob jemand gut ist.“ Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۹۰ – وَعَنْ هَمَّامِ بْنِ الْحَارِثِ عَنِ الْمِقْدَادِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ رَجُلًا جَعَلَ يَمْدَحُ عُثْمَانَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ فَعَمِدَ الْمِقدادُ فَجَنَا عَلَى رُكْبَتَيْهِ فَجَعَلَ يَحْشُرُ فِي وجهه الْحَصْبَا، فَقَالَ لَهُ عُثْمَانُ مَا شَأْنُكَ فَقَالَ إِنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِذَا رَأَيْتُمُ الْمَدَا حِينَ فَاحْتُوا فِي وُجُوهِهِمُ التَّرَابَ رَوَاهُ مُسْلِمفهذه الأحاديث في النهي. وجاء في الاباحة أحاديث كَثِيرَةٌ صَحِيحَةٌ. قَالَ الْعَلَمَاءُ وَطَرِيقُ الْجَمْعِ بَيْنَ الْأَحَادِيثِ أَنْ يُقَالَ إِنْ كَانَ الْمَمْدُوحُ عِنْدَهُ كَمَالُ ايمان وبقينِ وَرِيَاضَةٌ نَفْسٍ وَمَعْرِفَةٌ تَامَّةٌ بِحَيْثُ لَا يَفْتَتِنُ وَلَا يَغْتَرُّ بِذلِكَ وَلَا تَلْعَبُ بِهِ نَفْسُهُ فليس بحرام ولا مَكْرُوهُ وَإِن خَيْفَ عَلَيْهِ شَيْءٌ مِنْ هَذِهِ الْأَمُورِ كُرِهَ مدحه في وجهه كراهة شديدة. وعلى هذا التفضيل تُنَزِّلُ الْأَحَادِيث الْمُخْتَلِفَةُ فِي ذَلِكَ وَمِمَّا جَاءَ فِي الْإِبَاحَةِ قَوْلُهُ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لِأَبِي بَكْرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَرْجُو أَنْ تَكُونَ مِنْهُمْ أَى مِنَ الَّذِينَ يُدْعَونَ مِنْ جَمِيعِ أَبْوَابِ الْجَنَّةِ لِدُخُولِهَا، وَفِي الْحَدِيثِ الْآخَرِ لَسْتَ مِنْهُمْ أَي لَسْتَ مِنَ الَّذِينَ يُسْبِلُونَ أَزْرَهُمْ خُيَلاهُ. وَقَالَ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لِعُمَرَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ مَا رَأَكَ الشيطان سَالِكًا فَجَا إِلا سَلَكَ فَجَا غَيْرَ فَجَكَ وَالْأَحَادِيثُ فِي الْإِبَاحَةِ كَثِيرَةٌ وقد ذكرت جُمْلَةً مِنْ أَطْرَافِهَا فِي كِتَابِ الْأَذْكَارِ .
1790. Überliefert von Hammam ibn al-Harith über al-Miqdad (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm): Ein Mann lobte Uthman (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Da kniete sich al-Miqdad (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) nieder und begann, Kieselsteine in dessen Gesicht zu werfen. Uthman (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) fragte ihn: „Was ist los?“ Er erwiderte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: ‚Wenn ihr jemanden seht, der einen anderen ins Gesicht hinein lobt, dann werft ihm Erde ins Gesicht.‘“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. Imam an-Nawawi (Allah erbarme sich seiner) sagt: In den angeführten Hadithen wird verboten, jemanden ins Gesicht hinein zu loben. Allerdings gibt es auch zahlreiche Hadithe, die das Lob ins Gesicht hinein erlauben. Die Gelehrten haben diese beiden Arten von Hadithen miteinander in Einklang gebracht. Sie sagten: Wenn die gelobte Person einen vollkommenen Glauben und eine feste Überzeugung besitzt, über ein reines Herz und Wissen verfügt und durch das Lob ins Gesicht hinein weder Gefahr läuft, Schaden zu erleiden oder stolz zu werden, noch dazu neigt, durch das Lob Selbstzufriedenheit zu erlangen, dann ist das Lob in solchen Fällen weder haram noch makruh. Wenn jedoch zu befürchten ist, dass einer oder mehrere der genannten Fehler zutage treten, dann ist das Lob ins Gesicht hinein eine äußerst schlechte Handlung. Hierfür lassen sich zahlreiche Hadithe als Beleg anführen.
Zu den Hadithen, die die Zulässigkeit des Lobes belegen, gehört der Hadith des Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) über das Lob Abu Bakrs (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm): „Ich hoffe, dass du zu denen gehören wirst, die eingeladen werden, durch jedes Tor des Paradieses einzutreten.“ In einem anderen Hadith sagte er: „Du wirst nicht zu ihnen gehören.“ Das heißt: Du gehörst nicht zu denen, die aus Hochmut ihre Kleidung unterhalb der Knöchel tragen. Über Umar (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) sagte der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm): „Wann immer der Satan dich auf einem Weg gehen sieht, verlässt er deinen Weg und nimmt einen anderen.“ Die Hadithe über die Zulässigkeit des Lobes sind dem Umfang nach ausreichend. Ich habe dieses Thema im Werk „Kitab al-Adhkar“ behandelt.
Abschnitt 107 – Es ist makruh, aus Furcht vor einer Epidemie aus einem betroffenen Ort zu fliehen oder von außerhalb dorthin zu gehen
قَالَ تَعَالَى : أَيْنَ مَا تَكُونُوا يُدْرِكُكُمُ الْمَوْتُ وَلَوْ كُنتُمْ فِي بُرُوج مُشَيَّدَةٍ ، وَإِنْ تُصِبْهُمْ حَسَنَةٌ يَقُولُوا هَذِهِ مِنْ عِنْدِ اللَّهِ وَإِنْ تُصِبْهُمْ سَيِّئَةٌ يَقُولُوا هَذِهِ مِنْ عندك ، قُلْ كُلٌّ مِّنْ عِنْدِ اللهِ ، فَمَالِ هَؤُلَاءِ الْقَوْمِ لَا يَكَادُونَ يَفْقَهُونَ حَدِيثًا .
Der Erhabene Allah sagt:
„Wo auch immer ihr seid, der Tod wird euch gewiss ereilen, selbst wenn ihr euch in den festesten Burgen befindet (auch dorthin wird der Tod euch folgen). Wenn sie etwas Gutes erreicht, sagen sie: ‚Dies ist von Allah.‘ Wenn sie jedoch etwas Schlechtes trifft, sagen sie: ‚Dies ist deinetwegen.‘ Sag: Alles kommt von Allah. Was ist mit diesen Leuten, dass sie kaum ein Wort verstehen können?“ (Sure an-Nisāʾ: 78)
وقال تعالى : وَلا تُلْقُوا بِأَيْدِيكُم إلى التَّهْلُكَةِ وَاحْسِنُوا إِنَّ اللَّهَ يحب المحسنين.
„Und spendet auf Allahs Weg und stürzt euch nicht durch eure eigenen Hände ins Verderben. Tut Gutes und handelt wohltätig. Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die Gutes tun.“ (Sure al-Baqara: 195)
۱۷۹۱وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنْ عُمَرَ بْنَ الْخَطَابِ رَضِيَ اللَّهُعَنْهُ خَرَجَ إِلَى الشَّامِ حَتَّى إِذَا كَانَ بِسُرْعَ لَقِيَهُ أَمَرَاءُ الْأَجْنَادِ أَبُو عُبَيْدَةَ بْنُ الجراح وأَصْحَابُهُ فَأَخْبَرُوهُ أَنَّ الوَبَاءَ قَدْ وَقَعَ بِالشَّامِ. قَالَ ابْنُ عَبَّاسٍ فَقَالَ لِي عُمَرُ أَدْعُ لِي الْمُهَاجِرِينَ الْأُولِينَ فَدَعَوْتُهُمْ فَاسْتَشَارَهُمْ وَأَخْبَرَهُمْ أَنَّ الْوَبَاءَ قَدْ وقع بالشام. فَاخْتَلَفُوا فَقَالَ بَعْضُهُمْ خَرَجْتَ لِأَمْرُ وَلَا نَرَى أَنْ تَرْجِعَ عَنْهُ وَقَالَ بَعْضُهُمْ مَعَكَ بَقِيَّةُ النَّاسِ وَأَصْحَابُ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَلَا نَرَى أن تُقْدِمَهُمْ عَلَى هَذَا الْوَبَاءِ. فَقَالَ ارْتَفِعُوا عَنِّى ثُمَّ قَالَ أَدْعُ لِي الْأَنْصَارَ فَدَعَوْتُهُمْ فَاسْتَشَارَهُمْ فَسَلَكُوا سَبِيلَ الْمُهَاجِرِينَ وَاخْتَلَفُوا كَاخْتِلافِهِمْ. فَقَالَ ارْتَفِعُوا عَلَى ثُمَّ قَالَ أَدْعُ لِى مَنْ كَانَ هَاهُنَا مِنْ مَشْيَخة قريش من مهاجرة الْفَتْحِ فَدَعَوْتُهُمْ فَلَمْ يَخْتَلِف عَلَيْهِ مِنْهُمْ رَجُلانِ، فَقَالُوا نَرَى أَنْ تَرْجِعَ بِالنَّاسِ ولا تُقْدِمَهُمْ عَلَى هذا الوَبَاءِ فَنَادَى عُمَرُ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ فِي النَّاسِ إِنِّي مُصْبِحٌ على ظهر فَاصْبِحُوا عَلَيْهِ، فَقَالَ أَبُو عُبَيْدَةَ بْنُ الْجَرَاحِ أَفرَارًا مِنْ قَدَرِ الله. فَقَالَ عُمَرُ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ لَوْ غَيْرُكَ قَالَهَا يَا أَبَا عُبَيْدَةَ، وَكَانَ عُمَرُ يَكْرَهُ خَلاقَهُ نعم نفر من قدر الله إلى قدر الله أرَأَيْتَ لَوْ كَانَ لَكَ ايلٌ فَهَبَطَتْ وَادِيًا لَهُ عدُوتَانِ احْدَاهُمَا خَصْبَةٌ وَالْأُخْرَى جَدْبَةٌ اليسَ إِنْ رَعَيْتَ الْخَصْبَةَ رَعَيْتَهَا بِقَدَرٍ اللهِ وَإِنْ رَعَيْتَ الْجَدْبَةَ رَعَيْتَهَا بِقَدْرِ اللَّهِ، قَالَ فَجَاءَ عَبْدُ الرَّحْمَنِ بْنُ عَوْفِ وكَانَ مُتَغَيِّبًا فِي بَعض حَاجَتِهِ فَقَالَ إِن عندى مِنْ هَذَا عِلْمًا سَمِعْتُ رَسُولَ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِذَا سَمِعْتُمْ بِهِ بِأَرْضِ فَلَا تَقْدَمُوا عَلَيْهِ وَإِذَا وَقَعَ بأرض وانتُم بِهَا فَلا تَخْرُجُوا فِرَاراً مِنْهُ فَحَمِدَ اللَّهَ تَعَالَى عُمَرُ وَانْصَرَفَ متفق عليه وَالْعُدْوَةُ جَانب الوادي.
1791. Überliefert von ʿAbdullah ibn ʿAbbās (r.a.). ʿUmar ibn al-Chattāb (r.a.) brach nach Syrien auf. Als er einen Ort namens Sargh erreichte, kamen die Befehlshaber des Heeres, nämlich Abū ʿUbaida ibn al-Dscharrāḥ (r.a.) und seine Gefährten, zu ihm. Sie teilten ihm mit, dass sich in Syrien eine Seuche ausgebreitet hatte. ʿAbdullah ibn ʿAbbās (r.a.) berichtet: Da sagte ʿUmar zu mir: „Ruf die ersten Auswanderer, die die Hidschra vollzogen haben, zu mir.“ Ich rief sie herbei. Er beriet sich mit ihnen und sagte: „In Syrien ist eine Seuche ausgebrochen.“ Bei der Entscheidungsfindung waren sie unterschiedlicher Meinung. Einige sagten: „Du bist zu einer wichtigen Angelegenheit aufgebrochen; es wäre nicht richtig, umzukehren.“ Andere sagten: „Bei dir befinden sich Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sowie weitere Menschen. Es wäre nicht richtig, mit ihnen in ein von der Seuche betroffenes Gebiet zu gehen.“ ʿUmar (r.a.) sagte: „Geht nun.“
Danach sagte er zu ʿAbdullah ibn ʿAbbās: „Ruf die Ansār.“ Ich rief sie herbei. Er beriet sich mit ihnen, und auch sie folgten dem Weg der Muhādschirūn. Wie diese waren auch die Ansār bei der Entscheidung unterschiedlicher Meinung. ʿUmar (r.a.) sagte: „Entfernt euch von mir.“
Darauf sagte er: „Ruft diejenigen unter den Quraisch-Muhādschirūn, die an der Eroberung Mekkas teilgenommen haben.“ Da ließ ich sie herbeirufen. Nicht ein einziger von ihnen widersprach. Alle waren einstimmig der Meinung, dass es besser sei, nicht mit den Menschen in ein von der Seuche heimgesuchtes Gebiet zu gehen, sondern umzukehren. Umar (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm) erklärte: „Ich werde morgen früh aufbrechen.“ Als die Leute sich am Morgen zur Abreise bereitmachten, sagte Abu Ubaida ibn al-Dscharrāh (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm): „Fliehst du etwa vor Allahs Bestimmung?“ Umar (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm) sagte: „O Abu Ubaida! Hätte jemand außer dir so etwas gesagt, hätte ich es für angebracht erachtet.“ Doch Umar (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm) hieß die abweichende Meinung Abu Ubaidas (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm) nicht gut. Jedenfalls sagte er: „Ja, wir fliehen von Allahs Bestimmung zu Allahs Bestimmung. Sieh: Wenn du Kamele hast und mit ihnen auf eine Wiese oder in ein Tal gehst, um sie dort weiden zu lassen, und dieses Tal zwei Teile hat, von denen einer grün und üppig und der andere wüstenartig sowie frei von Gras und Laub ist, sag mir: Wenn du deine Kamele auf dem grünen, üppigen Teil weiden lässt, geschieht das dann nicht ebenfalls nach Allahs Bestimmung? Oder wenn du deine Kamele auf dem gras- und laublosen Teil weiden lässt, geschieht auch das nicht nach Allahs Bestimmung?“ Abdullah ibn al-Abbas (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm) sagte: „Inzwischen kam Abdurrahman ibn Auf (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm) und traf ein. Aus einem bestimmten Grund war er bis dahin abwesend gewesen. Er sagte: ‚Ich weiß etwas darüber. Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Wenn ihr hört, dass in einem Gebiet eine Seuche ausgebrochen ist, dann betretet dieses Gebiet nicht. Bricht jedoch in einem Gebiet eine Seuche aus und ihr befindet euch dort, dann flieht nicht von dort
“ In dieser Situation sollt ihr es nicht verlassen.“ Als Umar (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm) diesen Hadith hörte, pries er Allah, den Erhabenen, und kehrte von dort zurück.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۹۲ – وَعَنْ أَسَامَةَ بْنِ زَيْدٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إذا سَمِعْتُمُ الطَّاعُونَ بِأَرْضِ فَلا تَدْخُلُوهَا وَإِذَا وَقَعَ بِأَرْضِ وَأَنْتُمْ فِيهَا فَلَا تَخْرُجُوا مِنْهَا مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1792. Überliefert von Usama ibn Zaid (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm): Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wenn ihr hört, dass in einem Gebiet eine Seuche ausgebrochen ist, dann geht nicht dorthin. Wenn jedoch in einem Gebiet eine Seuche ausgebrochen ist und ihr euch dort befindet, dann verlasst dieses Gebiet nicht.“
Imam al-Buchari und Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt 108 – Das Erlernen und Anwenden von Zauberei ist streng verboten
قَالَ اللهُ تعالى : واتَّبعوا ما تتلوا الشيطينُ عَلَى مُلْكِ سُلَيْمَنَ ، وَمَا كَفَرُ سُلَيْمَانُ وَلَكِنَّ الشَّيَاطِينَ كَفَرُوا يُعَلِّمُونَ النَّاسَ السِّحْرَ ، وَمَا أُنْزِلَ عَلَى الْمَلَكَيْنِ يبَابِلَ هَارُوتَ وَمَارُوتَ ، وَمَا يُعَلِّمَن مِنْ أَحَدٍ حَتَّى يَقُولَا إِنَّمَا نَحْنُ فِتْنَةٌ فَلَا تَكْفُرْ فَيَتَعَلَّمُونَ مِنْهُمَا مَا يُفَرِّقُونَ بِهِ بَيْنَ الْمَرْءِ وَزَوْجَهُ ، وَمَا هُمْ بِضَارِّينَ به منْ أَحَدٍ إِلا بِإِذْنِ اللهِ ، وَيَتَعَلَّمُونَ مَا يَضُرُّهُمْ وَلَا يَنْفَعُهُمْ ، وَلَقَدْ عَلِمُوا لَمَنِ اشْتَرَهُ مَالَهُ فِي الْآخِرَةِ مِنْ خَلَاقٍ، وَلَبِئْسَ مَا شَرَوْا بِهِ أَنْفُسَهُمْ ، لَوْ كَانُوا يَعْلَمُونَ.
Der Erhabene Allah sagt:
„Sie begannen, all dem zu folgen, was die Satane unter dem Vorwand der Herrschaft Salomos vortrugen. Doch Salomo war niemals dem Unglauben verfallen; vielmehr waren es die Satane, die ungläubig waren. Sie lehrten die Menschen Zauberei. Und sie folgten besonders dem, was in Babel auf die beiden Engel namens Harut und Marut herabgesandt worden war. Wann immer die beiden Engel jemanden darin unterwiesen, warnten sie ihn zuerst mit den Worten: ‚Seht, wir sind nur eine Prüfung; so werdet nicht ungläubig.‘ Trotzdem lernten sie von den beiden Engeln Dinge, mit denen man eine Trennung zwischen Ehemann und Ehefrau herbeiführen konnte. Dabei ist eindeutig, dass sie auf diese Weise niemandem irgendeinen Schaden zufügen konnten, außer mit Allahs Erlaubnis. Dennoch lernten sie Dinge, die ihnen nicht zum Nutzen, sondern zum Schaden gereichten. Sie wussten sehr wohl, dass diejenigen, die diese Dinge erwerben würden, im Jenseits keinen Anteil am Guten haben würden. Wie schlecht ist doch das, wofür sie ihr eigenes Leben verkauft haben! O wenn sie es nur begreifen würden.“ (Sure al-Baqara: 102)
۱۷۹۳ – عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ اجتنبوا السَّبْعَ الْمُؤْبِقَاتِ قَالُوا يَا رَسُولَ اللهِ وَمَا هُنَّ قَالَ الشَّرْكُ بِاللَّهِ وَالسِّحْرُ وقتل النَّفْسِ الَّتِي حَرَّمَ اللهُ إِلا بِالْحَقِّ وَأَكلُ الرِّبَا وَأَكُلُ مَالِ الْيَتِيمِ وَالتَّولِي يومَ الرِّحْفِ وَقَذَفَ الْمُحْصَنَاتِ الْمُؤْمِنَاتِ الْغَافِلات – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1793. Überliefert von Abu Huraira (Allah sei mit ihm zufrieden). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Haltet euch von sieben verderblichen Dingen fern. Die Gefährten sagten: O Gesandter Allahs, welche sind es? Er sagte: Allah etwas beizugesellen, Zauberei zu betreiben, einen Menschen, dessen Leben Allah verboten hat, unrechtmäßig zu töten, Zins zu verzehren, das Vermögen eines Waisen zu veruntreuen, vom Schlachtfeld zu fliehen und keuschen, unbescholtenen gläubigen Frauen fälschlich Unzucht vorzuwerfen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
Abschnitt 109 – Es ist verboten, mit dem Koran in die Gebiete der Ungläubigen zu reisen, wenn zu befürchten ist, dass er in die Hände der Feinde fällt
١٧٩٤ – عَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ نَهَى رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنْ يُسَافَرَ بِالْقُرْآنِ إِلَى أَرْضِ الْعَدُوِّ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1794. Überliefert von Abdullah ibn Umar (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, verbot, mit dem Koran in das Land der Feinde (Ungläubigen) zu reisen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt: 110 – Es ist verboten, Gefäße aus Gold und Silber zum Essen und Trinken, zur Verrichtung der rituellen Reinheit und zu anderen Zwecken zu benutzen
١٧٩٥ – عَنْ أَمْ سَلَمَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الَّذِي يَشْرَبُ في انية الفضة إِنَّمَا يُجَرِّجُرُ في بَطْنِهِ نَارَ جَهَنَّمَ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَفِي رواية المُسْلِمِ إِنَّ الَّذِي يَأْكُلُ أَوْ يَشْرَبُ فِي أَنِيَةِ الْفِضَّةِ وَالذَّهَبِ.
1795. Überliefert von Umm Salama (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sagte: „Wer aus einem silbernen Gefäß trinkt, füllt seinen Bauch mit dem Feuer der Hölle.“ Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von Imam Muslim heißt es: „Wer aus goldenen und silbernen Gefäßen isst und trinkt.“
١٧٩٦ – وَعَنْ حُذَيْفَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ إِنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ نَهَانَا عَنِ الْحَرِيرِ والدِّيباج والشرب في أنيةِ الذَّهَبِ وَالْفِضَّةِ وَقَالَ هُنَّ لَهُمْ فِي الدُّنْيَا وهي لَكُمْ فِي الآخرة مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ – وفي رواية في الصحيحين عن حديقة سمِعْتُ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ لَا تَلْبَسُوا الْحَرِيرَ وَلَا الدِّيباج وَلَا تَشْرَبُوا فِي آنِيَةِ الذَّهَبِ وَالْفِضَّةِ وَلَا تَأْكُلُوا فِي صِحَافِهَا .
1796. Überliefert von Hudhayfa (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Prophet, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, verbot uns, Seidenkleidung zu tragen und aus goldenen und silbernen Gefäßen zu trinken. Er sagte: „Diese sind für die Ungläubigen im Diesseits und für euch im Jenseits.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von Imam al-Buchari und Imam Muslim heißt es: Hudhayfa (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, sagen: „Tragt keine Seidenkleidung, trinkt nicht aus goldenen und silbernen Gefäßen und esst nicht aus Tellern, die aus diesen Metallen gefertigt sind.“
۱۷۹۷ -فحولهُ عَلَى إِنَاءٍ مِنْ خَلَنْج وَجِيَ بِهِ فَأَكَلَهُ – رَوَاهُ الْبَيْهَقِي بِإِسْنَادِ حَسَن الخليج الجفنة.
1797. Von Anas ibn Sirin (Allah erbarme sich seiner) wird überliefert. Er sagte: Ich war gemeinsam mit Anas ibn Malik (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) bei einer Gruppe von Feueranbetern. Eine Art Halwa wurde in einer silbernen Schale gebracht, doch er aß nichts davon. Man sagte dem Diener: „Bring es in einem anderen Gefäß.“ Nachdem das Gefäß gewechselt und die Speise erneut serviert worden war, aß er davon. Imam al-Bayhaqi überlieferte diesen Hadith mit einer guten Überlieferungskette. Das Wort „ “ bedeutet Gefäß oder Becher.
Abschnitt 111 – Mit Safran gefärbte Kleidung ist für Männer verboten
۱۷۹۸ – عَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ نَهَى النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَنْ يتَزَعْفَرَ الرَّجُلُ – متفق عليه.
1798. Von Anas (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) wird überliefert. Er sagte: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verbot den Männern, mit Safran gefärbte Kleidung zu tragen. Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۷۹۹ – وَعَنْ عَبْدِ اللهِ بْنِ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ رَأَى النَّبِيُّ صلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَلَى ثَوْبَيْنِ مُعَصْفَرَيْنِ فَقَالَ أَمُّكَ أَمَرَتْكَ بِهَذَا قُلْتُ اغْسِلُهُمَا قَالَ بَلْ أَحْرِقْهُما – وفي رِوَايَةٍ فَقَالَ إِنَّ هَذَا مِنْ ثِيَابِ الْكُفَّارِ فَلا تَلْبَسُهَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1799. Von Abdullah ibn Amr ibn al-As (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) wird überliefert. Er sagte: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sah, dass ich zwei gelb gefärbte Kleidungsstücke trug, und fragte: „Hat deine Mutter dir befohlen, diese zu tragen?“ Ich sagte: „Soll ich die beiden Kleidungsstücke waschen?“ Er sagte: „Verbrenne sie vielmehr.“ In einer anderen Überlieferung heißt es, dass er sagte: „Dies ist die Kleidung der Ungläubigen. Trage sie daher nicht.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 112 – Es ist verboten, den ganzen Tag nutzlos zu schweigen
۱۸۰۰ – عَنْ عَلِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ حَفِظْتُ عَنْ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وسلم لا يتم بَعْدَ احْتِلام ولا صُمَاتَ يَوْمٍ إِلَى اللَّيْلِ رَوَاهُ أَبُو دَاوُدَ بِإِسْنَادِ حسن قَالَ الْخَطَابِي فِي تَفْسِيرِ هُذَا الْحَدِيْثِ كَانَ مِنْ نُسُكِ الْجَاهِلِيَّةِ الصَّمَاتُ فَنُهُوا فِي الْإِسْلامِ عَنْ ذَلِكَ وَأَمِرُوا بِالذِكرِ وَالْحَدِيث بِالْخَيْرِ.
1800. Überliefert von ʿAlī (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich habe diese Worte vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, bewahrt: Nach Erreichen der Geschlechtsreife gibt es keinen Waisen mehr, und es ist nicht erlaubt, den ganzen Tag bis in die Nacht hinein grundloses Schweigen zu bewahren.
Imam Abū Dāwūd überlieferte diesen Hadith mit einer guten Überlieferungskette. Imam an-Nawawī (Allah erbarme sich seiner) sagte: Allāma al-Chattābī erklärte in seinem Kommentar zu diesem Hadith, dass es in der Zeit der Dschāhilīya als Gottesdienst galt, den ganzen Tag über zu schweigen und nicht mit den Menschen zu sprechen. Der Islam hat dies jedoch verboten. Stattdessen wurde angewiesen, Allahs zu gedenken und gute Worte zu sprechen.
۱۸۰۱ – وَعَنْ قَيْسِ بْنِ أَبِي حَازِمٍ قَالَ دَخَلَ أَبُو بَكْرِ الصِّدِّيقُ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ على امرأة مِنْ أَحْمَسَ يُقَالُ لَهَا زَيْنَبُ فَرَأَهَا لا تَتَكَلَّمُ فَقَالَ مَا لَهَا لَا تَتَكَلَّمُ فَقَالُوا حَجَّتْ مُصْمِتَةٌ فَقَالَ لَهَا تَكَلَّمِي فَإِنَّ هَذَا لَا يَحِلُّ هُذَا مِنْ عَمَلِ الْجَاهِلِيَّةِ فَتَكَلَّمَتْ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1801. Überliefert von Qais ibn Abū Hāzim (Allah erbarme sich seiner). Er sagte: Abū Bakr as-Siddīq (möge Allah mit ihm zufrieden sein) ging zu einer Frau namens Zainab aus dem Stamm der Ahmas. Er sah, dass sie nicht sprach. Deshalb fragte er: Was ist mit ihr geschehen, dass sie nicht spricht? Die Leute sagten: Sie hat beschlossen, zu schweigen. Er sagte zu der Frau: Sprich! Denn auf diese Weise zu schweigen ist nicht erlaubt. Dies war eine Handlung der abergläubischen Zeit der Dschāhilīya. Daraufhin begann sie wieder zu sprechen und brach ihr Schweigen.
Imam al-Buchārī überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt 113 – Es ist verboten, sich als Sohn eines anderen als des leiblichen Vaters auszugeben und einen anderen als den tatsächlichen Herrn eines Sklaven anzugeben
۱۸۰۲ – عَنْ سَعْدِ بْنِ أَبِي وَقَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنِ ادْعَى إِلَى غَيْرِ أَبِيهِ وَهُوَ يَعْلَمُ أَنَّهُ غَيْرُ أَبِيْهِ فَالْجَنَّةُ عَلَيْهِ حَرَامٌ متفق عليه.
1802. Über Saʿd ibn Abī Waqqāṣ wird berichtet. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wem bekannt ist, dass ein anderer nicht sein Vater ist, und der ihn dennoch als seinen Vater ausgibt, dem ist das Paradies verwehrt.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۰۳ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لا تَرْغَبُوا عَنْ أَبَائِكُمْ فَمَنْ رَغِبَ عَنْ أَبِيهِ فَهُوَ كُفْرَ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1803. Über Abū Huraira wird berichtet. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Seid nicht abgeneigt, euch eurem Vater zuzuordnen. Wer abgeneigt ist, sich seinem Vater zuzuordnen, begeht Kufr.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱٨٠٤ – وَعَنْ يَزِيدَ بْنِ شَرِيكِ بْنِ طَارِقٍ قَالَ رَأَيْتُ عَلِيًّا عَلَى الْمِنْبَرِ يَخْطُبُ فَسَمِعْتُهُ يَقُولُ لَا وَاللَّهِ مَا عِنْدَنَا مِنْ كِتَابِ تَقْرَؤُهُ إِلَّا كِتَابَ اللَّهِ وَمَا فِي هَذِهِ الصحيفة فنشرها فاذا فيها أسْنَانُ الابل وأشْيَاء مِنَ الْجَرَاحَاتِ. وَفِيهَا قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الْمَدِينَةُ حَرَمُ مَا بَيْنَ عَيْرِ إِلَى ثَوْرٍ فَمَنْ أَحْدَثَ فِيهَا حَدَثًا أَوْ أَوَى مُحْدِثًا فَعَلَيْهِ لَعْنَةُ اللهِ وَالْمَلَائِكَةِ وَالنَّاسِ أَجْمَعِينَ لَا يَقْبَلُ اللهُ مِنْهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ صَرفًا ولا عدلا ذمة الْمُسْلِمِينَ وَاحِدَةٌ يَسْعَى بِهَا أَدْنَاهُمْ فَمَنْ اخْفَرَ مُسْلِمًا فَعَلَيْهِ لَعْنَةُ الله وَالْمَلائِكَةِ وَالنَّاسِ أَجْمَعِينَ لَا يَقْبَلُ اللَّهُ يَوْمَ القِيامَةِ صَرفا ولا عدلاً. ومن ادعى إلى غير أبيه أو انْتَمَى إِلَى غَيْرِ مَوَالِيهِفَعَلَيْهِ لَعْنَةُ اللهِ وَالْمَلَائِكَةِ وَالنَّاسِ أَجْمَعِينَ لَا يَقْبَلُ اللَّهِ مِنْهُ يَوْمَ القيامة صرفا ولا عدلاً. متفق عليه
1804. Über Yazīd ibn Šarīk ibn Ṭāriq, möge Allah sich seiner erbarmen, wird berichtet. Er sagte: „Ich sah ʿAlī, möge Allah mit ihm zufrieden sein, auf der Kanzel stehen und eine Ansprache halten. Ich hörte ihn sagen: Nein, bei Allah! Wir besitzen kein anderes Buch außer dem Buch Allahs, dem Qurʾān, das wir lesen, und dem, was in diesem Schriftstück steht.“ Daraufhin entfaltete er dieses Schriftstück. Darin standen Bestimmungen über die Zakāt für Kamele sowie Rechtsvorschriften über Vergeltung für Verletzungen und anderes. Darin stand auch, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, gesagt hatte: „Das Schutzgebiet von Medina erstreckt sich vom Berg ʿAyr bis zum Berg Thawr. Wer innerhalb dieses Gebietes eine Neuerung einführt oder einem Neuerer Schutz gewährt, auf dem liegt der Fluch Allahs, der Engel und aller Menschen. Allah wird am Tag der Auferstehung weder eine Reue noch ein Lösegeld von ihm annehmen. Das Schutz- und Sicherheitsbündnis aller Muslime ist einheitlich. Daher kann auch der einfachste unter ihnen Schutz gewähren. Wer ein mit einem Muslim geschlossenes Bündnis bricht, auf dem liegt der Fluch Allahs, der Engel und aller Menschen. Allah wird am Tag der Auferstehung weder seine Reue noch sein Lösegeld annehmen. Wer einen anderen als seinen Vater ausgibt oder ein Sklave, der seinem Herrn davonläuft und sich einem anderen anschließt, auf dem liegt der Fluch Allahs, der Engel und aller Menschen. Allah wird am Tag der Auferstehung weder seine Reue noch sein Lösegeld annehmen.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ ١٨٠٥ – وَعَنْ أَبِي دَر رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ ) وَسَلَّمَ يَقُولُ ليس من رجل ادعى لغير أبيه وَهُوَ يَعْلَمُهُ الأَكَفَرَ وَمَنِ ادْعَى مَا ليس له فليس منا وَلْيَتَبَوا مَقْعَدَهُ مِنَ النَّارِ وَمَنْ دَعَا رَجُلًا بِالْكُفْرِ أَوْ قَالَ عَدُوٌّ الله وَلَيْسَ كَذَلِكَ الأَحَارَ عَلَيْهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَهَذا لفظ رواية مسلم .
1805. Überliefert von Abū Dharr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Wer wissentlich einen anderen als seinen eigenen Vater als seinen Vater bezeichnet, hat den Unglauben angenommen. Wer Eigentum, das einem anderen gehört, als sein eigenes beansprucht, gehört nicht zu uns. Er hat sich damit seinen Platz in der Hölle bestimmt. Wer einen Menschen als Ungläubigen oder als Feind Allahs bezeichnet, obwohl er dies nicht ist, dessen Wort wird auf ihn selbst zurückfallen.“
Imām al-Buchārī und Imām Muslim haben diesen Hadith überliefert. Der Wortlaut des Hadith stammt aus der Überlieferung von Imām Muslim.
Abschnitt 114 – Eine eindringliche Warnung vor den Dingen, die der erhabene, allmächtige Allah und Sein Gesandter (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verboten haben
قَالَ اللهُ تَعَالَى : لا تَجْعَلُوا دُعَاءَ الرَّسُولِ بَيْنَكُمْ كَدُعَا ، بَعْضُكُمْ بَعْضًا ، قَدْ يَعْلَمُ اللهُ الَّذِينَ يَتَسَلَّلُوْنَ مِنْكُمْ لِوَاذَا ، فَلْيَحْذَرِ الَّذِينَ يُخَالِفُونَ عَنْ أَمْرِهِ أَنْ تُصِيبَهُمْ فِتْنَةٌ أَوْ يُصِيبَهُمْ عَذَابٌ اليم.
Der erhabene Allah sagt:
„Macht die Anrufung des Gesandten unter euch nicht gleich der Anrufung untereinander. Allah kennt diejenigen unter euch sehr wohl, die sich heimlich davonstehlen, indem sie sich voreinander verbergen. Diejenigen, die seinem Befehl zuwiderhandeln, sollen sich davor hüten, dass sie von einer Prüfung getroffen werden oder dass eine schmerzhafte Strafe über sie kommt.“ (Sure an-Nūr: 63)
وقَالَ تَعَالَى : يَوْمَ تَجِدُ كُلُّ نَفْسٍ مَا عَلِمَتْ مِنْ خَيْرٍ مُحْضَرًا ، وَمَا عَمِلَتْ مِنْ سُوءٍ تَوَدُّ لَوْ أَنْ بَيْنَهَا وَبَيْنَهُ أَمَدًا بَعِيدًا ، وَيُحَذِّرُكُمُ اللَّهُ نَفْسَهُ ، وَاللَّهُ رموف بالعباد .
„An jenem Tag wird jeder Mensch die Frucht seines Tuns vor Augen sehen, sei es gut oder böse. An jenem Tag wird sich jeder wünschen: Wenn doch zwischen diesem Tag und ihm eine große Entfernung läge – wie gut wäre das! Allah warnt euch vor Sich Selbst. Allah ist zu Seinen Dienern überaus barmherzig und mitfühlend.“ (Sure Āl ʿImrān: 30)
وَقَالَ تَعَالَى : إِنْ بَطْشَ رَبِّكَ لَشَدِيدٌ.
„Wahrlich, der Zugriff deines Herrn ist äußerst streng.“ (Sure al-Burūǧ: 12)
وقال تعالى : وكذلك أخذ ربك اذا أخذ القرى وَهِيَ ظَالِمَةٌ إِنْ أَخْذَهُ الهُم شَدِيدٌ.
„So ist der Zugriff deines Herrn, wenn Er eine ungerechte Stadt ergreift. Wahrlich, Sein Zugriff ist äußerst streng und schmerzhaft.“ (Sure Hūd: 102)
۱٨٠٦ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ الله تَعَالَى يَغَارُ وَغَيْرَةُ اللهِ أَنْ يَأْتِيَ الْمَرْءُ مَا حَرَّمَ اللَّهُ عَلَيْهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1806. Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete: Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Allah, der Erhabene, besitzt Ehrgefühl. Sein Ehrgefühl besteht darin, dass ein Mensch sich auf das einlässt, was Er verboten hat (das heißt: Wenn ein Mensch eine verbotene Handlung begeht, wird Allahs Ehrgefühl verletzt).
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt: 115 – Was soll jemand sagen und tun, wenn er eine verbotene Handlung begangen hat?
قَالَ اللهُ تَعَالَى : وَإِمَّا يَنْزَغَنَّكَ مِنَ الشَّيْطَانِ نَزْغٌ فَاسْتَعِذْ بِاللَّهِ إِنَّهُ هُوَ السميع العليم.
Der Erhabene Allah sagt:
„Wenn du von Satan eine Einflüsterung verspürst, dann suche Zuflucht bei Allah. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende.“ (Sure Ha-Mim as-Sajda: 36)
وقَالَ تَعَالَى : إِنَّ الَّذِينَ اتَّقَوْا إِذَا مَسَّهُمْ طائِفَ مِنَ الشَّيْطَانِ تَذَكَّرُوا فَإِذَا هُمْ مُبْصِرُونَ.
„Wahrlich, diejenigen, die gottesfürchtig sind, verhalten sich so: Wenn sie eine böse Einflüsterung von Satan berührt, werden sie sogleich aufmerksam und wachsam, und dann erkennen sie klar den richtigen und heilsamen Weg, der ihnen offensteht.“ (Sure al-Aʿraf: 201)
وقال تعالى : وَالَّذِينَ إِذا فَعَلُوا فَاحِشَةً أو ظلموا أَنْفُسَهُمْ ذَكَرُوا اللَّهَ فَاسْتَغْفَرُوا لذُنُوبِهِمْ وَمَنْ يُغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلا الله ولم يُصِرُّوا عَلَى مَا فَعَلُوا وَهُمْ يَعْلَمُونَ. أُولئِكَ جَزَاؤُهُمْ مَغْفِرَةٌ مِنْ رَبِّهِمْ وَجَنَّاتٌ تَجْرِي مِنْ تَحْتِهَا الْأَنْهَارُ خَالِدِينَ فِيهَا وَنِعْمَ أَجْرُ الْعَامِلِينَ
„Und ihr Zustand ist so, dass sie, wenn sie jemals eine schändliche Tat begehen oder sich durch eine Sünde selbst Unrecht zufügen, sogleich an Allah denken und Ihn um Vergebung ihrer Sünde bitten. Und wer außer Allah kann die Sünden vergeben? Diese Menschen verharren nicht wissentlich in ihrem Unrecht. Für diese Menschen ist bei ihrem Herrn eine Vergeltung bestimmt. Er wird ihnen vergeben und ihnen Gärten gewähren, unter denen Bäche fließen. Dort werden sie ewig bleiben. Wie schön ist doch die Belohnung derjenigen, die gute Taten verrichten.“ (Sure Al-i ʿImran: 135–136)
وَقَالَ تَعَالَى : وَتُوبُوا إِلى اللهِ جَمِيعًا أَيُّهَا الْمُؤْمِنُوْنَ لَعَلَّكُمْ تُفْلِحُونَ.
„O ihr Gläubigen! Kehrt allesamt reumütig zu Allah um; vielleicht werdet ihr Erfolg erlangen.“ (Sure an-Nur: 31)
۱۸۰۷ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ خَلْفَ فَقَالَ في حلفه باللات والعزى فَلْيَقُل لا الهَ إِلا اللَّهُ وَمَنْ قَالَ لصاحبه تعال أقَامِرُكَ فَلْيَتَصَدِّقُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1807. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Wer schwört und sagt: „Bei al-Lāt und al-ʿUzzā“, der soll sagen: „Es gibt keinen Gott außer Allah.“ Und wer zu seinem Gefährten sagt: „Komm, lass uns Glücksspiele spielen“, der soll (anstatt Glücksspiele zu spielen) etwas als Almosen spenden. [Anmerkung: „al-Lāt“ und „al-ʿUzzā“ waren die Namen zweier Göttinnen der vorislamischen arabischen Götzendiener.]
Imām al-Buchārī und Imām Muslim haben diesen Hadith überliefert.
Kapitel 18 – Kitāb al-Manṣūrāt wa-l-Mulaḥ
كِتَابُ الْمَنْشُورَاتِ وَالْمُلْحِ
(Hadithe über Verschiedenes und humorvolle Themen)
Abschnitt: 1 – Hadithe über Verschiedenes und Scherze
۱۸۰۸ – عَنِ النَّواسِ بْنِ سَمْعَانَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ ذَكَرَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الدَّجَّالَ ذَاتَ غَدَاءً فَخَفَضَ فِيْهِ وَرَفَعَ حَتَّى ظَنَنَّاهُ فِي طَائِفَةِ النَّخْلِ م فَلَمَّا رُحْنَا إِلَيْهِ عَرَفَ ذَلِكَ فِيْنَا فَقَالَ مَا شَأْنُكُمْ قُلْنَا يَا رَسُولَ اللَّهِ ذَكَرْتَ الدَّجَالَ الْغَدَاةَ فَخَفْضْتَ فِيْهِ وَرَفَعْتَ حَتَّى ظَنَنَّاهُ فِي طَائِفَةِ النَّخْلِ فَقَالَ غَيْرُ الدجال أخوقني عَلَيْكُمْ إِن يُخْرُجُ وأنا فيكم فأنَا حَجِيجُهُ دُونَكُمْ وَإِنْ يُخْرُجُ ولستُ فِيكُمْ فَامْرُؤٌ حَجِيجُ نَفْسِهِ وَاللهُ خَلِيفَتِي عَلَى كُلِّ مُسْلِمٍ إِنَّهُ شَابٌ قَطط عيْنُهُ طَافِيَةٌ كَانَي أَشَبِّهُهُ بِعَبْدِ الْعُزَّى بْنِ قَطَنٍ فَمَنْ أَدْرَكَهُ مِنْكُمْ فَلْيَقْرَأُ عَلَيْهِ فواتح سُورَةِ الْكَهْفِ إِنَّهُ خَارِج خَلَةَ بَيْنَ الشَّامِ وَالْعِرَاقِ فَعَاثَ يَمِينًا وَعَاتَ شمالاً يَا عِبَادَ اللهِ فَاثْبُتُوا قُلْنَا يَا رَسُولَ اللَّهِ وَمَا لَبْتُهُ فِي الْأَرْضِ قَالَ أَرْبَعُونَ يَوْمًا يَوْمَ كَسَنَةٍ وَيَوْمَ كَشَهْرٍ وَيَوْمَ كُجُمُعَةٍ وَسَائِرَةُ أَيَّامِهِ كَأَيَّامِكُمْ قُلْنَا يَا رَسُولَ اللهِ فَذَلِكَ الْيَوْمُ الَّذِي كَسَنَةٍ أَتَكْفِيْنَا فِيهِ صَلَاةُ يَوْمٍ قَالَ لَا أَقْدُرُوا لَهُ قَدْرَهُ قُلْنَا يَا رَسُولَ اللَّهِ وَمَا إِسْرَاعُهُ فِي الْأَرْضِ قَالَ كَالْغَيْثِ اسْتَدْبَرَتْهُ الرِّبْحُ فَيَأْتِي عَلَى
الْقَوْمِ فَيَدْعُوهُمْ فَيُؤْمِنُونَ بِهِ وَيَسْتَجِيبُونَ لَهُ فَيَأْمُرُ السَّمَاءَ فَتُمْطِرُ وَالْأَرْضَ فتنبت فَتَرُوح عَلَيْهِمْ سَارِحَتُهُمْ أَطْوَلَ مَا كَانَتْ ذُرِّى وَأَسْبَغَهُ ضُرُوعًا وَآمَدَهُ خواصِرَ ثُمَّ يَأْتِي الْقَوْمَ فَيَدْعُوهُمْ فَيَرُدُّونَ عَلَيْهِ قَوْلَهُ فَيَنْصَرِفُ عَنْهُمْ فَيَصْبِحُونَ ممحلين ليس بايديهم شي من أموالهم ويمر بالخربَةِ فَيَقُولُ لَهَا أَخْرَجِي كُنُوزَكَ فَتَتْبَعُهُ كُنُوزُهَا كَيْعَاسِيب النحل ثُمَّ يَدْعُو رَجُلاً مُمتَلنَا شَبَابًا فَيَضْرِبُهُ بالسيف فَيَقْطعه جزلتين رَمْيَةَ الْغَرَضِ ثُمَّ يَدْعُوهُ فَيَقْبِلُ وَيَتَهَلَّلُ وَجْهُهُ يَضْحَكُ فَبَيْنَمَا هُوَ كَذلِكَ إِذْ بَعَثَ اللَّهُ تَعَالَى الْمَسِيحَ ابْنَ مَرْيَمَ عَلَيْهِ السَّلَامُ فَيَنْزِلُ عِنْدَ الْمَنَارَةِ الْبَيْضَاءَ شَرْقِي دِمَشْقَ بَيْنَ مَهْرُودَتين واضعًا كَفَّيْهِ عَلَى أَجْنِحَة مَلَكَيْنَ إِذَا طأطأ رَأْسَهُ قَطَرَ وَإِذَا رَفَعَهُ تَحَدِّرَ مِنْهُ جُمَانٌ كَاللُّؤْلُةِ فَلَا يَحِلُّ لِكَافِرٍ يَجِدُ رِيحَ نَفْسِهِ الأَمَاتَ وَنَفَسُهُ يَنْتَهِي إِلى حَيْثُ يَنتَهى طَرْفُهُ فَيَطْلُبُهُ حَتَّى يُدْرِكَهُ بِبَابِ لدٍ فَيَقْتُلُهُ ثُمَّ يَأْتِي عِيسَى عَلَيْهِ السَّلام قَوْما قَدْ عَصَمَهُمُ اللَّهُ مِنْهُ فَيَمْسَحُ عَنْ وُجُوهِهِمْ وَيُحَدِّثُهُمْ بِدَرَجَاتِهِمْ فِي الْجَنَّةِ فَبَيْنَمَا هُوَ كَذَلِكَ إِذْ أَوْحَى اللَّهُ تَعَالَى إلى عيسى عَلَيْهِ السَّلامُ إِنِّي قَدْ أَخْرَجْتُ عِباداً لِي لا يَدَانِ لِأَحَدٍ بِقِتَالِهِمْ فَحَرِّزْ عبادِي إِلَى الطُّورِ. وَيَبْعَثُ اللهُ يَأْجُوجَ وَمَأْجُوجَ وَهُمْ مِنْ كُلِّ حَدَبٍ يُنْسِلُونَ فَيَمُرُ أوائلهم على بحيرة طبرية فيشربون ما فيها ويمرُ آخِرُهُمْ فَيَقُولُونَ لَقَدْ كَانَ بِهذه مرة مَاءً وَيُحْصَرُ نَبِيُّ اللَّهِ عِبْسَى عَلَيْهِ السَّلَامُ وَأَصْحَابُهُ حَتَّى يَكُوْنَ رَأْسُ النَّوْرِ لأحدهمْ خَيْرًا مِنْ مِائَةِ دِينَارٍ لِأَحَدِكُمُ الْيَوْمَ فَيَرْغَبُ نَبِيُّ اللَّهِ عِيسَى عَلَيْهِ السلام وأَصْحَابُهُ إِلَى اللهِ تَعَالَى فَيُرْسِلُ اللهُ تَعَالَى عَلَيْهِمُ النَّغَفَ فِي رِقَابِهِمُ فَيُصْبِحُونَ فَرْسَى كَمَوْتِ نَفْسٍ وَاحِدَةٍ ثُمَّ يَهْبِطُ نَبِيُّ اللَّهِ عِيْسَى عَلَيْهِ السَّلَامُ واصْحَابُهُ إِلَى الْأَرْضِ فَلا يَجِدُونَ فِي الْأَرْضِ مَوْضِعَ شَيْرٍ إِلَّا مَلَاهُ زَهَمُهُمْ وَنَتَنُهُمْ
فَيَرْغَبُ نَبِيُّ اللهِ عِيسَى عَلَيْهِ السَّلامُ وَأَصْحَابُهُ إِلَى اللَّهِ تَعَالَى فَيُرْسِلُ اللَّهُ تعالى طيراً كَاعْنَاقِ الْبُخْتِ فَتَحْمِلُهُمْ فَتَطْرَحُهُمْ حَيْثُ شَاءَ اللَّهُ ثُمَّ يُرْسِلُ اللَّهُ عزَّ وَجَلَّ مطراً لا يُكن مِنْهُ بَيْتُ مَدَرٍ ولا وَبَر فَيَغْسِلُ الْأَرْضَ حَتَّى يَتْرُكَهَا كالزلقة ثُمَّ يُقَالُ لِلْأَرْضِ انبتي ثَمَرَتَكَ وَرَدَى بَرَكَتَكَ فَيَوْمَئِذٍ تَأْكُلُ الْعِصَابَةُ مِنَ الرمانة ويستظلون بتحفها ويُبارك في الرَّسُلِ حَتَّى أَنَّ التَّقْحَةَ مِنَ الابل لتكفي الْقِتَامَ مِنَ النَّاسِ وَاللفحة مِنَ الْبَقَرِ لتَكْفِي الْقَبِيلَةَ مِنَ النَّاسِ وَاللفحة مِنَ الغَنَمِ لتَكْفِي الْفَخِذُ مِنَ النَّاسِ فَبَيْنَمَاهُمْ كَذَلِكَ إِذْ بَعَثَ اللَّهُ تَعَالَى رِبْحًا طيبة فَتَاخُذُهُمْ تَحْتَ اباطهم فَتَقْبِضُ رُوحَ كُلِّ مُؤْمِنٍ وَكُلِّ مُسْلِمٍ ويَبْقَى شرار النَّاسِ يَتَهَا رَجُونَ فِيهَا تَهَارُجَ الْحُمْرِ فَعَلَيْهِمْ تَقُومُ السَّاعَةُ . رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1808. Überliefert von Nawwas ibn Sam’an (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sprach über den Daddschal. Dabei sprach er bisweilen mit gedämpfter Stimme und bisweilen mit lauter Stimme darüber, sodass wir schließlich annahmen, der Daddschal halte sich irgendwo in jenem Palmenhain verborgen. Als wir von ihm fortgingen, bemerkte er unseren Zustand. Er fragte: „Was ist mit euch?“ Wir sagten: „O Gesandter Allahs, du hast heute Morgen über den Daddschal gesprochen. Du hast bisweilen mit gedämpfter und bisweilen mit lauter Stimme darüber gesprochen. Daher haben wir angenommen, dass er sich irgendwo in jenem Palmenhain verborgen hält.“ Er sagte: „Ich fürchte nicht besonders, dass der Daddschal euch bedrängen wird. Wenn er erscheint, solange ich unter euch bin, werde ich selbst an eurer Stelle gegen ihn eintreten. Wenn er aber erscheint, nachdem ich nicht mehr unter euch bin, muss jeder Einzelne selbst gegen ihn eintreten. Allah ist nach meinem Fortgang der Beschützer jedes Muslims. Der Daddschal ist ein junger Mann mit kurzem, lockigem Haar und hervortretenden Augen. Ich halte ihn für dem ʿAbd al-ʿUzzā ibn Qatān ähnlich. Wer von euch ihn antrifft, soll gegen ihn die ersten Verse der Sure al-Kahf rezitieren. Der Daddschal wird auf einer Straße erscheinen, die Syrien und Jāf miteinander verbindet. Rechts und links von sich wird er Mord, Zerstörung und Unheil verbreiten. O Diener Allahs, bleibt standhaft und fest!“ Wir fragten: „O Gesandter Allahs, wie lange wird er auf der Erde bleiben?“ Er sagte: „Vierzig Tage. Ein Tag davon wird so lang wie ein Jahr sein, ein Tag so lang wie ein Monat und ein Tag so lang wie eine Woche; die übrigen Tage werden so lang sein wie eure gewöhnlichen Tage.“ Wir fragten: „O Gesandter Allahs, wird uns am Tag, der so lang wie ein Jahr ist, das Gebet eines einzigen Tages genügen?“ Er sagte: „Nein, vielmehr müsst ihr die Gebetszeiten nach ihrer geschätzten Dauer festlegen.“ Wir fragten: „O Gesandter Allahs, wie schnell wird sich der Daddschal auf der Erde bewegen?“ Er sagte: „So schnell wie eine vom Wind getriebene Wolke.“ Er wird zu einem Volk kommen und es zu sich aufrufen. Sie werden an ihn glauben und seinem Befehl gehorchen. Wenn er dem Himmel befiehlt, wird er auf sie regnen, und wenn er der Erde befiehlt, wird sie Pflanzen hervorbringen. Ihre Haustiere werden am Abend mit höheren Höckern als zuvor, längeren Eutern und pralleren Körpern nach Hause zurückkehren. Danach wird er zu einem anderen Volk kommen und es zu sich aufrufen. Sie werden seinen Ruf zurückweisen. Der Daddschal wird sie verlassen, und schon bald werden sie von Dürre und Hunger heimgesucht werden; von ihrem Besitz wird ihnen nichts übrigbleiben. Wenn der Daddschal an einem verwüsteten Gebiet vorbeikommt, wird er zu ihm sagen: „Bring deine Schätze hervor!“ Sofort werden die Schätze des Gebietes ihm wie ein Bienenschwarm folgen. Danach wird er einen erwachsenen jungen Mann rufen, der ihn zurückweisen wird. Der Daddschal wird ihn mit dem Schwert in zwei Teile spalten. Dann wird er die beiden Teile getrennt voneinander in einer Entfernung von der Länge eines Pfeilschusses niederlegen. Danach wird er ihn rufen, und die beiden Teile werden auf ihn zukommen. Sein Gesicht wird dann heiter und lächelnd sein.
Inzwischen wird Allah al-Masih ibn Maryam (Friede sei mit ihm) entsenden. Er wird im östlichen Teil von Damaskus auf einem weißen Minarett herabkommen, bekleidet mit einem hell safranfarbenen, also gelben, Gewand und sich auf die Flügel zweier Engel stützend. Wenn er den Kopf senkt, wird es scheinen, als würden Wassertropfen gleich Perlen von seinem Kopf herabfallen. Wenn er den Kopf hebt, wird es ebenfalls scheinen, als würden Perlenkörner von seinem Kopf herabregnen. Jeder Ungläubige, den sein Atem berührt, wird sterben. So weit sein Blick reicht, so weit wird auch sein Atem reichen. Er wird den Daddschal verfolgen und ihn an einem Ort namens Ludd töten. Danach wird ʿIsa (Friede sei mit ihm) zu den Menschen kommen, die Allah vor dem Unheil des Daddschal bewahrt hat. Er wird die Spuren der Bedrängnis von ihren Gesichtern entfernen und ihnen ihren Rang im Paradies beschreiben. Der Ort Ludd (Lydda) liegt sechs Meilen von Tel Aviv, der Hauptstadt des zu Unrecht in Palästina errichteten jüdischen Staates Israel, entfernt. Die Juden haben dort einen großen internationalen Flughafen gebaut.
Inzwischen wird Allah ʿIsa (Friede sei mit ihm) die Weisung zukommen lassen: „Ich habe eine Gruppe von Menschen hervorgebracht, gegen die niemand die Kraft haben wird, zu kämpfen. So zieh mit Meinen Dienern zum Berg Tur.“ Danach wird Allah das Volk von Gog und Magog entsenden. Sie werden von jeder Anhöhe rasch hervorströmen. Die Vorhut ihrer Gruppen wird beim Durchqueren des Sees von Tiberias dessen gesamtes Wasser austrinken. Die nachfolgenden Gruppen werden ebenfalls an diesem Gebiet vorbeikommen und sagen: „Hier muss einst Wasser gewesen sein.“ Der Prophet Allahs, ʿIsa (Friede sei mit ihm), und seine Gefährten werden eingeschlossen sein. Zu jener Zeit wird ihnen der Kopf eines Rindes so wertvoll sein, wie euch heute hundert Dinar wertvoll sind. Dann werden ʿIsa (Friede sei mit ihm) und seine Gefährten Allah inständig anflehen. Allah wird jedem von ihnen, von Gog und Magog, eine bestimmte Art von Wurm im Nacken entstehen lassen. Dadurch werden sie allesamt auf einmal vernichtet werden.
Danach werden der Prophet Allahs, ʿIsa, Friede sei mit ihm, und seine Gefährten vom Berg in die Siedlungen hinabsteigen. Doch sie werden auf der Erde keinen einzigen Zoll freien Raum finden, der nicht von den Leichen und dem Gestank von Gog und Magog erfüllt ist. Wenn daraufhin der Prophet Allahs, ʿIsa (Friede sei mit ihm), und seine Gefährten Allah inständig anflehen, wird Allah Vögel senden, deren Hälse den Höckern baktrischer Kamele gleichen. Diese Vögel werden die Leichen aufnehmen und sie dorthin bringen, wohin Allah ihnen befiehlt, sie zu werfen. Danach wird der Erhabene und Allmächtige Allah einen Regen senden, der jeden Ort, sei er aus Erde oder aus Sand, abwaschen und spiegelblank reinigen wird.
Danach wird zur Erde gesagt werden: „Bringe deine Früchte hervor und gib deinen Segen zurück.“ Dadurch werden Segen, Wohlergehen und Überfluss sichtbar werden. Eine ganze Gruppe wird von einem einzigen Granatapfel satt werden, und seine Schale wird so groß sein, dass sie in ihrem Schatten Schutz finden können. Auch das Vieh wird so gesegnet sein, dass die Milch eines einzigen Kamels für eine große Gruppe ausreichen wird, die Milch einer Kuh für einen ganzen Stamm und die Milch einer Milchziege für eine Familie. Zu jener Zeit wird Allah einen reinen Wind wehen lassen. Dieser Wind wird sie bis unter ihre Achseln erreichen. Daraufhin werden alle Gläubigen und Muslime sterben. Nur die schlechten Menschen werden übrigbleiben. Sie werden öffentlich Geschlechtsverkehr haben wie Esel. Über diese Menschen wird die Stunde hereinbrechen. Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
۱۸۰۹ – وَعَنْ رِبْعِيِّ بْنِ حِراسٌ قَالَ انْطَلَقْتُ مَعَ أَبِي مَسْعُودٍ الْأَنْصَارِي إِلَى حديقة بْنِ الْيَمَانِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمْ فَقَالَ لَهُ أَبُو مَسْعُودٍ حَدِثْنِي مَا سَمِعْتَ مِنْ رسول الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي الدَّجال قَالَ إِنَّ الدِّجَالَ يَخْرُجُ وَإِنْ مَعَهُ مَاءً وتاراً فأما الذي بَرَاهُ النَّاسُ مَاءً فَتَارٌ تُحْرِقُ وَأَمَّا الَّذِي يَرَاهُ النَّاسُ نَارًا فَمَاءٌ بَارِدٌ عَذَبٌ فَمَنْ أَدْرَكَهُ مِنْكُمْ فَلْيَقَعُ فِي الَّذِي يَرَاهُ نَارًا فَإِنَّهُ مَاءً عَذَبٌ طَيِّبٌ فَقَالَ أَبو مَسْعُودٍ وَأَنَا قَدْ سَمِعْتُهُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ
1809. Überliefert von Ribʿī ibn Hirāsch (r.a.). Er sagte: Ich ging zusammen mit Abū Masʿūd al-Ansārī (r.a.) zu Hudhaifa ibn al-Yamān (r.a.). Abū Masʿūd (r.a.) sagte zu ihm: »Berichte mir, was du über den Daddschāl vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, gehört hast.« Er sagte: »Der Daddschāl wird erscheinen und Wasser und Feuer bei sich haben. Doch was die Menschen als Wasser sehen werden, wird in Wirklichkeit loderndes Feuer sein. Und was die Menschen als Feuer bei ihm sehen werden, wird in Wirklichkeit trinkbares, kaltes Wasser sein. Wer von euch die Gelegenheit dazu hat, soll in das eintreten, was ihm bei ihm wie Feuer erscheint, denn es wird in Wirklichkeit trinkbares Wasser sein.« Nachdem Abū Masʿūd (r.a.) diesen Hadith gehört hatte, sagte er: »Auch ich habe den Propheten (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) dies sagen hören.«
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
۱۸۱۰ – وَعَنْ عَبْدِ اللهِ بْنِ عَمْرُو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَخْرُجُ الرِّجالُ فِي أُمَّتِي فَيَمْكُتُ أَرْبَعِينَ لَا أَدْرِي ارْبَعِينَ يَوْمًا أَوْ أَرْبَعِينَ شَهْرًا أَوْ أَرْبَعِينَ عَامًا فَيَبْعَثُ اللَّهُ تَعَالَى عِيسَى ابْنَ مَرْيَمَ عليه السلام فَيَطْلُبُهُ فَيُهْلِكُهُ ثُمَّ يَمْكُتُ النَّاسُ سَبْعَ سِنِينَ لَيْسَ بَيْنَ اثْنَيْنِ عَدَاوَةٌ ثُمَّ يُرْسِلُ اللهُ عَزَّ وَجَلَّ رِيحًا بَارِدَةً مِنْ قِبَلِ الشَّامِ فَلَا يَبْقَى عَلَى وَجْهِ الْأَرْضِ أحد في قلبه مثقال ذرة مِنْ خَيْرٍ أَوْ إِيْمَانِ الأَقَبَضَتْهُ حَتَّى لَوْ أَنْ أَحَدَكُمْ دَخَلَ في كبد جبل الدخلتُهُ عَلَيْهِ حَتَّى تَقبضه. فيبقى شرار النَّاسِ فِي خِفْه الطير وأحلام السباع لا يَعْرِفُونَ مَعْرُوفًا وَلَا يُنْكِرُونَ مُنكَرًا فَيَتَمَثْلُ لَهُمُ الشَّيْطَانُ فَيَقُولُ إِلا تَسْتَجِيبُونَ؟ فَيَقُولُونَ فَمَا تَأْمُرُنَا فَيَأْمُرُهُمْ بِعِبَادَةِ الْأَوْثَانِ وَهُمْ فِي ذلك دار رِزْقُهُمْ حَسَنٌ عَيْشُهُمْ ثُمَّ يُنْفَخُ فِي الصُّورِ فَلَا يَسْمَعُهُ أَحَدٌ إِلَّا أَصْغَى لينا وَرَفَعَ لِيْتًا وَأَوَّل مَنْ يُسْمَعُهُ رَجُلٌ يَلُوطُ حَوْضَ ابْلَهِ فَيُصْعَقُ وَيُصْعَقُ النَّاسُ ثُمَّ يُرْسِلُ اللهُ أَوْ قَالَ يُنْزِلُ اللهُ مَطَراً كَأَنَّهُ الطَّل أو الظلُّ فَتَنْبُتُ مِنْهُ أَجْسَادُالنَّاسِ ثُمَّ يُنْفَخُ فِيهِ أُخْرَى فَإِذَا هُمْ قِيَامٌ يَنظُرُونَ ثُمَّ يُقَالُ يَا أَيُّهَا النَّاسُ هَلْمٌ إِلَى رَبِّكُمْ وَقِفُوْهُمْ إِنَّهُمْ مَسْؤُولُوْنَ ثُمَّ يُقَالُ أَخْرِجُوا بَعْثَ النَّارِ فَيُقَالُ مِنْ كَمْ فَيُقَالُ من كل الف تشع مائة وتسعة وتسعينَ فَذلِكَ يَوْمَ يُجْعَلُ الْوِلْدَانَ شَيْئًا وَذَلِكَ يَوْمَ يُكشفُ عَنْ سَاقٍ رَوَاهُ مُسْلِمٌ اللَّيْتُ صَفْحَةُ الْعُنُقِ وَمَعْنَاهُ يَضَعُ صَفْحَة عنقه ويرفع صفحته الأخرى.
1810. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAmr ibn al-ʿĀs (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: »Der Daddschāl wird unter meiner Umma erscheinen und vierzig lange Zeit unter ihnen bleiben.« Der Überlieferer sagte: »Ich erinnere mich nicht, ob der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) vierzig Tage, vierzig Monate oder vierzig Jahre sagte.« Danach wird Allah, der Erhabene, ʿĪsā ibn Maryam (a.s.) entsenden. Er wird den Daddschāl ausfindig machen und ihn töten. Danach werden die Menschen sieben Jahre lang so leben, dass zwischen zwei Menschen keinerlei Feindschaft bestehen wird. Allah, der Mächtige und Gewaltige, wird einen kalten Wind aus Richtung Syrien wehen lassen. Dadurch wird auf der Erde kein Mensch übrig bleiben, in dessen Herzen sich auch nur ein geringes Verlangen nach guten Taten oder ein Rest Iman befindet; vielmehr wird Er die Seelen all dieser Menschen nehmen. Selbst wenn sich jemand in eine Berghöhle zurückzieht, wird dieser Wind dorthin gelangen und seine Seele nehmen. Danach werden nur noch die Übeltäter übrig bleiben. In sexuellen Dingen und bösen Begierden werden sie wie Vögel sein, und in gegenseitiger Gewalttätigkeit wie wilde Tiere. Sie werden keine gute Tat kennen und keine schlechte Tat unterlassen. Der Satan wird in Menschengestalt zu ihnen kommen und sagen: ›Werdet ihr mir gehorchen?‹ Sie werden sagen: ›Was sollen wir nach deinem Befehl tun?‹ Der Satan wird ihnen den Befehl zur Götzenverehrung geben. Während die Götzenverehrung ausgeübt wird, wird der Überfluss an ihren Lebensmitteln anhalten; ihr Leben wird äußerst luxuriös und voller Vergnügen und Frohsinn sein. Danach wird in das Horn gestoßen werden. Wer den Klang des Horns hören wird, wird seinen Hals beugen, in diese Richtung schauen und den Kopf heben. Der Erste, der den Klang hören wird, wird gerade damit beschäftigt sein, das Wasserbecken seiner Kamele zu reinigen. Er wird bewusstlos zu Boden fallen, und auch die Menschen in seiner Umgebung werden bewusstlos werden. Danach wird Allah Regen wie Tautropfen herabsenden. Oder er sagte: Er wird heftigen Regen herabkommen lassen. Dadurch werden die Körper der Menschen wieder gebildet. Dann wird ein zweites Mal in das Horn gestoßen werden, und alle Menschen werden sich erheben, aufrecht stehen und um sich blicken. Dann wird gesagt werden: ›O ihr Menschen, kommt zu eurem Herrn!‹ Danach wird befohlen werden: ›Stellt sie auf!‹ Denn sie werden vollständig und bis ins Kleinste befragt werden. Danach wird gesagt werden: ›Sondert aus ihrer Mitte den Anteil der Hölle aus.‹ Man wird fragen: ›Wie viele sind es?‹ Es wird gesagt werden: ›Von je tausend neunhundertneunundneunzig.‹ Dies ist der Tag, an dem der Jüngling alt werden wird und an dem alles klar offengelegt werden wird.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
۱۸۱۱ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ليس من بلد الأسيطوه الدجال الأمكة والمدينة وليس نَقْبٌ مِنْ أَنْقابها الا عَلَيْهِ الْمَلَائِكَةُ صَاحِينَ تَحْرُسُهُمَا فَيَنْزِلُ بِالسَّبَخَةِ فَتَرْجُفُ الْمَدِينَةُ ثَلَاثَ رَجَفَاتٍ يُخْرِجُ اللَّهُ مِنْهَا كُلَّ كَافِرٍ وَمُنَافِقِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1811. Überliefert von Anas (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: »Es wird keine Ortschaft außer Makka und Madina geben, die der Daddschāl nicht betreten und mit seinen Füßen zertreten wird. An jedem Zugang dieser beiden heiligen Städte werden die Engel in Reihen Wache halten. Wenn der Daddschāl den Ort namens Sabkha erreicht, wird Madina dreimal von einem Erdbeben erschüttert werden. Auf diese Weise wird Allah alle Ungläubigen und Heuchler aus Madina hinausführen.«
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
۱۸۱۲ – وَعَنْهُ أَنْ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ يَتْبَعُ الدَّجَالَ مِنْ يَهُودِ أَصْبَهَانَ سَبْعُونَ الْفًا عَلَيْهِمُ الطَّبَالِسَةُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1812. Von Anas (r.a.) wird überliefert, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Siebzigtausend Juden aus Isfahan, die grüne Umhänge tragen, werden sich dem Daddschal anschließen.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
۱۸۱۳ – وَعَنْ أَمْ شَرِيكٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا أَنَّهَا سَمِعَتِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ لِيَنْفِرَنَّ النَّاسُ مِنَ الدَّجال فِي الْجِبَالِ رَوَاهُ مُسْلِم.
1813. Von Umm Scharik (r.a.) wird überliefert. Sie hörte den Propheten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Aus Furcht vor dem Daddschal werden die Menschen gewiss in die Berge fliehen.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٨١٤ – وَعَنْ عِمْرَانَ بْنِ حُصَيْنٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّىاللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ مَا بَيْنَ خَلْقِ أَدَمَ إِلَى قِيَامِ السَّاعَةِ أَمْر أَكْبَرُ مِنَ الدَّجَّالِ روَاهُ مُسْلِمٌ
1814. Von Imran ibn Husain (r.a.) wird überliefert. Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Von der Erschaffung Adams (a.s.) bis zum Eintreffen der Auferstehung wird es kein Unheil geben, das schwerwiegender ist als das Unheil des Daddschal.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
۱۸۱۵ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدٍ الْخُدْرِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ يَخْرُجُ الرِّجالُ فَيَتَوَجَّهُ قِبْلَهُ رَجُلٌ مِّنَ الْمُؤْمِنِينَ فَيَتَلَقَّاهُ الْمَسَالِحُ مسالح الدجالِ فَيَقُولُونَ لَهُ إِلَى ابْنَ تَعْمِدُ فَيَقُولُ أَعْمِدُ إِلَى هَذَا الَّذِي خَرَجَ فَيَقُولُونَ لَهُ أَوَمَا تُؤْمِنُ بِرِينَا فَيَقُولُ مَا بِرَبِّنَا خَفَاء فَيَقُولُونَ اقْتُلُوهُ فَيَقُولُ بَعْضُهُمْ لِبَعْض البسَ قَدْ نَهَاكُمْ رَبُّكُمْ أَن تَقْتُلُوا أَحَداً دُونَهُ فَيَنْطَلِقُونَ بِهِ إِلى الدجال فاذا رأهُ الْمُؤْمِنُ قَالَ يَا أَيُّهَا النَّاسُ إِنْ هُذَا الدَّجَّالُ الَّذِي ذَكَرَ رَسُولُ اللَّهِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَيَأْمُرُ الدَّجَّالُ بِهِ فَيُسَبِّحُ فَيَقُولُ خُذُوهُ وَشُجُوهُ فَيُوْسَعُ ظهره وبطنه ضَرْبًا فَيَقُولُ أَوَمَا تُؤْمِنُ بِي فَيَقُولُ أَنْتَ الْمَسِيحُ الْكَذَابُ فَيُؤْمَرُ به فَيُؤْشَرُ بِالْمِنْشَارِ مِنْ مَفْرِقِهِ حَتَّى يُفْرَقَ بَيْنَ رِجْلِيْهِ ثُمَّ يَمْشِي الدَّجَّالُ بَيْنَ الْقِطْعَتَيْنِ ثُمَّ يَقُولُ لَهُ قُمْ فَيَسْتَوى فَائِمًا ثُمَّ يَقُولُ لَهُ تُؤْمِنُ بِي فَيَقُولُ مَا ازددت فيك الأبَصِيرَةً ثُمَّ يَقُولُ يَا أَيُّهَا النَّاسُ إِنَّهُ لَا يَفْعَلُ بَعْدِي بِأَحَدٍ مِّنَ النَّاسِ فَيَأْخُذُهُ الدَّجَّالُ لِيَذْبَحَهُ فَيَجْعَلُ اللهُ مَا بَيْنَ رَقَبَتِهِ إِلَى تَرْقُونِهِ نُحَاسًا فَلَا يَسْتَطِيعُ إِلَيْهِ سَبِيلًا فَيَأْخُذُ بِيَدَيْهِ وَرِجْلَيْهِ فَيَقْذِفُ بِهِ فَيَحْسَبُ النَّاسُ أَنَّمَا قَذَفَهُ إِلى النَّارِ وَإِنَّمَا الْقِي فِي الْجَنَّةِ فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ هذَا أَعْظَمُ النَّاسِ شَهَادَةً عِنْدَ رَبِّ الْعَالَمِينَ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ وَرَوَى الْبُخَارِيُّ بَعْضَهُ بِمَعْنَاهُ
1815. Von Abu Said al-Chudri (r.a.) wird überliefert. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wenn der Daddschal in Erscheinung tritt, wird ein gläubiger Mann zu ihm gehen. Die Wachen des Daddschal werden ihm begegnen. Sie werden ihn fragen: Wohin willst du gehen? Er wird sagen: Ich will zu diesem Mann gehen, der in Erscheinung getreten ist. Die Wachen werden sagen: Glaubst du etwa nicht an unseren Herrn? Er wird sagen: In Bezug auf unseren Herrn gibt es für uns keinerlei Verborgenes. Sie werden sagen: Tötet ihn! Doch einige von ihnen werden zu den anderen sagen: Hat euer Herr euch nicht verboten, jemanden ohne seine Erlaubnis zu töten? Daraufhin werden sie ihn zum Daddschal bringen. Als der gläubige Mann den Daddschal sieht, wird er sagen: O ihr Menschen! Das ist der Daddschal, über den der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, gesprochen hat. Daraufhin wird auf Befehl des Daddschal sein Kopf von seinem Körper abgetrennt. Sein Bauch und sein Rücken werden freigelegt und er wird geschlagen werden, während er sagt: Glaubst du etwa nicht an mich? Der gläubige Mann wird sagen: Du bist der lügnerische Messias, der Daddschal. Danach wird der gläubige Mann auf seinen Befehl hin von der Mitte seines Kopfes bis zwischen seine beiden Füße mit einer Säge entzwei gespalten werden. Der Daddschal wird zwischen diesen beiden Teilen seines Körpers hindurch von einer Seite zur anderen gehen. Danach wird er sich an den Körper des gläubigen Mannes wenden und sagen: Werde wieder so, wie du vorher warst! Daraufhin wird dieser wieder als vollkommener Mensch aufstehen. Er wird ihn erneut fragen: Glaubst du jetzt an mich? Der gläubige Mann wird sagen: Nun habe ich noch unmittelbarere Erfahrung mit dir gemacht. Er wird die Menschen rufen und sagen: O ihr Menschen! Nach mir könnt ihr diesem niemandem mehr etwas antun. Als der Daddschal ihn erneut ergreifen und töten will, wird Allah seinen Hals bis zu dem Knochen unterhalb der Kehle mit Messing umhüllen. Dadurch wird er keine Möglichkeit mehr finden, ihn zu töten. Gezwungenermaßen wird er ihn an Händen und Füßen packen und fortschleudern. Die Menschen werden annehmen, dass der Daddschal ihn ins Feuer geworfen habe. Tatsächlich aber wird er ins Paradies geworfen werden. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Dieser Mann wird bei Allah, dem Herrn der Welten, unter den Menschen den höchsten Rang eines Märtyrers erlangen.
Diesen Hadith überliefert Imam Muslim. Auch Imam al-Buchari überliefert einen Teil davon sowie weitere Hadithe mit derselben Bedeutung.
١٨١٦ – وَعَنِ الْمُغِيرَةِ بْنِ شُعْبَةَ قَالَ مَا سَأَلَ أَحَدٌ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَنِ الدَّجال اكثر مِمَّا سَأَلْتُهُ وَأَنَّهُ قَالَ لِي مَا يَضُرُّكَ قُلْتُ أَنَّهُمْ يَقُولُونَ إِنَّ اللَّهِ مِنْ ذَلِكَ – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ. مَعَهُ جَبَل خُبْرُ ونَهرَ مَا ، قَالَ هُوَ أَهْوَنُ عَلَى الله من
1816. Überliefert von al-Mughīra ibn Schuʿba (r.a.). Er sagte: Ich habe den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, so ausführlich über den Dajjal befragt wie niemand sonst. Er sagte zu mir: „Er wird dir keinen Schaden zufügen können.“ Ich sagte: „Die Leute sagen, dass er Berge aus Brot und Quellen mit Wasser bei sich haben wird.“ Er sagte: „Das ist für Allah eine unbedeutende Angelegenheit.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überliefern diesen Hadith.
۱۸۱۷ – وَعَنْ أَنَسِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ما من نبي إلا وقد أَنْذَرَ أُمَّتَهُ الأعور الكتابَ أَلَا إِنَّهُ أَعْوَرُ وَإِنَّ رَبَّكُمْ عَزَّ وَجَلٌ ليس باعورَ مَكْتُوبَ بَيْنَ عَيْنَيْه ك ف ر متفقٌ عَلَيْهِ.
1817. Überliefert von Anas (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Jeder Prophet hat seine Gemeinschaft vor dem einäugigen Lügner (dem Dajjal) gewarnt. Wahrlich, er ist einäugig, doch euer erhabener und mächtiger Herr ist nicht einäugig. Auf der Stirn dieses einäugigen Lügners, des Dajjal, werden Kāf (K), Fā (F) und Rā (R) geschrieben stehen (Kāfir).“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überliefern diesen Hadith.
۱۸۱۸ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِلا أُحَدِّثُكُمْ حَدِيثًا عَنِ الدَّجالِ مَا حَدَّثَ بِهِ نَبِيُّ قَوْمَهُ إِنَّهُ أَعْوَرُ وَأَنَّهُ يَجِيُّ مَعَهُ بِمَثَالِ الْجَنَّةِ وَالنَّارِ فَالَّتِي يَقُولُ إِنَّهَا الْجَنَّةَ هِيَ النَّارُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1818. Überliefert von Abū Huraira (r.a.). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Soll ich euch nicht etwas über den Dajjal mitteilen, was kein anderer Prophet seiner Gemeinschaft mitgeteilt hat? Er wird einäugig sein und eine Sache mit sich bringen, die der Hölle gleicht, sowie eine Sache, die dem Paradies gleicht. Was er als Paradies bezeichnet, wird in Wirklichkeit die Hölle sein. (Ebenso wird die Hölle, die er bei sich hat, in Wirklichkeit das Paradies sein.)“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۱۹ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ذكَرَ الدِّجَالَ بَيْنَ ظَهْرَانِي النَّاسِ فَقَالَ إِنَّ اللَّهَ لَيْسَ بِاعْوَرَ إِلَّا الْمَسِيحَ الدِّجَالَ أَعُورُ العَيْنِ الْيُمْنَى كَانَ عَيْنَهُ عِنَبَةٌ طَافِيَةٌ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ
1819. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sprach in Gegenwart der Menschen über den Daddschal. Er sagte: „Allah ist nicht einäugig. Doch der Messias ad-Daddschal ist auf dem rechten Auge blind; sein Auge wird wie eine hervorstehende Weintraube sein.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۲۰ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا تَقُومُ السَّاعَةُ حَتَّى يُقَاتِلَ الْمُسْلِمُونَ الْيَهُودَ حَتَّى يَخْتَبِيَ الْيَهُودِي مِنْ وراءِ الْحَجَرِ وَالشَّجَرِ فَيَقُولُ الْحَجَرُ وَالشَّجَرُ يَا مُسْلِمُ هُذَا يَهُودِى خَلْفِي تَعَالَ فَاقْتُلَهُ إِلا الْفَرْقَدَ فَإِنَّهُ مِنْ شَجَرِ الْيَهُود – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1820. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Die Stunde wird nicht eintreten, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen. Schließlich werden die Juden besiegt sein und sich aus Angst vor den Muslimen hinter Steinen und Bäumen verstecken. Doch die Bäume und Steine werden ausrufen: ‚O Muslim! Hier versteckt sich ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn!‘ Nur der Baum namens Gharqad wird dies nicht sagen, denn er ist der Baum der Juden.“ (Gharqad ist eine dornige Baumart, die in der Gegend von Bayt al-Muqaddas vorkommt.)
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۲۱ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَالَّذِي نَفْسِي بِيَدِهِ لَا تَذْهَبُ الدُّنْيَا حَتَّى يَمُرُ الرَّجُلُ بِالْقَبْرِ فَيَتَمَرْغَ عَلَيْهِ وَيَقُولُ يَا لَيْتَنِي مَكَانَ صاحب هذا القَبْرِ وَلَيْسَ بِهِ الدِّينُ مَا بِهِ إِلا الْبَلاءُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1821. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist: Die Welt wird nicht untergehen, bis ein Mensch an einem Grab vorübergeht und dann zu diesem Grab zurückkehrt und sagt: ‚Ach, wäre ich doch anstelle dieses Grabesbewohners in diesem Grab; wie gut wäre das!‘ Wahrlich, er wird nichts von der Religion des Islam besitzen; vielmehr wird er dies aufgrund der Plagen und Heimsuchungen sagen, von denen er bedrängt ist.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
۱۸۲۲ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لَا تَقُوْمُ السَّاعَةُ حَتَّى يحْسِرَ الْفُرَاتُ عَنْ جَبَلٍ مِنْ ذَهَبٍ يُقْتَتَلُ عَلَيْهِ فَيُقْتَلُ مِنْ كُلِّ مِائَةٍ تَسْعَةٌ وتَسْعُونَ فَيَقُولُ كُلُّ رَجُلٍ مِنْهُمْ لَعَلَى أَنْ أَكُونَ أَنَا أَنْجُوا – وَفِي رِوَايَةٍ يُوشِكُ أَنْ بخسرَ الْفُرَاتُ عَنْ كَثرَ مِنْ ذَهَبٍ فَمَنْ حَضَرَهُ فَلَا يَأْخُذْ مِنْهُ شَيْئًا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1822. Von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Die Auferstehung wird nicht eintreten, solange nicht aus dem Euphrat ein Berg aus Gold zum Vorschein kommt und die Menschen um seinen Besitz kämpfen. In diesem Kampf werden von je hundert Menschen neunundneunzig getötet werden. Jeder Einzelne von ihnen wird sagen: „Hoffentlich werde ich derjenige sein, der überlebt.“ In einer anderen Überlieferung heißt es: Bald wird im Euphrat ein Goldschatz gefunden werden. Wer dann dort anwesend ist, soll nichts davon nehmen.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
۱۸۲۳ – وَعَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ يَشْرَكُونَ الْمَدِينَةَ عَلَى خَيْرٌ مَا كَانَتْ لَا يَغْشَاهَا إِلا الْعَوَافِي يُرِيدُ عَوَافِي السَّبَاعِ والطَّيْرِ وآخرُ مَنْ يَحْشُرُ رَاعِيَانِ مِنْ مُزَيْنَةَ يُرِيدَانِ الْمَدِينَةَ يَنْعِقَانِ بِغَنَمِهِمَا فَيَجِدَانِهَا وحُوشًا حَتَّى إِذَا بَلَغَا ثَنِيَّةَ الْوَدَاعِ خَرَا عَلَى وُجُوهِهِمَا مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1823. Von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wird überliefert. Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagen: In der Nähe der Auferstehung werden die Menschen Medina in gutem Zustand verlassen. Dann werden sich in ganz Medina nur noch wilde Raubtiere und Vögel befinden. Schließlich werden zwei Hirten aus dem Stamm Muzaina mit Schafen und Ziegen kommen, um Medina zu betreten. Doch sie werden sehen, dass Medina von wilden Raubtieren erfüllt ist, und umkehren. Als sie den Berg Sāniʿatul-Widāʿ erreichen, werden sie zu Boden stürzen und sterben.
Imam al-Buchārī und Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٨٢٤ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدِ الْخُدْرِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ يَكُونُ خَلِيفَةً مِنْ خُلَفَائِكُمْ فِي آخرِ الزَّمَانِ يَحْذُو الْمَالَ وَلَا يَعُدُّهُ رواه مسلم
1824. Überliefert von Abu Sa’id al-Chudri (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: In der Endzeit wird einer eurer Kalifen (islamischer Staatsoberhäupter) sein. Er wird mit beiden Händen große Mengen an Reichtum verteilen, ohne ihn zu zählen.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٢٤ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدِ الْخُدْرِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ يَكُونُ خَلِيفَةً مِّن خُلَفَائِكُمْ فِي آخِرِ الزَّمَانِ يَحْذُو الْمَالَ وَلَا بعده – رواه مسلم
1824. Überliefert von Abu Sa’id al-Chudri (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: In der Endzeit wird einer eurer Kalifen (islamischer Staatsoberhäupter) sein. Er wird mit beiden Händen große Mengen an Reichtum verteilen, ohne ihn zu zählen.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٢٥ – وَعَنْ أَبِي مُوسَى الْأَشْعَرِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لِيَأْتِيَنَّ عَلَى النَّاسِ زَمَانٌ يَطُوفُ الرَّجُلُ فيهِ بِالصَّدَقَة مِنَ الذَّهَبِ فَلا يَجِدُ أَحَدًا يَأْخُذَهَا مِنْهُ وَيُرَى الرَّجُلُ الْوَاحِدُ يَتْبَعُهُ أَرْبَعُوْنَ امْرَأَةً يَأْذَنَ بِهِ مِنْ قِلَّةِ الرِّجَالِ وَكَثَرَةِ النِّسَاءِ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1825. Überliefert von Abu Musa al-Asch’ari (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: In der Geschichte der Menschheit wird eine Zeit kommen, in der ein Mann mit der Zakat auf sein Gold umhergeht, aber niemanden finden wird, der sie annimmt. Zu jener Zeit wird man sehen, dass vierzig Frauen einem einzigen Mann folgen, um sexuelle Befriedigung zu erlangen, weil es nur wenige Männer und viele Frauen gibt.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ عنْهُ عَنِ النبي صلى الله ١٨٢٦ – وَعَن أبي هريرة رضى ا اشْتَرى رَجُلٌ مِّنْ رَجُلٍ عَقَارًا فَوَجَدَ الَّذِي اشْتَرَى الْعَقَارَ فِي عَقَارِهِ جَرَةٌ فِيهَا ذَهَبٌ فَقَالَ لَهُ الَّذِي اشْتَرَى الْعَقَارَ خُذْ ذَهَبَكَ إِنَّمَا اشْتَرَيْتُ مِنْكَ الْأَرْضِ ولم أشتر الذهَبَ وَقَالَ الَّذِي لَهُ الْأَرْضُ إِنَّمَا بعتُكَ الْأَرْضَ وَمَا فِيهَا فَتَحَاكَمَاإلى رَجُلٍ فَقَالَ الَّذِي تَحَاكَمَا إِلَيْهِ الكُما ولد قَالَ أَحَدُهُمَا لِي غُلَامٌ وَقَالَ الْآخَرُ لي جَارِيَةٌ قَالَ انْكِحَ الْغُلَامَ الْجَارِيَةَ وَأَنْفِقُوا عَلَى أَنْفُسِهِمَا مِنْهُ وَتَصَدِّقًا -متفق عليه.
1826. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: Ein Mann kaufte von einem anderen Mann ein Stück Land. Der Käufer fand darin einen mit Gold gefüllten Krug. Er sagte zum Verkäufer: „Nimm deinen Krug zurück, denn ich habe von dir nur das Land gekauft und nicht das Gold.“ Der Verkäufer sagte: „Ich habe dir doch das Land und alles, was sich darin befindet, verkauft.“ Daraufhin gingen beide zu einem dritten Mann, damit er zwischen ihnen entscheide. Der Schlichter fragte sie beide: „Habt ihr Kinder?“ Einer sagte: „Ich habe einen Sohn“, und der andere sagte: „Ich habe eine Tochter.“ Der Schlichter sagte: „Verheiratet den Sohn mit der Tochter und gebt dieses Vermögen für sie beide aus und spendet davon für wohltätige Zwecke.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۲۷ – وَعَنْهُ أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ كَانَتْ امْرَأَتَانِ مَعَهُمَا ابْنَاهُمَا جَاءَ الذِّنْبُ فَذَهَبَ بِابْنِ إِحْدَاهُمَا فَقَالَتْ لِصَاحِبَتِهَا إِنَّمَا ذَهَبَ بابنك وقالت الأخرى إِنَّمَا ذَهَبَ بابنك فَتَحَاكَمَا إِلى دَاوُدَ عَلَيْهِ السَّلامُ فَقَضَى به الكبرى فَخَرَجَنَا عَلَى سُلَيْمَانَ بْنِ دَاوُدَ عَلَيْهِ السَّلَامُ فَأَخْبَرَنَاهُ فَقَالَ ائْتُونِي بالسكين اشقهُ بَيْنَهُما فقالت الصغرى لا تَفْعَلُ رَحِمَكَ اللَّهُ هُوَ ابْنُهَا فَقَضَى بِهِ للصغرى – متفق عليه.
1827. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Er hörte den Gesandten Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagen: In früherer Zeit lebten zwei Frauen, von denen jede einen Sohn hatte. Eines Tages kam ein Tiger und nahm den Sohn einer von ihnen fort. Die Frau, deren Sohn der Tiger genommen hatte, sagte zur anderen: „Der Tiger hat deinen Sohn genommen.“ Die andere sagte: „Nein, vielmehr hat er deinen Sohn genommen.“ Beide gingen zu David (Allahs Friede sei auf ihm), damit er zwischen ihnen entscheide. Er entschied zugunsten der älteren Frau. Als die beiden anschließend von dort fortgingen und an Salomo, dem Sohn Davids (Allahs Friede sei auf ihnen), vorbeikamen, erzählten sie ihm den Vorfall. Er sagte zu seinen Gefährten: „Bringt mir ein Messer; ich werde dieses Kind zerschneiden und es unter ihnen aufteilen.“ Als die jüngere Frau dies hörte, sagte sie: „Möge Allah sich deiner erbarmen, tu das nicht! Das Kind gehört ihr.“ Die ältere Frau schwieg. Daraufhin entschied er zugunsten der jüngeren Frau.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۲۸ – وَعَنْ مِرْدَاسِ الْأَسْلَمِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَذْهَبُ الصَّالِحُونَ الأول فالأول وتبقى حثالة كحالة الشعير أو التمر لا يبَالِيْهِمُ اللهُ بَالَهُ. رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1828. Überliefert von Mirdas al-Aslami (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: Die rechtschaffenen Menschen werden einer nach dem anderen sterben, und es werden wertlose und untaugliche Menschen zurückbleiben, wie Gerstenkleie oder Dattelschalen. Allah wird sich um sie nicht kümmern. Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
۱۸۲۹ – وَعَنْ رِفَاعَةَ بْنِ رَافِع الزرقي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ جَاءَ جِبْرِيلُ إلى النبي صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَا تَعُدُّونَ أَهْلَ بَدْرٍ فِيكُمْ قَالَ مِنْ افْضَلِ الْمُسْلِمِينَ أَوْ كَلِمَةً نَحْرُهَا قَالَ وَكَذلِكَ مَنْ شَهِدَ بَدْرًا مِّنَ الْمَلَائِكَةِ رواه البخاري.
1829. Überliefert von Rifāʿa ibn Rāfiʿ az-Zuraqī (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: Dschibrīl (Friede sei mit ihm) kam zum Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) und fragte: „Welchen Rang haben unter euch diejenigen, die an der Schlacht von Badr teilgenommen haben?“ Er sagte: „Sie sind die Besten unter den Muslimen“, oder er äußerte etwas mit ähnlicher Bedeutung. Dschibrīl sagte: „Ebenso stehen auch die Engel, die an der Schlacht von Badr teilgenommen haben, über allen anderen Engeln.“
Imam al-Buchārī hat diesen Hadith überliefert.
۱۸۳۰ – وَعَن ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وسلم إذا أنزلَ اللهُ تَعَالَى بِقَوْمٍ عَذَابًا أَصَابَ الْعَذَابُ مَنْ كَانَ فِيهِمْ ثُمَّ يُعِثُوا عَلَى أَعْمَالِهِمْ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1830. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿUmar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein). Er berichtet: Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wenn Allah einer Nation eine Strafe auferlegt, trifft diese Strafe jeden Einzelnen von ihnen. Am Tag der Auferstehung werden diese Menschen zusammen mit ihren Taten auferweckt.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
۱۸۳۱ – وَعَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ جِذْعُ يَقُومُ إِلَيْهِ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَعْنِي فِي الْخُطْبَةِ فَلَمَّا وُضِعَ الْمِنْبَرُ سَمِعْنَا لِلْجِذْعِ مِثْلَ صَوْتِ العشارِ حَتَّى نَزَلَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَوَضَعَ يَدَهُ عَلَيْهِ فَسَكَنَ، وَفِي رواية فَلَمَّا كَانَ يَوْمُ الْجُمُعَةِ قَعَدَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَلَى الْمِنْبَرِ فَصَاحَتِ النَّخْلَةُ الَّتِي كَانَ يَخْطُبُ عِنْدَهَا حَتَّى كَادَتْ أَنْ تَنْشَقُ وَفِي رِوَايَةٍ فَصَاحَتْ صَبَاحَ الصَّبِيِّ فَنَزَلَ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حَتَّى أَخَذَهَا فَضَمِّهَا اليه فَجَعَلَتْ تَن أنين الصبي الذي يُسكتُ حَتَّى اسْتَقَرْتُ قَالَ بَكَتْ عَلَى مَا كانتْ تَسْمَعُ مِنَ الذِّكْرِ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1831. Überliefert von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet: In der Prophetenmoschee gab es einen Stamm einer Dattelpalme. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) hielt seine Predigt, die Chutba, am Freitag, während er sich im Stehen darauf stützte. Als die Kanzel aufgestellt wurde, hörten wir von jenem Baum einen schmerzvollen Laut wie von einem trächtigen Kamel. Als der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) von der Kanzel herabstieg und seine Hand darauf legte, verstummte seine Stimme. In einer anderen Überlieferung heißt es: Als der Freitag kam, stieg der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) auf die Kanzel, um die Freitags-Chutba zu halten. Da begann der Palmenstamm zu schreien, sodass er beinahe zerbarst. Neben diesem Stamm hatte der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) seine Predigt gehalten. In einer weiteren Überlieferung heißt es: Der Stamm begann wie ein kleines Kind zu schreien und zu weinen. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) stieg von der Kanzel herab und umarmte den Stamm. Daraufhin begann er erneut zu weinen wie Kinder, die durch Beruhigen zum Schweigen gebracht werden. Als sein Weinen schließlich verstummt war, sagte der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm): „Der Baum weinte, weil er der Ermahnung beraubt war, der er zuvor zugehört hatte.“
Imam al-Buchariy hat diesen Hadith überliefert.
۱۸۳۲ – وَعَنْ أَبِي ثَعْلَبَةَ الْخُشَنِي جُرْثُومِ بْنِ نَاشِرٍ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنْ رَسُولِ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ اللهَ تَعَالَى فَرَضَ فَرَائِضَ فَلَا تُضَبِّعُوهَا وَحَدٌ حُدُوداً فَلَا تَعْتَدُوهَا وَحَرَّمَ أَشْيَاء فَلا تَنْتَهكُوهَا وَسَكَتَ عَنْ أَشْيَاءَ رَحْمَةً لَكُمْ غَيْرَ نِسْيَانِ فَلَا تَبْحَثُوا عَنْهَا حَدِيثٌ حَسَنٌ رَوَاهُ الدَّارُ قَطْنِي وَغَيْرُهُ.
1832. Überliefert von Abu Thaʿlaba al-Chuschani, Dschurthum ibn Naschir (r.a.). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Allah, der Erhabene, hat euch einige Dinge vorgeschrieben – haltet sie daher nicht für bedeutungslos; Er hat Grenzen festgelegt – überschreitet sie daher nicht; Er hat einige Dinge verboten – begeht daher keine Sünde, indem ihr euch mit ihnen befasst; und aus Barmherzigkeit euch gegenüber hat Er über einige Dinge absichtlich geschwiegen – streitet daher nicht über sie.
Der Hadith ist hasan; unter anderen haben Imam ad-Daraqutni und weitere Gelehrte des Hadith ihn überliefert.
۱۸۳۳ – وَعَنْ عَبْدِ الله بن أبي أوفى رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا قَالَ غَزَوْنَا مَعَ رَسُول الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ سَبْعَ غَزَوَات تَأْكُلُ الْجَرَادَ، وَفِي رِوَايَةٍ تَأْكُلُ مَعَهُ الجراد – متفق عليه.
1833. Überliefert von ʿAbdullah ibn Abu Aufa (r.a.). Er sagte: Wir nahmen gemeinsam mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, an sieben Feldzügen teil. Damals aßen wir Heuschrecken. In einer anderen Überlieferung heißt es: Wir aßen Heuschrecken gemeinsam mit ihm. [Anmerkung: „Heuschrecke“ ist ein Insekt aus der Familie der Grashüpfer. Sie ernährt sich von Gras und Blättern. Es ist erlaubt, sie zu essen.]
Imam al-Buchariy und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٨٣٤ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ لَا يُلْدَعُ الْمُؤْمِنُ مِنْ جُحْرٍ وَاحِدٍ مَرَّتَيْنِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1834. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Ein Gläubiger wird nicht zweimal aus demselben Loch gebissen.“
Imam al-Bukhari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٨٣٥ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ثَلَاثَةٌ لَا يُكَلِّمُهُمُ اللَّهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ وَلا يَنظُرُ إِلَيْهِمْ وَلا يُزَكِّيهِمْ وَلَهُمْ عَذَابٌ أَلِيمٌ رَجُلٌ عَلَى فَضْلِ مَا. بِالْفَلَاةِ يَمْنَعُهُ مِن ابْنِ السَّبِيلِ وَرَجُلٌ بَايَعَ رَجُلا سِلْعَةَ بَعْدَ الْعَصْرِ فَخَلَفَ بِاللَّهِ لأَخَذَها بكذا وكذا فَصَدِّقَهُ وَهُوَ عَلَى غَيْرِ ذَلِكَ وَرَجُلٌ بَايَعَ إِمَامًا لَا يُبَايِعُهُ الا لدنيا فإن أعطاه منها وفى وأن لم يعطه منها لم يف متفق عليه.
1835. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Mit drei Arten von Menschen wird Allah am Tag der Auferstehung nicht sprechen, sie nicht ansehen, sie nicht läutern, und für sie gibt es eine schmerzhafte Strafe: (1) ein Mann, der auf einem freien Gelände Wasser besitzt, das über seinen Bedarf hinausgeht, es aber Reisenden und Durchreisenden nicht zur Nutzung überlässt; (2) ein Mann, der nach dem Asr-Gebet seine Ware jemandem verkauft und bei Allah schwört: ‚Ich habe diese Ware für soundsoviel gekauft.‘ Der Käufer glaubt ihm, obwohl er sie nicht zu diesem Preis gekauft hat – er hat also einen falschen Eid geschworen; (3) ein Mann, der dem Imam (Anführer) ausschließlich deshalb den Treueid leistet, um weltliche Vorteile zu erlangen. Wenn der Imam ihm einen weltlichen Vorteil gewährt, bleibt er ihm treu; wenn er ihm nichts gibt, bleibt er ihm nicht treu.“
Imam al-Bukhari und Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٨٣٦ – وَعَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ بَيْنَ الْتَفْخَتَيْنِ أَرْبَعُونَ قَالُوا يَا أَبَا هُرَيْرَةَ أَرْبَعُونَ يَوْمًا قَالَ أَبَيْتُ قَالُوا أَرْبَعُونَ سَنَةً قَالَ أَبَيْتُ قَالُوا أَرْبَعُونَ شهرا قال ابيتُ وَيَبْلَى كُلِّ شَيْءٍ مِنَ الْإِنْسَانِ الا عجب الذنب فِيهِ يُرَكَبُ الْخَلْقُ ثُمَّ يُنزِلُ اللَّهُ مِنَ السَّمَاءِ مَاءً فَيَنْبُتُونَ كَمَا يَنْبَتُ الْبَقْلُ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1836. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Zwischen den beiden Stößen ins Horn werden vierzig liegen.“ Die Menschen fragten: „O Abu Huraira, vierzig Tage?“ Er verneinte. Sie fragten: „Dann vierzig Jahre?“ Er verneinte. Die Menschen fragten erneut: „Dann vierzig Monate?“ Auch diesmal verneinte er. Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte ferner: „Alles am Körper des Menschen zerfällt, außer dem Steißbein; es zerfällt nicht. Aus ihm wird der Mensch wieder zusammengesetzt. Danach wird Allah Regen herabkommen lassen, und so werden die Menschen wie Pflanzen hervorsprießen.“
Imam al-Bukhari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
۱۸۳۷ – وَعَنْهُ قَالَ بَيْنَمَا النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي مَجْلِسِ يُحَدِّثُ الْقَوْمَ جاء أعرابي فَقَالَ مَتَى السَّاعَةُ فَمَضَى رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يُحَدِّثُ فَقَالَ الْقَوْمُ سَمِعَ مَا قَالَ فَكَرِهَ مَا قَالَ وَقَالَ بَعْضُهُمْ بَلْ لَمْ يَسْمَعُ حَتَّى إِذَا قضى حَدِيثَهُ قَالَ أَيْنَ السَّائِلُ عَنِ السَّاعَةِ قَالَ مَا أَنَا يَا رَسُولَ اللهِ قَالَ إِذا يعَتِ الْأَمَانَةُ فَانْتَظِرِ السَّاعَةَ قَالَ كَيْفَ إِضَاعَتُهَا قَالَ إِذَا وُسِدَ الْأَمْرُ إِلَى غَيْرِ أهلِهِ فَانْتَظِرِ السَّاعَةَ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1837. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Er sagte: Eines Tages sprach der Prophet (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) in einer Versammlung zu den Menschen. Da kam ein Beduine und fragte, wann die Auferstehung eintreten werde. Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sprach weiter, ohne seine Rede zu unterbrechen. Einige der Anwesenden sagten: Er hat die Worte des Mannes gehört, sie aber missbilligt. Andere sagten: Er hat seine Worte überhaupt nicht gehört. Nachdem er schließlich seine Rede beendet hatte, fragte er: Wo ist derjenige, der nach der Auferstehung gefragt hat? Er sagte: Hier bin ich, o Gesandter Allahs! Da sagte er: Erwarte die Auferstehung, wenn das anvertraute Gut vergeudet wird. Der Fragende sagte: Was bedeutet es, das anvertraute Gut zu vergeuden? Er sagte: Wenn ungeeigneten Personen die Verantwortung für staatliche Aufgaben übertragen wird, dann erwarte die Auferstehung.
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
۱۸۳۸ – وَعَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ يُصَلُّونَ لَكُمْ فَانْ أَصَابُوا فَلَكُمْ وَإِنْ أَخْطَؤُوا فَلَكُمْ وَعَلَيْهِمْ – رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1838. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede seien auf ihm) sagte: Die Vorsteher werden das Gebet leiten. Wenn sie es ordnungsgemäß verrichten, erhalten sowohl sie als auch ihr Lohn; wenn sie es fehlerhaft verrichten, erhaltet ihr Lohn, sie aber laden Schuld auf sich.
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
۱۸۳۹ – وَعَنْهُ كُنْتُمْ خَيْرَ أُمَّةٍ أُخْرِجَتْ لِلنَّاسِ) قَالَ خَيْرَ النَّاسِ لِلنَّاسِ يَأْتُونَ بهم في السلاسل فِي أَعْنَاقِهِمْ حَتَّى يَدْخُلُوا فِي الْإِسْلَامِ .
1839. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). „Ihr seid die beste Umma; ihr seid zum Wirken für die Rechtleitung der Menschheit hervorgebracht worden.“ Er sagte: Für die Menschen ist derjenige am besten, der Menschen mit Ketten herbeiführt, bis sie schließlich in den Islam eintreten.
١٨٤٠ – وَعَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ عَجِبَ اللَّهُ عَزَّ وَجَلٌ مِنْ قَوْمِ يَدْخُلُونَ الْجَنَّةَ في السلاسل – رَوَاهُمَا الْبُخَارِيُّ مَعْنَاهُ يُؤْسَرُونَ وَيُقَدِّدُونَ ثُمَّ يُسْلِمُونَ فَيَدْخُلُونَ الْجَنَّةَ.
1840. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Der erhabene und allmächtige Allah wird mit einer Gruppe von Menschen zufrieden sein, die das Paradies in Ketten gelegt betreten werden.
Imam al-Buchari überlieferte die beiden oben genannten Hadithe. Die Bedeutung dieser beiden Hadithe ist, dass sie als Kriegsgefangene in muslimische Länder gebracht werden, den Islam annehmen und Bewohner des Paradieses werden.
١٨٤١ – وَعَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ أَحَبُّ الْبِلادِ إِلَى اللَّهِ مساجدها وأبغض البلاد إلى اللهِ أَسْوَاقُهَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1841. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Unter den Orten sind die Moscheen Allah am liebsten, und unter den Orten sind die Märkte Allah am verhasstesten.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٤٢ – وَعَنْ سَلْمَانَ الْفَارِسِي رَضِيَ اللهُ عَنْهُ مِنْ قَوْلِهِ قَالَ لَا تَكُونَنَّ إِنِ استطعت أول من يدخل السوق ولا أخر من يُخْرُجُ مِنْهَا فَإِنَّهَا مَعْرَكَةُ الشَّيْطَانِ وبهَا يَنصُبُ رَايَتَهُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ هكذا . وَرَوَاهُ الْبَرْقَانِي فِي صَحِيحِهِ عَنْ سَلْمَانَ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ لا تَكُنْ أَوَّلَ مَنْ يُدْخُلُ السُّوقَ وَلَا أُخِرَ مَن يُخْرُجُ مِنْهَا فِيهَا بَاضَ الشَّيْطَانُ وَفَرْخَ
1842. Überliefert von Salman al-Farisi (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Seine eigenen Worte lauten: Wenn es euch möglich ist, seid nicht der Erste, der den Markt betritt, und nicht der Letzte, der ihn verlässt. Denn der Markt ist das Schlachtfeld des Satans. Der Satan hisst dort seine Fahne.
Imam Muslim hat diesen Hadith auf diese Weise überliefert. Al-Barqani überlieferte ihn in seinem Sahih-Werk von Salman al-Farisi wie folgt: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Sei nicht der Erste, der den Markt betritt, und nicht der Letzte, der ihn verlässt. Denn Satan legt dort seine Eier und brütet sie aus.
اللَّهُ عَنْهُ قَالَ ١٨٤٣ – وَعَنْ عَاصِم الأحولِ عَنْ عَبْدِ الله بْنِ سَرْجِ رَضى قُلْتُ لِرَسُولِ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَا رَسُولَ اللَّهِ غَفَرَ اللَّهُ لَكَ قَالَ وَلَكَ قَالَ عَاصِمٌ فَقُلْتُ لَهُ اسْتَغْفَرَ لَكَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ نَعَمْ وَلَكَ ثُمَّ تلا هذه الآية (وَاسْتَغْفِرُ لذَنْبكَ وَالْمُؤْمِنِينَ وَالْمُؤْمِنَاتِ) – رَوَاهُ مُسْلِم
1843. Überliefert von Asim al-Ahwal über Abdullah ibn Sarjis. Er sagte: Ich sagte zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm: „O Gesandter Allahs, möge Allah dir deine Sünden vergeben.“ Er sagte: „Auch deine.“ Asim sagte: Ich sagte zu ihm, also zu Abdullah: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, hat für dich um Vergebung gebeten.“ Er sagte: „Ja, und auch für dich.“ Danach rezitierte er folgenden Vers (Übersetzung): „Und bitte um Vergebung für dich und für die gläubigen Männer und Frauen.“ (Sure Muhammad: 19)
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٨٤٤ – وَعَنْ أَبِي مَسْعُودٍ الْأَنْصَارِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِنَّ مِمَّا أَدْرَكَ النَّاسُ مِنْ كَلامِ النُّبُوَّةِ الْأُولَى إِذَا لَمْ تَسْتَحِ فَاصْنَعْ مَا شِئْتَ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1844. Überliefert von Abu Masud al-Ansari. Er sagte: Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Zu den Ermahnungen der früheren Propheten, die die Menschen erreicht haben, gehört: Wenn du dich nicht schämst, dann tu, was du willst.
Imam al-Buchari hat diesen Hadith überliefert.
١٨٤٥ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وسَلَّمَ أَوَّلُ مَا يُقْضَى بَيْنَ النَّاسِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ فِي الدِّمَاءِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ
1845. Überliefert von ʿAbdullāh ibn Masʿūd (r.a.). Er sagte: Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Am Tag der Auferstehung wird zuerst über das Verbrechen des Mordes unter den Menschen Gericht gehalten.
Imam al-Buchārī und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
١٨٤٦ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَتْ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ خُلِقَتِ الْمَلَائِكَةُ مِنْ نُورٍ وَخُلِقَ الْجَانُ مِنْ مَارِجٍ مِنْ نَارٍ وَخُلِقَ آدَمُ مِمَّا وصِفَ لَكُمْ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1846. Überliefert von ʿĀʾischa (r.a.). Sie sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Die Engel wurden aus Licht erschaffen, die Dschinn aus einer lodernden Flamme des Feuers, und Ādam (a.s.) wurde aus dem erschaffen, was euch beschrieben worden ist.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٨٤٧ – وَعَنْهَا قَالَتْ كَانَ خُلُقُ نَبِيِّ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الْقُرْآنَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ فِي جُمْلَةٍ حَدِيث طويل .
1847. Überliefert von ʿĀʾischa (r.a.). Sie sagte: Der Charakter und das Verhalten des Propheten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, waren ein praktisches Beispiel für den Koran.
Imam Muslim hat dies in einem langen Hadith überliefert.
١٨٤٨ – وَعَنْهَا قَالَتْ قَالَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ أَحَبُّ لِقَاءَ اللَّهِ احب اللهُ لِقَائَهُ وَمَنْ كَرِهَ لقَاءَ الله كَرَهُ اللَّهُ لِقَاءَهُ فَقُلْتُ يَا رَسُولَ اللَّهُ أَكْرَاهِيَةً الْمَوْتِ فكلنا نكرهُ الْمَوْتَ قَالَ ليس كذلك وَلَكِنَّ الْمُؤْمِنَ إِذَا بُشِّرَ بِرَحْمَةِ الله وَرِضْوَانِهِ وَجَنَّتِهِ أَحَبُّ لِقَاءَ اللهِ فَأَحَبُّ اللَّهُ لِقَاءَهُ وَإِنَّ الْكَافِرَ إِذَا بُشِّرَ بِعَذَابِ اللَّهِ وسخطه كره لقاء الله وَكَرِهَ اللهُ لِقَاءَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1848. Überliefert von ʿĀischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer es liebt, Allah zu begegnen, den liebt auch Allah zu begegnen. Und wer es nicht liebt, Allah zu begegnen, den liebt auch Allah nicht zu begegnen.“ Ich fragte: „O Gesandter Allahs! Bedeutet das, den Tod nicht zu mögen? Wenn dem so ist, mögen wir doch alle den Tod nicht.“ Er sagte: „Nein, so ist es nicht. Vielmehr liebt der Gläubige, wenn ihm die frohe Botschaft von Allahs Barmherzigkeit, Seiner Zufriedenheit und Seinem Paradies überbracht wird, die Begegnung mit Allah sehr, und Allah liebt auch seine Begegnung. Wenn dagegen dem Ungläubigen die frohe Botschaft von Allahs Strafe und Seinem Unwillen überbracht wird (?), mag er die Begegnung mit Allah nicht, und auch Allah mag seine Begegnung nicht.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٤٩ – وَعَنْ أَمِّ الْمُؤْمِنِينَ صَفِيَّةَ بِنْتِ حُبَي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا قَالَتْ كَانَ النَّبِيُّ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مُعْتَكفًا فَاتَيْتُهُ أَزُورَهُ لَيْلاً فَحَدَّثْتُهُ ثُمَّ قُمْتُ لَأَنْقَلِبَ فَقَامَ مَعِي لِيَقْلِبَنِي فَمَرَّ رَجُلانِ مِنَ الْأَنْصَارِ فَلَمَّا رَأَيَا النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَسْرَعَا فَقَالَ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَلَى رِسْلِكُمَا إِنَّهَا صَفِيَّةٌ بِنْتِ حُبَيٍّ فَقَالَا سُبْحَانَ اللهِ يَا رَسُولَ اللهِ فَقَالَ إِنَّ الشَّيْطَانَ يَجْرِي مِنْ ابْنِ آدَمَ مَجْرَى الدِّمِ وَإِنِّي خَشِيتُ أَنْ يَقْذَفَ فِي قُلُوبَكُمَا شَرَأَ أَوْ قَالَ شَيْئًا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1849. Überliefert von der Mutter der Gläubigen, Safiyya bint Huyayy ibn Akhtab (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie sagte: Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, befand sich im Iʿtikāf. Ich ging nachts zu ihm, um ihn zu besuchen. Nachdem ich mich mit ihm unterhalten hatte und aufstand, um zurückzugehen, begleitete auch er mich ein Stück. Inzwischen gingen zwei Männer von den Ansar diesen Weg entlang. Als sie den Propheten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sahen, gingen sie hastig weiter. Doch der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte zu ihnen: „Wartet kurz!“ Dann sagte er: „Das ist Safiyya bint Huyayy, meine Ehefrau.“ Sie riefen: „Subḥānallāh!“ – „Allah ist vollkommen erhaben“, o Gesandter Allahs! Er sagte: „Der Satan bewegt sich im Körper des Menschen wie das Blut in ihm. Ich befürchtete, dass der Satan in euren Herzen einen schlechten Gedanken hervorrufen könnte.“
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٨٥٠ – وَعَنْ أَبِي الْفَضْلِ الْعَبَّاسِ بْنِ عَبْدِ الْمُطَّلِبِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ شَهِدْتُ مَعَ رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَوْمَ حُنَيْنٍ فَلَزِمُتُ أَنَا وَأَبُو سُفْيَانَبن الْحَارِثِ ابْنِ عَبْدِ الْمُطَّلِبِ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَلَمْ نُفَارِقُهُ وَرَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَلَى بَغْلَةٍ لَهُ بَيْضَاءَ فَلَمَّا الْتَقَى الْمُسْلِمُونَ وَالْمُشْرِكُونَ وَلَى الْمُسْلِمُونَ مُدْبِرِينَ فَطَفِقَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَرْكُضُ بَغْلَتَهُ قِبَلَ الْكُفَّارِ وَأَنَا أَخِذُ بِلِجَامٍ بَغْلَةِ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ اكُفُهَا إِرَادَةَ أَن لا تُسْرِعَ وَأَبُو سُفْيَانَ أَخَذَ بِرِكَابِ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَي عَبَّاسُ نَادِ أَصْحَابَ السَّمْرَةِ قَالَ الْعَبَّاسُ وَكَانَ رَجُلاً صَيْتًا فَقُلْتُ بِأعْلَى صَوْتِي أَيْنَ أَصْحَابَ السَّمَرَةِ فَوَاللَّهِ لكَان عَطْفَتَهُمْ حِينَ سَمِعُوا صَوْتِي عَطْفَةُ الْبَقَرِ عَلَى أَوْلَادِهَا فَقَالُوا يَا لَبَّيْكَ يَا لبيك فَاقْتَتَلُوا هُمْ وَالْكُفَّارُ وَالدَّعْوَةُ فِي الْأَنْصَارِ يَقُولُونَ يَا مَعْشَرَ الْأَنْصَارِ يَا مَعْشَرَ الْأَنْصَارِ ثُمَّ قُصِرَتِ الدَّعْوَةُ عَلَى بَنِي الْحَارِثِ ابْنِ الْخَزْرَجِ فَنَظَرَ رَسُولُ الله صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَهُوَ عَلَى بَغْلَتِهِ كَالْمُتَطاول عَلَيْهَا إِلَى قِتَالِهِمْ فَقَالَ هذا حِينَ حَمِي الْوَطِيسُ ثُمَّ أَخَذَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ حَصَيَاتٍ فَرَمَى بهِنَّ وُجُوهَ الْكُفَّارِ ثُمَّ قَالَ انْهَزَمُوا وَرَبِّ مُحَمَّدٍ فَذَهَبَتُ انْظُرُ فَإِذَا الْقِتَالُ عَلَى هَيْئَتِهِ فِيمَا أَرَى فَوَاللَّهِ مَا هُوَ إِلَّا أَنْ رَمَاهُمْ بَحَصَيَاتِهِ فَمَا زِلْتُ أَرَى حَدَهُمْ كَلِيلاً وَآمُرَهُمْ مُدْيرًا – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1850. Überliefert von Abū al-Faḍl al-ʿAbbās ibn ʿAbd al-Muṭṭalib (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich war in der Schlacht von Hunain mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm. Ich und Abū Sufyān ibn al-Ḥārith ibn ʿAbd al-Muṭṭalib blieben dicht beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, und trennten uns niemals von ihm. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, ritt auf seinem weißen Maultier. Als der Kampf zwischen den Ungläubigen und den Muslimen begann, flohen die Muslime. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, trieb jedoch sein Maultier weiter auf die Ungläubigen zu. Ich hielt die Zügel des Maultiers des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, fest, damit es nicht zu schnell vorankam. Abū Sufyān hielt den Steigbügel des Maultiers des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „O ʿAbbās! Ruf diejenigen, die am Treueid von ar-Riḍwān teilgenommen haben.“ ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein) hatte eine laute Stimme. Er sagte: Ich rief mit lauter Stimme: „Wo sind diejenigen, die am Treueid von ar-Riḍwān teilgenommen haben?“ Bei Allah! Als sie meinen Ruf hörten, antworteten sie mit einer solchen Zuneigung und Anhänglichkeit, wie eine Kuh auf ihr gerade geborenes Kalb antwortet. Sie antworteten: „Wir sind hier, wir sind hier!“ und stürzten sich in den Kampf gegen die Ungläubigen. Zu dieser Zeit riefen alle auch die Ansar: „O Ansar, o Ansar!“ Danach wurde nur noch Banū al-Ḥārith ibn al-Khazraj gerufen. Zu dieser Zeit hob der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, auf seinem Maultier den Kopf und beobachtete den Verlauf der Schlacht. Er sagte: „Jetzt tobt der Kampf.“ Danach nahm der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, einige Steinchen auf, warf sie auf die Ungläubigen und sagte: „Bei dem Herrn Muhammads! Sie werden besiegt werden.“ Ich beobachtete den Verlauf der Schlacht und sah, dass sie wie zuvor weiterging. Doch bei Allah! Als er die Steinchen auf sie warf, sah ich, dass die Heftigkeit ihres Angriffs nachließ und sie schließlich besiegt wurden und den Rücken zur Flucht wandten.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٥١ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَيُّهَا النَّاسُ إِنَّ اللهَ طيب لا يَقْبَلُ الا طيبًا وَإِنَّ اللَّهَ أَمَرَ الْمُؤْمِنِينَ بِمَا أَمَرَ بِهِ الْمُرْسَلِينَ فَقَالَ تَعَالَى : يَا أَيُّهَا الرُّسُلُ كُلُوا مِنَ الطَّيِّبَاتِ وَاعْمَلُوا صالحا . وَقَالَ تَعَالَى : يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا كُلُوا مِنْ طَيِّبَاتِ مَا رَزَقْنَاكُمْ ثُمَّ ذكر الرجل يُطِيلُ السَّفَرَ أَشْعَتْ أَغْبَرَ يَمُدُّ يَدَيْهِ إِلَى السَّمَاءِ يَا رَبِّ يَا رَبِّ وَمَطْعَمُهُ حَرَامٌ وَمَشْرَبُهُ حَرَامٌ وَمَلْبَسُهُ حَرَامَ وَغَذِيَ بِالْحَرَامِ فَأَنَّى يُسْتَجَابُ لِذلِكَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1851. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er berichtet, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: „O ihr Menschen! Allah ist rein, und Er nimmt nur Reines an. Allah hat den Gesandten befohlen, was Er auch den Gläubigen befohlen hat. Er sagte: ‚O ihr Gesandten! Esst von den reinen Dingen und tut rechtschaffene Werke. Wahrlich, Ich weiß genau, was ihr tut.‘“ (Sure al-Mu’minun). Allah, der Erhabene, sagte außerdem: „O ihr, die ihr glaubt! Esst von den reinen Dingen, mit denen Wir euch versorgt haben.“ (Sure al-Baqara: 172). Danach erwähnte er einen Mann, der eine lange Reise zurückgelegt hat und daher zerzaust und staubbedeckt ist. In diesem Zustand streckt er seine beiden Hände zum Himmel und sagt: „O mein Herr, o mein Herr!“ Doch was er isst, ist haram, was er trinkt, ist haram, was er trägt, ist haram, und mit einem Wort: Alles, wovon er lebt, ist haram. Wie sollte also sein Bittgebet erhört werden?
Imam Muslim überliefert diesen Hadith.
١٨٥٢ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ثَلَاثَةٌ لَا يُكَلِّمُهُمُ اللَّهُ يوْمَ الْقِيَامَةِ وَلا يُزَكِّيهِمْ وَلا يَنظُرُ اليهم وَلَهُمْ عَذَابٌ الهُمَّ شَيْخٌ زَانٍ وَمَلكَ كَذَابٌ وَعَائِلٌ مُسْتَكْبِرُ – رَوَاهُ مُسْلِمُ الْعَائِلُ الْفَقِيرُ.
1852. Überliefert von Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: „Zu drei Arten von Menschen wird Allah am Tag der Auferstehung nicht sprechen, sie nicht läutern und sie nicht ansehen; für sie gibt es eine schmerzhafte Strafe. Es sind: ein alter Ehebrecher, ein lügnerischer Herrscher und ein hochmütiger Armer.“ Imam Muslim überlieferte diesen Hadith. Das Wort „J“ bedeutet „Faqīr“.
١٨٥٣ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ سَبْحَانُ وَجَيْحَانُ والْفُرَاتُ وَالنَّيْلُ كُلُّ مِنْ أَنْهَارِ الْجَنَّةِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1853. Von Abu Huraira (r.a.) wird überliefert. Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Saihan (Sihun), Jaihan (Jihun), der Euphrat und der Nil sind die vier Flüsse des Paradieses.
Imam Muslim hat diesen Hadith überliefert.
١٨٥٤ – وَعَنْهُ قَالَ أَخَذَ رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بِيَدِي فَقَالَ خَلَقَ اللَّهُ التربة يَوْمَ السَّبْتِ وَخَلَقَ فِيهَا الْجِبَالَ يَوْمَ الْأَحَدِ وَخَلَقَ الشَّجَرَ يَوْمَ الْاثْنَيْنِ وخَلَقَ المكروه يَوْمَ الثلاثاء وَخَلَقَ النُّورَ يَوْمَ الْأَرْبِعَاءِ وَبَثَّ فِيهَا الدَّوَابِ يَوْمَ الْخَمِيسِ وَخَلَقَ آدَمَ عَلَيْهِ السَّلامُ بَعْدَ الْعَصْرِ مِنْ يَوْمِ الْجُمُعَةِ فِي آخِرِ الْخَلْقِ فِي آخِرِ سَاعَةٍ مِنَ النَّهَارِ فِيمَا بَيْنَ الْعَصْرِ إِلَى اللَّيْلِ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1854. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, nahm meine Hand und sagte: „Allah erschuf die Erde am Samstag, erschuf darin am Sonntag die Berge, erschuf am Montag die Pflanzen, erschuf am Dienstag die schädlichen Dinge, erschuf am Mittwoch das Licht, erschuf am Donnerstag die Lebewesen und erschuf Adam, Allahs Frieden sei auf ihm, am Freitag in der letzten Stunde zwischen Asr und Abend, gegen Ende der Schöpfung.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٥٥ – وَعَنْ أَبِي سُلَيْمَانَ خَالِدِ بْنِ الْوَلِيدِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ لَقَدِ انْقَطَعَتْ فِي يَدِي يَوْمَ مُؤْتَهُ تِسْعَةُ أَسْبَابِ فَمَا بَقِي فِي يَدِى الأَصَفِيحَةٌ يَمَانِيَةً رَوَاهُ الْبُخَارِي
1855. Überliefert von Abu Sulayman Khalid ibn al-Walid (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Am Tag der Schlacht von Mu’ta zerbrachen in meiner Hand neun Schwerter.¹ Zuletzt blieb in meiner Hand nur noch ein jemenitisches Schwert übrig. (Anmerkung: Im achten Jahr der Hidschra (629 n. Chr.) begann die Schlacht von Mu’ta, nachdem der byzantinische Statthalter Schurahbil einen muslimischen Gesandten am syrischen Grenzgebiet, an einem Ort namens Mu’ta, zu Unrecht getötet hatte. In dieser Schlacht fielen nacheinander drei muslimische Befehlshaber als Märtyrer: Zaid ibn Haritha, Ja’far at-Tayyar und Abdullah ibn Rawaha. Nachdem der große Held Khalid das Kommando übernommen hatte, wendete sich der Verlauf der Schlacht, und die Muslime erlangten Sicherheit. Von Khalids grenzenloser Tapferkeit in dieser Schlacht beeindruckt, verlieh ihm der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, den Beinamen „Sayfullah“, das heißt „Schwert Allahs“.)
Imam al-Bukhari überlieferte diesen Hadith.
١٨٥٦ – وَعَنْ عَمْرِو بْنِ الْعَاصِ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّهُ سَمِعَ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ إِذا حَكَمَ الْحَاكِمُ فَاجْتَهَدَ ثُمَّ أَصَابَ فَلَهُ أَجْرَانِ وَإِنْ حَكَمَ وَاجْتَهَدَ فَأَخْطَأَ فَلَهُ أَجْرٌ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1856. Überliefert von Amr ibn al-As (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Wenn ein Richter bei der Urteilsfindung einen Idschtihad (gründliche Überlegung) vornimmt und zu einer richtigen Entscheidung gelangt, erhält er zwei Belohnungen; wenn er sich bei seinem Idschtihad irrt, erhält er eine Belohnung.
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٨٥٧ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ الْحُمَّى مِنْ فَيْحِ جَهَنَّمَ فَأَبْرِدُوهَا بِالْمَاءِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1857. Überliefert von Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Das Fieber ist ein Teil der gewaltigen Hitze der Hölle. Kühlt es mit Wasser.“ Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۵۸ – وَعَنْهَا عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ مَنْ مَاتَ وَعَلَيْهِ صَوْمٌ صَامَ عَنْهُ وَلِيه – متفق عليه.
1858. Überliefert von Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wenn jemand stirbt, während er noch verpflichtende Fastentage nachzuholen hat, soll sein Erbe oder Vormund diese an seiner Stelle fasten.“ [Anmerkung: Wenn jemand aus einem von der Scharia anerkannten Grund das verpflichtende Fasten bricht, aber stirbt, bevor er die versäumten Tage nachholen konnte, besteht unter den Imamen Meinungsverschiedenheit darüber, ob seine Erben an seiner Stelle fasten dürfen. Aufgrund dieses Hadiths hielt Imam Ahmad ibn Hanbal (Allah erbarme sich seiner) es für zulässig, dass andere für den Verstorbenen fasten. Im Gegensatz dazu vertraten Imam Abu Hanifa, Imam Malik und Imam asch-Schafi‘i (Allah erbarme sich ihrer) aufgrund eines anderen Hadiths des Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) die Ansicht, dass eine Sühneleistung zu entrichten sei, nämlich die Speisung eines Bedürftigen. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Wenn jemand stirbt, während er noch Fastentage nachzuholen hat, soll für jeden Tag an seiner Stelle ein Bedürftiger gespeist werden.“ Abdullah ibn Umar (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) sagte: „Niemand kann für einen anderen fasten oder für ihn beten.“ Andererseits erlaubte der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) einem Mann, anstelle seiner Mutter zu fasten. Da über das Fasten des Verstorbenen beide Arten von Hadithen überliefert sind, kam es unter den Imamen zu dieser Meinungsverschiedenheit (Anmerkung des Übersetzers).]
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. Imam an-Nawawi (Allah erbarme sich seiner) sagte: „Nach diesem Hadith ist die beste Vorgehensweise folgende: Wenn jemandes verpflichtendes Fasten aus irgendeinem Grund versäumt wurde und er stirbt, bevor er es nachholen konnte, ist es zulässig, dass seine Vormünder diese Fastentage für ihn nachholen. Mit Vormündern sind hier nahe Verwandte gemeint, unabhängig davon, ob sie Erben des Verstorbenen sind oder nicht.“
١٨٥٩ – وَعَنْ عَوْفِ بْنِ مَالِكِ بْنِ الطَّفَيْلِ أَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ حُدِثَتُ أنَّ عَبْدَ اللهِ بْنَ الزُّبَيْرِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ فِي بَيْعِ أَوْ عَطَاء أَعْطَتُهُ عَائِشَةُ والله لتنتهينْ عَائِشَةُ أَوْ لَاحْجُرَنَّ عَلَيْهَا قَالَتْ أَهُوَ قَالَ هُذَا قَالُوا نَعَمُ قَالَتْ هُوَ للَّهِ عَلَى نَذر أن لا أَكَلَّمَ ابْنَ الزُّبَيْرِ أَبَدًا فَاسْتَشْفَعَ ابْنُ الزُّبَيْرِ إِلَيْهَا حِينَ طَالَتِ الهجرة فقالت لا والله لا أشفَعُ فِيهِ أبدا ولا أَتَحَنَّثُ إِلَى نَدْرِي فَلَمَّا طَالَ ذَلِكَ علَى ابْنِ الزُّبَيْرِ كَلَّمَ الْمِسْوَرَ بْنَ مَخْرَمَةَ وَعَبْدَ الرَّحْمَنِ بْنَ الْأَسْوَدِ بْنِ عَبْدِ يَغُوْثَ وقَالَ لَهُمَا انْشُدُكُمَا اللَّهَ لَمَا أَدْخَلْتُمَانِي عَلَى عَائِشَةَ فَإِنَّهَا لَا يَحِلُّ لَهَا أَنْ تنذِرَ قَطِيعَتِي فَأَقْبَلَ بِهِ الْمِسْوَرُ وَعَبْدُ الرَّحْمَنِ حَتَّى اسْتَأْذَنَا عَلَى عَائِشَةَ فَقَالَا السلام عَلَيْكَ وَرَحْمَةُ الله وَبَرَكاتُهُ انَدْخُلُ قَالَتْ عَائِشَةُ أَدْخُلُوا قَالُوا كُلْنَا ؟ قَالَتْ نَعَمْ ادْخُلُوا كُلُّكُمْ وَلَا تَعْلَمُ أَنَّ مَعَهُمَا ابْنَ الزُّبَيْرِ فَلَمَّا دَخَلُوا دَخَلَ ابْنُ الزُّبَيْرِ الحِجَاب فَاعْتَنَقَ عَائِشَة وطفق يناشدها ويبكى وطفق المشور وعبد الرحمن يناشد انها الأكلمَتَهُ وَقَبلَتْ مِنْهُ وَيَقُولان أن النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ نَهَى عَمَّا قَدْ عَلِمْت مِنَ الهجرة ولا يَحِلُّ لِمُسْلِم أن يُهْجَرَ أَخَاهُ فَوْقَ ثَلاثَ لَيَالٍ فَلَمَّا اكْثَرُوا عَلَى عَائِشَةَ مِنَ التذكرة والتخريج طَفِقَتُ تُذكِّرُهُمَا وَتَبْكِي وَتَقُوْلُ إِنِّي نذرت والنذر شَدِيدٌ فَلَمْ يَزَالاً بِهَا حَتَّى كَلمَت ابن الزبير وَاعْتَقَتْ فِي نَذْرِهَا ذلِكَ أَرْبَعِينَ رَقَبَةً وَكَانَتْ تَذْكُرُ نَذَرَهَا بَعْدَ ذَلِكَ فَتَبْكِي حَتَّى تَبَلْ دُمُوعُهَا خمَارَهَا رَوَاهُ الْبُخَارِي.
1859. Überliefert von Auf ibn Malik ibn at-Tufail (Allah erbarme sich seiner). Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr) wurde mitgeteilt, dass Abdullah ibn az-Zubair (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) über den Verkauf ihrer Besitztümer oder über ein Geschenk, das sie ihm gemacht hatte, gesagt hatte: „Bei Allah, Aischa muss davon ablassen. Andernfalls werde ich sie daran hindern, auf diese Weise Geld auszugeben.“ Als Aischa dies hörte, sagte sie: „Hat er das wirklich gesagt?“ Die Leute sagten: „Ja.“ Da sagte sie: „Bei Allah, ich schwöre, dass ich niemals wieder mit Abdullah ibn az-Zubair sprechen werde.“ Nachdem die beiden lange Zeit nicht miteinander gesprochen hatten, schickte Abdullah ibn az-Zubair Menschen zu ihr, um Fürsprache einzulegen. Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr) sagte jedoch: „Bei Allah, ich werde in dieser Angelegenheit keine Fürsprache annehmen und meinen Schwur nicht brechen.“ Als die Angelegenheit für Abdullah ibn az-Zubair (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) bedrückend wurde, besprach er sie mit al-Miswar ibn Makhrama und Abdurrahman ibn al-Aswad ibn Abd Yaghuth. Er sagte zu ihnen: „Ich beschwöre euch bei Allah: Bringt mich zu Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr). Denn es ist für sie nicht erlaubt, auf einem Schwur zu beharren, durch den sie den Verwandtschaftsbund mit mir abbricht.“ Al-Miswar und Abdurrahman gingen mit ihm, den sie unter einem Umhang verborgen hatten, zum Haus von Aischa. Sie baten um Einlass und sagten: „As-salamu alaiki wa rahmatullahi wa barakatuhu (Friede, Allahs Barmherzigkeit und Sein Segen seien mit dir). Dürfen wir eintreten?“ Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr) sagte: „Kommt herein.“ Sie fragten: „Sollen wir alle hereinkommen?“ Sie sagte: „Ja, kommt alle herein.“ Sie wusste nicht, dass sich Abdullah ibn az-Zubair bei ihnen befand. Als sie eingetreten waren, ging Abdullah ibn az-Zubair (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm) zu Aischa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihr), legte seinen Arm um ihren Hals, beschwor sie bei Allah und begann zu weinen. Auch al-Miswar und Abdurrahman beschworen sie bei Allah, mit ihm zu sprechen und ihm seinen Fehler zu verzeihen. Sie sagten: „Du weißt, dass der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verboten hat, die Verwandtschaftsbande zu durchtrennen. Er sagte außerdem: ‚Für keinen Muslim ist es erlaubt, den Gruß und das Gespräch mit seinem muslimischen Bruder länger als drei Tage einzustellen.‘“ Als beide sie immer wieder an die heilige Verbindung der Verwandtschaft erinnerten und weinten, sagte sie: „Ich habe einen festen Schwur geleistet.“ Doch die beiden baten sie weiterhin inständig. Schließlich sprach sie mit Abdullah ibn az-Zubair. Als Sühne für den Bruch dieses Schwurs ließ sie vierzig Sklaven frei. Später weinte sie jedes Mal so sehr, wenn sie sich an ihren Schwur erinnerte, dass ihr Schleier von ihren Tränen durchnässt wurde. Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
١٨٦٠ – والأمواتِ ثُمَّ طَلَعَ إِلَى الْمِنْبَرِ فَقَالَ إِنِّي بَيْنَ أَيْدِيكُمْ فَرَطٌ وَأَنَا شَهِيدٌ عَلَيْكُمْ وَإِنْ مَوْعِدُكُمُ الْخَوضُ وَإِنِّي لَأَنْظُرُ إِلَيْهِ مِنْ مَقَامى هذا إِلَّا وَإِنِّي لَسْتُ أَخْشَى عَلَيْكُمْ أن تُشْرِكُوا وَلَكِنْ أَخْشَى عَلَيْكُمُ الدُّنْيَا أَنْ تَنَافَسُوهَا قَالَ فَكَانَتْ أُخِرَ نَظْرَةٍ نَظَرْتُهَا إِلَى رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ، مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ، وَفِي رِوَايَةٍ وَلَكِنِّي اخشى عَلَيْكُمُ الدُّنْيَا أَنْ تَنَافَسُوا فِيهَا وَتَقْتَتِلُوا فَتَهْلِكُوا كَمَا هَلَكَ مَنْ كَانَ قَبْلِكُمْ قَالَ عُقْبَةُ فَكَانَ آخِرَ مَا رَأَيْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ عَلَى المنبر. وفي روايةٍ قَالَ إِنِّي فَرَط لكم وأنا شَهِيدٌ عَلَيْكُمْ وَإِنِّي وَاللَّهِ لَأَنْظُرُ إِلَى حوضِي الْآنَ وَإِنِّي أَعْطَبْتُ مَفَاتِيحَ خَزَائِنِ الْأَرْضِ أَوْ مَفَاتِيحَ الْأَرْضِ وَأَنِّي وَاللَّهِ مَا أَخَافُ عَلَيْكُمْ أَنْ تُشْرِكُوا بَعْدِى وَلَكِنْ أَخَافُ عَلَيْكُمْ أَنْ تَنَافَسُوا فِيهَا -وَالْمُرَادُ بِالصَّلاةِ عَلَى قَتْلى أحد الدُّعَاءُ لَهُمْ لَا الصَّلاةُ الْمَعْرُوفَةُ .
1860. Überliefert von ʿUqba ibn ʿĀmir – möge Allah mit ihm zufrieden sein: Der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – ging, um die Gräber der Märtyrer der Schlacht von Uhud zu besuchen. Acht Jahre später sprach er für sie ein Bittgebet, wie ein Abschiednehmender für die Lebenden und die Verstorbenen ein Bittgebet spricht. Danach kam er zurück, bestieg die Kanzel und sagte: „Ich gehe euch voraus, und ich werde für euch Zeugnis ablegen. Und unser Versprechen ist, dass wir uns am Gewässer namens al-Kawthar treffen werden. Wahrlich, ich kann es von diesem meinem Platz aus sehen. Ich fürchte nicht um euch, dass ihr wieder dem Schirk verfallen werdet; vielmehr fürchte ich, dass ihr euch den Genüssen und dem Wohlleben dieser Welt hingeben werdet.“ ʿUqba ibn ʿĀmir – möge Allah mit ihm zufrieden sein – sagte: „Dies war das letzte Mal, dass ich den Gesandten Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – sah.“
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung heißt es, dass er sagte: „Vielmehr fürchte ich, dass ihr euch den Genüssen dieser Welt hingeben, gegeneinander kämpfen und dadurch wie die Menschen vor euch zugrunde gehen werdet.“ ʿUqba – möge Allah mit ihm zufrieden sein – sagte: „Dies war das letzte Mal, dass ich den Gesandten Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – auf der Kanzel sah.“ In einer anderen Überlieferung heißt es, dass der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – sagte: „Ich gehe euch voraus und werde für euch Zeugnis ablegen. Bei Allah! Ich sehe jetzt gerade mein Kawthar-Becken. Mir wurden die Schlüssel zu den Schätzen der Erde gegeben – oder er sagte: die Schätze der Erde. Bei Allah! Ich fürchte gewiss nicht, dass ihr nach meinem Fortgang dem Schirk verfallen werdet. Doch ich fürchte, dass ihr euch in die Begierden und das Verlangen nach dieser Welt verstricken werdet.“ Imām an-Nawawī – möge Allah ihm gnädig sein – sagte: „Das in diesem Hadith erwähnte Gebet für die Märtyrer der Schlacht von Uhud bedeutet ein Bittgebet.“
١٨٦١ – وَعَنْ أَبِي زَيْدٍ عَمْرِو بْنِ اخْطَبَ الْأَنْصَارِي رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ قَالَ صَلَّى بنا رَسُولُ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ الْفَجْرَ وَصَعِدَ الْمِنْبَرَ فَخَطَبَنَا حَتَّى حَضَرَتِ الظَّهْرُ فَنَزَلَ فَصَلَّى ثُمَّ صَعِدَ الْمِنْبَرَ حَتَّى حَضَرَتِ الْعَصْرُ ثُمَّ نَزَلَ فَصَلَّى ثُمَّ صَعِدَ الْمِنْبَرَ حَتَّى غَرَبَتِ الشَّمْسُ فَأَخْبَرَنَا مَا كَانَ وَمَا هُوَ كَائِنٌ فَاعْلَمُنَا احْفَظْنَا رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1861. Überliefert von Abū Zaid ʿAmr ibn Akhtab al-Anṣārī – möge Allah mit ihm zufrieden sein. Er sagte: Der Gesandte Allahs – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – verrichtete mit uns das Morgengebet. Danach bestieg er die Kanzel und hielt eine Ansprache an uns, bis die Zeit des Mittagsgebets eintrat. Er stieg von der Kanzel herab und verrichtete das Mittagsgebet. Danach bestieg er wieder die Kanzel und setzte seine Ansprache fort, bis die Zeit des Nachmittagsgebets eintrat. Er stieg von der Kanzel herab und verrichtete das Nachmittagsgebet. Anschließend bestieg er erneut die Kanzel und hielt bis zum Sonnenuntergang eine Ansprache. Er unterrichtete uns über alles, was in der Welt geschehen war und was geschehen würde. Der Gelehrteste unter uns war in der Lage, sich dies am besten zu merken.
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٦٢ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ نَذَرَ أَنْ يُطِيعَ اللَّهَ فَلْيُطِعْهُ وَمَنْ نَذَرَ أَنْ يَعْصِيَ اللَّهَ فَلَا يَعْصِهِ روَاهُ الْبُخَارِي.
1862. Überliefert von ʿĀʾischa – möge Allah mit ihr zufrieden sein. Sie sagte: Der Prophet – Allahs Segen und Frieden seien auf ihm – sagte: „Wer gelobt hat, Allah gehorsam zu sein, soll dieses Gelübde erfüllen. Wer aber gelobt hat, Allah ungehorsam zu sein, soll Ihm nicht ungehorsam sein.“
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
١٨٦٣ – وَعَنْ أَمْ شَرِيكَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَمَرَهَا بِقَتْلِ الْأَوْزَاعِ وَقَالَ كَانَ يَنْفُخُ عَلَى إِبْرَاهِيمَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1863. Überliefert von Umm Scharik (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, befahl ihr, den Gecko¹ zu töten. Dschili sagte: Der Gecko hatte auf das Feuer geblasen, in das Ibrahim, Friede sei mit ihm, geworfen worden war.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٨٦٤ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولَ اللهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ قَتَلَ وَزَعَةً فِي أُولِ ضَرْبَةٍ فَلَهُ كَذَا وَكَذَا حَسَنَةٌ وَمَنْ قَتَلَهَا فِي الضَّرْبَةِ الثانية فله كذا وكذا حَسَنَةً دُونَ الأولى وَإِن قَتَلَهَا فِي الضَّرْبَةِ الثَّالِثَةِ فَلَهُ كَذَا وكذا حسنة، وفي رواية من قتل ودعا في أول ضَرْبَةٍ كُتِبَ لَهُ مَائَةُ حَسَنَةٍ وَفِي الثَّانِيَةِ دُونَ ذَلِكَ وَفِي الثَّالِثَةِ دُونَ ذَلِكَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ قَالَ أَهْلُ اللُّغَةِ الْوَزَعُ الْعِظَامُ مِنْ سَامِ أَبْرَضَ.
1864. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer den Gecko mit dem ersten Schlag töten kann, erhält dafür so und so viel Belohnung. Wer ihn mit dem zweiten Schlag töten kann, erhält dafür so und so viel Belohnung, jedoch weniger als bei dem ersten Schlag. Wer ihn mit dem dritten Schlag töten kann, erhält dafür ebenfalls so und so viel Belohnung. In einer anderen Überlieferung heißt es: Wer den Gecko mit dem ersten Schlag töten kann, dem werden hundert Belohnungen gutgeschrieben; beim zweiten Schlag ist es weniger, und beim dritten Schlag ist es noch weniger als beim zweiten. Anmerkung: 1. Der Gecko ist ein giftiges Tier, das größer als eine Eidechse ist. In unserem Land ist es unter dem Namen „Blutsauger“ bekannt. Als die Truppen Nimruds Ibrahim, Friede sei mit ihm, ins Feuer warfen, blies dieses Tier in das Feuer (Anmerkung des Übersetzers).
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٦٥ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ قَالَ رَجُلٌ لَا تَصَدِّقَنَ بِصَدَقَةٍ فَخَرَجَ بِصَدَقَتِهِ فَوَضَعَهَا فِي يَدِ سَارِقٍ فَأَصْبَحُوا يَتَحَدِّثُونَ تُصْدِقَ عَلَى سَارِقِ فَقَالَ اللَّهُمَّ لَكَ الْحَمْدُ لَا تَصَدِّقَنَّ بِصَدَقَةٍ فَخَرَجَ بصدقته فوَضَعَهَا فِي يَدِ زَانِيَةٍ فَأَصْبَحُوا يَتَحَدِّثُونَ تُصْدِقَ اللَّيْلَةَ عَلَى زانيَةٍ فَقَالَ اللَّهُمَّ لَكَ الْحَمْدُ عَلَى زَانِيَةٍ لَا تَصَدِّقَنَّ بِصَدَقَةٍ فَخَرَجَ بِصَدَقَتِهِ فَوَضَعَهَا فِي يَدِ غَنِي فَاصْبَحُوا يَتَحَدِّثُونَ تُصْدِقَ عَلَى عَنِي فَقَالَ اللَّهُمَّ لَكَ الْحَمْدُ عَلَى سَارِقٍ وَعَلَى زَانِيَةٍ وَعَلَى غَنِي فَأَتِي فَقِيلَ لَهُ أَمَّا صَدَقَتُكَ عَلَى سارق فَلَعَلَهُ أَنْ يَسْتَعِفُ عَنْ سَرقته وأما الزَّانِيَةُ فَلَعَلَّهَا تَسْتَعِفُ عَنْ زِنَاهَا وأما الْغَنِيُّ فَلَعَهُ أَنْ يَعْتَبِرَ فَيُنْفِقَ مِمَّا أَتَاهُ اللَّهُ – رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ بِلَفْظِهِ بِمَعْنَاهُ.
1865. Überliefert von Abū Huraira (Allah sei mit ihm zufrieden). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Ein Mann sagte: „Ich werde ganz gewiss etwas als Almosen geben.“ Er nahm seine Almosengabe mit und gab sie einem Dieb. Am nächsten Morgen begannen die Leute zu sagen: „Letzte Nacht wurde einem Dieb ein Almosen gegeben.“ Da sagte derjenige, der das Almosen gegeben hatte: „O Allah, Dir gebührt alles Lob! Ich werde ganz gewiss noch etwas als Almosen geben.“ Er nahm seine Almosengabe mit und gab sie einer Ehebrecherin. Am nächsten Morgen begannen die Leute zu sagen: „Letzte Nacht wurde einer Ehebrecherin ein Almosen gegeben.“ Da sagte derjenige, der das Almosen gegeben hatte: „O Allah, Dir gebührt alles Lob! Mein Almosen ist bei einer Ehebrecherin gelandet. Ich werde ganz gewiss noch mehr als Almosen geben.“ Er nahm seine Almosengabe mit und gab sie einem reichen Mann. Am nächsten Morgen begannen die Leute zu sagen: „Letzte Nacht wurde einem reichen Mann ein Almosen gegeben.“ Da sagte derjenige, der das Almosen gegeben hatte: „O Allah, Dir gebührt alles Lob! Mein Almosen ist bei einem Dieb, einer Ehebrecherin und einem reichen Mann gelandet.“ Daraufhin wurde diesem Mann gesagt: „Du hast einem Dieb ein Almosen gegeben; vielleicht wird er vom Diebstahl ablassen. Du hast einer Ehebrecherin ein Almosen gegeben; vielleicht wird sie von ihrer schlechten Tat ablassen. Und du hast einem reichen Mann ein Almosen gegeben; hoffentlich wird er daraus eine Lehre ziehen und von dem ausgeben, womit Allah ihn versorgt hat.“
Imam al-Buchārī überlieferte den Hadith mit dem genannten Wortlaut, und Imam Muslim mit einem sinngemäß ähnlichen Wortlaut.
١٨٦٦ – وَعَنْهُ قَالَ كُنَّا مَعَ رَسُولِ اللهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي دَعْوَةٍ فَرَفَعَ اليه الذراع وَكَانَتْ تُعْجِبُهُ فَنَهَى مِنْهَا نَفْسَهُ وَقَالَ أَنَا سَيِّدُ النَّاسِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ هَلْ تَدْرُونَ مِمَّا ذَاكَ يَجْمَعُ اللَّهُ الْأَوَّلِينَ وَالْآخِرِينَ فِي صَعِيدٍ وَاحِدٍ فَيُبْصِرُهُمُالناظر وَيُسْمِعُهُمُ الدَّاعِى وَتَدْنُو مِنْهُمُ الشَّمْسُ فَيَبْلُغُ النَّاسُ مِنَ الْغَمِّ وَالْكَرْبِ ما لا يُطِيقُونَ وَلا يَحْتَمِلُونَ فَيَقُولُ النَّاسُ الا تَرَوْنَ إِلَى مَا أَنْتُمْ فِيهِ إِلَى مَا بَلَغَكُم إِلا تَنْظُرُونَ مَن يُشْفَعُ لَكُم إِلى رَبِّكُمْ فَيَقُولُ بَعْضُ النَّاسِ لِبَعْضِ أَبُوكُمْ ادم وَيَأْتُونَهُ فَيَقُولُونَ يَا آدَمُ أَنتَ أَبُو الْبَشَرِ خَلَقَكَ اللَّهُ بِيَدِهِ وَنَفَخَ فِيْكَ مِنْ رُوحِهِ وامر الملائِكَةَ فَسَجَدُوا لك واشكنكَ الْجَنَّةَ أَلا تَشْفَعُ لَنَا إِلَى رَبِّكَ أَلا تَرَى مَا نَحْنُ فِيهِ وَمَا بَلغنا فَقَالَ إِنَّ رَبِّي غَضِبَ عَضَبًا لَمْ يَغْضَبْ قَبْلَهُ مِثْلَهُ وَلَا يَغْضَبُ بَعْدَهُ مِثْلَهُ وَإِنَّهُ نَهَانِي عَنِ الشَّجَرَةِ فَعَصَيْتُ نَفْسِي نَفْسِي نَفْسِي اذْهَبُوا إِلَى غَيْرِي اذْهَبُوا إِلَى نُوحٍ فَيَأْتُونَ نُوحًا فَيَقُولُونَ يَا نُوحُ أَنْتَ أَولُ الرُّسُلِ إِلَى أَهْلِ الْأَرْضِ وَقَدْ سَمَاكَ اللهُ عَبْدًا شَكُورًا الا تَرَى إِلَى مَا نَحْنُ فِيْهِ إِلا تَرَى إِلَى مَا بلغنا الا تَشْفَعُ لَنَا إِلى رَبِّكَ فَيَقُولُ إِنَّ رَبِّي غَضِبَ الْيَوْمَ غَضَبًا لَمْ يَغْضَبُ قَبْلَهُ مثله ولن يغضَبَ بَعْدَهُ مِثْلَهُ وَإِنَّهُ قَدْ كَانَتْ لِي دَعْوَةٌ دَعَوْتُ بِهَا عَلَى قَوْمِي نَفْسِي نَفْسِي نَفْسِي اذْهَبُوا إِلَى غَيْرِي اذْهَبُوا إِلَى إِبْرَاهِيمَ فَيَأْتُونَ إِبْرَاهِيمَ فَيَقُولُونَ يَا إِبْرَاهِيمُ أَنْتَ نَبِيُّ اللهِ وَخَلِيْلَهُ مِنْ أَهْلِ الْأَرْضِ اشْفَعْ لَنَا إِلَى رَبِّكَ أَلَا ترى إلى مَا نَحْنُ فِيهِ فَيَقُولُ لَهُمْ إِنَّ رَبِّي قَدْ غَضِبَ الْيَوْمَ غَضَبًا لَمْ يَغْضَبْ قَبْلَهُ مثله ولن يغضَبَ بَعْدَهُ مِثْلَهُ وَإِنِّي كُنتُ كَذَبْتُ ثَلاثَ كَذَبَات نَفْسِي نَفْسِي نَفْسِي اذْهَبُوا إِلَى غَيْرِي اذْهَبُوا إِلى مُوسَى فَيَأْتُونَ مُوسَى فَيَقُولُونَ يَا مُوسَى انتَ رَسُولُ الله فضلك الله برسالاته وبكلامه عَلَى النَّاسِ اشْفَعْ لَنَا إِلَى رَبِّكَ الا ترى إلى مَا نَحْنُ فِيهِ فَيَقُولُ إِنْ رَبِّي قَدْ غَضِبَ الْيَوْمَ غَضَبًا لَمْ يَغْضَبْ قَبْلَهُ مثله ولَنْ يَغْضَبَ بَعْدَهُ مِثْلَهُ وَأَنِّي قَدْ قَتَلْتُ نَفْسًا لَمْ أَوْمَرْ بِقَتْلِهَا نَفْسِي نَفْسِي نَفْسِي اذْهَبُوا إِلَى غَيْرِي اذْهَبُوا إِلَى عِيسَى فَيَأْتُونَ عَيْسَى فَيَقُولُونَ يَا عِيسَى أنتَ رَسُولُ اللهِ وَكَلِمَتُهُ الْقَاهَا إِلى مَرْيَمَ وَرُوحٌ مِنْهُ وَكَلَّمْتَ النَّاسَ فِي الْمَهْدِاشفع لنا إلى رَبِّكَ أَلا ترى إلى مَا نَحْنُ فِيهِ فَيَقُولُ عِيسَى إِنَّ رَبِّي قَدْ غَضِبَ الْيَوْمَ غَضَبًا لَمْ يَغْضَبْ قَبْلَهُ مِثْلَهُ وَلَنْ يَغْضَبَ بَعْدَهُ مِثْلَهُ وَلَمْ يَذْكُرُ ذَنْبًا نَفْسِي نَفْسِي نَفْسِي اذْهَبُوا إِلَى غَيْرِي اذْهَبُوا إِلَى مُحَمَّدٍ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ، وَفِي روايَةٍ فَيَأْتُونِي فَيَقُولُونَ يَا مُحَمَّدٌ أَنْتَ رَسُولُ اللَّهِ وَخَاتَمُ الْأَنْبِيَاءِ وَقَدْ غَفَرَ اللَّهُ لكَ مَا تَقَدِّمَ مِنْ ذَنْبِكَ وَمَا تَأَخَّرَ اشْفَعْ لَنَا إِلَى رَبِّكَ أَلَا تَرَى إِلَى مَا نَحْنُ فِيْهِ فَانْطَلِقُ فَاتِي تَحْتَ الْعَرْشِ فَاقَعُ سَاجِدًا لِرَبِّي ثُمَّ يَفْتَحُ اللَّهُ عَلَى مِنْ مَحَامِدِهِ وَحُسْنِ الثناء عَلَيْهِ شَيْئًا لَمْ يَفْتَحُهُ عَلَى أَحَدٍ قَبْلِي ثُمَّ يُقَالُ يَا مُحَمَّدُ ارْفَعْ رَأْسَكَ سَلْ تُعْطَهُ وَاشْفَعْ تُشَفَعُ فَارْفَعُ رَأْسِي فَاقُوْلُ أُمَّتِي يَا رَبِّ أَمْنِي يَا رَبِّ فَيُقَالُ يَا مُحَمَّدُ أَدْخِلُ مِنْ أُمَّتِكَ مَنْ لا حِسَابَ عَلَيْهِمْ مِنَ الْبَابِ الْأَيْمَنِ مِنْ ابواب الجنَّةِ وَهُمْ شُرَكَاءُ النَّاسِ فيما سوى ذلكَ مِنَ الْأَبْوَابِ ثُمَّ قَالَ وَالَّذِي نفسی بیده ان مَا بَيْنَ الْمِصْرَاعَيْنَ مِنْ مَصَارِيعِ الْجَنَّةِ كَمَا بَيْنَ مَكَّةَ وَهَجَرَ أَوْ كَمَا بَيْنَ مَكَّةَ وَيُصْرى – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1866. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Wir waren mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, zu einem Gastmahl gegangen. Vor ihn wurde eine Keule gestellt. Er mochte das Fleisch der Keule sehr. Er riss mit seinen Zähnen Fleisch von der Keule ab und sagte: Ich werde am Tag der Auferstehung der Anführer der gesamten Menschheit sein. Wisst ihr, warum? Am Tag der Auferstehung wird Allah alle früheren und späteren Menschen auf einer ebenen Fläche versammeln. Ein Betrachter wird sie alle mit einem Blick sehen können, und ein Rufer wird alle mit seinem Ruf erreichen können. Die Sonne wird ihnen nahekommen. Die Menschen werden auf ein unerträgliches und untragbares Maß an Kummer und Leid stoßen. Die Menschen werden zueinander sagen: Seht ihr nicht, in welcher Lage ihr euch befindet und welches Ausmaß euer Leid und eure Sorge erreicht haben? Warum sucht ihr nicht jemanden, der bei eurem Herrn für euch Fürsprache einlegt? Dann werden die Menschen zueinander sagen: Euer aller Stammvater ist doch Adam, Allahs Friede sei auf ihm. So werden sie zu ihm gehen und sagen: O Adam! Du bist der Vater der gesamten Menschheit. Allah hat dich mit Seiner eigenen Hand erschaffen, dir von dem von Ihm erschaffenen Geist eingehaucht und, als Er den Engeln befahl, haben sie sich vor dir niedergeworfen. Er hat dich im Paradies wohnen lassen. Willst du nicht bei deinem Herrn für uns Fürsprache einlegen? Siehst du nicht, in welcher Lage wir uns befinden und welches Ausmaß unser Leid und unser Unglück erreicht haben? Adam wird sagen: Mein Herr ist heute so zornig geworden, wie Er zuvor niemals zornig war und danach niemals zornig sein wird. Er hatte mir verboten, mich einem bestimmten Baum zu nähern, doch ich habe dieses Gebot missachtet. Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Geht zu jemand anderem. Geht vielmehr zu Nūḥ. Darauf werden sie zu Nūḥ, Allahs Friede sei auf ihm, eilen und sagen: O Nūḥ! Du wurdest als der erste Gesandte für die Bewohner der Erde entsandt. Allah hat dir den Rang eines dankbaren Dieners verliehen. Siehst du nicht unsere Lage? Siehst du nicht, bis zu welchem äußersten Maß unser Unglück gelangt ist? Willst du nicht bei deinem Herrn für uns Fürsprache einlegen? Er wird sagen: Mein Herr ist heute so zornig, wie Er zuvor niemals zornig war und danach niemals zornig sein wird. Ich hatte das Recht auf ein einziges Bittgebet, und ich habe es gegen mein Volk gesprochen; daher wurden sie vernichtet. Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Geht zu jemand anderem. Geht vielmehr zu Ibrāhīm.
So werden sie zu Ibrāhīm, Allahs Friede sei auf ihm, gehen und sagen: O Ibrāhīm! Du bist Allahs Prophet und unter den Bewohnern der Erde Sein innig geliebter Freund. Lege bei deinem Herrn für uns Fürsprache ein. Siehst du nicht unser elendes Schicksal? Er wird zu ihnen sagen: Mein Herr ist heute so zornig, wie Er zuvor niemals zornig war und danach niemals zornig sein wird. Ich habe drei Lügen ausgesprochen (und schäme mich deshalb). Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Geht zu jemand anderem. Geht vielmehr zu Mūsā. Dann werden die Menschen zu Mūsā, Allahs Friede sei auf ihm, kommen und sagen: O Mūsā! Du bist Allahs Gesandter. Allah hat dich unter den Menschen dadurch geehrt, dass Er dir Seine Sendung und die Möglichkeit gab, mit Ihm zu sprechen. Willst du nicht bei deinem Herrn für unsere Rettung Fürsprache einlegen? Siehst du nicht, in welchem Unglück wir uns befinden? Er wird sagen: Mein Herr ist heute so zornig geworden, wie Er zuvor niemals so zornig war und danach niemals so zornig sein wird. Außerdem habe ich einen Menschen getötet, obwohl mir nicht befohlen worden war, ihn zu töten. Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Geht zu jemand anderem. Geht vielmehr zu ʿĪsā.
So werden sie zu ʿĪsā, Allahs Friede sei auf ihm, gehen und sagen: O ʿĪsā! Du bist Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maryam übermittelte, und du bist der Geist Allahs, den Er dir gab. Du hast bereits in der Wiege, also schon als Kind, zu den Menschen gesprochen. Lege bei deinem Herrn für uns Fürsprache ein. Siehst du nicht, in welchem Unglück wir uns befinden? ʿĪsā wird sagen: Mein Herr ist heute außerordentlich zornig. Er war zuvor niemals so zornig und wird danach niemals so zornig sein. ʿĪsā wird keine seiner Sünden erwähnen. Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Wehe mir, was wird aus mir werden! Geht vielmehr zu jemand anderem. Ja, geht zu Muḥammad, Allahs Segen und Friede seien auf ihm.
In einer anderen Überlieferung heißt es, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Sie werden zu mir kommen und sagen: O Muḥammad! Du bist Allahs Gesandter und der letzte Prophet. Allah hat dir alle deine früheren und späteren Verfehlungen vergeben. Lege bei deinem Herrn für uns Fürsprache ein. Weißt du nicht, in welch großes Unglück wir geraten sind? Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Ich werde vorangehen und mich unter den Thron begeben und vor meinem Herrn niederfallen. Allah wird mich Lobpreisungen lehren, mit denen ich Ihn preisen werde; solche Lobpreisungen hat Er vor mir niemandem gelehrt. Danach wird gesagt werden: O Muḥammad, erhebe deinen Kopf! Bitte, und dir wird gegeben werden; lege Fürsprache ein, und deine Fürsprache wird angenommen werden. Dann werde ich meinen Kopf erheben und sagen: O Herr! Meine Umma! O Herr, meine Umma! Dann wird gesagt werden: O Muḥammad, lass diejenigen deiner Umma, die nicht zur Rechenschaft gezogen werden, durch das rechte Tor des Paradieses eintreten. Gemeinsam mit den übrigen Paradiesbewohnern dürfen sie auch durch die anderen Tore des Paradieses eintreten. Danach sagte er: Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben liegt: Der Abstand zwischen den beiden Flügeln jedes Tores des Paradieses entspricht der Entfernung zwischen Makka und Hadschar oder zwischen Makka und Busra. Imām al-Buḫārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٨٦٧ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ أَولُ مَا اتَّخَذَ النِّسَاءُ الْمِنْطَقَ من قبل أم إسْمَاعِيلَ اتَّخَذَتْ مِنْطَفًا لِتُعْفِى أَثَرَهَا عَلَى سَارَةَ ثُمَّ جَاءَ إِبْرَاهِيمُ عليه السلام بأم اسْمَاعِيلَ وَبِابْنِهَا إِسْمَاعِيلَ وَهِيَ تُرْضِعُهُ حَتَّى وَضَعَهَا عِنْدَ البيت عند دوحَةٍ فَوْقَ زَمْزَمَ فِي أَعْلَى الْمَسْجِدِ وَلَيْسَ بِمَكَّةَ يَوْمَئِذٍ أَحَدٌ وَلَيس بها مَاءً فَوَضَعَهُمَا هُنَاكَ وَوَضَعَ عِنْدَهُمَا جِرَابًا فِيهِ تَمْرَ وَسَقَاءٌ فِيهِ مَاءٌ ثُمَّ قَفَّى ابراهيم منطلقا فَتَبعَتْهُ أُمُّ اسْمَاعِيلَ فَقَالَتْ يَا ابْرَاهِيمُ أَيْنَ تَذْهَبُ وَتَتْرُكْنَا بِهذاالوادي الذي ليس فيه أنيس ولا شَيْءٍ فَقَالَتْ لَهُ ذَلِكَ مِرَارًا وَجَعَلَ لَا يَلْتَفِتُ اليها قَالَتْ لَهُ اللهُ أَمَرَكَ بهذا ؟ قَالَ نَعَمْ قَالَتْ إذا لا يُضَيِّعُنَا ثُمَّ رَجَعَتْ فَانْطَلَقَ إبْرَاهِيمُ عَلَيْهِ السَّلامُ حَتَّى إِذَا كَانَ عِنْدَ الثَّنِيَّةِ حَيْثُ لَا يَرَوْنَهُ اسْتَقْبَلَ بِوَجْهِهِ البيت ثُمَّ دَعَا بهؤلاء الدعوات فَرَفَعَ يَدَيْهِ فَقَالَ رَبُّنَا إِنِّي أَسْكَنْتُ مِنْ ذُرِّيَّتِي بوَادٍ غَيْرِ ذِي زَرْعٍ حَتَّى بَلَغَ (يَشْكُرُونَ) وَجَعَلَتْ أُمُّ إِسْمَاعِيلَ تُرْضِعُ إِسْمَاعِيلَ وتَشْرَبُ مِنْ ذلِكَ الْمَاء حَتَّى إِذا نَفِدَ مَا فِي السَّقَاءِ عَطَشَتْ وَعَطِشَ ابْنُهَا وَجَعَلَتْ تَنظُرُ إِلَيْهِ يتلوى أو قَالَ يَتلبط فانطلقت كَرَاهِيَة أَنْ تَنظُرَ إِلَيْهِ فَوَجَدَت الصفا أقرب جَبَلٍ فِي الْأَرْضِ بَلِيْهَا فَقَامَتْ عَلَيْهِ ثُمَّ اسْتَقْبَلَتِ الْوَادِي تَنْظُرُ هَلْ ترى أحدا فَلَمْ تَرى أَحَدًا فَهَبَطَتُ مِنَ الصَّفَا حَتَّى إِذَا بَلَغَتِ الْوَادِي رَفَعَتْ طَرَفَ درعها ثُمَّ سَعَتْ سَعَى الْإِنْسَانِ الْمَجْهُودِ حَتَّى جَاوَزَتِ الْوَادِي ثُمَّ آتَتِ الْمَرْوَةَ فَقَامَتْ عَلَيْهَا فَنَظَرَتْ هَلْ تَرَى أَحَدًا فَلَمْ تَرَى أَحَدًا فَفَعَلَتْ ذَلِكَ سَبْعَ مَرَاتٍ قَالَ ابْن عَبَّاسٍ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَذَلِكَ سَعَى النَّاسِ بَيْنَهُمَا فَلَمَّا اشرفت على الْمَرْوَة سَمِعَتْ صَوْتًا فَقَالَتْ صَهُ تُرِيدُ نَفْسَهَا ثُمَّ تَسَمَّعَتْ فَسَمِعَتْ أيضًا فَقَالَتْ قَدْ أَسْمَعْتَ إِنْ كَانَ عِنْدَكَ غَوَاتٌ فَإِذَا هِيَ بِالْمَلَكِ عِنْدَ مَوْضِع زمزم بحث بعقبه أو قَالَ بجناحه حَتَّى ظَهَرَ الْمَاءُ فَجَعَلَتُ تُحَرِّضُهُ وَتَقُولُ بِيَدِهَا هَكَذَا وَجَعَلَتْ تَغْرُفُ مِنَ الْمَاءِ فِي سِقَائِهَا وَهُوَ يَفُورُ بَعْدَ مَا تَغْرِفُ وَفِي رواية بِقَدَرٍ مَا تَعْرِفُ.
قَالَ ابْنُ عَبَّاس قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ رَحِمَ اللَّهُ أَمِّ اسْمَاعِيلَ لَوْ تَرَكَتْ زمزم أوْ قَالَ لَوْ لَمْ تَعْرِفُ مِنَ الْمَاء لَكَانَتْ زَمْزَمُ عَيْنًا مَعِيْنًا قَالَ فَشَرِبَتْ وارْضَعَتْ وَلَدَهَا فَقَالَ لَهَا الْمَلَكُ لا تَخَافُوا الضَّيْعَةَ فَإِنْ هُهُنَا بَيْتًا لِلَّهِ يَبْنِيه هذَا الْغُلَامُ وَأَبُوهُ وَإِنَّ اللَّهَ لَا يُضَيعُ أَهْلَهُ وَكَانَ الْبَيْتُ مُرْتَفِعًا مِنَ الْأَرْضِكالرابية تأتيه السُّيُولُ فَتَأْخُدُ عَنْ يُمينه وَعَن شماله فَكَانَتْ كَذَلِكَ حَتَّى مَرْتُ بِهِمْ رفقَةٌ مِنْ جُرْهُم أَوْ أَهْلُ بَيْتِ مِنْ جُرْهُم مُقْبِلِينَ مِنْ طَرِيقِ كَدَاءَ فَنَزَلُوا فِي أسفل مكة فراوا طائراً عَائِفًا فَقَالُوا إِن هذا الطائِرَ لَيَدُورُ عَلَى مَا لَعَهْدُنَا بِهذا الْوَادِي وَمَا فِيهِ مَاءً فَأَرْسَلُوا جَرِبًا أَوْ جَرِييْن فَإِذَا هُمْ بِالْمَاءِ فَرَجَعُوا فَأَخْبَرُوهُمْ فَاقْبَلُوا وَأَمُّ إِسْمَاعِيلَ عِنْدَ الْمَاءِ فَقَالُوا أَتَأْذَنَيْنَ لَنَا أَنْ تَنْزِلَ عِنْدَكَ قَالَتْ نَعَمْ ولكن لا حَقٌّ لَكُمْ فِي الْمَاءِ قَالُوا نَعَمْ .
قَالَ ابْنُ عَبَّاسٍ قَالَ النَّبِيُّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَالْفَى ذَلِكَ أَمْ إِسْمَاعِيلَ وَهِيَ تحب الأنس فَتَزَلُوا فَأَرْسَلُوا إِلى أَهْلِيْهِمْ فَنَزَلُوا مَعَهُمْ حَتَّى إِذَا كَانُوا بِهَا أَهْلُ ابيات وَشَبِّ الْغُلام وتعلم العربية مِنْهُمْ وَأَنفُسَهُمْ وَأَعْجَبَهُمْ حِيْنَ شَبِّ فَلَمَّا أَدْرَكَ زوجُوهُ امْرَأَةً مِنْهُمْ وَمَانَتْ أُمُّ اسْمَاعِيلَ فَجَاءَ إِبْرَاهِيمُ بَعْدَ مَا تَزَوْجَ اسْمَاعِيلُ يطالع تركت قلم : ركته فلم يَجِدُ اسْمَاعِيلَ فَسَأَلَ امْرَأَتَهُ . أنهُ عَنْهُ فَقَالَتْ خَرَجَ يَبْتَغِي لَنَا وَفِي روايَةٍ يَصِيدُ لَنَا ثُمَّ سَأَلَهَا عَنْ عَيْشِهِمْ وَهَيْئَتِهِمْ فَقَالَتْ نَحْنُ بِشَرٌ نَحْنُ فِي ضيق وشدة وشكت اليه قَالَ فَإِذَا جَاءَ زَوْجُكَ اقْرَنِي عَلَيْهِ السَّلَامَ وَقُولِي لَهُ يُغَيِّرُ عَتَبَةَ بَابِهِ فَلَمَّا جَاءَ إِسْمَاعِيلُ كَأَنَّهُ أَنَسَ شَيْئًا فَقَالَ هَلْ جَاءَكُمْ مِنْ أَحَدٍ قَالَتْ نَعَمُ جَاءَنَا شَيْخٌ كَذَا وَكَذَا فَسَأَلْنَا عَنْكَ فَأَخْبَرْتُهُ فَسَأَلَنِي كَيْفَ عَيْشُنَا فَأَخْبَرْتُهُ أَنَّا فِي جَهْد وَشِدَّةٍ قَالَ فَهَلْ أَوْصَاكِ بِشَيْءٍ قَالَتْ نَعَمُ أَمَرَنِي أَنْ أَقْرَأَ عَلَيْكَ السَّلام وَيَقُولُ غَيْرُ عَتَبَةً بَابِكَ قَالَ ذاك أبِي وَقَدْ أَمَرَنِي أنْ أفارقك الحقى بأهلك مطلقها وتزوج مِنْهُمْ أخرى.
قلَبِثَ عَنْهُمْ إِبْرَاهِيمُ مَا شَاءَ اللهُ ثُمَّ أَتَاهُمُ بَعْدُ فَلَمْ يَجِدُهُ فَدَخَلَ عَلَى امْرَأَتِهِ فَسَأَلَ عَنْهُ قَالَتْ خَرَجَ يَبْتَغِي لَنَا قَالَ كَيْفَ أَنْتُمْ وَسَأَلَهَا عَنْ عَيْشِهِمْ وَهَيْئَتِهِمْ فَقَالَتْ نَحْنُ بِخَيْرٍ وَسَعَةٍ وَاثْنَتْ عَلَى اللهِ تَعَالَى فَقَالَ مَا طَعَامُكُمْ قَالَتِ اللَّحْمُقَالَ فَمَا شَرَابُكُمْ قَالَتِ الْمَاءُ قَالَ اللَّهُمَّ بَارِكْ لَهُمْ فِي اللَّحْمِ وَالْمَاءِ قَالَ النَّبِيُّ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَلَمْ يَكُنْ لَهُمْ يَوْمَئِذٍ حَبُّ وَلَوْ كَانَ لَهُمْ دَعَا لَهُمْ فِيهِ قَالَ فَهُمَا لَا يَخْلُو عَلَيْهِمَا أَحَدٌ بِغَيْرِ مَكَّةَ الا لم يُوافِقَاهُ .
وفي روايةٍ فَجَاءَ فَقَالَ أَيْنَ إِسْمَاعِيلُ فَقَالَتِ امْرَأَتُهُ ذَهَبَ بَصِيدٌ فَقَالَتْ امْرَأَتُهُ الا تنزلُ فَتَطْعَمَ وتَشْرَبَ قَالَ وَمَا طَعَامُكُمْ وَمَا شَرَابُكُمْ قَالَتْ طَعَامُنَا اللَّحْمُ وَشَرَابُنَا الْمَاءُ قَالَ اللهُمَّ بَارِكْ لَهُمْ فِي طَعَامِهِمْ وَشَرَابِهِمْ قَالَ فَقَالَ أَبُو الْقَاسِمِ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ بَرَكَةً دَعْوَةِ إِبْرَاهِيمَ عَلَيْهِ السَّلَامُ قَالَ فَإِذَا جَاءَ زَوْجُكَ فَاقْرَنِي عَلَيْهِ السَّلامَ وَمُرِيهِ يُثَبِّتْ عَتَبَةُ بَابِهِ فَلَمَّا جَاءَ إِسْمَاعِيلُ قَالَ هَلْ أَتَاكُمْ من أحد قالَتْ نَعَمُ أَتَانَا شَيْخٌ حَسَنُ الْهَيْئَةِ وَاثْنَتْ عَلَيْهِ فَسَأَلَنِي عَنْكَ فَأَخْبَرْتُهُ فَسَأَلَنِي كَيْفَ عَيْشُنَا فَأَخْبَرْتُهُ أَنَّا بِخَيْرٍ قَالَ فَأَوْصَاكِ بِشَيْءٍ قَالَتْ نَعَمْ يَقْرَأُ عليك السَّلامَ وَيَأْمُرُكَ أَنْ تُثَبِّتَ عَتَبَةَ بَابِكَ قَالَ ذَاكَ أَبِي وَأَنْتِ الْعَتَبَةُ أَمَرَنِي أن أمشيكك.
ثم لبث عَنْهُمْ مَا شَاءَ اللهُ ثُمَّ جَاءَ بَعْدَ ذَلِكَ وَإِسْمَاعِيلُ يَبْرِي نَبْلاً لَهُ تَحْتَ دوحة قريبًا مِنْ زَمْزَمَ فَلَمَّا رَاهُ قَامَ إِلَيْهِ فَصَنَعَ كَمَا يَصْنَعُ الْوَالِدُ بِالْوَلَدِ وَالْوَلَدُ بالوالد ثُمَّ قَالَ يَا إِسْمَاعِيلُ إِنَّ اللهَ أَمَرَنِي بِأَمْرٍ قَالَ فَاصْنَعْ مَا أَمَرَكَ رَبُّكَ قَالَ وَتُعِينُنِي قَالَ وَأَعِينُكَ قَالَ فَإِنَّ اللهَ أَمَرَنِي أَنْ أَبْنِي بَيْتًا فَهُنَا وَأَشَارَ إِلَى أَكَمَةٍ مرتفعة على ما حولها قَالَ فَعِندَ ذلِكَ رَفَعَ القَوَاعِدَ مِنَ الْبَيْتِ فَجَعَلَ اسْمَاعِيلُ يَأْتِي بِالحِجَارَةِ وَإِبْرَاهِيمُ بَيْنِي حَتَّى إِذا ارْتَفَعَ الْبَنَاءُ جَاءَ بِهَذَا الْحَجَرِ فَوَضَعَهُ لهُ فَقَامَ عَلَيْهِ وَهُوَ بَيْنِي وَاسْمَاعِيلُ يُنَاوِلُهُ الْحِجَارَةَ وَهُمَا يَقُولَانِ رَبَّنَا تَقَبَّلُ مِنَّا إِنَّكَ أَنتَ السَّمِيعُ الْعَلِيمُ .
وفي رواية إِنْ إِبْرَاهِيمَ خَرَجَ بِإِسْمَاعِيلَ وَأَمَ إِسْمَاعِيلَ مَعَهُمْ شَنَّةٌ فِيْهَا مَاءً فَجَعَلَتْ أم إسْمَاعِيلَ تَشْرَبُ مِنَ السُّنَّةِ فَيَدِر لِبَنُهَا عَلَى صَبِيهَا حَتَّى قَدِمَ مَكَّةَ فوضعها تحتَ دوحَةٍ ثُمَّ رَجَعَ إِبْرَاهِيمُ عَلَيْهِ السلامُ إِلَى أَهْلِهِ فَاتَّبَعَتُهُ أَمْ اسْمَاعِيلَ حَتَّى لمَّا بَلَغُوا كَذَا ، نَادَتْهُ مِنْ وَرَائِه يَا إِبْرَاهِيمُ إِلَى مَنْ تَتْرُكْنَا قَالَ إلى اللهِ قَالَتْ رَضِيتُ بِاللهِ فَرَجَعَتْ وَجَعَلَتْ تَشْرَبُ مِنَ السُّنَّةِ وَيَدْرُّ لَبَنُهَا عَلَى صَبِيهَا حَتَّى لمَّا فَلَى الْمَاءُ قَالَتْ لَو ذَهَبَتُ فَنَظَرْتُ لَعَلَى أُحِسُّ أَحَدًا قَالَ فَذَهَبَتْ فصعدت الصفا فنظرت ونظرت هَل تُحسُّ أَحَدًا فَلَمْ تُحِسُّ أَحَدًا فَلَمَّا بلغت الوادى سَعَتْ وأنتِ المَروَةَ وَفَعَلَتْ ذَلِكَ أَشْوَاطًا ثُمَّ قَالَتْ لَوْ ذَهَبْتُ فَنَظَرْتُ مَا فَعَلَ الصَّبِيُّ فَذَهَبَتْ وَنَظَرَتُ فَإِذَا هُوَ عَلَى حَالِهِ كَأَنَّهُ يَنْشَعُ لِلْمَوْتِ فَلَمْ تُقرِّهَا نَفْسُهَا فَقَالَتْ لَوْ ذَهَبْتُ فَنَظَرْتُ لَعَلَى أَحِسُّ أَحَدًا فَذَهَبَتْ فَصَعِدَت الصفا فَنَظَرَتْ ونَظَرَتْ فَلَمْ تُحس أحداً حتى اتِمْتُ سَبْعًا ثُمَّ قَالَتْ لَوْ ذَهَبْتُ فَنَظَرْتُ مَا فَعَلَ فَإِذَا هِيَ بِصَوْتٍ فَقَالَتُ اغِتْ إِنْ كَانَ عِنْدَكَ خَيْرٌ فَإِذَا جِبْرِيلُ صلى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فَقَالَ بعقبه هكذا وغَمَزَ بِعَقِبِهِ عَلَى الْأَرْضِ فَانْبَثَقَ الْمَاءُ فدهشتْ أَمْ إِسْمَاعِيلَ فَجَعَلَتْ تَحْقِنُ وَذَكَرَ الْحَدِيثَ بِطُولِهِ. رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ بِهَذَا الروايات كلها .
1867. Überliefert von ʿAbdullāh ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein). Er sagte: Die Frauen lernten zuerst von der Mutter Ismāʿīls (Hāǧar), einen Hüftgürtel anzulegen. Hāǧar trug den Hüftgürtel, um ihre Spuren vor Sāra zu verbergen. Danach (als der Streit zwischen den beiden seinen Höhepunkt erreicht hatte und auf Allahs Befehl hin) nahm Ibrāhīm, Friede sei mit ihm, die Mutter Ismāʿīls und ihr gestilltes Kind (Ismāʿīl) mit. Er setzte sie unter einem gewaltigen Baum an der Stelle von Zamzam auf dem erhöhten Gelände der Moschee nahe dem Haus der Kaʿba ab. Zu jener Zeit gab es in Mekka weder eine Bevölkerung noch Wasser. Er ließ sie dort zurück und stellte neben sie einen Korb mit Datteln und einen Wasserschlauch. Danach machte sich Ibrāhīm (Friede sei mit ihm) von dort auf den Weg. Die Mutter Ismāʿīls ging hinter ihm her und sagte: „O Ibrāhīm, wohin gehst du, nachdem du uns in diesem menschenleeren Tal zurückgelassen hast? Hier gibt es weder Freunde und Verwandte noch eine vertraute Umgebung.“ Sie wiederholte diese Worte immer wieder, doch Ibrāhīm (Friede sei mit ihm) schenkte ihren Worten keine Beachtung. Da fragte sie erneut: „Hat Allah dir befohlen, dies zu tun?“ Ibrāhīm (Friede sei mit ihm) sagte: „Ja.“ Darauf sagte die Mutter Ismāʿīls: „Dann wird Allah uns gewiss nicht im Stich lassen.“ Danach kehrte sie an ihren Platz zurück. Ibrāhīm, Friede sei mit ihm, verabschiedete sich von ihnen. Als er den Ort namens „Thaniyya“ außerhalb ihres Sichtfeldes erreicht hatte, wandte er sich der Kaʿba zu, hob beide Hände und sprach ein Bittgebet: „Unser Herr! Ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem wasser- und pflanzenlosen Tal bei Deinem geheiligten Haus angesiedelt. So mache die Herzen der Menschen ihnen zugeneigt und versorge sie mit Früchten, auf dass sie dankbare und sich erkenntlich zeigende Diener sein mögen.“ (Sūra Ibrāhīm: 37)
Die Mutter Ismāʿīls begann, Ismāʿīl zu stillen und aufzuziehen. Sie trank weiterhin aus dem Wasserschlauch. Als schließlich das Wasser im Gefäß zur Neige ging, wurden sie und ihr Kind von Durst geplagt. Sie sah, wie ihr gestilltes Kind sich vor Durst quälte. Da sie dies nicht ertragen konnte, stand sie auf und ging fort. Dort sah sie den Ṣafā-Berg am nächsten. Sie stieg auf den Ṣafā-Berg und blickte in alle Richtungen. Sie schaute hoffnungsvoll ins Tal, ob sie jemanden erblicken würde, doch sie sah niemanden. Daher stieg sie vom Ṣafā-Berg hinab ins tiefer gelegene Tal, hob eine Seite ihres Hemdes hoch und lief wie ein erschöpfter Mensch. Schließlich überquerte sie das Tal, erreichte den Fuß des Marwa-Berges und stieg hinauf. Auf dem Berg stehend, blickte sie hin und her, ob sie jemanden sehen würde, doch sie konnte niemanden erblicken. So lief sie siebenmal zwischen den beiden Bergen hin und her. ʿAbdullāh ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Deshalb laufen die Menschen während der Pilgerfahrt zwischen den beiden Bergen hin und her und vollziehen den Saʿy. Als die Mutter Ismāʿīls beim letzten Mal zum Marwa-Berg lief und ihn bestieg, hörte sie eine Stimme. Sie sagte zu sich: „Was ist das? Ich glaube, ich habe eine Stimme gehört.“ Dann spitzte sie die Ohren in Richtung des Geräusches. Sie hörte die Stimme erneut und sagte sich: „Du hast mich hören lassen. Vielleicht kannst du meine Not lindern.“ Plötzlich sah sie bei der heutigen Stelle von Zamzam einen Engel. Als der Engel mit seiner Ferse – oder, wie der Überlieferer sagte, mit seinem Flügel – die Erde aufgrub, sprudelte Wasser hervor. Sie errichtete ringsherum eine Begrenzung und begann, mit ihren Händen Wasser zu schöpfen und den Wasserschlauch zu füllen. Während sie den Wasserschlauch füllte, quoll das Wasser weiter hervor. In einer anderen Überlieferung heißt es, dass sie den Wasserschlauch füllte und das Wasser darin aufbewahrte. Ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Möge Allah der Mutter Ismāʿīls Barmherzigkeit erweisen! Hätte sie Zamzam in jenem Zustand belassen oder daraus kein Wasser in den Wasserschlauch geschöpft, wäre Zamzam zu einer fließenden Quelle geworden.“ Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Sie trank Wasser und gab ihrem Kind zu trinken. Der Engel sagte zu ihr: „Fürchte nicht, zugrunde zu gehen. Hier befindet sich die Stätte des Hauses Allahs, das dieser Junge und sein Vater errichten werden. Allah lässt die Bewohner dieses Ortes nicht zugrunde gehen.“ Zu jener Zeit lag die Stätte des Hauses Allahs etwas erhöht über dem Boden, wie ein Hügel. Wenn eine Überschwemmung kam, floss das Wasser rechts und links daran vorbei. Nachdem die Mutter und ihr Kind einige Zeit so verbracht hatten, zog zufällig eine Karawane der Banū Ǧurhum – oder Leute des Stammes Banū Ǧurhum – auf dem Weg über den Ort Qadāʾ vorbei. Als sie in die Niederung von Mekka kamen und dort Vögel kreisen sahen, sagten sie: „Diese Vögel kreisen gewiss über Wasser. Wir sind schon lange in dieser Wüste, haben aber nirgends Wasser gesehen.“ Sie schickten einen oder zwei Kundschafter, um nachzusehen. Diese gingen hin, sahen das Wasser und kehrten zurück, um ihnen davon zu berichten. Die Leute der Karawane machten sich unverzüglich zum Wasser auf. Die Mutter Ismāʿīls saß zu jener Zeit am Wasser. Sie kamen zu ihr und sagten: „Erlaubst du uns, hierherzukommen und uns niederzulassen?“ Sie sagte: „Ja, aber ihr werdet kein Eigentumsrecht am Wasser erwerben.“ Sie sagten: „Ja, so soll es sein.“
ʿAbdullāh ibn ʿAbbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Die Absicht der Mutter Ismāʿīls war, mit ihnen in Kontakt zu kommen und eine vertraute, von gegenseitigem Mitgefühl geprägte Umgebung zu schaffen. Diese Leute ließen sich dort nieder, und auch die übrigen Mitglieder der Karawane holten ihre Familien zu sich. Schließlich standen dort mehrere Häuser, und Ismāʿīl erreichte das Erwachsenenalter und lernte von ihnen die arabische Sprache. Sie waren sehr angetan von seiner Gesundheit, seinem Aussehen und seiner kultivierten Lebensweise. Als er erwachsen war, verheirateten sie ihn mit einer ihrer Frauen.
Inzwischen war Ismails Mutter verstorben. Nach Ismails Heirat kam Ibrahim (Friede sei mit ihm) nach Mekka, um seine zurückgelassene Familie zu besuchen. Er fand Ismail nicht zu Hause. Er fragte seine Schwiegertochter: „Wo ist Ismail?“ Sie antwortete: „Er ist hinausgegangen, um Nahrung zu beschaffen.“ In einer anderen Überlieferung heißt es: „Er ist zur Jagd gegangen.“ Ibrahim (Friede sei mit ihm) erkundigte sich nach ihrem Lebensunterhalt und ihren häuslichen Angelegenheiten. Die Schwiegertochter sagte: „Wir befinden uns in einer sehr schlechten Lage. Not, Härte und Enge haben uns umgeben.“ Damit beklagte sie sich. Da sagte er: „Wenn dein Mann kommt, richte ihm meinen Friedensgruß aus und sage ihm, er solle die Türschwelle seines Hauses auswechseln.“ Als Ismail (Friede sei mit ihm) nach Hause zurückkehrte, spürte er offenbar, dass etwas geschehen war. Er fragte seine Frau: „Ist jemand gekommen?“ Sie antwortete: „Ja, ein solcher alter Mann ist gekommen. Er fragte mich nach dir, und ich gab ihm Auskunft. Er erkundigte sich auch danach, wie unser häusliches Leben verläuft. Ich sagte ihm, dass wir in großer Not und Mühsal leben.“ Ismail (Friede sei mit ihm) fragte: „Hat er dir etwas ausrichten lassen?“ Seine Frau antwortete: „Ja. Er ließ dir seinen Friedensgruß ausrichten und dir sagen, du sollest die Türschwelle deines Hauses auswechseln.“ Ismail (Friede sei mit ihm) sagte: „Er ist mein Vater. Er hat mir befohlen, mich von dir zu trennen. Deshalb geh zu deiner Familie zurück.“ Danach ließ er sich von ihr scheiden und heiratete eine andere Frau aus demselben Stamm.
So wie es Allah wollte, kam Ibrahim (Friede sei mit ihm) lange Zeit nicht mehr dorthin. Als er später wiederkam, traf er Ismail ebenfalls nicht an. Er ging zu seiner Schwiegertochter und fragte nach Ismail. Sie sagte: „Er ist auf der Suche nach Nahrung für uns.“ Er fragte: „Wie geht es euch?“ und erkundigte sich auch nach ihren häuslichen und sonstigen Angelegenheiten. Ismails Frau sagte: „Wir leben sehr gut und in Wohlstand.“ Damit pries sie den Erhabenen Allah. Ibrahim (Friede sei mit ihm) fragte: „Was esst ihr?“ Die Schwiegertochter antwortete: „Fleisch.“ Er fragte: „Was trinkt ihr?“ Sie sagte: „Wasser.“ Daraufhin sprach Ibrahim (Friede sei mit ihm) das Bittgebet: „O Allah, segne für sie das Fleisch und das Wasser!“
Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Zu jener Zeit hatten sie kein Getreide, das heißt, es wurde dort nicht angebaut. Wenn es welches gegeben hätte, hätte Ibrahim (Friede sei mit ihm) auch dafür um Segen gebeten. Deshalb kann man außer in Mekka nirgendwo allein von Fleisch und Wasser leben. Etwas anderes gilt jedoch, wenn dies dem Geschmack oder dem körperlichen Zustand eines Menschen nicht entspricht.
In einer anderen Überlieferung heißt es: Er kam und fragte: „Wo ist Ismail?“ Seine Frau antwortete: „Er ist zur Jagd gegangen. Komm herein und iss und trink etwas.“ Er fragte: „Wie steht es um eure Nahrung und eure Getränke?“ Die Schwiegertochter sagte: „Wir essen Fleisch und trinken Wasser.“ Da sagte er: „O Allah, segne ihre Nahrung und ihre Getränke!“ Abdullah ibn Abbas (Allah sei mit ihm zufrieden) überliefert, dass Abul-Qasim (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: „Durch den Segen von Ibrahims (Friede sei mit ihm) Bittgebet wurden die Nahrung und die Getränke der Bewohner von Mekka gesegnet.“ Ibrahim (Friede sei mit ihm) sagte: „Wenn dein Mann zurückkommt, richte ihm meinen Friedensgruß aus und sage ihm, er solle die Türschwelle seines Hauses bewahren.“
Als Ismail (Friede sei mit ihm) zurückkehrte, fragte er seine Frau: „Ist jemand zu dir gekommen?“ Sie antwortete: „Ja. Ein schöner, kräftiger alter Mann kam zu mir.“ Sie lobte den alten Mann auch ein wenig. Er fragte: „Wie geht es mit unserem Lebensunterhalt und unserer Versorgung?“ Ich antwortete: „Uns geht es sehr gut.“ Ismail (Friede sei mit ihm) fragte: „Hat er dir einen Rat gegeben?“ Seine Frau sagte: „Ja! Er ließ dir seinen Friedensgruß ausrichten und befahl dir, die Türschwelle des Hauses zu bewahren.“ Nachdem Ismail (Friede sei mit ihm) alles gehört hatte, sagte er: „Er ist mein Vater, und du bist die Türschwelle des Hauses. Er hat mir befohlen, die eheliche Beziehung zu dir zu festigen.“
Der ehrenwerte Ibrahim (Friede sei mit ihm) kam viele Tage lang, so wie es Allah wollte, nicht mehr. Eines Tages saß Ismail unter einem gewaltigen Baum neben dem Zamzam-Brunnen und richtete seine Pfeile. Da kam der ehrenwerte Ibrahim (Friede sei mit ihm). Als Ismail seinen Vater sah, stand er auf und ging ihm entgegen. Dann erwiesen sie einander die Höflichkeit, wie es ein Vater und sein Sohn beziehungsweise ein Sohn und sein Vater tun. Er sagte: „O Ismail, Allah hat mir eine Aufgabe befohlen.“ Ismail sagte: „Führe die Aufgabe aus, die dein Herr dir befohlen hat.“ Er sagte: „Hilf mir bei dieser Aufgabe.“ Der Sohn sagte: „Ja, ich werde dir gewiss helfen.“ Ibrahim (Friede sei mit ihm) sagte: „Allah hat mir befohlen, hier ein Haus zu errichten.“ Damit deutete er auf einen erhöhten Hügel und sagte: „Um ihn herum muss das Haus errichtet werden.“ Darauf legten sie das Fundament dieses Hauses. Ismail trug die Steine herbei, und Ibrahim fügte damit das Fundament. Als die Mauern auf allen Seiten ziemlich hoch geworden waren, brachte Ibrahim diesen Stein herbei, stellte sich darauf – am Standort Ibrahims – und fuhr fort, das Fundament zu errichten, während Ismail weiterhin Steine herbeischaffte. Während Vater und Sohn das Haus erbauten, sprachen sie das Bittgebet: „Unser Herr, nimm diese unsere Anstrengung und Mühe an. Du bist der Allhörende und der Allwissende.“ (Sure al-Baqara 2:127)
In einer anderen Überlieferung heißt es: Ibrahim (Friede sei mit ihm) brach gemeinsam mit Ismail und dessen Mutter auf. Sie hatten einen Wasserschlauch bei sich. Ismails Mutter trank aus dem Wasserschlauch und stillte ihr Kind. So gelangten sie nach Mekka. Ibrahim (Friede sei mit ihm) ließ seine Frau unter einem gewaltigen Baum zurück und machte sich auf den Weg zu seiner Familie. Ismails Mutter ging hinter ihm her. Als sie schließlich den Ort namens Kada erreicht hatte, rief sie ihren Mann von hinten: „O Ibrahim, wem überlässt du uns?“ Er sagte: „Ich überlasse euch Allah.“ Ismails Mutter sagte: „Ich bin mit Allah zufrieden.“ Damit kehrte sie zurück. Sie trank weiterhin aus dem Wasserschlauch und stillte ihr Kind. Schließlich ging das Wasser aus. Sie sagte: „Ich sollte wohl irgendwo hingehen und nachsehen, ob jemand zu finden ist.“
Der Überlieferer sagte: Darauf brach sie auf und stieg auf den Berg Safa. Sie blickte wiederholt in alle Richtungen, ob sie jemanden sehen konnte, doch sie sah niemanden. (Dann stieg sie vom Berg Safa hinab und ging in Richtung des Berges Marwa.) Als sie die Mitte des Tales erreicht hatte, lief sie und gelangte zum Berg Marwa. Auf diese Weise ging sie mehrmals zwischen den beiden Bergen hin und her. Danach dachte sie: „Ich sollte nachsehen, wie es meinem Kind geht.“ Also ging sie hin. Sie sah, dass das Kind sich offenbar in Todesqualen wand. Diesen Anblick konnte sie nicht ertragen. Sie dachte: „Ich muss nachsehen, ob ich jemanden finden kann.“ Daher ging sie hinauf zum Berg Safa und blickte wiederholt in alle Richtungen, doch sie sah niemanden. Als sie dies siebenmal vollendet hatte, dachte sie: „Ich sollte nachsehen, was das Kind tut.“ Da hörte sie plötzlich ein Geräusch. Sie rief: „Wenn du helfen kannst, dann komm und hilf!“ Da zeigte sich, dass der ehrenwerte Gabriel (Friede sei mit ihm) dort war. Er schlug mit seiner Ferse auf die Erde. Als plötzlich Wasser hervorquellend herausströmte, war Ismails Mutter bestürzt. Sie begann, das Wasser zu sammeln. (Der Überlieferer berichtete auf diese Weise den übrigen Teil des langen Hadiths.)
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith in mehreren dieser Überlieferungsformen.
١٨٦٨ – وَعَنْ سَعِيدِ بْنِ زَيْدِ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ الْكَمَاةُ مِنَ الْمَنِّ وَمَاؤُهَا شِفَاء لِلْعَيْنِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1868. Überliefert von Saʿīd ibn Zayd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil seien auf ihm, sagen: Der Trüffelpilz (Champignon) gehört zur Nahrungskategorie Manna, und sein Wasser ist ein Heilmittel für Augenkrankheiten. [Anmerkung: Manna ist eine Art Nahrung. Zur Zeit von Moses, Allahs Friede sei auf ihm, erhielten die Kinder Israels während ihres vierzig Jahre währenden Lebens in der Wildnis ununterbrochen diese Nahrung von Allah. Sie fiel nachts wie Nebel auf den Boden und blieb dort wie Tautropfen liegen. Sie sammelten sie und aßen sie (Anmerkung des Übersetzers).]
Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
Abschnitt 2 – Um Vergebung bitten
قَالَ اللهُ تَعَالَى : فَاعْلَمْ أَنَّهُ لا اله الا اللهُ وَاسْتَغْفِرْ لِذَنْبِكَ وَلِلْمُؤْمِنِينَ والْمُؤْمِنَاتِ ، وَاللَّهُ يَعْلَمُ مُتَقَلَّبَكُمْ وَمَثْوَكُم
Der Erhabene Allah sagt:
„Wisse daher, o Prophet, dass es keinen gibt, der außer Allah der Anbetung würdig ist. Bitte um Vergebung für dich selbst sowie für die gläubigen Männer und Frauen. Allah weiß sehr wohl, was ihr tut und wo ihr euch aufhaltet.“ (Sure Muḥammad: 19)
وَقَالَ تَعَالَى : واسْتَغْفِرِ اللَّهَ إِنَّ اللَّهَ كَانَ غَفُورًا رَّحِيمًا.
„Bitte Allah um Vergebung. Er ist vergebend und barmherzig.“ (Sure an-Nisāʾ: 106)وقَالَ تَعَالَى : فَسَبِّحْ بِحَمْدِ رَبِّكَ وَاسْتَغْفِرْهُ إِنَّهُ كَانَ تَوَّابًا.
„Lobpreise deinen Herrn und verherrliche Ihn und bitte Ihn um Vergebung. Wahrlich, Er nimmt die Reue überaus häufig an.“ (Sure an-Nasr: 3)
وقَالَ تَعَالَى : قُلْ أَوْ نَبِّئُكُمْ بِخَيْرٍ مِنْ ذَلِكُمْ ، لِلَّذِينَ اتَّقَوْا عِنْدَ رَبِّهِمْ جَنَّاتٌ تَجْرِي مِنْ تَحْتِهَا الْأَنْهَرُ خَلِدِينَ فِيهَا وَأَزْوَاجٌ مُطَهَّرَةٌ وَرِضْوَانٌ مِنَ اللَّهِ ، وَاللَّهُ بصير بالعباد : الَّذِينَ يَقُولُونَ رَبَّنَا إِنَّنَا أمَنَّا فَاغْفِرْ لَنَا ذُنُوبَنَا وَقِنَا عَذَابَ النَّارِ الصَّبِرِينَ وَالصَّدِقِينَ وَالْقَنِتِينَ وَالْمُنْفِقِينَ وَالْمُسْتَغْفِرِينَ بِالْأَسْحَارِ.
„Sag: Soll ich euch von etwas Besserem als all dem berichten? Für diejenigen, die Gottesfurcht bewahren, gibt es bei Allah Gärten, unter denen Bäche fließen. Dort werden sie ewig verweilen, und ihnen werden reine Gattinnen zuteil. Sie werden Allahs Wohlgefallen erlangen. Allah sieht alle Taten Seiner Diener. Sie sagen: Unser Herr, wir haben geglaubt; so vergib uns unsere Sünden und bewahre uns vor dem Feuer der Hölle. Sie sind geduldig, wahrhaftig, demütig und gehorsam und geben Almosen. Und sie bitten im letzten Teil der Nacht um Vergebung.“ (Sure Āl ʿImrān: 15, 16, 17)
وقال تعالى : وَمَنْ يُعْمَل سُوْمًا أَوْ يَظْلِمُ نَفْسَهُ ثُمَّ يَسْتَغْفِرِ اللَّهَ يَجِد الله غَفُورًا رَّحِيمًا، وَمَنْ يُكْسِبُ اثْمًا فَإِنَّمَا يَكْسِبُهُ عَلَى نَفْسِهِ ، وَكَانَ اللهُ عَلِيمًا حكِيمًا، وَمَنْ يُكْسِبُ خَطِيئَةً أَوْ إِثْمًا ثُمَّ يَرْمِ بِهِ بَرِيْنَا فَقَدِ احْتَمَلَ بُهْتَانًا وانما مبينًا
„Wenn jemand eine schlechte Tat begeht oder sich selbst Unrecht zufügt und danach Allah um Vergebung bittet, wird er Allah als vergebend und barmherzig vorfinden. Wer aber eine Sünde begeht, dessen Sünde wird ihm selbst zum Schaden gereichen. Allah weiß alles; Er ist allwissend und weise. Wer eine Ungerechtigkeit oder Sünde begeht und sie einem Unschuldigen anlastet, lädt wahrlich die Last einer ungeheuerlichen Verleumdung und einer offenkundigen Sünde auf sich.“ (Sure an-Nisāʾ: 110, 111, 112)
وَقَالَ تَعَالَى : وَمَا كَانَ اللهُ لِيُعَذِّبَهُمْ وَأَنْتَ فِيهِمْ وَمَا كَانَ اللَّهُ مُعَذِّبْهُمْ وَهُمْ يَسْتَغْفِرُونَ.
„Allah würde sie nicht bestrafen, solange du unter ihnen bist, und Allah würde sie auch nicht bestrafen, solange sie um Vergebung bitten.“ (Sure al-Anfāl: 33)
وقال تعالى : وَالَّذِينَ إِذَا فَعَلُوا فَاحِشَةً أَوْ ظَلَمُوا أَنْفُسَهُمْ ذَكَرُوا اللهَ فَاسْتَغْفَرُوا لِذُنُوبِهِمْ وَمَنْ يُغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلَّا اللَّهُ وَلَمْ يُصِرُّوا عَلَى مَا فَعَلُوا وهم يعلمون.
„Wenn ihnen eine schlechte Tat unterläuft oder sie sich selbst Unrecht zufügen, gedenken sie sogleich Allahs und bitten Ihn um Vergebung. Und wer außer Allah kann die Sünden vergeben? Diese Menschen beharren nicht wissentlich immer wieder auf schlechten Taten.“ (Sure Āl ʿImrān: 135)
۱٨٦٩ – وَعَنِ الْآخَرِ الْمُزْنِي رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّهُ لَيُغَانُ عَلَى قَلْبِي وَإِنِّي لَاسْتَغْفِرُ اللهَ فِي الْيَوْمِ مِائَةَ مَرَّةٍ رواه مسلم.
1869. Überliefert von al-Agharr al-Muzanī (möge Allah mit ihm zufrieden sein): Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Manchmal liegt ein Schleier über meinem Herzen, und ich bitte Allah täglich hundertmal um Vergebung.“
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱۸۷۰ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَقُولُ وَاللَّهِ إِنِّي لَاسْتَغْفِرُ اللهَ وَآتُوبُ إِلَيْهِ فِي الْيَوْمَ أَكْثَرَ مِنْ سَبْعِينَ مَرَّةٍ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ
1870. Überliefert von Abū Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: „Bei Allah! Ich bitte Allah täglich mehr als siebzigmal um Vergebung und kehre reumütig zu Ihm zurück.“
Imām al-Buchārī überlieferte diesen Hadith.
۱۸۷۱ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَالَّذِي نَفْسِي بِيَدِهِ لَوْ لم تذنبوا لذهَبَ اللهُ تَعَالَى بِكُمْ وَلَجَاءَ بِقَوْمٍ يُذْنِبُونَ فَيَسْتَغْفِرُونَ اللَّهَ تَعَالَى فَيَغْفِرُ لَهُمْ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1871. Überliefert von Abu Huraira (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben liegt! Wenn ihr nicht sündigen würdet, würde Allah, der Erhabene, euch hinwegnehmen und anschließend ein Volk entsenden, das sündigt, Allah, den Erhabenen, um Vergebung bittet, und dem Er vergeben würde.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱۸۷۲ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ كُنَّا نَعُدُّ لِرَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فِي الْمَجْلِسِ الواحد مائة مرة رَبِّ اغْفِرْ لِي وَتُبْ عَلَى إِنَّكَ أَنْتَ التواب الرحيم – رواه أبو داودَ وَالتَّرْمِذِى وَقَالَ حَدِيثٌ صَحِيحٌ.
1872. Überliefert von Abdullah ibn Umar (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Wir zählten, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, in derselben Sitzung hundertmal dieses Bittgebet sprach: „Mein Herr, vergib mir und nimm meine Reue an. Wahrlich, Du bist derjenige, der die Reue annimmt, und der Barmherzige.“
Imam Abu Dawud und Imam at-Tirmidhi überlieferten diesen Hadith. Imam at-Tirmidhi sagte: Dies ist ein sahih Hadith.
۱۸۷۳ – وَعَنِ ابْنِ عَبَّاسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ لَزِمَ الْاسْتِغْفَارَ جَعَلَ اللَّهُ لَهُ مِنْ كُلِّ ضَيْقٍ مَخْرَجًا وَمِنْ كُلِّ هَم فَرَجًا وَرَزَقَهُ مِنْ حَيْثُ لا يَحْتَسِبُ رَوَاهُ أَبو داود.
1873. Überliefert von Abdullah ibn al-Abbas (Allah sei mit ihm zufrieden). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Wer ständig um Vergebung für seine Sünden bittet (stets „Astaghfirullah“ sagt), dem eröffnet Allah aus jeder Bedrängnis oder schwierigen Lage einen Ausweg, befreit ihn von jeder Sorge und versorgt ihn aus Quellen, die er sich nicht einmal vorstellen kann.
Imam Abu Dawud überlieferte diesen Hadith.
١٨٧٤ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَنْ قَالَ اسْتَغْفِرُ الله الذي لا اله الا هُوَ الْحَيُّ الْقَيُّومَ وَآتُوبُ إِلَيْهِ غُفِرَتْ ذُنُوبُهُ وَإِنْ كَانَ قَد فَرَّ مِنَ الزحف – رواه أبو داودَ وَالتَّرْمِذِى وَالْحَاكِمُ وَقَالَ حديث صَحِيحٌ عَلَى شَرْطِ الْبُخَارِي وَمُسْلِمٌ.
1874. Überliefert von Abdullah ibn Masʿud (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Wer sagt: ‚Ich bitte Allah um Vergebung, außer Dem es keinen Gott gibt, dem Ewiglebenden und Beständigen. Ich kehre reumütig zu Ihm zurück‘, dem werden seine Sünden vergeben, selbst wenn es sich um die Sünde der Flucht vom Schlachtfeld handeln sollte.“
Imam Abu Dawud, Imam at-Tirmidhi und al-Hakim überlieferten diesen Hadith. Al-Hakim sagte: Dies ist ein authentischer Hadith mit einer Überlieferungskette von der Qualität derjenigen von al-Buchari und Muslim.
١٨٧٥ – وَعَنْ شَدَادِ بْنِ أَوْس عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ سَيِّدُ الاستغفار أن يقُول الْعَبْدُ اللهم أنت ربي لا الهَ إِلا أَنْتَ خَلَقْتَنِي وَأَنَا عَبْدُكَ وأنا على عَهْدِكَ وَوَعْدِكَ مَا اسْتَطَعْتُ أَعُوذُ بِكَ مِنْ شَرِّ مَا صَنَعْتُ أَبُوءُ لَكَ بنعمتك على وأبوء بذنبي فَاغْفِرْ لِي فَإِنَّهُ لَا يَغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلَّا أَنْتَ. مَنْ قَالَهَا مِنَ النَّهَارِ مُوقِنًا بِهَا فَمَاتَ مِنْ يُوْمِهِ قَبْلَ أَن يُمْسِيَ فَهُوَ مِنْ أَهْلِ الْجَنَّةِ وَمَنْ قَالَهَا مِنَ اللَّيْلِ وَهُوَ مُوقِنٌ بِهَا فَمَاتَ قَبْلَ أَنْ يُصْبِحَ فَهُوَ مِنْ أَهْلِ الْجَنَّةِ رَوَاهُ الْبُخَارِيُّ.
1875. Überliefert von Schaddad ibn Aus (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Sayyid al-Istighfar (das beste Bittgebet um Vergebung) ist, dass der Diener sagt: ‚O Allah! Du bist mein Herr. Es gibt keinen Gott außer Dir. Du hast mich erschaffen, und ich bin Dein Diener. Ich halte mich nach bestem Vermögen an meinen Bund und mein Versprechen Dir gegenüber. Ich suche Zuflucht bei Dir vor dem Übel dessen, was ich getan habe. Ich erkenne Deine Gaben an, die Du mir erwiesen hast, und ich bekenne meine Sünde. So vergib mir, denn niemand außer Dir vergibt die Sünden.‘ Wer dieses Bittgebet bei voller Überzeugung am Tag spricht und vor dem Abend stirbt, gehört zu den Bewohnern des Paradieses. Und wer dieses Bittgebet bei voller Überzeugung in der Nacht spricht und vor dem Morgen stirbt, gehört ebenfalls zu den Bewohnern des Paradieses.“
Imam al-Buchari überlieferte diesen Hadith.
١٨٧٦ – وَعَنْ ثَوْبَانَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إذا انْصَرَفَ مِنْ صَلَاتِهِ اسْتَغْفَرَ اللهَ ثَلاثًا وَقَالَ اللَّهُمَّ أَنْتَ السَّلامُ وَمِنْكَ السَّلامُ تباركت يا ذا الجلال والإكرام. قِيلَ لِلْأَوْزَاعِي وَهُوَ أَحَدٌ رُوَاتِهِ كَيْفَ الْاسْتِغْفَارُ قَالَ يَقُوْلُ اسْتَغْفِرُ اللَّهَ اسْتَغْفِرُ اللَّهَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1876. Über Thawbān (r.a.) wird berichtet. Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte nach Beendigung seines Gebets dreimal um Vergebung zu bitten („O Allah, vergib mir“). Außerdem sagte er: „O Allah, Du bist der Friede, und von Dir allein kommen Frieden und Sicherheit. Du bist voller Segen und Güte, o Besitzer von Majestät und Ehre.“ Imām al-Awzāʿī wurde gefragt, wie der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, um Vergebung zu bitten pflegte. Er sagte: „Er pflegte zu sagen: Astaghfirullāh (Ich bitte Allah um Vergebung), Astaghfirullāh.“
Imām Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱۸۷۷ – وَعَنْ عَائِشَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهَا قَالَتْ كَانَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يُكْثِرُ أَنْ يَقُولَ قَبْلَ مَوْتِهِ سُبْحَانَ اللهِ وَبِحَمْدِهِ اسْتَغْفِرُ اللهَ وَآتُوبُ إِلَيْهِ متفق عليه.
1877. Über ʿĀʾischa (r.a.) wird berichtet. Sie sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, pflegte vor seinem Tod häufig dieses Bittgebet zu sprechen: „Subḥānallāhi wa biḥamdihī. Astaghfirullāha wa atūbu ilayhī“ („Allah ist frei von jeder Unvollkommenheit, und Ihm gebührt alles Lob. Ich bitte Allah um Vergebung und wende mich reumütig Ihm zu.“).
Imām al-Buchārī und Imām Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۷۸ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ
وَسَلَّمَ يَقُولُ قَالَ اللهُ تَعَالَى يَا ابْنَ آدَمَ إِنَّكَ مَا دَعَوْتَنِي وَرَجَوْتَنِي غَفَرْتُ لَكَ عَلَى مَا كَانَ مِنْكَ وَلا أَبَالِي يَا ابْنَ آدَمَ لَوْ بَلَغَتْ ذُنُوبُكَ عَنَانَ السَّمَاءِ ثُمَّ اسْتَغْفَرْتَنِي غَفَرْتُ لكَ وَلا أَبَالِي يَا ابْنَ آدَمَ إِنَّكَ لَوْ آتَيْتَنِي بِقُرَابِ الْأَرْضِ خطايا ثم لقيتنى لا تُشْرِكْ بِي شَيْئًا لَا تَبْتُكَ بِقُرَابِهَا مَغْفِرَةٌ رَوَاهُ التَّرْمِذِي وَقَالَ حَدِيثٌ حَسَنٌ.
1878. Über Anas (r.a.) wird berichtet. Er sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagen: Allah, der Erhabene, sagt: „O Sohn Adams, solange du Mich bittest und auf Meine Barmherzigkeit hoffst, werde Ich dir deine Sünden vergeben, wie zahlreich und wie groß sie auch sein mögen, und Ich werde mir deswegen nichts daraus machen. O Sohn Adams, wenn deine Sünden bis zum Himmel reichen und du Mich dann um Vergebung bittest, werde Ich dir vergeben, und Ich werde mir deswegen nichts daraus machen. O Sohn Adams, wenn du mit so vielen Sünden zu Mir kommst, wie die Erde fassen kann, und du Mir niemanden beigesellt hast, werde Ich dir mit einer ebenso großen Vergebung entgegenkommen.“
Imam at-Tirmidhi überlieferte diesen Hadith. Er sagte: Dies ist ein Hasan-Hadith.
۱۸۷۹ – وَعَنِ ابْنِ عُمَرَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ يَا معشر النِّسَاء تَصَدِّقْنَ وَاكْثَرْنَ مِنَ الْاسْتِغْفَارِ فَإِنِّي رَأَيْتُكُنَّ أَكْثَرَ أَهْلِ النار قالت امرأةٌ مِنْهُنَّ مَا لَنَا أَكْثَرَ أَهْلِ النَّارِ قَالَ تُكْثِرُرْنَ اللَّعْنَ وَتَكْفُرْنَ الْعَشِيرَ مَا رَأَيْتُ مِنْ نَاقِصَاتِ عَقْلِ وَدِيْنِ أَغْلَبَ لِذِي لَبِ مِنْكُنَّ قَالَتْ مَا نُقْصَانُ الْعَقْلِ وَالدِّينِ قَالَ شَهَادَةُ امْرَأَتَيْنِ بِشَهَادَةِ رَجُلٍ وَتَمْكُثُ الْأَيَّامَ لا تُصَلِّي رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1879. Überliefert von Abdullah ibn Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: O ihr Frauen! Gebt Almosen und bittet häufig um Vergebung eurer Sünden. Denn ich habe gesehen, dass die Mehrheit von euch zu den Bewohnern der Hölle gehört. Eine von ihnen fragte: Was ist der Grund dafür, dass die Mehrheit von uns in der Hölle sein wird? Er sagte: Ihr verflucht häufig und seid euren Ehemännern gegenüber undankbar und ungehorsam. Trotz eurer Mängel in Verstand und Religion habe ich niemanden gesehen, der einen verständigen und klugen Mann so sehr aus dem Gleichgewicht bringt wie eine von euch. Die Frau fragte erneut: Worin bestehen unsere Mängel und unsere Unvollkommenheit in Verstand und Religion? Er sagte: Das Zeugnis von zwei Frauen entspricht dem Zeugnis eines Mannes, und während der Menstruation könnt ihr mehrere Tage lang nicht beten.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
Abschnitt: 3 – Was Allah, der Erhabene, für die Gläubigen im Paradies vorbereitet hat
قَالَ اللهُ تَعَالَى : إِنَّ الْمُتَّقِينَ فِي جَنَّاتٍ وَعُيُونِ ادْخُلُوهَا بِسَلَامٍ آمِنِينَ وَنَزَعْنَا مَا فِي صُدُورِهِمْ مِنْ عَلَ اخْوَانًا عَلَى سُرُرٍ مُتَقَابِلِينَ. لَا يَمَسُّهُمْ فِيْهَا نَصَبٌ وَمَا هُمْ مِنْهَا بِمُخْرَجِينَ.
Allah, der Erhabene, sagt:
„Die Gottesfürchtigen werden in Gärten und an Quellen sein. Zu ihnen wird gesagt werden: Tretet in vollkommenem Frieden und in Sicherheit in sie ein. Ich werde aus ihren Herzen jeden Groll und jede Feindschaft entfernen und sie dadurch rein machen. Danach werden sie als Brüder einander gegenüber auf geschmückten Sitzen Platz nehmen. Dort werden sie weder Krankheit noch Kummer und Leid erfahren. Sie werden von dort niemals vertrieben werden.“ (Sure al-Hidschr: 45–48)
وقَالَ تَعَالَى : الْأَخِلاءُ يَوْمَئِذٍ بَعْضُهُمْ لِبَعْضٍ عَدُوٌّ إِلَّا الْمُتَّقِينَ، يَا عِبَادِ لَا خَوْفٌ عَلَيْكُمُ الْيَوْمَ وَلا أَنتُمْ تَحْزَنُونَ الَّذِينَ آمَنُوا بِآيَاتِنَا وَكَانُوا مُسْلِمِينَ. أَدْخُلُوا الجنة انتم و ازواجُكُمْ تُحْبَرُونَ. يُطَافُ عَلَيْهِم بصحاف مِنْ ذَهَب وأكواب وفيها مَا تَشْتَهِيهِ الْأَنْفُسُ وَتَلَذُّ الْأَعْيُنُ وَأنتُمْ فِيهَا خَالِدُونَ. وَتِلْكَ الْجَنَّةُ الَّتِي أَوْرِيْتُمُوهَا بِمَا كُنتُمْ تَعْمَلُونَ لَكُمْ فِيْهَا فَاكِهَةٌ كَثِيرَةٌ مِّنْهَا تَأْكُلُونَ.
„Wenn jener Tag (der Tag der Auferstehung) kommt, werden alle Freunde einander Feinde sein, außer den Gottesfürchtigen. Zu denen, die an Unsere Zeichen geglaubt hatten und gehorsame Diener gewesen waren, wird an jenem Tag gesagt werden: O Meine Diener, heute braucht ihr keine Angst zu haben, und ihr werdet heute auch nicht traurig sein. Tretet, ihr und eure Gattinnen, ins Paradies ein. Ihr werdet zufriedengestellt werden. Vor ihnen werden Trinkgefäße und goldene Schalen stehen, und dort wird es alles geben, was ihre Herzen begehren und ihre Augen erfreut. Zu ihnen wird gesagt werden: Ihr werdet für immer hier bleiben. Als Lohn für die guten Taten, die ihr auf der Erde vollbracht habt, seid ihr Erben dieses Paradieses geworden. Für euch gibt es hier reichlich Früchte. Davon werdet ihr essen.“ (Sure az-Zuḫruf: 67–73)
وقَالَ تَعَالَى : إِنَّ الْمُتَّقِينَ فِي مَقَام أمين، فِي جَنَّاتٍ وَعُيُونَ يَلْبَسُونَ مِنْ سندس واسْتَبْرَقٍ مُتَقَابِلِينَ. كَذلِكَ وَزَوْجْنَاهُمْ بِحُورٍ عِيْنِ يَدْعُونَ فِيهَا بِكُلِّ فاكهة أمنين. لا يَذُوقُوْنَ فِيهَا الْمَوْتَ إِلا الْمَوْتَةَ الْأُولَى وَوَقَاهُمْ عَذَابَ الْجَحِيمَ فَضْلاً مِنْ رَبِّكَ ذَلِكَ هُوَ الْفَوْزُ الْعَظِيمُ.
„Die Gottesfürchtigen werden an einem sicheren Ort sein. Sie werden inmitten von Gärten und Quellen auf einander gegenüberliegenden Sitzen ruhen und Gewänder aus feiner und grober Seide tragen. So wird ihr Zustand sein. Und Wir werden ihnen Frauen mit großen, schönen Augen zu Gattinnen geben. Dort werden sie in vollkommener Sicherheit nach allerlei köstlichen Dingen verlangen. Dort werden sie niemals den Tod kosten. Der eine Tod, der sie auf der Erde ereilt hat, ist bereits geschehen. Allah hat sie durch Seine Gunst vor der Qual der Hölle bewahrt. Wahrlich, dies ist eine gewaltige Gunst Allahs und der größte Erfolg.“ (Sure ad-Duḫān: 51–57)
وقال تعالى : إِنَّ الْأَبْرَار لفي نعيم . عَلَى الْأَرَائِكِ يَنْظُرُونَ . تَعْرِفُ فِي وُجُوهِهِمْ نَضْرَةَ النَّعيم . يُسْقَوْنَ مِنْ رَّحِيقٍ مُخْتُورٍ ، حَتَامُهُ مِشكَ وَفِي ذَلِكَ فلْيَتَنَافَسِ الْمُتَنَافِسُونَ ، وَمِزَاجُهُ مِنْ تَسْنِيم . عَيْنًا يُشْرَبُ بِهَا الْمُقَرِّبُونَ.
„Wahrlich, die Rechtschaffenen werden in unendlicher Wonne sein. Sie werden auf erhöhten Sitzen ruhen und die Ausblicke betrachten. Auf ihren Gesichtern werdet ihr den Glanz des Wohlbefindens erkennen. Ihnen wird ein vorzügliches, versiegeltes Getränk gereicht werden, dessen Siegel aus Moschus besteht. Diejenigen, die im Wettstreit mit anderen den Sieg erringen wollen, sollen danach streben, in diesem Wettstreit den Sieg zu erringen. Dieses Getränk wird mit Tasnīm vermischt sein. Es ist eine Quelle, aus der nur die Allah Nahestehenden trinken werden.“ (Sure al-Muṭaffifīn: 22–28)
۱۸۸۰ – وَعَنْ جَابِرٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ يَأْكُلُ أهْلُ الْجَنَّةِ فِيهَا وَيُشْرَبُونَ وَلَا يَتَغَوَّطُونَ وَلَا يَسْتَحْطُوْنَ وَلَا يَبُولُونَ ولكِنْ طَعَامُهُمْ ذَلِكَ جُشَاء كَرَشْحِ الْمِسْكِ يُلْهَمُونَ التَّسْبِيحَ وَالتَّكْبِيرَ كَمَا يُلْهَمُونَ النَّفْسَ رَوَاهُ مُسْلِمٌ
1880. Überliefert von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Die Bewohner des Paradieses werden die Speisen des Paradieses essen und Getränke trinken. Doch dort werden sie weder ihre Notdurft verrichten müssen, noch wird sich Schleim oder Schmutz in ihrer Nase sammeln, und sie werden auch nicht urinieren. Ihre Nahrung wird durch Aufstoßen verdaut und wie der Duft von Moschus aus ihnen hervorgehen. Sie werden sich an Tasbīḥ und Takbīr gewöhnen, so wie man an das Ein- und Ausatmen gewöhnt ist.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱۸۸۱ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ اللَّهُ تَعَالَى أَعْدَدْتُ لِعِبَادِي الصَّالِحِينَ مَا لَا عَيْنَ رَأَتْ وَلَا أَذُنَ سمعت ولا خَطرَ عَلَى قَلْبِ بَشَرٍ وَاقْرَؤُوا إِنْ شِئْتُمْ فَلَا تَعْلَمُ نَفْسٌ مَا أَخْفِيَ لَهُمْ من قرة أَعْيُنِ جَزَاء بِمَا كَانُوا يَعْمَلُونَ) .
1881. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Allah, der Erhabene, sagt: „Für Meine rechtschaffenen Diener habe Ich Dinge vorbereitet, die kein Auge je gesehen, kein Ohr je gehört und kein Mensch je erahnt oder sich vorgestellt hat.“ Zur Bestätigung dieser Aussage könnt ihr folgenden Vers rezitieren: „Niemand weiß, welche Augen erfreuenden Dinge für sie als Lohn für ihre guten Taten verborgen gehalten werden.“ (Sure as-Sadschda: 17)
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱۸۸۲ – وَعَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ أَوَّلُ زُمْرَةٍ يَدْخُلُونَ الْجَنَّةَ عَلَى صُورَةِ الْقَمَرِ لَيْلَةَ الْبَدْرِ ثُمَّ الَّذِينَ يَلُوْنَهُمْ عَلَى أَشَدَّ كَوْكَبٌ دُرِّيٌّ فِي السماء إضاءة لا يَبُولُونَ وَلَا يَتَغَوِّطُونَ وَلا يَنْقُلُوْنَ وَلَا يَسْتَخِطُوْنَ أَمْشَاطَهُمُالذهب وَرَشحُهُمُ الْمسكُ وَمُجَامِرُهُمُ الألوة عود الطيب أَزْوَاجُهُمُ الْحُور الْعِينُ عَلَى خَلْقِ رَجُلٍ وَاحِدٍ عَلَى صُورَةِ أَبِيهِمْ أَدَمَ سَتُونَ ذِرَاعًا فِي السَّمَاءِ متفق عليه.
وفي رواية لِلْبُخَارِي وَمُسْلِمِ أَنِيتُهُمْ فِيهَا الذَّهَبُ وَرَشْحُهُمُ الْمِسْكُ وَلِكُلِّ واحِدٍ مِنْهُمْ زَوْجَتَانِ يُرَى مَنْ سَاقِهِمَا مِنْ وَرَاءِ اللَّحْمِ مِنَ الْحُسْنِ لَا اخْتِلَافَ بَيْنَهُمْ وَلَا تَبَاغُضَ قُلُوبُهُمْ قَلْبُ وَاحِدٍ يُسَبِّحُونَ اللَّهَ بُكْرَةً وَعَشِيَّا
1882. Überliefert von Abu Huraira (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: „Die Gesichter der ersten Gruppe, die ins Paradies eintreten wird, werden hell wie der Vollmond in der Nacht des vierzehnten Tages sein. Danach werden die Gesichter derjenigen, die eintreten, wie funkelnde Sterne leuchten. Sie werden weder urinieren noch ihren Darm entleeren müssen, keinen Auswurf im Mund haben und keinen Schmutz in der Nase. Ihre Kämme werden aus Gold sein. Ihr Schweiß wird wie Moschus duften. Ihre Räuchergefäße werden mit wohlriechendem Holz befeuert werden. Großäugige Huris werden ihre Ehefrauen sein. Ihre Körper werden die gleiche Gestalt haben. Ihre körperlichen Gewohnheiten werden gleich sein. In ihrer Körpergröße werden sie ihrem Urvater Adam (Friede sei auf ihm) gleichen: sechzig Ellen groß.“
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith. In einer anderen Überlieferung von Imam al-Buchari und Imam Muslim heißt es: „Ihre Gefäße werden aus Gold sein. Ihr Schweiß wird wie Moschus duften. Jedem von ihnen werden jeweils zwei Ehefrauen gegeben werden. Sie werden so schön sein, dass das Mark ihrer Oberschenkelknochen durch das Fleisch hindurch zu sehen sein wird. Zwischen ihnen wird es weder Meinungsverschiedenheit noch Neid geben. Ihre Herzen werden wie das Herz eines einzigen Menschen sein. Morgens und abends werden sie Allahs Erhabenheit und Heiligkeit preisen.“
۱۸۸۳ – وَعَنِ الْمُغِيرَةَ بْن شُعْبَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ عَنْ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ سَأَلَ مُوسَى عَلَيْهِ السَّلامُ رَبَّهُ مَا أَدْنَى أَهْلِ الْجَنَّةِ مَنْزِلَةَ قَالَ هُوَ رَجُلٌ يَحِيُّ بَعْدَ مَا أُدْخِلَ أَهْلُ الْجَنَّةِ الْجَنَّةَ فَيُقَالُ لَهُ ادْخُلِ الْجَنَّةَ فَيَقُولُ أَي رَبِّ كَيْفَ وَقَدْ نَزَلَ النَّاسُ مَنَازِلَهُمْ وَأَخَذُوا أَخَذَاتِهِمْ فَيُقَالُ لَهُ أَتَرْضَى أَنْ يَكُونَ لكَ مِثْلُ مُلْكَ مَلِكَ مِنْ مُلوكِ الدُّنْيَا ؟ فَيَقُولُ رَضِيتُ رَبِّ فَيَقُولُ لَكَ ذَلِكَ وَمِثْلُهُوَمِثْلُهُ وَمِثْلُهُ وَمِثْلُهُ فَيَقُولُ فِي الْخَامِسَةِ رَضِيْتُ رَبِّ فَيَقُولُ هَذَا لَكَ وَعَشْرَةٌ أمثاله ولك مَا اشْتَهَتْ نَفْسُكَ وَلَنَتْ عَيْنُكَ فَيَقُولُ رَضِيتُ رَبِّ قَالَ رَبِّ فَاعْلاهُم منزلة قَالَ أُولَئِكَ الَّذِينَ أَرَدْتُ غَرَشتُ كَرَامَتَهُمْ بِيَدِي وَخَتَمْتُ عَلَيْهَا فَلَمْ تَرْعَيْنَ وَلَمْ تَسْمَعُ أَذُنٌ وَلَمْ يَخْطُرُ عَلَى قَلْبِ بَشَرٍ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1883. Überliefert von al-Mughīra ibn Schuʿba (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: Musa, Allahs Friede sei auf ihm, fragte seinen Herrn: »Wer unter den Bewohnern des Paradieses hat den niedrigsten Rang?« Allah sagte: »Es ist jener, der nach der Aufnahme der Bewohner des Paradieses ins Paradies kommen wird. Zu ihm wird gesagt werden: ›Betritt das Paradies.‹ Er wird sagen: ›O mein Herr, alle Menschen haben ihre Wohnstätten eingenommen und ihren ihnen zustehenden Anteil erhalten. Wie soll ich nun ins Paradies gelangen und dort einen Platz finden?‹ Zu ihm wird gesagt werden: ›Wärest du zufrieden, wenn dir ein Gebiet von der Größe des Reiches eines Königs oder Herrschers auf der Erde gegeben würde?‹ Er wird sagen: ›O mein Herr, ich bin damit zufrieden.‹ Allah, der Erhabene, wird zu ihm sagen: ›Das und noch einmal das Gleiche, und noch einmal das Gleiche, und darüber hinaus noch einmal das Gleiche wie all dies wird dir gegeben.‹ Beim fünften Mal wird er sagen: ›O mein Herr, ich bin zufrieden.‹ Dann wird Allah zu ihm sagen: ›Dir werden noch zehnmal so viel wie all dies gegeben. Außerdem erhältst du, was dein Herz begehrt und woran deine Augen sich erfreuen.‹ Er wird sagen: ›O mein Herr, ich bin zufrieden.‹ Musa sagte: ›O mein Herr, wer wird im Paradies den höchsten Rang innehaben?‹ Allah, der Erhabene, sagte: ›Diejenigen, denen ich Rang verleihen will, deren Rang werde ich selbst festsetzen und sie mit meinem Siegel kennzeichnen. Ihnen wird etwas gegeben werden, was kein Auge je gesehen, kein Ohr je gehört hat und was die menschliche Vorstellung nicht einmal annähernd erreichen konnte.«
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱٨٨٤ – وَعَنِ ابْنِ مَسْعُودٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ إِنِّي لَأَعْلَمُ أَخَرَ اهْلِ النَّارِ خُرُوجًا مِنْهَا وَآخِرَ اهْلِ الْجَنَّةِ دُخُولا الْجَنَّةَ رَجُلٌ يَخْرُجُ مِنَ النَّارِ حَبُوا فَيَقُولُ اللهُ عَزَّ وَجَلَّ لَهُ اذْهَبْ فَادْخُلِ الْجَنَّةَ فَيَأْتِيهَا فَيُخَيَّلُ الله أَنَّهَا مَلأَى فَيُرْجِعُ فَيَقُولُ يَا رَبِّ وَجَدْتُهَا مَلْأَى فَيَقُولُ اللَّهُ عَزَّ وَجَلَّ لَهُ اذْهَبْ فَادْخُلِ الْجَنَّةَ فَيَأْتِيهَا فَيُخَيَّلُ إِلَيْهِ أَنَّهَا مَلْأَى فَيَرْجِعُ فَيَقُولُ يَا رَبِّ وَجَدْتُهَا مَلْأَى فَيَقُولُ اللَّهُ عَزَّ وَجَلٌ لَهُ اذْهَبْ فَادْخُلِ الْجَنَّةَ فَإِنَّ لَكَ مِثْلَ الدُّنْيَاوَعَشْرَةَ أَمْثَالِهَا أو أن لك مثل عشرة أمثال الدُّنْيَا فَيَقُولُ أَتَسْخَرُ بِي أَوْ تَضْحَكُ بي وأنتَ الْمَلِكُ قَالَ فَلَقَدْ رَأَيْتُ رَسُولَ الله صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ضَحِكَ حَتَّى بَدَتْ نَوَاحِدُهُ فَكَانَ يَقُولُ ذَلِكَ أَدْنَى أَهْلِ الْجَنَّةِ مَنْزِلَةَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1884. Überliefert von ʿAbdullah ibn Masʿud (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Er sagte: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: »Ich weiß, wer als Letzter aus der Hölle herauskommen wird und wer als Letzter ins Paradies eintreten wird. Ein Mann wird aus der Hölle herauskriechen. Der Erhabene und Allmächtige Allah wird zu ihm sagen: ›Geh und tritt ins Paradies ein.‹ Wenn er sich dem Paradies nähert, wird es ihm vorkommen, als sei es bereits voll. Er wird zurückkehren und sagen: ›O mein Herr, das Paradies ist bereits voll.‹ Der Erhabene und Allmächtige Allah wird zu ihm sagen: ›Geh und tritt ins Paradies ein.‹ Er wird wieder hingehen, doch es wird ihm vorkommen, als sei es bereits voll. Er wird zurückkehren und sagen: ›O mein Herr, ich habe gesehen, dass das Paradies voll ist.‹ Der Erhabene und Allmächtige Allah wird zu ihm sagen: ›Geh und tritt ins Paradies ein.‹ Er wird wieder hingehen, doch es wird ihm vorkommen, als sei es bereits voll. Er wird zurückkehren und sagen: ›O mein Herr, ich habe gesehen, dass das Paradies voll ist.‹ Der Erhabene und Allmächtige Allah wird zu ihm sagen: ›Geh und tritt ins Paradies ein. Für dich gibt es dort einen Raum von der Größe der Erde und noch zehnmal so viel oder zehn Räume von der Größe der Erde.‹ Der Mann wird sagen: ›O Allah, machst Du Dich über mich lustig oder scherzt Du mit mir, obwohl Du der alleinige Herrscher über alles bist?‹« Ibn Masʿud sagte: »Ich sah, wie der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, darüber so lachte, dass seine vorderen Schneidezähne sichtbar wurden. Er sagte: ›Dieser Mann wird der Bewohner des Paradieses mit dem niedrigsten Rang sein.‹« Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٨٨٥ – وَعَنْ أَبِي مُوسَى رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ لِلْمُؤْمِنَ فِي الْجَنَّةِ الخَيمة من لؤلوة واحدة مجوفة طولها في السماء ستُونَ مَيْلًا لِلْمُؤْمِنِ فِيْهَا أَهْلُوْنَ يَطُوفُ عَلَيْهِمُ الْمُؤْمِنُ فَلَا يَرَى بَعْضُهُمْ بعضا – متفق عليه.
1885. Überliefert von Abu Musa (Allahs Wohlgefallen sei auf ihm). Der Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagte: »Im Paradies wird es für jeden Gläubigen ein eigenes Zelt aus einer ausgehöhlten Perle geben. Seine Höhe wird sechzig Meilen in Richtung Himmel betragen. An jeder seiner Ecken wird sich für jeden Gläubigen eine Huri befinden. Der Gläubige wird jede von ihnen besuchen, doch keine von ihnen wird die andere sehen können.«
Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٨٨٦ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدٍ الْخُدْرِي رَضِيَ اللهُ عَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ فِي الْجَنَّةِ لَشَجَرَةَ يَسِيرُ الرَّاكِبُ الْجَوَادَ الْمُضَمَّرَ السَّرِيعَ مِائَة سَنَةٍ مَا يَقْطَعُهَا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ وَرَوَبَاهُ فِي الصَّحِيحَيْنِ أَيْضًا مِنْ رِوَايَةِ أَبِي هريرة قال يسير الراكب في ظلها مائة سَنَةٍ مَا يَقطعها .
1886. Überliefert von Abu Sa’id al-Chudri (r.a.). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Im Paradies gibt es einen Baum. Selbst wenn ein leichtgebauter Mann, auf einem schnellen Pferd reitend, hundert Jahre ununterbrochen weiterreiten würde, könnte er ihn dennoch nicht hinter sich lassen.
Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert. Sie überlieferten ihn in ihren Sahih-Werken auch über Abu Huraira (r.a.). Darin sagte der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm: Selbst wenn ein Reiter hundert Jahre lang unter seinem Schatten sein Pferd laufen ließe, könnte er ihn nicht hinter sich lassen.
۱۸۸۷ – وَعَنْهُ عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنْ أَهْلَ الْجَنَّةِ لَبَتَرَا مَوْنَ أهْلَ الْغُرَفِ مِنْ فَوْقِهِمْ كَمَا تَتَرا مَوْنَ الْكَوْكَبَ الدَّرِّيِّ الْغَابِرَ فِي الْأُفُقِ مِنَ المشرق أو المغرب التفاضل مَا بَيْنَهُمْ قَالُوا يَا رَسُولَ اللَّهِ تِلْكَ مَنَازِلُ الأَنْبِيَاء لَا يَبْلُغُهَا غَيْرُهُمْ قَالَ بَلَى وَالَّذِي نَفْسِي بِيَدِهِ رِجَالٌ آمَنُوا بِاللَّهِ وصَدِّقُوا الْمُرْسَلِينَ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1887. Überliefert von Abu Sa’id al-Chudri (r.a.). Der Prophet, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Die Bewohner des Paradieses werden die Bewohner der oberen Gemächer so sehen, wie ihr die leuchtenden Sterne am östlichen oder westlichen Horizont seht. Dies geschieht aufgrund des Unterschieds in ihrem jeweiligen Rang. Die Gefährten sagten: O Gesandter Allahs, diese Ränge gehören doch den Propheten, die niemand sonst erlangen wird. Er sagte: Ja, bei Dem, in Dessen Hand mein Leben liegt! Auch diejenigen, die an Allah glauben und die Propheten für wahr erklären, werden diese Ränge erreichen können.
Imam al-Buchari und Imam Muslim haben diesen Hadith überliefert.
۱۸۸۸ – وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وسلم قَالَ لَقَابُ قَوْسَ فِي الْجَنَّةِ خَيْرٌ مِمَّا تَطْلُعُ عَلَيْهِ الشَّمْسُ أَوْ تَغْرُبُ متفق عليه.
1888. Überliefert von Abu Huraira (r.a.). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Ein Platz im Paradies von der Größe einer Bogensehne ist besser und wertvoller als das gesamte Sonnensystem.
Imam al-Buchari und Muslim haben diesen Hadith überliefert.
۱۸۸۹ – وَعَنْ أَنَسٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ في الْجَنَّةِ سُوقًا يَأْتُونَهَا كُلِّ جُمُعَةٍ فَتَهُب ريحُ الشِّمَالِ فَتَحْتُو فِي وُجُوهِهِمْ وَثِيَا بِهِمْ فَيَزْدَادُونَ حُسْنًا وَجَمَالاً فَيَرْجِعُونَ إِلَى أَهْلِيهِمْ وَقَدِ ازْدَادُوا حُسْنًا وجَمَالاً فَيَقُولُ لَهُمْ أَهْلُوهُمْ وَالله لَقَدِ ازْدَدْتُمْ حُسْنًا وَجَمَالاً فَيَقُولُونَ وَأَنتُمْ وَاللَّهِ لقَدِ ازْدَدْتُمْ بَعْدَنَا حُسْنًا وَجَمَالاً. رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1889. Überliefert von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Im Paradies wird jeden Freitag ein Markt abgehalten. Die Bewohner des Paradieses werden dorthin gehen. Dann wird ein Wind aus nördlicher Richtung wehen und sich über ihre Gesichter und ihre Kleidung verbreiten. Dadurch wird ihre Schönheit noch zunehmen. Wenn sie in diesem Zustand zu ihren Familien zurückkehren, werden sie sagen: „Bei Allah, eure Schönheit hat deutlich zugenommen.“ Und die anderen werden ebenfalls sagen: „Bei Allah, auch eure Schönheit hat zugenommen.“
Imam Muslim überliefert diesen Hadith.
۱۸۹۰ – وَعَنْ سَهْلِ بْنِ سَعْدٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ أَهْلَ الْجَنَّةِ لَيَتَرا مَوْنَ الْعُرَفَ فِي الْجَنَّةِ كَمَا تَتَرَا مَوْنَ الْكَوْكَبَ فِي السماء متفق عليه.
1890. Überliefert von Sahl ibn Saʿd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sagte: Die Bewohner des Paradieses werden einander aus ihren jeweiligen Gemächern so sehen, wie ihr die Sterne am Himmel seht.
Imam al-Buchari und Imam Muslim überliefern diesen Hadith.
۱۸۹۱ – وَعَنْهُ قَالَ شَهِدْتُ مِنَ النَّبِيِّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ مَجْلِسًا وَصَفَ فِيْهِ الْجَنَّةَ حَتَّى انْتَهَى ثُمَّ قَالَ فِي آخر حديثه فيهَا مَا لَا عَيْنٌ رَأَتْ وَلَا أَذُنٌ سَمِعَتُ ولا خطر عَلَى قَلْبِ بَشَرٍ ثُمَّ قَرَأَ تَتَجَافَى جُنُوبُهُمْ عَنِ الْمَضَاجِعِ يَدْعُونَ رَبَّهُمْ خَوْفًا وَطَمَعًا وَمِمَّا رَزَقْنَهُمْ يُنْفِقُونَ. فَلا تَعْلَمُ نَفْسٌ مَا أَخْفَى لَهُمْ مِنْ قُرَّةَ أَعْيُنِ جزاء بِمَا كَانُوا يَعْمَلُونَ ) رَوَاهُ الْبُخَارِي.
1891. Überliefert von Sahl ibn Saʿd (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Ich war mit dem Propheten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, in einer Versammlung anwesend. Dort beschrieb er das Paradies. Schließlich sagte er: Im Paradies gibt es Dinge, die kein Auge je gesehen, kein Ohr je gehört und die sich kein Mensch je vorgestellt hat. Danach rezitierte er diesen Vers (sinngemäß): „Ihre Seiten bleiben den Betten fern; sie rufen ihren Herrn in Furcht und Hoffnung an und geben von dem aus, womit Wir sie versorgt haben, aus. Niemand weiß, welche Augen erfreuenden Dinge für sie als Lohn für ihre Taten verborgen gehalten werden.“ (Sure as-Sadschda, 16–17)
Imam al-Buchari überliefert diesen Hadith.
۱۸۹۲ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدٍ وَآبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُمَا أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِذا دَخَلَ أَهْلُ الْجَنَّةِ الْجَنَّةَ يُنَادِي مُنَادٍ إِنَّ لَكُمْ أَنْ تَحْيَنُوا فَلا تَمُوتُوا ابدا وأن لكم أن تَصِحُوا فَلا تَسْقَمُوا أَبَدًا وَإِنَّ لَكُمْ أَنْ تَسْبُوا فَلَا تَهْرَمُوا أَبَدًا وَإِنَّ لَكُمْ أَنْ تَنْعَمُوا فَلَا تَبَاسُوا ابدا – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1892. Überliefert von Abū Saʿīd und Abū Huraira (Allahs Wohlgefallen sei mit ihnen). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Nachdem die Bewohner des Paradieses ins Paradies eingetreten sind, wird ein Rufer ausrufen: „O Bewohner des Paradieses, ihr werdet leben und niemals sterben; ihr werdet für immer gesund bleiben und niemals krank werden; ihr werdet für immer jung bleiben und niemals alt werden; ihr werdet für immer in Glück leben und niemals Trauer oder Leid erfahren.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
۱۸۹۳ – قَالَ إِنَّ أَدْنَى مَقْعَدِ أَحَدِكُمْ مِنَ الْجَنَّةِ أَنْ يَقُولَ لَهُ تَمَنْ فَيَتَمَنَّى وَيَتَمَنَّى فَيَقُولُ لَهُ هَلْ تَمَنَّيْتَ فَيَقُولُ نَعَمْ فَيَقُولُ لَهُ فَإِنَّ لَكَ مَا تَمَنَّيْتَ وَمِثْلَهُ مَعَهُ رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1893. Überliefert von Abū Huraira (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Zu einem der Bewohner des Paradieses mit dem niedrigsten Rang wird gesagt werden: „Wünsche dir etwas!“ Daraufhin wird er sich etwas wünschen und weiterwünschen. Allah, der Erhabene, wird zu ihm sagen: „Was hast du dir gewünscht?“ Er wird sagen: „Ja, ich habe mir etwas gewünscht.“ Dann wird Allah, der Erhabene, zu ihm sagen: „Dir wird gewährt, was du dir gewünscht hast, und noch einmal das Gleiche dazu.“
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
١٨٩٤ – وَعَنْ أَبِي سَعِيدٍ الْخُدْرِيِّ رَضِيَ اللَّهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِنَّ اللهَ عَزَّ وَجَلٌ يَقُولُ لِأَهْلِ الْجَنَّةِ يَا أَهْلَ الْجَنَّةِ فَيَقُولُونَ لَبَيْكَ رَبَّنَا وَسَعْدَيْكَ وَالْخَيْرُ فِي يَدَيْكَ فَيَقُولُ هَلْ رَضِيْتُمْ فَيَقُولُونَ وَمَا لَنَا لَا تَرْضَى يا ربَّنَا وَقَدْ أَعطيتنا ما لم تعط أَحَدًا مِنْ خَلْقِكَ فَيَقُولُ إِلَّا أَعْطِبُكُمْ أَفْضَلَ مِنْ ذلك فَيَقُولُونَ وَأَيُّ شَيْءٍ أَفْضَلُ مِنْ ذلكَ فَيَقُولُ أُحِلُّ عَلَيْكُمْ رِضْوَانِي فَلَا أَسْخَطُ عَلَيْكُمْ بَعْدَهُ أَبَدًا – مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.
1894. Überliefert von Abū Saʿīd al-Chudrī (Allahs Wohlgefallen sei mit ihm). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Allah, der Erhabene und Allmächtige, wird zu den Bewohnern des Paradieses sagen: „O Bewohner des Paradieses!“ Sie werden sagen: „Wir sind hier, o unser Herr. Alles Gute liegt in Deiner Hand.“ Allah wird sagen: „Seid ihr zufrieden?“ Sie werden sagen: „O unser Herr, warum sollten wir nicht glücklich sein? Du hast uns Gaben geschenkt, die Du keinem anderen Geschöpf geschenkt hast.“ Allah, der Erhabene, wird sagen: „Soll ich euch nicht etwas geben, das noch besser ist als dies?“ Sie werden sagen: „Was könnte es geben, das noch besser und erhabener wäre?“ Allah wird sagen: „Ich werde Mein Wohlgefallen über euch herabsenken und danach niemals mehr zornig auf euch sein.“ Imam al-Buchārī und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
١٨٩٥ – وَعَنْ جَرِيرِ بْنِ عَبْدِ اللهِ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ قَالَ كُنَّا عِنْدَ رَسُولِ اللَّهِ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ فنظر إلى الْقَمَرِ لَيْلَةَ الْبَدْرِ وَقَالَ إِنَّكُمْ سَتَرَوْنَ رَبَّكُمْ عِبَانًا كَمَا تَرَوْنَ هَذَا الْقَمَرَ لَا تُضَامُونَ فِي رُؤْيَتِهِ مُتَّفَقٌ عَلَيْهِ.وَعَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنْ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ
1895. Überliefert von Dscharir ibn Abdullah (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Er sagte: Wir waren beim Gesandten Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) anwesend. Er blickte zum Vollmond in der vierzehnten Nacht und sagte: „Ihr werdet euren Herrn bald ebenso mit eigenen Augen sehen, wie ihr jetzt den Mond seht. Bei Seiner Schau werdet ihr keinerlei Mühe oder Unannehmlichkeit empfinden.“ Imam al-Buchari und Imam Muslim überlieferten diesen Hadith.
۱٨٩٦ – وَعَنْ صُهَيْبٍ رَضِيَ اللهُ عَنْهُ أَنَّ رَسُولَ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ إِذَا دَخَلَ أَهْلُ الْجَنَّةِ الْجَنَّةَ يَقُولُ اللهُ تَبَارَكَ وَتَعَالَى تُرِيدُونَ شَيْئًا أَزِيدَكُمْ فَيَقُولُونَ المْ تُبَيِّضُ وُجُوهَنَا الَم تُدْخِلْنَا الْجَنَّةَ وَتُنَجِّنَا مِنَ النَّارِ فَيَكْشِفُ الْحِجَابَ فَمَا أَعْطُوا شَيْئًا أَحَبُّ إِلَيْهِمُ مِنَ النَّظرِ إِلَى رَبِّهِمْ – رَوَاهُ مُسْلِمٌ.
1896. Überliefert von Suhaib (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: Nachdem die Paradiesbewohner das Paradies betreten haben, wird Allah, der Erhabene, die Quelle allen Guten und allen Segens, sagen: „Wünscht ihr euch noch etwas mehr?“ Sie werden sagen: „Hast Du nicht unsere Gesichter erstrahlen lassen? Hast Du uns nicht ins Paradies eintreten lassen und uns vor dem Feuer der Hölle gerettet?“ Dann wird Allah, der Erhabene, den Schleier entfernen. Den Paradiesbewohnern wird nichts lieber sein als die Schau Allahs.
Imam Muslim überlieferte diesen Hadith.
قالَ اللهُ تَعَالَى : إِنَّ الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ يَهْدِيهِمْ رَبُّهُمْ بِإِيْمَانِهِمْ تَجْرِي مِن تَحْتِهِمُ الْأَنْهَارُ فِي جَنَّاتِ النَّعِيمِ. دَعْوَاهُمْ فِيهَا سُبْحَانَكَ اللَّهُم وَتَحِيتُهُمْ فِيهَا سَلامٌ وَآخِرُ دَعْوَاهُمْ أَنِ الْحَمْدُ لِلَّهِ رَبِّ الْعَالَمِينَعلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى آلِ مُحَمَّدٍ كَمَا صَلَّيْتَ عَلَى إِبْرَاهِيمَ وَعَلَى آلِ إِبْرَاهِيمَ وَبَارِكْ عَلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى آلِ مُحَمَّدٍ كَمَا بَارَكْتَ عَلَى إِبْرَاهِيمَ وَعَلَى آلِ إِبْرَاهِيمَ إِنَّكَ. حمِيدٌ مَجِيدٌ. قَالَ مُؤَلِفَهُ يَحْيَى النَّوْوِي غَفَرَ اللَّهُ لَهُ فَرَغْتُ مِنْهُ يَوْمَ الْاثْنَيْنِ رَابِعَ عشر رمضان سنة سبعين وست مائة
Der Erhabene Allah sagt:
„Diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, wird ihr Herr aufgrund ihres Glaubens rechtleiten. Er wird sie in Gärten voller Wonne aufnehmen, unter denen Bäche fließen. Ihr Gebet wird dort sein: ‚Gepriesen seist Du, o Allah!‘ Ihr Gruß dort wird sein: ‚Friede!‘ Und der Abschluss ihrer Worte wird sein: ‚Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten.‘“ (Sure Yunus: 9–10)
الْحَمْدُ لِلَّهِ الَّذِي هَدَانَا لِهذَا وَمَا كُنَّا لِنَهْتَدِي لَوْلَا أَنْ هَدَانَا اللَّهُ اللَّهُمَّ صَلَّعلَى مُحَمَّدٍ وَعَلَى آلِ مُحَمَّدٍ كَمَا صَلَّيْتَ عَلَى إِبْرَاهِيمَ وَعَلَى آلِ إِبْرَاهِيمَ وَبَارِكْ على محمد وعلى آلِ مُحَمَّدٍ كَمَا بَارَكْتَ عَلَى إِبْرَاهِيمَ وَعَلَى آلِ إِبْرَاهِيمَ إِنَّكَ. حَمِيدٌ مَجِيدٌ، قَالَ مُؤْلِفُهُ يَحْيَى التَّوْوِيُّ غَفَرَ اللَّهُ لَهُ فَرَغْتُ مِنْهُ يَوْمَ الْاثْنَيْنِ رَابِعَ عشرَ رَمَضَانَ سَنَةً سَبْعِينَ وَست مائة.
„Alles Lob gebührt allein Allah, der uns auf diesen Weg geführt hat. Und wenn Allah uns nicht den Weg gewiesen hätte, hätten wir nicht den Weg der Rechtleitung gefunden. Die Gesandten unseres Herrn sind mit der wahren Offenbarung zu uns gekommen.“ Dann wird ausgerufen: „Das Paradies, dessen Erben ihr geworden seid, ist der Lohn für eure Taten im irdischen Leben.“ (Sure al-Aʿrāf: 42)
O Allah, schenke Deinem Diener und Gesandten, dem ummī (ungelehrten) Propheten Muhammad, Deiner Barmherzigkeit und Gnade, ebenso seiner Familie, seinen Ehefrauen, seinen Kindern und seinen Gefährten, so wie Du Ibrahim (Allahs Friede sei mit ihm) und seine Familie durch Deine Gnade gesegnet hast. O Allah, schenke dem ummī Propheten Muhammad, seiner Familie, seinen Ehefrauen, seinen Kindern und seinen Gefährten Segen und Fülle, so wie Du Ibrahim (Allahs Friede sei mit ihm) und seiner Familie unter den Völkern Segen und Fülle geschenkt hast. Wahrlich, Du bist höchst lobenswürdig und höchst ruhmreich.
Imam an-Nawawi (Allah erbarme sich seiner) sagt: Ich habe die Zusammenstellung dieses Buches am vierten Tag des Monats Ramadan im Jahr 670 nach der Hidschra abgeschlossen.
Das Buch ist in vier Bänden vollständig abgeschlossen.